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Eichhörnchen im Schnee

Dieser Ratgeber zeigt, wie du Tieren im Garten beim Überwintern helfen kannst. Erfahre hier, wie unterschiedliche Tiere überwintern, wie du sie in der kalten Jahreszeit unterstützt und deinen Garten dafür vorbereitest.

Futterstelle für Vögel und Eichhörnchen im Winter

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Video (2:57 Minuten)

Wie überwintern Tiere?

Tiere müssen den Winter im Gegensatz zu uns Menschen im Freien verbringen. Neben den niedrigen Temperaturen stellt dabei das geringere Nahrungsangebot eine große Herausforderung dar. Einige Tiere fallen deshalb in den Winterschlaf, andere begeben sich in die Winterruhe oder verfallen in eine Kältestarre. Es gibt auch Tiere, die ein dickes Fell entwickeln und die im Winter verfügbare Nahrung nutzen.

Manche Tiere verbringen den Winter in wärmeren Gegenden: Schwalben, Rotschwänzchen, Grasmücken und einige Schmetterlinge fliegen in den Süden. Spatzen, Elstern und Meisen, die sogenannten Standvögel, bleiben stattdessen hier.

Spatz auf einem Ast

Der Spatz fliegt im Winter nicht in den Süden. Er bleibt in unseren Gefilden.

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Der Boden als Rückzugsort

In unseren Breitengraden friert der Boden selten tiefer als 0,5 m durch. Regenwürmer graben sich deshalb im Winter tief ein und bauen dort ihre Nester. Auch der Maulwurf gräbt in den kalten Monaten tiefer, um Nahrung zu finden. Er hält ebenso wenig Winterschlaf wie Wühlmäuse, die ihre Gänge häufig direkt in der Grasnarbe anlegen.

Kröten, Frösche und Echsen schützen sich in Bodenlöchern. Alternativ verziehen sie sich in alte Mäusegänge oder hohle Baumstümpfe. In diesen Verstecken sind oft auch Hummeln zu finden. Die Königinnen überleben den Winter und bringen im Frühling ein neues Volk hervor.

Oberirdisch überwinternde Tiere

Siebenschläfer als Kugel eingerollt auf Moos im Winterschlaf

Der Siebenschläfer sucht sich einen geschützten Ort zum Überwintern. In Gartenhäusern ist er öfters anzutreffen.

Schmetterlinge verbringen den Winter als Ei oder Larve. Die Puppen hängen in Bodennähe. Im Herbst nicht zurückgeschnittene Stauden und Gräser dienen ihnen als Schutz. Zitronenfalter und Pfauenauge überwintern hingegen als Falter. Das Pfauenauge ist im Winter oft in Garagen oder Gartenhäusern zu sehen. Dort richtet sich häufig auch der Siebenschläfer ein.

Igel überwintern im Garten gern in einem Laubhaufen oder Igelhaus. Dort verschlafen Igel den Winter genauso wie Fledermaus, Hamster und Murmeltier. Diese Tiere fahren dann ihre Atem- und Herzfrequenz sowie die Körpertemperatur herunter. Das vorher angefressene Fett versorgt sie in dieser Zeit mit Energie.

Hinweis: Tiere im Winterschlaf sollten auf keinen Fall gestört werden. Ein Aufwachen verbraucht viel Energie und kann für sie lebensbedrohlich sein.

Eichhörnchen und Waschbär halten Winterruhe. Sie werden also immer wieder wach, fressen und füllen ihre Vorräte auf. Fledermäuse verschlafen den Winter in Stollen oder Höhlen. Auch auf dem Dachboden, in der Scheune oder im Schuppen sind sie zu finden.

Quartiere für Insekten im Winter

In einem Insektenhotel finden Fliegen, Käfer, Wespen und Wildbienen einen Platz zum Brüten und Überwintern. Biete verschiedene Behausungen an, sodass mehr Insekten einen passenden Platz finden. Lochziegel, Holzstücke mit Bohrlöchern, Stroh- und Schilfbündel, aber auch Holzkästen mit Einflugschlitzen eignen sich als Insektenhotel.

