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Jemand entfernt Löwenzahn aus Rasen und trägt dabei grüne Gartenhandschuhe

Viele Hobbygärtner betrachten Löwenzahn als Unkraut. Wie du das Gewächs aus deinem Garten entfernen kannst und was dazu notwendig ist, zeigen wir dir in diesem Ratgeber.

Löwenzahn als Unkraut im Garten

In Gärten zählt Löwenzahn häufig zum Unkraut. Dafür ist die Pflanze quasi ein Paradebeispiel. Sie wächst überall – im Beet, im Rasen, sogar in den Fugen von gepflasterten Wegen taucht das Gewächs auf.

Willst du Löwenzahn in deinem Garten zu Leibe rücken, starte früh im Jahr damit. Den spätesten Zeitpunkt erkennst du daran, dass das Unkraut anfängt zu blühen. Dann ist Unkrautjäten angesagt.

Tipp: Übrigens können unter anderem die jungen Blätter beim Löwenzahn als Salat gegessen werden. Nicht nur unter Kräuterkundigen gilt die Pflanze als gesund und nährstoffreich. Der Milchsaft in den Stängeln und älteren Blättern ist aufgrund von Bitterstoffen geringfügig giftig.

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Löwenzahn entfernen durch Rasenmähen?

Zeigen sich die ersten Blüten, ist die schnellste Lösung der Griff zum Rasenmäher. Können sich die Samen über die Pusteblumen nicht verbreiten, ist das Unkraut fürs Erste gestoppt. Sonst verteilt sich gleich die nächste Generation von Löwenzahn über den Garten.

Im Beet knipst du die Blüten einfach ab. Das ist zwar keine nachhaltige Lösung, verschafft dir aber etwas Zeit. Dann kümmerst du dich später um die Wurzeln und Rosetten.

Löwenzahn entfernen durch Vertikutieren?

Vertikutieren hilft nicht gegen Löwenzahn. Im Gegenteil: Es fördert seine Verbreitung. Das liegt daran, dass ein Vertikutierer den Boden für die unerwünschten Samen als Landestelle vorbereitet.

Düngst du deinen Rasen regelmäßig, lasse den Vertikutierer stehen. Eine bessere Alternative ist es, die Grasnarbe mit einem harten Laubbesen aufzulockern. Das machst du am besten zeitig im Frühjahr.

Löwenzahn ausstechen

Eine Frau entfernt Löwenzahn mit einer Gartenschippe aus einem Beet

Stich den Löwenzahn aus dem Beet heraus. Hierfür nimmst du eine Blumenkelle oder einen Unkrautstecher.

Um Löwenzahn aus dem Rasen oder Beet zu bekommen, kannst du unter anderem zum Unkrautvernichter greifen. Pflanzt du in dem Beet allerdings Nahrungsmittel an, ist der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln unter Umständen verboten und nicht zu empfehlen. Beachte hier die jeweiligen Herstellerhinweise. Nachhaltiger ist es, das Unkraut per Hand zu entfernen.

Ein gut geeignetes Werkzeug ist der Unkrautstecher. Mit diesem reißt du Löwenzahn samt seiner langen Pfahlwurzel aus der Erde. Nur auf diese Weise verhinderst du übrigens, dass Löwenzahn wieder austreibt und sich weiter aussamt.

Die Arbeit mit einem Unkrautstecher ist unkompliziert. Viele Modelle haben sogar Teleskopstiele, sodass du den Löwenzahn im Stehen entfernen kannst. So stichst du bei diesen Unkrautstechern die Stahlzinken in den Boden. Das geht auch mit ein bisschen Hilfe eines Fußes. Dann nutzt du die Verlängerung am unteren Ende als Hebel und kippst den Stiel des Unkrautstechers zu dir heran. Jetzt sollte der Löwenzahn zusammen mit seiner Wurzel zwischen den Zinken eingeklemmt sein. Das Unkraut entsorgst du anschließend in der Biotonne.

Es gibt auch Modelle, die einen ausziehbaren Stiel besitzen. So lässt sich das Gartenwerkzeug individuell an unterschiedliche Körpergrößen anpassen.

Löwenzahn in Fugen entfernen

Löwenzahn wächst aus einer Fuge im Pflaster

Auch Löwenzahn in Fugen solltest du entfernen. Hier ist ein Fugenkratzer ein gutes Hilfsmittel.

Hat sich Löwenzahn in Fugen im Pflaster breitgemacht, hilft in der Regel nur Handarbeit. Chemische Spritzmittel sind hier verboten. Beim nächsten Regenguss würden die Chemikalien als Abwasser in der Kanalisation landen. Dort belasten sie die Aufbereitung zum Trinkwasser.

Auch Heißluft- und Abflammgeräte, mit denen die Pflanzen verdörrt werden, helfen meist nicht weiter. Sie verdorren oder versengen lediglich das Laub und tasten die Wurzel nicht an.

Das einzig hilfreiche Werkzeug ist hier ein guter Fugenkratzer. Es gibt auch hier Modelle mit langen Stielen. So haben einige Fugenkratzer einen bis zu 140 cm langen Stiel. Außerdem kommen viele Modelle zudem mit unterschiedlichen Fugenbreiten klar.

Sind die Fugen sehr schmal, kannst du auch ein altes Küchenmesser nehmen. Die Klinge sollte aber lang genug sein, um die Wurzeln zu erreichen.

Kannst du die Wurzel damit nicht entfernen, beschädigst du sie im Idealfall so stark, dass die Pflanze nach der Behandlung eingeht. Der Nachteil dieser Methode: Sie ist anstrengend und unangenehm für die Knie.

Dranbleiben: Löwenzahn immer wieder entfernen

Löwenzahn ist ein Dauerthema im Garten. Das Unkraut wird durch seine fliegenden Samen immer wieder aus Nachbargärten oder Weiden eingetragen. Einmal gelandet, bleiben die Samen rund zehn Jahre lang keimfähig.

Legst du also ein neues Beet an und gräbst es um, können auch ältere Samen ans Licht kommen. Und mit ein wenig Wasser und Nährstoffen keimen sie in kürzester Zeit.

Tipp: Besorge dir gutes Werkzeug und reagiere schnell, wenn sich irgendwo Löwenzahn breitmacht. Ihn frühzeitig zu entfernen, ist die beste Strategie.

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