
Sitzplatz im Garten gestalten – Ideen und Tipps
Eine Sitzecke unter freiem Himmel ist der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen und gemeinsam laue Sommerabende zu verbringen. Wir geben Tipps, wie du deinen Sitzplatz im Garten gestalten kannst.
Der richtige Standort
Ob als lauschiges Plätzchen zum Entspannen oder als ein Treffpunkt zum gemütlichen Beisammensein – dein Sitzplatz im Garten ist ein Ort zum Wohlfühlen. Sobald sich der Sommer mit wärmeren Tagen ankündigt, zieht es uns nach draußen in den Garten. Wo der richtige Standort für deinen Sitzplatz im Freiem ist, hat auch damit zu tun, zu welcher Tageszeit du dich am liebsten draußen aufhältst. Beachte bei der Ausrichtung den jeweiligen Sonnenstand.
Morgenmenschen genießen mit einem nach Osten ausgerichteten Sitzplatz ihr Frühstück in der Morgensonne. Bist du lieber später am Tag oder abends draußen, ist ein Standort in Südwestlage für deinen Sitzplatz im Garten ideal.
Wie kann ich den Sitzplatz gestalten?

Ein Metalltisch mit passenden Stühlen fügt sich unauffällig in den Garten ein.
Mit Gartenmöbeln machst du es dir draußen genauso gemütlich wie drinnen. Ob großzügige Loungemöbel oder ein schnell aufgestellter Klappstuhl – der Sitzplatz im Freien sollte mehr als nur bequem sein. An heißen Sommertagen kommt uns ein schattiges Plätzchen gelegen. Dabei kannst du dir bestimmte Gegebenheiten im Garten zunutze machen. Bäume oder hochgewachsene Sträucher neben dem Sitzplatz spenden Schatten, sorgen für natürliche Kühlung und schützen vor fremden Blicken.
Sonnenschutz für den Sitzplatz im Garten
Hast du dir einen hellen Platz für deine Sitzecke im Garten ausgesucht, gibt es neben natürlichen Schattenspendern wie Bäumen noch weitere Möglichkeiten für den richtigen Sonnenschutz.
Mit einem Sonnenschirm lässt sich die Sitzecke flexibel beschatten. Einmal geöffnet, spendet ein Sonnenschirm dort Schatten, wo du ihn gerade brauchst. Dabei stehen dir runde und eckige, kleinere Balkonschirme und größere Marktschirme zur Auswahl.
Tipp: Ein Ampelschirm lässt sich neben dem Sitzplatz aufstellen, um von dort aus Schatten zu spenden. So hast du mehr Platz für Gartenmöbel unter dem Schirm.
Befindet sich der Sitzplatz nahe am Haus, kannst du ein Sonnensegel spannen, um die Terrasse zu beschatten. Südliches Flair hält mit einer bepflanzten Pergola Einzug. Eine andere Möglichkeit für Terrasse oder Balkon ist eine Markise.
Wind- und Sichtschutz