Marienkäfer überwintern häufig in den Ritzen rund um Fenster oder Rollläden. Hier ist es etwas wärmer als in der ungeschützten Natur. Blattläuse überwintern als Eier, die an jungen Trieben von Bäumen oder Sträuchern hängen. Florfliegen suchen ab Oktober einen frostfreien Unterschlupf. Schuppen, Garagen und Dachböden sind bei diesen Insekten beliebt.

Insektenhotel aus verschiedenen Materialien im Winter

In einem Insektenhotel finden zum Beispiel Wildbienen oder Schwebfliegen eine Möglichkeit zum Überwintern.

Im Gartenteich überwintern

Damit Teichfische den Winter überleben, brauchen sie eine Wassertiefe von mindestens 1 m. Nur hier bleiben die Temperaturen hoch genug, damit Fische überwintern können. Ist dein Teich flacher, überwinterst du die Fische in einer Wanne an einem frostfreien und hellen Platz oder in einem Kaltwasser-Aquarium.

Tipp: Mit Eisfreihaltern im Teich sorgst du auch im Winter für den nötigen Gasaustausch.

Im Teich überwintern auch Molche und Frösche. Sie vergraben sich im Schlamm am Teichgrund.

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10 Tipps: So hilfst du Tieren im Winter

  1. Eichhörnchen füttern

Eichhörnchen brauchen im Winter viel energiereiche Nahrung. Ein Haselnussstrauch oder Walnussbaum bietet Eichhörnchen reichlich Futter. Ergänzend dazu stellst du einen Vogelfutterspender auf. Füttere die kleinen Wildtiere mit Hasel- und Walnüssen sowie ungesalzenen Erdnüssen, Mais, Trockenfrüchten und Karotten.

  1. Nahrhafte Pflanzen setzen

Rote Früchte sorgen für Farbe im winterlichen Garten. Zudem sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Weichfutterfresser wie Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig. Schneeball, Eberesche, Wildrosen und Weißdorn beispielsweise liefern reichlich Futter.

Rotkehlchen sitzt auf schneebedecktem Ast mit roten Früchten im Winter.

Einige Pflanzen mit roten Früchten liefern im Winter Nahrung für die Tiere.

  1. Trockenen Unterschlupf anbieten

Im schnee- und regenfreien Gartenhaus oder Schuppen überwintern verschiedene Tiere gerne – darunter der Siebenschläfer. Außerdem sind diese Orte ruhig, sodass die Tiere ungestört überwintern können.

Tipp: Lass einige Äpfel in Körben im Schuppen stehen, von denen sich die Tiere bedienen können.

  1. Wände begrünen

Begrüne kahle Wände mit Efeu. Mit etwa zehn Jahren bildet die Pflanze Blüten aus. An ihnen können sich Wild- und Honigbienen sowie Schwebfliegen, Marienkäfer und Schmetterlinge im Herbst noch einmal satt fressen.

  1. Holz- und Laubhaufen liegen lassen

In den Ritzen von verwittertem Holz können sich Insekten verstecken und in die Kältestarre begeben. Auch in Laubhaufen finden Tiere wie der Igel einen guten Ort zum Überwintern. Lass Holz und Laub daher liegen.

Laubhaufen neben Bäumen im Park
  1. Vögel füttern

Die Zahl der Singvögel und Insekten nimmt in Nord- und Mitteleuropa immer weiter ab. Experten raten deshalb dazu, die Tiere im Winter zu füttern.

Körnerfresser wie Meisen, Finken oder Spatzen kannst du im Winter mit Samen und Körnern füttern. Sie lieben unter anderem Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Weizenkörner, Hafer oder Leinsamen. Wichtig ist, dass die Kerne und Nüsse nicht gesalzen oder geröstet sind. Richte zum Füttern einige katzensichere Futterstellen ein und füttere die Singvögel dort mit geeignetem Vogelfutter bestehend aus Sonnenblumenkernen, Erdnusskernen oder einem speziellen Wildvogelmix.

