Grillecke selber bauen – Ideen, Inspirationen und Anleitungen
Eine Grillecke im Garten integriert den Grill nicht nur harmonisch in die Gartengestaltung, sondern schafft zugleich auch einen gemütlichen Raum für Geselligkeit und Entspannung. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du einen Grillplatz selber bauen kannst, und gibt dir verschiedene Ideen und Inspirationen für die Gestaltung sowie hilfreiche Anleitungen für die konkrete Umsetzung deines Grillplatzes an die Hand.
Wie kann eine Grillecke im Garten aussehen?





Eine Grillecke im Garten kann unterschiedlich gestaltet sein. Meist versteht man darunter aber eben jenen Bereich im Garten oder auf der Terrasse, in dem der Grill oder die Feuerstelle untergebracht ist. Dieser Platz ist dann oft noch mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet.
Eine Überdachung schützt nicht nur den Gartengrill vor Wettereinflüssen, sondern macht auch das Wintergrillen attraktiv. Ist dein Grill aus Naturstein gebaut und gibt auch nach dem Grillen Wärme ab, dann kannst du den Grillplatz mit einigen Sitzgelegenheiten ergänzen, um z. B. gemütliche Sommerabende draußen zu genießen. Erweiterst du deinen Grill mit Ablagefläche, Waschbecken oder Kühlschrank, dann entsteht aus deinem Grillplatz eine ganze Außenküche, in der du deine Gäste bewirten kannst.
Im Folgenden geben wir dir verschiedene Ideen, Inspirationen und Anleitungen, wie du deinen Grillplatz im Garten selber bauen und schön gestalten kannst.
Feuerstelle mit Sitzplatz

Würstchen, Stockbrot und Marshmallows lassen sich am besten über dem offenen Feuer in einer Feuerstelle grillen. Solch eine Feuerstelle baust du in deinem Garten selbst, indem du eine runde Fläche mit Pflastersteinen und Beton anlegst und diese mit Kies füllst. Darauf platzierst du dann eine Feuerschale.
Gestalte die Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten oder Lichterketten in den umliegenden Bäumen. Damit sich die Feuerstelle besonders gut in die Gartengestaltung einfügt, kannst du eine Sitzbank aus Natursteinen in Halbkreisform rund um die Feuerstelle bauen. Auch eine halbrunde Bank mit einer Steingabione als Rückenlehne ist eine weitere Idee für die Gestaltung, die gleichzeitig als Sichtschutz dient.
Videoanleitung: Praktische Sitzmauer für die Grillecke selber bauen
Grillecke mit Überdachung

Ob du einen mobilen Gasgrill oder einen fest gemauerten Grillkamin im Garten hast: Mit einer Überdachung schützt du den Grillplatz nicht nur vor Wind und Wetter, sondern kannst das Grillen auch bei einem überraschenden Sommerregen noch genießen.
Je nach Position deines Grills im Garten eignen sich unterschiedliche Arten von Überdachungen für deine Gartenküche oder deine Feuerschale. Steht dein Grill an einer Gartenmauer, dann baust du einen Grillunterstand aus Holz, der aus Pfosten und Dachlatten besteht. Auch eine fertige Terrassenüberdachung kann als Grillhütte eingesetzt werden und eignet sich für die Anbringung an einer Mauer. Viele Modelle verfügen zusätzlich über Seitenwände, sodass du auch vor Wind geschützt bist.
Auch frei stehende Grillstationen gibt es aus Alu oder Holz. Achte darauf, dass die Überdachung ein stabiles Fundament bekommt. So stellst du sicher, dass sie auch Sturm und Unwetter standhält.
Das Material für die Überdachung sollte witterungsbeständig und langlebig sein. Wähle für den Grillunterstand aus Holz am besten eine robuste Holzart wie Douglasie oder Lärche aus. Bei einem Grill mit offenem Feuer, wie beispielsweise einem Holzkohlegrill, sollte die Überdachung aufgrund der Brandgefahr nicht aus Holz sein. Viele Grillpavillons aus Aluminium für die Außenküche haben bereits einen Rauch- und Wärmeauslass integriert.
Für einen größeren Garten bieten sich Grillhütten, sogenannte Grillkotas, an. Diese oft sechseckigen Häuser sind in der Mitte mit einer Grillstelle ausgestattet, um die sich Sitzbänke reihen. Die Häuschen können zum Grillen, Essen und Genießen verwendet werden. Die finnische Grillhütte kannst du mithilfe einer Bauanleitung und geeignetem Bauholz für den Außenbereich selber bauen.
Grillecke aus Holz selber bauen

