
Bewässerung im Gewächshaus planen
Damit Pflanzen wie Gurken und Tomaten im Gewächshaus mit ausreichend Wasser versorgt sind, planst du die Bewässerung im Gewächshaus am besten frühzeitig. In diesem Ratgeber findest du Alternativen zur Gießkanne und Regentonne. Außerdem zeigen wir dir, welche Bewässerungssysteme es gibt und für welches Gewächshaus sie sich eignen.
Richtig gießen im Gewächshaus
Ein Gewächshaus ist der ideale Platz, um Gemüse und Kräuter schon früh im Jahr auszusäen und die Erntezeit deines selbst angebauten Gemüses zu verlängern. Achte neben den passenden Licht- und Temperaturverhältnissen vor allem auch auf die richtige Menge und Qualität an Wasser.
Gerade im Sommer bei sehr hohen Temperaturen steigt der Wasserbedarf der Pflanzen. Dabei hat jedes Gemüse seine Vorlieben, die du berücksichtigen solltest. Mit Bewässerungsanlagen vermeidest du, dass du täglich mit der Gießkanne von der Regentonne zum Gewächshaus und zurückläufst oder mit dem Gartenschlauch vor jeder einzelnen Pflanze verweilst.
Am besten verwendest du zur Bewässerung der Pflanzen Regenwasser. Mit einer Regentonne im Garten sammelst du das Wasser und kannst es anschließend zum Gießen nutzen. Im Vergleich zu Leitungswasser ist Regenwasser kalkarm und so für alle Pflanzen gut verträglich. Viele Bewässerungssysteme lassen sich auch direkt an die Zisterne anschließen.
Gieße deine Pflanzen im Gewächshaus dann, wenn sie Wasser benötigen. Das erkennst du am besten an der Erde. Ist die Oberfläche angetrocknet, benötigen die Pflänzchen wieder Wasser. Frisch eingesetzte Pflanzen haben zum Anwachsen einen höheren Wasserbedarf als andere.
Wie du die Bewässerung im Gewächshaus planst, welche Bewässerungssysteme es gibt und wie diese automatisiert funktionieren, stellt dir dieser Ratgeber vor.
Der richtige Zeitpunkt zum Bewässern
Neben der Menge und Qualität des Wassers ist auch der Zeitpunkt entscheidend für die erfolgreiche Bewässerung. Gieße deine Pflanzen am besten am frühen Morgen. Die Erde ist dann noch kühl und kann das zugegebene Wasser gut aufnehmen. An sehr heißen Tagen verdunstet Wasser, das noch nicht in den Boden eingesickert ist, bereits an der Oberfläche. Am Abend ist die Erde durch die Sonneneinstrahlung aufgeheizt und lässt durch das Wasser eine Feuchtigkeit entstehen, die Schnecken anzieht.
Gieße die Kräuter und das Gemüse im Gewächshaus mindestens einmal pro Woche. An heißen Tagen im Sommer gießt du an zwei oder drei Tagen in der Woche. Regelmäßiges Gießen mit geringeren Mengen ist besser für die Pflanzenpflege als stoßweises Versorgen mit Wasser.
Hinweis: Die meisten Pflanzen, vor allem Tomaten, haben empfindliche Blätter, die nicht nass werden sollten. Gieße daher immer in Wurzelnähe und verzichte auf den Einsatz von Sprinkleranlagen und Gartenschläuchen.
Bewässerungssysteme für das Gewächshaus

Viele Menschen bewässern ihre Pflanzen im Gewächshaus mit einer Gießkanne und nutzen dafür Regenwasser aus der Tonne. Diese Methode ist jedoch zeitaufwendig und durch das hohe Gewicht der Gießkannen mitunter auch anstrengend. Mit automatischen Bewässerungssystemen sorgst du für eine effizientere Methode, die auch den Pflanzen zugutekommt. Das Wasser verteilt sich gleichmäßiger als beim Gießen und manche Bewässerungsmethoden bringen das Wasser direkt an die Wurzeln, was Schimmelbildung auf den Blättern vorbeugt.
Im Vergleich zur Rasenbewässerung ist eine Sprinkleranlage für das Gewächshaus nicht geeignet, da diese auch die sensiblen Blätter der Pflanzen bewässert, was zu Krankheiten der Pflanzen führen kann. Automatische Bewässerungssysteme für das Gewächshaus funktionieren mit einem Tropfer. Es gibt auch Nebler, die das Wasser als Sprühnebel im Raum verteilen, allerdings eignen sich diese Systeme nur für bestimmte Pflanzen.
Bei automatischen Bewässerungssystemen verlaufen Schläuche, die mit Tropfern ausgestattet sind, durch die Beetreihen. Diese Tropfbewässerung gibt je nach Größe der Löcher und Wasserdruck eine unterschiedliche Menge an Wasser an den Boden ab. Der Hauptschlauch ist dabei an den Wasseranschluss des Gewächshauses angeschlossen oder direkt mit einer Zisterne verbunden.
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Vollautomatische Bewässerung des Gewächshauses
Mit einem vollautomatischen Bewässerungssystem hältst du den Pflegeaufwand im Gewächshaus in Grenzen. Ein Bewässerungscomputer stellt sowohl Menge als auch Zeitpunkt der Wasserzugabe ein, sodass du dich um die Bewässerung nicht mehr manuell kümmern musst. Vor allem für große Gärten oder bei einer längeren Abwesenheit wie einem Urlaub erledigt die automatische Bewässerung die Pflege deiner Tomaten, Gurken und Kräuter im Garten.
