Kleines Gewächshaus selber bauen – Anleitung
Ein kleines Treibhaus bietet optimale Bedingungen für die Vorkultur. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Anzuchtschrank zeigt dir, wie du ein kleines Gewächshaus selber bauen kannst.
Wie baue ich ein kleines Gewächshaus?
Ein kleines Gewächshaus eignet sich aufgrund der kompakten Bauweise besonders für die Vorkultur von Gemüse oder für den Anbau von vergleichsweise niedrigen, aber temperaturempfindlichen Pflanzen, die auf ein wärmeres Klima angewiesen sind und hierzulande eher schlecht gedeihen würden, zum Beispiel Kakteen. Im Inneren sind sie vor Regen, Wind und Frost geschützt.
Tipp: In dem kleinen Treibhaus lassen sich optimale Bedingungen schaffen, sodass du meist auch früher als im Freiland mit der Anzucht von Gemüsepflanzen beginnen kannst.
Falls du keinen eigenen Garten, aber einen Balkon hast, bietet sich das Minigewächshaus für die Anzucht von Snackgemüse an, das du zum Heranreifen später in Pflanzkübel oder Balkonkästen setzt.
Große Gewächshäuser benötigen einen festen Rahmen und bieten so auch einer Eindeckung mit Glas ausreichend Halt. Glas ist besonders lichtdurchlässig. Im Vergleich zu Kunststoff ist es aber auch bruchempfindlicher und teurer. Deshalb sind Materialien wie Acrylglas oder Polycarbonat in transparenter Ausführung oft die bessere Wahl für ein DIY-Minigewächshaus, das du vielleicht noch einmal an eine andere Stelle setzen möchtest.
Tipp: Stegplatten, die auch als Doppelstegplatten oder Hohlkammerplatten vertrieben werden, schaffen mit den integrierten Luftkammern eine zusätzliche Dämmschicht.
Wir zeigen dir in unserer Anleitung Schritt für Schritt, wie du ein DIY-Minigewächshaus baust. Als Rahmen für unsere Konstruktion verwenden wir ein hölzernes Schwerlastregal. Es verfügt bereits über praktische Einlegeböden. Der Frühbeetschrank bietet dann zum Beispiel Jungpflanzen von Tomaten, Gurken, Erdbeeren sowie mediterranen Kräutern wie Rosmarin einen geschützten Raum zum Wachsen.
Der richtige Standort
Während größere Glashäuser auf einem festen Fundament stehen, bleibt der vergleichsweise kleine Anzuchtschrank beweglich, vor allem wenn du ihn auf Transportrollen stellst. So lässt sich das kleine Gewächshaus flexibel nach Süden, Osten oder Westen ausrichten, um mit genügend Sonneneinstrahlung optimale Bedingungen im Inneren zu schaffen. Lediglich die Nordseite und andere schattige Lagen sind als Standort ungeeignet.
So baust du ein kleines Gewächshaus selber
7 Schritte
1Holzrahmen verstärken



Auf einen Blick
Holzregal aufbauen
Holzleisten zuschneiden
Rahmenkonstruktion bauen
Längsleiste fixieren
2Polystyrolplatte unter Bodenplatte befestigen

Auf einen Blick
Polystyrolplatte zuschneiden
Polystyrolplatte fixieren
3Rahmen für Tür und Dachluke bauen

Auf einen Blick
Holz zuschneiden
Rahmen bauen
Ggf. Holzkonstruktion lackieren
4Stegplatten zusägen

Auf einen Blick
Material für Eindeckung wählen
Stegplatten zuschneiden
5Stegplatten befestigen

Auf einen Blick
Dichtungsband fixieren
Stegplatten anschrauben
6Türflügel und Dachluke einsetzen



Auf einen Blick
Scharniere anbringen
Magnetschnäpper und Gegenstücke anschrauben
7Abstandshalter befestigen



Auf einen Blick
Löcher bohren
Abstandshalter befestigen
Das benötigst du für dein Projekt
Schwerlastregal aus Holz
Stichsäge
Stegplatten aus Acrylglas oder Polycarbonat
Schrauben
Messing-Scharniere
Magnetschnäpper inklusive Gegenstücke
Flache Eckwinkel und Stuhlwinkel
Holzleisten
Bohrmaschine
T-Verbinder
Schlossschrauben und Flügelmuttern
Dichtungsringe
Unterlegscheiben
Türgriff
Montagekleber
Dichtungsband
Polystyrolplatte
Schraubendreher
Schleifpapier
Winkelmesser
Zollstock
Bleistift
Ggf. Transportrollen
Ggf. Wetterschutzfarbe
Kleine Gewächshäuser im OBI Onlineshop




Wie das kleine Gewächshaus funktioniert
Das DIY-Minigewächshaus macht sich ähnlich wie ein großes Glashaus den Treibhauseffekt zunutze. Durch die Sonneneinstrahlung ist die Temperatur im Anzuchtschrank höher als im Garten.
Und so funktioniert’s: Während die Sonnenstrahlen durch die lichtdurchlässige Eindeckung hereingelassen werden, kann die Wärme durch die dämmenden Stegplatten nicht so schnell entweichen.
Das kleine, selbstgebaute Gewächshaus eignet sich insbesondere für die Vorkultur von Pflanzen. Alternativ kannst du auch ein Anlehngewächshaus oder ein Foliengewächshaus kaufen. Fürs Freiland gibt es Pflanztunnel und für das Hochbeet einen Frühbeetaufsatz. Für die Anzucht auf der Fensterbank eignet sich ein kleines Zimmergewächshaus. Doch sobald du die Pflänzchen pikiert hast, sollten sie in ein größeres Gewächshaus beziehungsweise im Frühjahr ins Freiland oder auf den Balkon umziehen.
Solange das Minigewächshaus befüllt ist, entfernst du regelmäßig abgestorbene Blätter und andere Pflanzenreste, um deine Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Nach dem Umzug der Pflanzen in den Garten oder auf den Balkon ist die Gelegenheit, das kleine Gewächshaus von Grund auf zu reinigen. Wische dafür die Innenwände und Regalböden mit einer milden Seifenlösung oder einem geeigneten Desinfektionsmittel ab, um Schmutz, Staub und potenzielle Krankheitserreger zu entfernen.
Tipp: Indem du Messer, Schaufel und andere Geräte vor der Gartenarbeit desinfizierst, vermeidest du das Einschleppen von Schädlingen oder Krankheiten.
Damit es in dem kleinen Gewächshaus nicht zu warm oder feucht wird, solltest du regelmäßig die Tür oder die Dachluke zum Lüften öffnen. Ein Thermo- und Hygrometer hilft dabei, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Mini-Treibhaus zu überwachen. Vergiss nicht, die Pflanzen regelmäßig zu gießen, verwende Bewässerungsfiguren oder installiere ein Bewässerungssystem.








