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Asiatischen Garten anlegen

Zuletzt aktualisiert: 25.10.20194 MinutenVon: OBI Redaktion
Ein asiatischer Garten mit Buddha, Kies und Bambus

Das ausgewogene Zusammenspiel von Pflanzen, Gewässern, Steinen, Holz und exotischen Skulpturen prägt das Aussehen eines asiatischen Gartens. Darüber hinaus sorgen harmonische Verläufe und bunte Farben für eine ausgeglichene Gartengestaltung.

Teegarten, Teichgarten, Betrachtungsgarten: Drei asiatische Themen-Gärten

Gartenbrunnen in asiatischem Stil

Wenn Sie einen asiatischen Garten anlegen möchten, können Sie diesen entweder nach Lust und Laune mit fernöstlichen Bezügen einrichten oder sich dazu entscheiden, einer speziellen asiatischen Idee zu folgen. Eine klassische Gartenform ist zum Beispiel der japanische Teegarten, in dessen Mitte ein Teehaus steht, das von wild wachsenden Pflanzen umgeben wird. Die Natur symbolisiert dabei den Übergang von den Wirren des Lebens zur Ruhe und Entspannung der Teezeremonie.

Auch von den japanischen Teichgärten können Sie sich inspirieren lassen. Die Landschaftsgärten kamen einst von China nach Japan. Wegen ihrer Weitläufigkeit werden sie häufig auch als Wandelgärten bezeichnet. Koikarpfen zählen stets zu den Bewohnern der vielen Wasseranlagen, die von steinernen Wegen, Säulen, Laternen und Brücken gesäumt sind.

Wenn Sie Ihren asiatischen Garten etwas schlichter bevorzugen, orientieren Sie sich an Betrachtungsgärten: Diese Kunstwerke aus Stein, Kies, Moos und wenigen Pflanzen werden traditionellerweise von Mönchen zur Meditation genutzt. Hier ersetzt meist eine Kiesfläche das Wasser. Wenn die Steine aufgeschüttet sind, harken Sie das typische Wellenmuster ein und unterstreichen so die Wasser-Symbolik. Bäume, Sträucher oder bemooste Steine können als Insel aus dem Kiesbett ragen.

Gartenkunst aus China, Japan, Thailand und Indonesien

Pagode zwischen Bäumen in asiatischem Garten

Die asiatische Gartenkunst ist Jahrtausende alt. Über die Zeit haben sich verschiedene Landestraditionen herausgebildet. Die chinesische Gartengestaltung etwa zeichnet sich durch eine vollkommene Harmonie zwischen den Elementen aus. Rasenflächen gibt es keine, Beete, Baumpflanzungen und Gewässer werden mit Naturstein eingefasst. Flächen werden gepflastert und mit Gebäuden, Statuen oder Arrangements aus Naturstein aufgelockert.

Die Gestaltung eines japanischen Gartens erfolgt durch ein Zusammenspiel aus meist nicht blühenden, immergrünen Pflanzen, Natursteinen und Wasser. Etwas seltener lässt sich ein thailändisches oder indonesisches Thema in europäischen Gärten ausmachen. Solche Anlagen beherbergen zum Beispiel große Blühpflanzen wie Rhododendren und Azaleen, dicht gesetzte Sträucher, Bodendecker und Stauden. 

Aufteilung Ihres asiatischen Gartens

Kiesgarten mit Steinen in asiatischem Stil

Wenn Sie Ihren Garten völlig neu einrichten wollen, planen Sie Wasseranlagen, offene Flächen, kleine Hügel und Anpflanzungen idealerweise im Voraus. Wasser spielt in jedem asiatischen Garten eine zentrale Rolle, legen Sie daher wenn möglich einen kleinen Teich oder einen Bach an. Berücksichtigen Sie bei der Planung von Gartenwegen, gepflasterten Bereichen, Rasenflächen sowie Gartengebäuden, dass in einem asiatischen Garten alles einer bestimmten Ästhetik folgt. Ein geschwungener Gartenweg sollte daher auch um ein Objekt oder eine Anpflanzung geleitet werden und zu einem Gebäude führen, anstatt im Nichts zu enden.