Vom Wasseranschluss führt ein Hauptschlauch, an den kleinere Perlschläuche angeschlossen sind, ins Gewächshaus. Tropfer an den Schläuchen versorgen die einzelnen Pflanzen im Beet mit Wasser. Mit Verbindungsstücken baust du individuelle Wege durch das Gewächshaus, sodass alle deine Pflanzen optimal versorgt werden. Auch Wasserdruck und Wassermenge kannst du über die automatische Bewässerung einstellen.
Mit einem Bewässerungscomputer regulierst du außerdem, zu welchem Zeitpunkt das Wasser im Garten fließen soll. Diese Computer sind entweder batterie- oder solarbetrieben. Mit einer smarten Gartenbewässerung steuerst du die Wasserversorgung deiner Pflänzchen im Gewächshaus mit dem Smartphone oder Tablet per App. Hier sind oft Sensoren im Bewässerungssystem eingebaut, die den Wasserbedarf der Pflanzen ermitteln und gezielt bewässern.
Hinweis: Achte bei deinem Bewässerungssystem auf die richtige Schlauchart: Es gibt Perl- und Tropfschläuche. Ein Perlschlauch lässt Wasser langsam durch seine porösen Wände ins Erdreich sickern, ideal um Reihen von Pflanzen wie Salat oder Tomaten gleichmäßig zu bewässern. Ein Tropfschlauch hingegen bewässert einzelne Pflanzen wie Sträucher oder Rosen, indem er Wasser tropfenweise direkt an sie abgibt.
Gartenbewässerung ohne Strom

Ist dein Gewächshaus nicht mit Strom ausgestattet, dann musst du auf eine automatische Bewässerung im Garten, die viel Zeit spart, nicht verzichten. Eine Alternative stellen solarbetriebene Bewässerungssysteme dar: Hier generiert die Sonne die Energie für die Pumpe, die jedoch eine geringere Leistungsfähigkeit im Vergleich zu netzbetriebenen Systemen hat.
Eine weitere Möglichkeit sind Bewässerungsfiguren: Das sind Tonkegel oder Glaskugeln, die das Wasser nach und nach an die Erde abgibt. Diese Gartenhelfer versorgen die Pflanzen je nach Fassungsvermögen für bis zu elf Tage mit Wasser. Diese Variante ist als stromlose Bewässerung für einen kurzen Zeitraum gut geeignet.
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Gewächshaus-Bewässerung selber bauen
Gewächshaus-Bewässerung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Damit die Bewässerung im Gewächshaus vollständig auf die Umgebung abgestimmt ist, kannst du auch ein Bewässerungssystem selber bauen. Die Wasserquelle deiner Sprüh- und Tropfbewässerung kann entweder ein Wasseranschluss oder eine Regentonne sein. Damit das Wasser aus der Regentonne durch die Schläuche transportiert wird, benötigst du eine Tauchpumpe oder Regenfasspumpe mit Akku. Nutzt du das Regenwasser, bist du unabhängig von der Wasserversorgung. Mit diesem System kannst du Beete am Boden, Hochbeete, aber auch hängende Pflanzen bewässern. Dabei sparst du bis zu 70 % Wasser.
Beim Bau gehst du folgendermaßen vor:
Miss zuerst den Schlauchbedarf für dein Gewächshaus aus. Berechne dabei auch den Weg von der Wasserquelle zum Gewächshaus mit ein. Der Schlauch verläuft entweder durch den Hauptgang des Gewächshauses oder durch ein Loch, das du extra dafür anlegst.
Schneide den Schlauch nach deinen Maßen zurecht. An den Anfang befestigst du einen Druckminderer. Möchtest du eine Abzweigung hinzufügen, schneidest du den Gartenschlauch an der entsprechenden Stelle durch und montierst an den Schnittkanten ein sogenanntes T-Stück. Auch am Ende des Schlauchs setzt du ein T-Stück, auf welches du einen Stopfen steckst.
Schneide nun gleichmäßig Löcher in den Schlauch. Das kannst du mit dem beiliegenden Werkzeug machen. Dann setzt du die Düsen in die Löcher und legst den Schlauch so hin, dass einzelne Beete mit Wasser versorgt werden können.
Dann schließt du den Schlauch an die Wasserzufuhr an. Fixiere den Schlauch mit Draht am Boden oder am Rand der Beete, damit er keine Stolperfalle darstellt. Auch Erdnägel eignen sich dafür.
Jetzt kannst du an der Abzweigung, also am T-Stück, einen perforierten Schlauch anschließen, den du um deine Pflanzen herum legst und befestigst. Hier musst du am Ende des Schlauchs auch einen Stopfen verwenden, damit kein Wasser durchlaufen kann.
Bist du zufrieden mit deinem System, drehe die Pumpe auf und prüfe, ob aus allen Löchern Wasser kommt und es keine ungewollten undichten Stellen gibt.
Tipp: Möchtest du Hängepflanzen bewässern, kannst du einen Schlauch mithilfe von Ösen an der Wand befestigen. Schließe den Schlauch dann an ein T-Stück an. Für die Bewässerung schneidest du den Schlauch durch und setzt kleine Sprenkler zwischen die Stücke.








