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Sturmwarnung: Das ist jetzt im Garten wichtig

Zuletzt aktualisiert: 21.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Abgeknickter Baum im Garten mit Absperrband und Sturmwarnschild davor.

Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du deinen Garten bei einer Sturmwarnung wetterfest machst. Erfahre hier, wie du Pflanzen, Töpfe, Werkzeuge oder Dekoration in Sicherheit bringst und wie du schon bei der Gartenplanung für einen Windschutz im Garten sorgst.

Wie mache ich den Garten sturmsicher?

Das Wetter in unseren Breiten ist überwiegend gemäßigt, doch Sturm kann auch hierzulande heftig werden. Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h sind durchaus möglich. Dabei entstehen schnell erhebliche Schäden an Gebäuden, aber auch im Garten. Mit den richtigen Maßnahmen sorgst du auch in letzter Minute noch für Schutz.

Um deinen Garten sturmsicher zu machen, solltest du Kübel und Töpfe, die im Garten oder auf der Terrasse stehen, zuerst sichern. Stelle sie am besten mit Dekoration und Gartenmöbel ins Haus oder in die Garage. Gartengeräte und Werkzeuge sollten ins Trockene gebracht werden, um Schäden zu vermeiden.

Sträucher und Bäume bindest du an einem Pfahl an und ungesicherte Spielzeuge wie das Trampolin baust du am besten vollständig ab.

Kübel und Töpfe sichern

Pflanzen im Topf holst du bei einer Sturmwarnung unbedingt ins Haus. Alternativ finden sie im Keller oder in der Garage Schutz. Rücke schwere Pflanzkübel an die Hauswand heran und stelle die Kübel dort dicht an dicht. So stützen sie sich gegenseitig. Sehr schwere Pflanzgefäße sicherst du mit speziellen Topfstützen.

Hohe Pflanzen im Kübel legst du bei einer Sturmwarnung am besten auf die Seite. Zusammen mit anderen Pflanzen verschränkst du sie. Beschwere sie außerdem mit Gewichten oder binde sie an.

Hängeampeln und vor allem Töpfe auf Simsen, Mauervorsprüngen oder an anderen ungeschützten Stellen holst du in jedem Fall ins Haus.

Topfstütze an einem Pflanzkübel

Topfstützen geben deinen Pflanzen bei einer Sturmwarnung Halt.

Dekoration und Gartenmöbel schützen

Alles, was im Garten zu Bruch gehen kann, solltest du ebenfalls ins Trockene holen, wenn es eine Sturmwarnung gibt. Dazu gehören Skulpturen, Schalen sowie Beleuchtung. Wenn sie nicht absolut standfest montiert sind, drohen Schäden.

Bringe auch deine Gartenmöbel sowie Sonnenschirme ins Haus, in den Schuppen oder die Garage.

Gartengeräte und Werkzeuge vor dem Sturm schützen

Bringe alle Werkzeuge und Gartengeräte in Sicherheit. Zum einen könnten die Gegenstände bei einem Sturm verschoben oder sogar davongetragen werden. Zum anderen drohen vor allem bei technischen Geräten Schäden.

Sträucher und Bäume anbinden

Bei heftigem Sturm schützt du Bäume und Sträucher, indem du sie anbindest. Schlage dafür Pflöcke in den Boden und binde die Pflanzen mit einem Seil in ausreichender Spannung daran fest. Sichere auch Kletterpflanzen oder lose Ranken.

Frau bindet Gehölz in Topf wegen Sturmwarnung an.

Bäume als Gefahr bei einer Sturmwarnung

Bäume sind bei starkem Sturm eine Gefahr durch abgebrochene Äste. Im schlimmsten Fall stürzt der ganze Baum um. Trägt der Baum im Frühjahr oder Sommer Blätter, bietet er dem Sturm dadurch eine größere Angriffsfläche. Die Gefahr ist dann größer, dass Teile abbrechen oder er entwurzelt wird.

Aber auch kahle Bäume können Schäden verursachen. Prüfe sie deshalb auf lose, morsche oder brüchige Äste und entferne mit der Baumschere alles, was zur Gefahr werden könnte.