Für Weichfutterfresser wie Amsel, Drossel und Star eignen sich getrocknete Waldfrüchte, Äpfel und Birnen als Futter. Füttere am besten kleinere Mengen, dafür aber gerne häufiger – auf diese Weise bleiben die Früchte frisch. Achte auch darauf, dass frisches Obst bei kalten Temperaturen draußen nicht einfriert.

Sowohl Körnerfresser als auch Weichfutterfresser lieben Meisenknödel. Dieses Fettfutter besteht meist aus einer Mischung aus Samen, Erdnüssen und Äpfeln und ist sehr gehaltvoll.

  1. Unterschlüpfe für Igel schaffen

Igel halten Winterschlaf, weil sie andernfalls in dieser Zeit nur wenig Nahrung finden würden. Deshalb fressen sich Igel im Herbst reichlich Fettreserven an. Stell in dieser Zeit ein Futterhaus mit Erdnüssen, insektenreichem Igeltrockenfutter, Katzenfutter und ungesalzenem Rührei ohne Milch auf.

Biete dem Igel neben einer Futterstelle auch ein Igelhaus zum Überwintern an. Die meisten Igelhäuser haben einen offenen Boden, ein schräges Dach und ein Eingangsloch. Unter einem Laub- oder Reisighaufen ist der ideale Platz dafür. Moos und Blätter trägt der Igel selbst hinein. Der Winterschlaf dieser Wildtiere dauert von Ende Oktober bis Ende März.

Igel schaut aus gelbem Igelhaus mit Laub davor heraus.

In einem Igelhaus sind die Vierbeiner sicher vor Kälte und Fressfeinden.

  1. Nützlinge schützen

Lege verschiedene Naturmaterialien wind- und wettergeschützt unter einem Dach ab. So unterstützt du Nützlinge im Winter. Marienkäfer, Spinnen und Gliedertiere verkriechen sich beispielsweise in Tannenzapfen oder losen Holzstücken.

Wildbienennachwuchs überwintert häufig in den Röhren von Schilf- oder Holzblöcken. Bohre dafür etwa 5 mm bis 8 mm dicke Röhren in die Rindenseite des Holzes.

Hinweis: Bohre unbedingt in die Rindenseite statt in die Stirnseite. Sonst reißen die Röhren auf, es kann Nässe eindringen und die Tiere sterben.

  1. Pflanzen nicht zurückschneiden

Schneide im Herbst nicht alle Pflanzen in deinen Beeten zurück, sondern überlasse sie sich selbst. So sparst du dir Arbeit und hilfst Insekten, Gliedertieren und Vögeln. Vor allem Letztere können im Winter die Samen von Purpursonnenhut oder Distel als Nahrungsquelle nutzen. Die hohlen Stängel einiger Pflanzen sind außerdem gute Winterquartiere für Wildbienen und ihren Nachwuchs.

Nistkasten am Baum

In Nistkästen finden Vögel im Winter einen Unterschlupf. Hänge sie so auf, dass Katzen die Kästen nicht erreichen können.

  1. Nistkästen anbringen

Schon im Herbst hängst du Nistkästen für Vögel im Garten auf. Die Tiere nutzen sie dann als warme Schlafplätze im Winter.

Tipp: Hänge die Nistkästen in einer sicheren Höhe auf und wähle eine stabile Befestigung.

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Darf man Wildtiere füttern?

Größere Wildtiere wie Rehe, Füchse oder Wildschweine zu füttern, ist allgemein nicht erlaubt – und dazu noch schädlich für die Tiere. Das Füttern kann dazu führen, dass die Wildtiere ihre natürliche Scheu vor den Menschen verlieren und sich zu nah an Städte und menschliche Siedlungen herantrauen. Dort können Wildschweine, Wölfe, Füchse, Waschbären und andere Arten zu einer Gefahr für Menschen werden. Viele dieser Wildtiere richten dazu Schäden in Wohngebieten an.

Außerdem ist die angebotene Nahrung oftmals ungeeignet und nicht artgerecht. Nur Jäger oder Förster dürfen in Notzeiten Rehe und andere Wildtiere füttern, etwa in strengen Wintern.

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