
Gartenweg mit Rindenmulch anlegen
Mit einem Gartenweg aus Rindenmulch kannst du deinem Garten eine optische Führung geben und ihn gestalten. Wir zeigen dir in unserer Schritt-für-Schritt- und Video-Anleitung, wie du ihn anlegst.
Welche Vorteile bietet ein Gartenweg aus Rindenmulch?
Ein Gartenweg führt nicht nur von A nach B, sondern kann auch ein gestalterisches Element in deinem Garten sein, um beispielsweise Beete, Pflanzen, ein Gartenhaus oder auch einen Gartenteich einzurahmen.
Du musst hierfür nicht zwingend einen Kiesweg anlegen oder einen Weg mit Steinen pflastern. Stattdessen kannst du auch Rindenmulch nutzen. Gartenwege aus Rindenmulch bieten den Vorteil, dass sie sich harmonisch in die Gestaltung des Gartens einfügen und vergleichsweise günstig sind. Außerdem ist das Naturmaterial als nachwachsender Rohstoff ökologisch vorteilhafter als viele andere Wegbeläge. Da Mulchwege wasserdurchlässig sind, versiegelst du mit diesem natürlichen Wegbelag keine weiteren Flächen.
Mache dir zunächst einen Plan, wo dein Gartenweg verlaufen soll, und trage dann in diesem Bereich die Grasnarbe ab. Nach dem Überprüfen der Breite hebst du die Erde um einen Zentimeter aus, um Platz für alle Schichten des Gartenwegs zu schaffen. Verteile darauf eine Tragschicht Füllkies und verdichte diese. Mische im nächsten Schritt Beton an, kippe ihn abschnittweise in den Randbereich des Weges und verlege Pflastersteine als Einfassung. Alternativ hast du die Möglichkeit, eine Rasenkante als Einfassung deines Gartenwegs zu setzen. Zum Schluss bedeckst du den Weg mit einem Vlies gegen Unkraut und verteilst darauf Rindenmulch.
Wie genau du einen Ziergartenweg anlegst und was du dafür benötigst, erklärt die folgende Anleitung Schritt für Schritt. Du kannst dir die Anleitung auch als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken oder dir zusätzlich unser Video passend zum Thema anschauen.
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Videoanleitung: Gartenweg mit Rindenmulch anlegen und gestalten
Gartenweg mit Rindenmulch anlegen
6 Schritte
1Vorbereitung für den Gartenweg

Auf einen Blick
Verlauf des Gartenwegs festlegen
Grasnarbe abtragen
2Erdschicht ausheben



Auf einen Blick
Erdschicht ausheben
3Tragschicht anlegen



Auf einen Blick
Tragschicht aus Füllkies verteilen
Füllkies glätten
Unterbau verdichten
4Randsteine verlegen




Auf einen Blick
Beton anmischen und verteilen
Pflastersteine setzen
Rücken- und Bauchstütze aus Beton errichten
5Alternative zu Randsteinen: Rasenkante einsetzen



Auf einen Blick
Wegstrecke mit Spaten einstechen
Jeweils zwei Bleche verbinden
Rasenkante in die Erde klopfen
6Rindenmulch aufschütten



