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Nisthilfe für Rotkehlchen mit Jungvögeln

Rotkehlchen gelten als Nützlinge im Garten. Die Vögel ernähren sich vorzugsweise von Insekten. Indem sie Larven, Würmer und Schnecken fressen, tragen sie zum Pflanzenschutz bei. Wir zeigen, wie du mit einer selbst gebauten Nisthilfe Rotkehlchen während der Brutzeit unterstützen kannst.

Gründe für einen Nistkasten im Garten

Gartenfreunde genießen das Gezwitscher von Rotkehlchen und wissen die Vögel als Nützlinge zu schätzen. Insbesondere während der Brutzeit stehen Insekten, Larven, Würmer, Spinnen und andere Kleintiere auf ihrem Speiseplan. Die Vögel ernähren sich außerdem von Beeren und kleinen Früchten. Ein Naturgarten mit Kompost und Totholzhaufen bietet Rotkehlchen optimale Bedingungen, denn dort finden sie reichlich Nahrung.

Tipp: Wer möchte, kann mit Weichfutter wie Rosinen und Haferflocken zufüttern.

In der Natur wählen die Vögel Nistplätze in Bodennähe, zum Beispiel in Gebüschen von 2 m bis 3 m Höhe. Im Garten richten sich Rotkehlchen schon mal in einer Hecke ein. In Städten weichen sie auf Halbhöhlen und Löcher im Mauerwerk aus. Mit einem halboffenen Nistkasten bietest du den Vögeln ein Zuhause in deinem Garten.

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Nestbau bei den Rotkehlchen

Nest eines Rotkehlchens

Rotkehlchen nisten häufig in Bodennähe, aber auch ein geschützter Ort unter dem Dachvorsprung bietet sich als Nistplatz an.

Das Gefieder von Weibchen und Männchen sieht sehr ähnlich aus. Im Verhalten zeigen sie jedoch deutliche Unterschiede. Um den Nestbau kümmern sich ausschließlich weibliche Tiere.

Dafür sucht die Rotkehlchendame zunächst einen geeigneten Platz. Meist ist dieser nahe am Boden zu finden. In dichten Sträuchern, hohlen Baumstümpfen, Heu- oder Komposthaufen suchen sich die Vögel Halbhöhlen. Aber auch mit Efeu bewachsene Bäume oder Hauswände eignen sich als Standort für das Nest.

In der städtischen Umgebung wählen die Vögel zuweilen ungewöhnliche Nistplätze und brüten in Löchern und Spalten an der Fassade oder auch mal in einem Briefkasten. Wenn du den Vögeln einen geschützten halboffenen Nistkasten zur Verfügung stellst, können sie auf solche Notlösungen verzichten. Als Halbhöhlenbrüter bevorzugen Rotkehlchen Nisthilfen mit einer vergleichsweise großen Öffnung.

Welcher Nistkasten eignet sich für Rotkehlchen?

Höhlenbrüter wie Stare, Sperlinge und Meisen nisten in geschlossenen Bruthöhlen mit vergleichsweise kleinem Einflugloch.

Im Gegensatz dazu bevorzugen Halbhöhlenbrüter wie Hausrotschwanz, Zaunkönig, Bachstelze und das Rotkehlchen halboffene Nistplätze. Dazu zählen Nischen und Spalten am Haus sowie Nistkästen aus Holz mit größerer Öffnung.

Hänge das leere Vogelhaus an einem halbschattigen Standort so auf, dass es für Fressfeinde wie Katzen und Marder schwer zugänglich ist. Die Rotkehlchen füllen den Nistkasten später selbst mit Nistmaterial.

Alternativ dazu baust du eine Nisthilfe für Rotkehlchen aus Naturmaterialien. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du aus getrockneten Gräsern eine Nisttasche fertigst.

Nisthilfe für Rotkehlchen bauen in 3 Schritten

Schritt 1: Das richtige Material

Halme als Nisthilfe

Trockene Halme vom Chinaschilf eignen sich als Material für die Nisthilfe. Fasse die Gräser zu Büscheln zusammen.

Für die Nisthilfe benötigst du eine Handvoll trockene Halme, beispielsweise vom Chinaschilf. Mit einer Schnur lassen sich die Gräser an einem Baumstamm befestigen. Achte darauf, dass das Büschel mit den Halmen später auf der wetterabgewandten Seite hängt.

Wähle für die Nisthilfe eine geschützte Stelle im Garten, zum Beispiel in einer Naturecke mit weiteren Gräsern und Sträuchern. Um zu verhindern, dass natürliche Feinde wie Marder, Katzen und andere Haustiere an das Nest gelangen und die Eier plündern, solltest du die Nisthilfe möglichst hoch anbringen.

Schritt 2: Halme biegen und befestigen

Jemand bindet Gräser zu Nisthilfe für Rotkehlchen.

Befestige die Nisthilfe mit einem Kokosstrick am Baum. Forme eine Höhle und fixiere die Halme.

Schlage nun die Halme um deine Hand, um eine Höhle zu formen. Die nach oben gebogenen Halme befestigst du ebenfalls mit einem Stück Kokosstrick.

Schritt 3: Schutz anbringen

Nisthilfe an einem Baum

Die Nisthilfe bietet Rotkehlchen Schutz und erleichtert ihnen die Suche nach einem Nistplatz.

Eine lose um das Nest gewickelte Brombeerranke oder Rosenranke bietet zusätzlichen Schutz. So fällt es Nesträubern wie Katzen oder Mardern schwerer, das Gelege zu erreichen.

Wann ist Brutzeit bei den Rotkehlchen?

Nistkästen für Halbhöhlenbrüter wie Rotkehlchen hängst du am besten bereits im Herbst auf. Rotkehlchen brüten mindestens einmal jährlich im Frühjahr und dann oft noch ein zweites Mal im Sommer. Von April bis August kannst du die Vögel beim Nisten und Brüten beobachten.

Rotkehlchen legen durchschnittlich etwa drei bis sieben Eier ins Nest. Das Weibchen übernimmt dann rund zwei Wochen lang das Brüten und hält außerdem das Nest sauber. Das Männchen kümmert sich um die Nahrungsbeschaffung.

Sobald die Küken der Rotkehlchen geschlüpft sind, übernehmen beide Elterntiere die Fütterung der Jungvögel. Übrigens, erst auf den Fütterruf hin öffnen die Jungtiere ihre Schnäbel. Etwa zwei Wochen lang bleiben die Jungvögel im Nest, bis sie flügge sind.

Haben die Vögel deine aus Gräsern geformte Halbhöhle oder einen Nistkasten aus Holz angenommen, solltest du die Nisthilfe im Herbst auf die nächste Saison vorbereiten, indem du sie einmal leerst und säuberst.

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