Eine Grillecke aus Holz kannst du im Garten auch selber bauen. Dazu verlegst du Terrassendielen am Boden. Wähle am besten Terrassendielen aus WPC, die optisch Holz ähneln, jedoch pflegeleichter und robuster sind. Bevor du die Dielen verlegst, zeichnest du dir einen Bauplan, auf dem dargestellt ist, wie groß die Grillecke werden soll. Daraus leitest du außerdem deinen Materialbedarf ab.
Tipp: Alternativ zu den Terrassendielen kannst du auch Steinplatten oder Pflastersteine verwenden, die zu deiner Gartengestaltung passen. Vor allem aber, wenn du in der Grillecke offenes Feuer oder einen Holzkohlegrill nutzen möchtest, für die sich Holzuntergründe nicht eignen, ist ein feuerfester Untergrund für den Grill unbedingt notwendig.
Ist der Boden fertig, geht es ans Dach der Grillecke. An den vier Außenpunkten deiner Grillfläche schlägst du zunächst Einschlaghülsen in den Boden. In diese setzt du etwa 2,20 m hohe Holzpfosten ein, die als Grundgerüst deines Grillplatzes dienen. Die hinteren Holzpfosten sollten etwa 20 cm länger sein, damit das Dach eine Neigung erhält und der Regen abfließen kann.
Bringe zwei Querbalken auf die Holzpfosten an der Vorder- und an der Hinterseite der Konstruktion an und stabilisiere sie mit Winkeln. Auf die Balken schraubst du längs die Holzlatten für die Dachkonstruktion an. Mit Rauspundhölzern mit einer Nut-Feder-Verbindung, die du auf die richtige Länge zusägst, deckst du anschließend das Dach. Befestige zuletzt Bitumenbahnen auf dem Dach, um es abzudichten – so bleibt dein Grillplatz aus Holz auch bei Regen trocken.
Für einen Wetter- und Sichtschutz verkleidest du die Hinterseite sowie eine Außenseite deiner Außenküche ebenfalls mit Holz. Auch hier verwendest du Rauspundbretter aus Douglasie oder Lärche und schraubst alles fest zusammen. Stabilisiere die Seitenverkleidung zusätzlich mit zwei Querlatten oben und unten.
Grillecke aus Stein selber mauern

Eine weitere Möglichkeit, wie du deinen Grillplatz im Garten oder an der Terrasse gestalten kannst, ist das Mauern. Eine Steinmauer verleiht dem Garten eine gemütliche Atmosphäre und schützt außerdem vor Wind. Dafür benötigst du zunächst ein stabiles Fundament aus Beton, das etwa 80 cm tief in den Boden reicht. Hebe den Graben an der gewünschten Stelle aus, prüfe mit der Wasserwaage die Ebenheit des Grabens und schütte zuerst etwa 10 cm verdichteten Kies ein. Darauf gibst du den Beton, sodass dieser Bodenniveau erreicht.
Hinweis: Das Fundament sollte zu jeder Seite etwa 5 cm breiter als die Gartenmauer sein.
Verwende für den Bau deiner Grillecke feuerfesten Stein wie beispielsweise Klinker, Backstein oder Schamottestein. Um deiner Mauer die notwendige Stabilität zu geben, legst du die erste Steinreihe in das Fundament, sodass dieses einige Zentimeter eingebettet ist. Gib Mörtel in die Zwischenfugen der Steine. Lass das Fundament mit der ersten Steinreihe mehrere Tage trocknen, damit es belastbar ist.
Lege die von dir ausgewählten Natursteine sowie einen speziellen Gartenmauermörtel bereit und gib eine 5 cm dicke Schicht Mörtel auf die erste Steinreihe. Darauf platzierst du im Läuferverband die weiteren Natursteine und überprüfst mit der Wasserwaage stetig die gerade Ausrichtung der Steinreihen. Mit einem Gummihammer kannst du die Steine in die richtige Position klopfen. Überstehenden Mörtel ziehst du mit der Maurerkelle ab, bevor er eintrocknet.
Hinweis: Informiere dich vor dem Bau der Gartenmauer beim zuständigen Bauamt oder deiner Gemeinde bezüglich eventueller Genehmigungen, Abstandsregelungen zum Nachbargrundstück und weiteren Vorschriften zum Bau einer Gartenmauer.
Wenn du das Fundament für die Gartenmauer anlegst, kannst du auch die gesamte Grillecke mit einem Fundament ausstatten, damit du später die Terrassendielen oder Pflastersteine für den Grillplatz verlegen kannst. Beim Mauern deiner Grillecke hast du auch die Möglichkeit, nicht nur die Grillecke, sondern auch den Gartengrill selbst zu mauern. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir, wie du dabei am besten vorgehst.
Grillplatz richtig beleuchten

Damit deine gemütlichen Grillabende in der neuen Outdoor-Küche nicht mit dem Sonnenuntergang enden müssen, sorgst du für die richtige Beleuchtung am Grillplatz. Nutze die Überdachung der Terrasse, Holzpfosten und Seitenwände, um Lichterketten zu befestigen. Stecke Solarleuchten in den Boden oder verbaue Bodeneinbaustrahler für den Außenbereich direkt im Mauerwerk.
Statte die Arbeitsfläche mit Außenleuchten aus, damit genug Beleuchtung rund um den Grillrost vorhanden ist. LED-Tischleuchten stellst du direkt auf den Esstisch, um für eine gemütliche Atmosphäre rund um den Gartengrill zu sorgen.
Grillstelle dekorieren und gestalten

Erst mit der passenden Dekoration wird der Grillplatz zum gemütlichen Aufenthaltsort am Tag sowie an lauen Abenden. Ein Outdoor-Teppich oder Sitzsack für den Außenbereich bietet noch mehr Möglichkeiten zum Ausruhen und Genießen. Erweitere die Gartenbeleuchtung mit gemütlichen Laternen, Fackeln oder Lichterketten.
Kissen für Gartenmöbel sowie Decken bringen Gemütlichkeit in den Garten und wirken einladend. Ist dein Grillplatz mit einer Überdachung ausgestattet, kannst du an dieser einen Fadenvorhang anbringen, der für Sichtschutz sorgt und den Grillplatz gemütlich werden lässt.
Dekoriere die Grillecke mit Wandbildern, Gartenfiguren oder Gartensteckern.
Hinweis: Achte bei der Dekoration mit entflammbaren Materialien oder offenen Feuern durch Fackeln darauf, dass die Grillstation sicher bleibt. Positioniere den Grill immer so, dass er weit genug entfernt von brennbaren Gegenständen steht, und halte immer einen Feuerlöscher oder einen angeschlossenen Gartenschlauch bereit.