Gartentrampolin abbauen

Klettergerüste, Schaukeln und Sandkästen sind meist robust gebaut und fest im Gartenboden verankert. Bei Gartentrampolinen ist das meist nicht der Fall. Baue das Gartentrampolin deshalb vor dem Sturm ab. Durch seine besondere Form kann es der Wind besonders gut treffen und im Ernstfall mehrere Meter weit durch die Luft tragen.

Bei nur leichtem Wind reicht es, das Gartentrampolin mit Bodenankern zu sichern. Kommt der Sturm sehr überraschend, bleibt dir nicht genug Zeit, um das Trampolin abzubauen.

Tipp: Nimm in diesem Fall zumindest die Schutzplane ab. Dann hat der Wind weniger Angriffsfläche und kann das Trampolin nicht so leicht bewegen.

Sichere Bauweise beim Gartenhaus

Gartenhäuser aus Holz solltest du schon vorbereitend gegen Unwetter und Stürme absichern. Imprägniere das Gartenhaus beispielsweise regelmäßig. So ist es gut gegen Feuchtigkeit und die daraus folgenden Schäden geschützt.

Die Bohlen vieler Gartenhäuser sind oft nur zusammengesteckt, sodass sie vom Wind auseinander gedrückt werden können. Im schlimmsten Fall stürzt das Gartenhaus dann ein. Sturmleisten an allen vier Ecken des Gartenhauses verhindern das. Sie pressen die einzelnen Bohlen des Hauses zusammen und machen es so stabiler.

Überprüfe regelmäßig die Schrauben, mit denen die Sturmleisten befestigt sind, denn sie können sich über die Zeit lockern. Mit Sturmwinkeln, die du innen oder außen anbringst, verhinderst du, dass das Haus bei starkem Sturm vom Fundament gelöst wird.

Ein Vordach erhöht die Gefahr von Sturmschäden. Es sollte deshalb einklappbar sein. Alternativ sollten die Stützpfosten besonders sicher im Boden verankert oder sogar im Fundament einbetoniert sein.

Sichere bei einer Sturmwarnung außerdem alle losen Bauteile am Gartenhaus. Fensterläden verschließt und fixierst du.

Holzelemente und Mauern als Windschutz

Holzwand als Windschutz und Sichtschutz vor Haus mit Garten

Eine stabile Holzwand hält Blicke ab und schützt vor starkem Wind.

Kommt es in deiner Gegend öfter zu einer Sturmwarnung, lohnt es sich, schon bei der Gartenplanung einen Windschutz einzuplanen. Holzelemente eignen sich als Naturprodukt und bieten darüber hinaus einen Sichtschutz.

Hinweis: Achte auf eine Mindesthöhe von 180 cm bis 200 cm und verankere die Holzwand fest im Boden.

Natürliche Möglichkeiten eines Windschutzes sind Rankgitter aus Holz. Diese lässt du mit Klematis, Geißblatt oder Efeu bewachsen. So sind sie mitunter sturmsicherer als geschlossene Holzwände.

Massive Mauern passen besser in große Gärten. Windschutzmauern sollten ebenfalls mindestens 180 cm hoch sein, denn sie brechen den Wind. Das heißt, dass auf der windabgewandten Seite Luftwirbel entstehen können. Verankere auch Mauern sicher im Boden.

Etwas mehr Wind lassen Gabionen durch. Das sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe. Sie wirken weniger massiv als Mauern.

Windschutzgehölze

Auch mit Pflanzen kannst du starken Wind abhalten. Oft funktioniert das sogar besser als mit baulichen Elementen. In Pflanzen verfängt sich der Wind und wird sanft gebremst, statt direkt auf eine Mauer zu prallen.

Für einen natürlichen Windschutz eignen sich Hecken aus Lebensbäumen, Scheinzypressen oder Eiben. Sie stehen ganzjährig dicht. Weißdorn- oder Feldahorn-Hecken sind besonders robust. Etwas winddurchlässiger sind Hainbuchen- und Rotbuchenhecken, die den Wind nicht vollständig abhalten.

Die Gemeinsamkeit der Pflanzen ist, dass sie durch die Wurzeln ganz natürlich mit dem Boden verankert sind. Nur sehr starker Sturm kann sie herausreißen.

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