
Teakholz pflegen und reinigen – Tipps und Hilfsmittel
Von Gartenbänken bis hin zu Outdoor-Tischen – zahlreiche Gartenmöbel sind aus robustem und pflegeleichtem Teakholz gefertigt. Um dieses aber auch über Jahre hinweg hübsch zu halten, ist die richtige Pflege entscheidend. Erfahre hier mehr zu praktischen Tipps, wie du Teakholz richtig pflegen und reinigen kannst, und wie du deine Gartenmöbel richtig lagerst.
Wie kann man Teakholz pflegen?
Aufgrund seiner Langlebigkeit und seiner natürlichen Wetterbeständigkeit ist Teakholz eine beliebte Wahl für Gartenmöbel aller Art. Neben seiner Robustheit besticht Teak auch damit, besonders pflegeleicht zu sein – mit minimalem Aufwand lassen sich Teakholzmöbel viele Jahre lang schön erhalten.
Schon mit einer gelegentlichen Reinigung mit Bürste und Seifenwasser bewahrt man das Holz vor dem Vergrauen und hält die Möbel sauber. Anschließend pflegt man das Holz mit speziellem Teaköl, um die warme Holzfarbe zu erhalten. Ist das Holz bereits vergraut, kommt ein spezieller Entgrauer zum Einsatz, der das Teak wieder zum Strahlen bringt.
Wie die Teak-Pflege im Detail funktioniert und worauf es dabei zu achten gilt, klären wir jetzt.
Teakholz richtig pflegen und reinigen – so klappt’s
Unbehandeltes Teakholz ist in der Regel genauso haltbar wie behandeltes – sprich: das Einölen wirkt sich nicht auf die Haltbarkeit des Holzes aus. Worauf es sich aber auswirkt, ist die Farbe des Holzes. Ohne es zu pflegen und zu ölen, entsteht bei unbehandeltem Teak mit der Zeit eine silbergraue Patina.
Wenn du die originale Farbe des Holzes erhalten willst, solltest du es gelegentlich reinigen und greifst am besten alle 1-2 Jahre zu Holzöl für Teak. Lässt du die Teakholzmöbel ganzjährig draußen stehen, ist das regelmäßige Ölen besonders wichtig.
Teakholzmöbel richtig reinigen

Mit einer Bürste, Wasser und Seife reinigst du deine Teakholzmöbel auf sanfte Weise.
Vor dem Einölen steht die Reinigung der Gartenmöbel an. Am besten reinigst du deine Teakholzmöbel einfach mit einer Bürste, Wasser und Seife auf sanfte Weise. Dafür brauchst du:
Schwamm oder ein Baumwolltuch
Neutrale Seife
Wasser
Mit der Bürste kannst du groben Dreck, wie Erde oder Vogelkot, gut vom Teak entfernen, für alles andere kannst du den Schwamm verwenden. Nach dem Reinigen solltest du die Teakmöbel gründlich mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen.
Diese Art der Reinigung reicht bei Teakholzmöbeln meist vollkommen aus. Wer hingegen lieber zum Hochdruckreiniger greift, muss Folgendes beachten: Ein zu hoher Druck kann das Holz beschädigen. Wenn du einen Druck um die 70 bar wählst und einen Abstand von 30 cm zwischen Düse und Möbel einhältst, bist du aber auf der sicheren Seite. Nutze hierfür keine Dreckfräse, sondern den normalen Aufsatz für deinen Hochdruckreiniger.
Wird das Holz mit der Zeit rau, kannst du es zusätzlich mit feinem Schleifpapier nachschleifen. Vor dem Einölen sollten die Gartenmöbel vollständig trocken sein.
Teakholz richtig einölen
Ohne ein geeignetes Öl zur Pflege bekommt das Teakholz mit der Zeit eine silbergraue Patina. Wem das optisch nicht zusagt, kann den natürlichen Holzton aber leicht wieder hervorholen. Das klappt selbst bei Möbeln, die lange Zeit nicht gereinigt wurden. Dazu benötigst du zwei Dinge:
Ist dein Teakholz sehr stark verschmutzt und verfärbt, solltest du es zunächst abschleifen, ansonsten reinigst du es wie oben beschrieben. Anschließend trägst du beide Pflegemittel nacheinander auf – erst den Entgrauer, dann das Teaköl. Die Pflegemittel kannst du je nach Bedarf alle zwei Jahre oder auch jedes Jahr anwenden. Haben deine Teakmöbel sowieso noch keine Patina, reicht die Verwendung des Öls.
Hinweis: Nimm nicht zu viel Öl, sonst läuft es nach unten und kann dort den Bodenbelag verfärben, etwa auf der Terrasse. Am besten nimmst du überschüssiges Öl nach ca. 20 Minuten mit einem Lappen auf oder reinigst und pflegst deine Teakholzmöbel nach Möglichkeit auf dem Rasen.
Ergrautes Teakholz richtig aufbereiten

