
Pflastersteine streichen ‒ so gehst du vor
Pflastersteine können mit der Zeit von Moos bewachsen sein oder eine unschöne Oberfläche aufweisen. Dann bietet es sich an, die Steine zu reinigen und zu überstreichen. Wie du Pflastersteine streichst, sodass sie im Garten oder auf der Einfahrt ansprechend aussehen und lange Zeit halten, liest du in diesem Ratgeber. Wir zeigen dir eine Anleitung sowie Inspirationen und Ideen für den neuen Anstrich.
Pflastersteine streichen
Pflastersteine im Garten oder in der Einfahrt können mit der Zeit von Unkraut, Moos oder Flechten bewachsen sein. Infolgedessen sehen sie meist abgenutzt und wenig ansprechend aus. Sind die verwitterten Pflastersteine aus Beton, dann kannst du sie mit unserer Anleitung in wenigen Schritten reinigen und neu bestreichen.
Hinweis: Auf Natursteinplatten hält Farbe nur bedingt und kann nach kurzer Zeit bereits abbröckeln. Entferne daher bei Naturpflaster nur das Unkraut und wasche es mit einem Hochdruckreiniger sauber.
Die richtige Farbe für Betonsteine
Damit die Oberfläche der Pflastersteine wieder ansprechend aussieht, verwendest du eine bestimmte Betonfarbe. Diese ist meist schmutzabweisend und wirkt wie eine Beschichtung für das Pflaster.
Betonfarben gibt es zum Beispiel in hellen und dunklen Grautönen sowie in Rot. Somit kannst du deine Terrassenplatten ganz individuell gestalten. Ein weiterer Vorteil von Betonfarbe ist, dass sie die Lebensdauer deines Betons verlängert, indem sie die saugfähigen Pflastersteine vor Witterung und UV-Strahlung schützt. Außerdem hat sie wasserabweisende Eigenschaften, wodurch sie Rissen und Schäden im Beton vorbeugt. Umgekehrt lässt eine gute Bodenfarbe die Feuchtigkeit aus dem Beton nach außen treten, ist also wasserdampfdurchlässig.
Streichst du deine Pflastersteine mit Betonfarbe neu, dann wirkt dein Pflaster wieder mehrere Jahre lang frisch. Die Haltbarkeit der Farbe hängt davon ab, wie gut du die Steine säuberst und frei von Verschmutzungen machst sowie welche Witterungseinflüsse in deiner Region herrschen.
Tipp: Wenn die Farbe deines Betonpflasters noch in Ordnung ist und du sie nicht neu überstreichen möchtest, eignet sich eine Betonlasur. Ähnlich wie bei Holz verleiht sie der Ursprungsfarbe einen neuen Glanz und verhindert die Bildung von grünen Belägen. Eine Betonlasur stellt also eine Art Schutzschicht für deine Pflastersteine dar. Sie eignet sich für saugfähige Pflastersteine ohne Imprägnierung.
Betonsteine streichen – Anleitung

Pflastersteine mit altem Anstrich

Pflastersteine nach dem frischen Anstrich
- Zuerst reinigst du den Untergrund gründlich, damit die Betonfarbe oder -lasur haften kann. Wenn Flechten auf den Steinen sind, kannst du sie mit einem Gemisch aus Essigessenz und heißem Wasser (Verhältnis 1:10) entfernen. Gebe das Gemisch entweder mit einer Gießkanne auf die bewachsenen Stellen oder sprühe sie mit einer Sprühflasche ein. Mit dieser Methode solltest du aber sparsam umgehen, weil Essig schädlich für die Umwelt ist und laut § 12 des Pflanzenschutzgesetzes nicht auf versiegelten Flächen genutzt werden darf. Moos und Unkraut löst du mit den Händen, einer Drahtbürste oder einem Handgrubber heraus. Im Anschluss reinigst du die Steine mit einem Hochdruckreiniger. Lass die Pflastersteine dann vollständig trocknen, was je nach Außentemperatur zwei bis drei Tage dauern kann. Eine genaue Anleitung zum Reinigen von Pflastersteinen findest du hier.
- Wenn das Betonpflaster bereits Risse oder Unebenheiten aufweist, kannst du sie mit einer speziellen Grundierung ausgleichen. Diese Schicht solltest du möglichst dünn auftragen. Das Mischungsverhältnis findest du auf der Verpackung. Achte auch hier auf eine ausreichende Trocknungszeit (bei 15 °C mindestens 24 Stunden).
- Nimm den Anstrich der Betonpflastersteine nur bei trockenem Wetter und Temperaturen von mindestens 5 °C vor. Rühre die Betonfarbe oder -lasur nach Herstellerangaben an und trage sie mit einem Farbroller auf die Betonsteine auf. Die Schicht sollte nicht zu dick und schön gleichmäßig sein - gehe einfach Reihe für Reihe durch. Ecken streichst du am besten mit einem Pinsel, die Fugen des Pflasters kannst du dabei mitstreichen.
- Beachte die Trockenzeit der Farbe oder Lasur, die meist einige Stunden beträgt. Die genauen Angaben dazu findest du auf der Verpackung. Ist das Ergebnis nach der angegebenen Zeit noch nicht zufriedenstellend, kannst du die Betonfarbe oder -lasur an einzelnen Stellen oder flächendeckend nochmals auftragen.
Folgende Werkzeuge benötigst du zum Streichen von Pflastersteinen:
Farben und Lacke im OBI Onlineshop
Pflastersteine aus Naturstein auffrischen

Gartenstuhl aus Holz steht auf Terrasse aus Naturstein.
Betonsteinpflaster lässt sich also gut überstreichen, um dem Garten oder der Einfahrt einen frischen Glanz zu verleihen. Doch es gibt eine Vielzahl weiterer Pflastersteine als Terrassenbelag. Bei Pflaster aus Naturstein zum Beispiel musst du anders vorgehen. Hier ist Streichen nicht möglich, weil die Farbe nicht am Untergrund haftet. Um Natursteinplatten in der Gartengestaltung aufzufrischen, entfernst du zunächst ebenfalls Unkraut oder Moos. Mit einem Hochdruckreiniger säuberst du die Flächen gründlich und machst dich dann an die Feinarbeit.
Verwende für Naturpflaster keine säurehaltigen Reiniger, weil sie seine Oberfläche und Struktur schädigen. Dadurch verliert er Glanz und wird langfristig anfällig für weitere Schäden. Greife stattdessen zu speziellen Natursteinreinigern oder nutze warmes Wasser mit pH-neutraler Seife. Vermeide Kernseife, weil sie einen leicht fettigen Film hinterlässt. Mit einer Bürste trägst du das Wasser auf den Boden auf und säuberst die Pflastersteine.