Auf einen Blick
Unkrautvlies verlegen
Unkrautvlies zuschneiden
Gartenweg mit Rindenmulch befüllen
Das benötigst du für dein Projekt
Tipp: Für einen reinen Rindenmulchweg mit 1 Meter Breite solltest du pro Laufmeter etwa 50–70 Liter Mulch einplanen, je nachdem, ob die Schicht 5 oder 7 cm dick sein soll. Zusätzlich empfiehlt sich darunter eine Lage Unkrautvlies (ca. 1 m² pro Meter), um das Durchwachsen von Unkraut zu verhindern. Seitliche Randsteine stabilisieren den Weg und halten den Mulch in Form – hier brauchst du zwei Steine pro Laufmeter. So bleibt der Weg optisch sauber, funktional und pflegeleicht.
Welcher Mulch für deinen Gartenweg?
Es gibt verschiedene Arten von Mulch: Rindenmulch, Mulch aus gehäckseltem Holz oder für Beete auch Rasenschnitt als Mulch. Deinen Gartenweg kannst du mit Rindenmulch gestalten. Noch besser ist Mulch aus gehäckseltem Holz. Der zersetzt sich langsamer und ist damit als Wegbelag haltbarer. Rindenmulch hält in der Regel etwa zwei bis drei Jahre, Holzhäcksel sogar bis zu fünf Jahre. Außerdem ist er rutschfester als Rindenmulch. Wähle am besten eher groben Mulch mit einer Körnung von bis zu 80 mm. Darauf läuft es sich besonders angenehm und die einzelnen Holzstückchen setzen sich nicht so leicht im Profil deiner Schuhsohlen fest.
Möchtest du etwa aus ästhetischen Gründen dennoch auf Rindenmulch zurückgreifen, wähle Mulch in hoher Qualität. Das erkennst du an dem RAL-Gütesiegel 250/1. Das Siegel garantiert, dass der Mulch naturbelassen ist und keine künstlichen Zusätze oder Fremdstoffe enthält.
Beim Rindenmulch gibt es einige Unterschiede je nach gewählter Baumart zu beachten:
Kiefernrinde: Enthält vergleichsweise wenig Gerbsäure, zersetzt sich langsamer (längere Haltbarkeit von 3–5 Jahren) und riecht angenehm harzig. Ideal für Ziergärten und pflegeleichte Flächen.
Fichtenrinde: Weit verbreitet und preisgünstig, aber höherer Gerbsäuregehalt. Zersetzt sich schneller (ca. 2–3 Jahre) und kann empfindliche Pflanzen hemmen. Gut für Flächen ohne empfindliche Stauden.
Lärchenrinde: Besonders widerstandsfähig mit hohem Harz- und Gerbstoffanteil – dadurch sehr langlebig (bis zu 5 Jahre), aber nicht für alle Pflanzen geeignet.
Tipp: Mulch erzeugt ein saures Bodenmilieu. Wähle als Randbepflanzung für deinen Gartenweg daher am besten Pflanzen, die sauren Boden benötigen. Dazu zählen zum Beispiel Farne, Hortensien und viele Schattenstauden. Auf Pflanzen wie Rosen, Jungpflanzen oder mediterrane Kräuter solltest du im direkten Umfeld deines Mulchweges verzichten. Sie vertragen den sauren Boden nicht.
Richtige Pflege für deinen Rindenmulchweg
Damit ein Rindenmulchweg dauerhaft gepflegt und funktional bleibt, sind regelmäßige Kontrollen und kleinere Instandhaltungen notwendig. Die folgende Tabelle zeigt empfohlene Pflegeintervalle für langlebige und unkrautfreie Wege:
| Pflegemaßnahme | Mulchschicht kontrollieren |
|---|---|
| Intervall | alle 6 Monate |
| Pflegemaßnahme | Mulch nachfüllen |
| Intervall | 1x jährlich |
| Pflegemaßnahme | Oberfläche auflockern |
| Intervall | bei Bedarf |
| Pflegemaßnahme | Unkrautvlies überprüfen/ersetzen |
| Intervall | alle 3–5 Jahre |
| Pflegemaßnahme | Wegbegrenzungen nachjustieren |
| Intervall | bei Bedarf |
| Pflegemaßnahme | Intervall |
|---|---|
Mulchschicht kontrollieren | alle 6 Monate |
Mulch nachfüllen | 1x jährlich |
Oberfläche auflockern | bei Bedarf |
Unkrautvlies überprüfen/ersetzen | alle 3–5 Jahre |
Wegbegrenzungen nachjustieren | bei Bedarf |