Ist das Teakholz stark vergraut, schleifst du es vor dem Pflegen ab. So bekommt es seine schöne Farbe zurück.
Ist das Teakholz stark vergraut und verschmutzt, schleifst du es vor dem Pflegen am besten einmal ab. So bekommt es seine schöne Farbe zurück. Zusätzlich kannst du die Patina vor dem Einölen noch mit einem speziellen Entgrauer entfernen.
So gehst du dabei vor:
Abschleifen: Zuerst schleifst du die Möbel ab. Das macht zwar Arbeit, lohnt sich aber. Wähle dafür feines Schleifpapier mit einer Körnung von 100 mm bis 240 mm. Schleife in Richtung der Maserung.
Säubern: Nun entfernst du alle Schleifreste und den Staub mit einem feuchten Lappen.
Patina entfernen: Trage anschließend den Entgrauer mit einem Schwamm auf. Das spezielle Pflegemittel entfernt die Patina sehr schonend. Anschließend lässt du ihn etwa eine halbe Stunde lang einwirken. Mit einer nicht zu weichen Bürste schrubbst du anschließend über das Holz und spülst danach alles mit Wasser ab. Ist das Teakholz lange nicht gereinigt worden und stark vergraut, sind eventuell mehrere Behandlungen notwendig.
Einölen: Im letzten Schritt trägst du das Öl mit einem Pinsel auf. Überschüssiges Öl wischst du mit einem Lappen auf – dann müssen die Gartenmöbel trocknen. Je nach verwendetem Mittel kannst du Gartenbank und Co. nach etwa einer Woche wieder benutzen. Achte hier auf die Herstellerempfehlungen, um Verfärbungen zu vermeiden.
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Gartenmöbel aus Teakholz richtig lagern
Zur richtigen Pflege von Teakholz gehört auch die richtige Lagerung der Gartenmöbel über den Winter. Idealerweise sollten sie in einem trockenen, gut belüfteten Raum wie einer Garage oder einem Gartenhaus untergebracht werden. Ist dies nicht möglich, sollten eingeölte Teakmöbel nach Möglichkeit zumindest überdacht gelagert werden, um die Schutzschicht zu erhalten.
Ungeeignet zur Lagerung sind dagegen trockene Räume, wie Heizungskeller, oder luftundurchlässige Plastikabdeckungen. Durch zu wenig oder zu viel Feuchtigkeit drohen dem Holz Trockenrisse oder Schimmelflecken.
Tipp: Vor der Einlagerung empfiehlt es sich zudem, die Möbel gründlich zu reinigen und vollständig trocknen zu lassen.
Die Eigenschaften von Teakholz
Teak ist äußerst robust und formstabil – kommt es mit Feuchtigkeit in Berührung, quillt es fast nicht auf. Dadurch verzieht es sich nur minimal und Möbel aus Teakholz bleiben so besonders lange stabil. Teakholz ist ähnlich hart wie Eichenholz, trotzdem aber leicht genug, sodass sich Möbel aus dem Material gut transportieren lassen.
Die Farbe von Teakholz ist honigbraun bis rötlich. Durch die natürlichen Öle und den enthaltenen Kautschuk fühlt es sich leicht ölig an. Damit bringt es einen natürlichen Holzschutz gegen Pilze und Schädlinge mit.
Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass Möbel aus Teakholz prinzipiell das ganze Jahr im Freien stehen können. Schnee und Regen machen dem Holz genauso wenig aus wie die pralle Sonne.

Exkurs: Woher kommt Teakholz?
Teakholz wird aus dem subtropischen Teakbaum (Tectona grandis) gewonnen. Der Baum ist in den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens heimisch. Dort ist er an ausgeprägte Trocken- und Regenzeiten gewöhnt, die zu seiner außergewöhnlichen Maserung führen. Im Gegensatz zu Tropenholz aus dauerfeuchten Regionen zeigt Teakholz ausgeprägte Jahresringe. Heute werden Teakbäume auf Plantagen auch in anderen Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas angebaut. In Europa ist der Anbau nicht möglich.
Teakholz-Gartenmöbel kaufen – darauf solltest du achten

Achte beim Kauf von Teakholzmöbeln auf die Herkunft und den Qualitätsgrad des Holzes.
Teakholz gehört als Tropenholz zu den umstrittenen Rohstoffen. Zwar stammt ein großer Anteil des Teakholzes aus legalen Plantagen, doch der illegale Raubbau wird noch heute betrieben.
Umweltsiegel wie das Label der Rainforest Alliance Certified oder das FSC-Label der Forest Stewardship Council bescheinigen dem Teakholz eine feste Herkunft. Die Zertifizierung erfolgt anhand fester Kriterien und Kontrollmechanismen.
Neben dem Umweltaspekt ist auch die Qualität des Teakholzes ausschlaggebend für den Kauf. Denn von der hängt der spätere Aufwand für Reinigung und Pflege ab. Entscheidend sind hier das Alter der Stämme sowie die Position des Holzes im Baumstamm. Altes Holz ist stärker mit den natürlichen Ölen durchtränkt als junges Holz.
Bei Teakholz werden daher drei Qualitätsgrade unterschieden:
Teakholz A
Hier handelt es sich um reifes Kernholz, das mindestens 20 Jahre alt ist. Es ist fest und sehr widerstandsfähig. Zudem hat dieses Teakholz eine einheitliche Farbe. Das hebt allerdings auch den Preis. Holz dieser Qualitätsstufe musst du nicht aufwendig pflegen, sondern nur bei Bedarf einölen, um die Farbe zu erhalten.
Teakholz B
Dieses Holz hat eine mittlere Qualität. Es stammt aus dem Rand des Kernholzes. Das macht es nicht ganz so fest wie das Kernholz. Dafür ist es ebenfalls gleichmäßig gefärbt und ölhaltig. Ölen musst du es dann, wenn die Möbel ganzjährig draußen stehen.
Teakholz C
Hierbei handelt es sich um Splintholz vom Rand des Stamms. Es ist relativ locker aufgebaut und wenig ölhaltig. Daher musst du Möbel aus diesem Holz häufiger pflegen. Eine regelmäßige Behandlung mit Öl ist sinnvoll. Die Farbe ist unregelmäßiger. Diese Eigenschaften machen es zum preiswertesten Teakholz.