Wasser im asiatischen Garten

Ein asiatisch angelegter Garten mit Teich

Berücksichtigen Sie, welche Art von Gewässer in Ihren Garten passt. Ein ruhiger Teich benötigt relativ viel Platz und eignet sich daher nicht für kleine Gärten. Alternativ oder zusätzlich kann ein kleiner Bachlauf oder Wasserfall angelegt werden, welcher sich auch leicht in kleineren Gärten installieren lässt. Ein Gewässer sollte sich immer an einem möglichst tiefen Punkt im Garten befinden, denn dort würde es sich auch auf natürliche Weise ausbreiten. Selbst im kleinsten Garten müssen Sie nicht auf das Plätschern von Wasser verzichten, denn auch ein Vogelbad oder ein Gartenbrunnen in asiatischer Optik können den südöstlichen Charakter Ihres Gartens abrunden.

Asiatische Akzente aus Holz- und Naturstein

Terrasse mit Bonsai, Gartenlaterne und Pagode

Haben Sie Gartenwege aus Pflastersteinen oder Holz angelegt sowie einen kleinen Gartenpavillon oder eine Gartenlaube im asiatischen Look errichtet, geht es an die Details Ihrer Gartendekoration. Wählen Sie gestalterische Elemente dabei so aus, dass sie den fernöstlichen Charakter Ihres Gartens unterstreichen und gehen Sie mit Gestaltungselementen wie Figuren sparsam um. Zwar ist die Auswahl an Laternen, kleinen Pagoden und Mini-Buddhas groß – weniger ist hier aber mehr. Wählen Sie lieber nur einen Blickfang aus, den Sie dezent in die grüne Landschaft integrieren.

Als Materialien bieten sich wie im gesamten asiatischen Garten Holz und Stein an. Größere Steine wie Findlinge wirken unaufdringlicher als Figuren, aber auch hier sollten Sie den Garten nicht überfrachten. Gartenbänke unterstreichen die meditative Ausstrahlung Ihres Gartens. Durch eine geschickte Platzierung einer Bank in einer abgelegenen Ecke können Sie einen Ort der vollkommenen Entspannung schaffen. Wände oder Rankgitter aus Bambusrohren können als Sichtschutz dienen.

Auswahl asiatischer Pflanzen

Ein blühender Kirschbaum hinter einer Mauer

Viele Pflanzen, die ursprünglich aus Asien stammen, sind gut an das mitteleuropäische Klima angepasst und bieten sich daher besonders dann an, wenn Sie einen asiatischen Garten anlegen möchten. Zu den bekanntesten asiatischen Pflanzen gehören Kamelie, Ginkgo, Magnolie, Zierkirsche, Bambus und verschiedene Rhododendronarten. Achten Sie bei der Auswahl der einzelnen Pflanzen darauf, winterharte Sorten auszuwählen, damit die Gewächse auch das ganze Jahr über im Garten bleiben können.

Weitere Pflanzen, die Ihrem Garten ein asiatisches Aussehen geben, sind Kiefern und Pflaumen, Trauerweiden, Chrysanthemen und Pfingstrosen. Für einen japanischen Garten eignen sich zudem Koniferen oder Buchsbäume. Moose wie das Sternenmoos oder Andenpolster bieten weitere Nuancen im Grün des japanischen Gartens.

Die berühmte Lotusblume können Sie durch Seerosen in Ihrem Gartenteich ersetzen. Auch in einem Schöpfbecken oder Brunnen machen sich Wasserpflanzen gut.

Sorgsame Pflege Ihres asiatischen Gartens

Harke in Kiesbett

Das akkurate Erscheinungsbild eines asiatischen und insbesondere japanischen Gartens ist nur durch regelmäßige Pflege zu erhalten. Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter und abgestorbene Triebe oder Blüten, um das charakteristische Grün zu bewahren. Bringen Sie Hecken, Sträucher und Bäume zweimal im Jahr mit der Schere in Form und kontrollieren Sie das Wachstum der Moose, damit diese keine Steine überwuchern. 

Halten Sie das Kiesbett im japanischen Garten als zentralen Blickfang stets sauber und harken Sie das Wellenmuster regelmäßig nach. Dies ist aber nicht als unliebsame Pflicht zu begreifen: Das Harken des Kies gilt als entspannende Tätigkeit. Wenn Sie hier mit unterschiedlichen Rechen zu Werke gehen, können Sie eine große Vielfalt an Mustern schaffen.

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