Eine dichte Hecke rund um das Holzdeck bietet Sichtschutz für die Sitzecke.
Durch geeigneten Sichtschutz wird der Sitzplatz unter freiem Himmel zu einem persönlichen Rückzugsraum. Am besten gliedert sich der Schutz vor fremden Blicken unauffällig in den Garten ein. Um dich abzuschirmen, kannst du die Sitzecke vor einer Mauer oder einem Sichtschutzzaun einrichten, dezenter sind meist begrünte Lösungen wie Hecken.
An einem Rankgitter kannst du auch Kletterpflanzen wachsen lassen. Wählst du hierfür einjährige Kletterpflanzen wie beispielsweise Glockenrebe, Feuerbohne oder Prunkwinde, eröffnen sich jedes Jahr neue Gestaltungsmöglichkeiten. Im Sommer erreichen die einjährigen Kletterpflanzen die gewünschte Höhe. Für die dauerhafte Begrünung eignen sich mehrjährige Kletterpflanzen wie Clematis oder Hopfen in Rankkästen.
Tipp: Mit einem begrünten Rosenbogen kannst du den Zugang zu deinem Sitzplatz im Garten gestalten.
Pflanzt du blickdichte Sträucher rund um die Terrasse, wird der Sitzplatz ebenso uneinsehbar. Außerdem hält das dichte Blattwerk Wind ab. So vermeidest du Zugluft am Sitzplatz im Freien und kommst bei Pfeifenstrauch oder Flieder zudem in den Genuss von herrlich duftenden Blüten. Als blühender Sichtschutz eignen sich außerdem Pflanzen wie Rhododendron und Rispenhortensie.
Wenn du es etwas luftiger magst, kannst du Gräser als natürlichen Sichtschutz nutzen. Die Rutenhirse „Northwind“ wächst zum Beispiel schnell und hält neugierige Blicke ab. Chinaschilf hat den gleichen Effekt und bietet sich in der Gartengestaltung auch an, um einen Bereich vom anderen abzutrennen.
Der passende Untergrund
Die meisten Sitzplätze im Freien befinden sich direkt am Haus. Die Terrasse wird im Sommer meist zum Wohn- und Esszimmer im Garten. Von dort aus hast du es nicht weit bis zur Küche, wenn du einmal draußen essen möchtest.
Um auch optisch eine Verbindung zwischen Haus und Garten herzustellen, solltest du dich bei der Wahl des Terrassenbelags an der Fassade und dem direkt anschließenden Fußbodenbelag im Inneren des Hauses orientieren.
Terrassendielen aus Holz oder WPC harmonieren hervorragend mit Parkett- und Laminatboden. Bei Fassaden mit Holzvertäfelung bietet es sich ebenfalls an, den Außenbereich mit Holz zu gestalten, um das natürliche Aussehen zu unterstreichen. Eine andere Möglichkeit ist Natursteinpflaster im Außenbereich.
Großformatige Keramikplatten sowie Betonplatten vermitteln besonders bei modernen Häusern im geradlinigen Design zwischen innen und außen.
Während du am Haus auf eine feste Unterkonstruktion oder ein Fundament für die Terrasse angewiesen bist, kannst du in anderen Bereichen des Gartens auch einen unbefestigten Untergrund für den Sitzplatz wählen. Das vergleichsweise rustikale Aussehen von einem Untergrund aus verdichtetem Kies passt insbesondere zu naturnahen und romantischen Gärten.
Wie groß sollte die Terrasse sein?

Eine gemütliche Terrasse wird im Sommer zum Wohnzimmer unter freiem Himmel.
Bei der Planung des Sitzplatzes solltest du neben ausreichend Stellfläche für die Gartenmöbel auch an genügend Bewegungsspielraum denken, sodass du draußen gemütlich die Beine ausstrecken kannst. Das Mobiliar sollte nicht erst verrückt werden müssen, damit eine Person Platz nehmen oder aufstehen kann.
Möchtest du deine Sitzecke mit Pflanzen dekorieren, benötigst du zusätzlich Platz für Pflanzkübel. Das gilt insbesondere für größere Kübelpflanzen wie Palmen.
Außerdem hat die gewünschte Nutzung Einfluss auf die Größe. Wenn du gerne grillst, planst du am besten von Anfang an einen festen Platz für den Grill ein.
Tipp: Mit einer Rasenfläche, die direkt an den Sitzplatz anschließt, kannst du den nutzbaren Außenbereich bei Bedarf vergrößern. Schließlich lassen sich ein paar Stühle schnell auf dem Rasen aufstellen, wenn doch einmal mehr Gäste zu Besuch sind.
Mehrere kleine Sitzplätze im Garten

Oft genügt schon eine Bank im Garten, um es sich bei schönem Wetter draußen gemütlich zu machen.
Warum sich für eine Sitzecke entscheiden, wenn du auch mehrere Sitzplätze im Garten einrichten kannst? Für ein lauschiges Plätzchen unter dem Blätterdach braucht es oft nicht viel. Schon eine Sitzbank vor dem Haus kann zu deinem Lieblingsplatz werden.
Säumst du dieses sonnige Plätzchen mit höher wachsenden Gehölzen ein, hast du dort auch im Hochsommer ein recht angenehmes Klima und somit immer einen Ort, an dem du dich draußen aufhalten kannst.
In einem kleinen Garten lässt sich ein gemütlicher Sitzplatz mit Klappstuhl und Klapptisch nach Bedarf aufbauen.
So kannst du frei wählen, wo du heute am liebsten sitzt. Denke bei der Planung an die verschiedenen Jahreszeiten. Im Frühling ist es herrlich, neben blühenden Obstbäumen oder einem Fliederstrauch zu sitzen. Im Herbst ist ein geschützter Sitzplatz im Garten attraktiv.
Tipp: Rund um den Stamm eines kräftigen Laubbaums lässt sich eine Baumbank platzsparend aufstellen. Die Blätterkrone spendet im Sommer den ganzen Tag über Schatten: Rücke einfach mit dem Sonnenverlauf ein Stück weiter auf der Bank.








