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Mann bereitet Holzkohlegrill vor.

Das Grillen mit Holzkohle gehört zu den klassischen Methoden, um Grillgut durchzugaren. Die Flammen knistern und das Feuer qualmt, was zur sommerlichen Atmosphäre während deines Grillabends beiträgt. Erfahre hier, wie du einen Holzkohlegrill anzündest, ihn richtig löschst und worauf du sonst noch achten musst.

Wie grillt man richtig mit Holzkohle?

Für das Grillen mit Holzkohle brauchst du lediglich Kohle oder Briketts und Grillanzünder, um den Grill anzufeuern. Alternativ kannst du auf Kohle aus Kokos setzen. Die Vorteile an Holzkohle: Die Kohle brennt schnell, sie ist leicht entzündbar und preiswert. Außerdem erzeugt das Grillen mit Holzkohle eine wunderbare Grillatmosphäre.

Neben der Holzkohle brauchst du zum Grillen einen klassischen Holzkohle- oder Kugelgrill, der in verschiedenen Größen und Formen erhältlich ist. Preislich unterscheiden sich die verschiedenen Grills ebenfalls. Der Preis spielt unter anderem eine Rolle bei Qualität und Langlebigkeit. Hochwertigere Grills besitzen meist eine bessere Ausstattung wie eine zusätzliche Ablagefläche oder ein integriertes Thermometer. Eine besondere Form des Holzkohlegrills ist der Smoker für die Befeuerung mit Kohle, der vor allem gern für die Zubereitung und das lange Garen von Fleisch verwendet wird. Hierfür eignen sich am besten Kohlebriketts, da du beim Smoken das Fleisch über mehrere Stunden bei niedriger Hitze grillst.

Wenn du mit Holzkohle grillen willst, achte darauf, dass der Grill auf einer freien Fläche steht. So verminderst du die Brandgefahr. Nun kannst du damit beginnen, den Grill mit Holzkohle zu füllen und mit einem Anzünder anzufeuern. Wenn die Glut eine weiße Ascheschicht aufweist und der Anzünder verbrannt ist, lege dein Grillgut auf den Rost. Das ist meist nach 20 bis 30 Minuten der Fall. Was du beim Grillen mit Holzkohle noch beachten solltest und wie du deinen Grill später reinigst, erfährst du hier im Detail.

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Holzkohle als Brennstoff

Mit Holzkohle zu grillen, ist und bleibt beliebt – vielen Grillfans gilt es als besonders atmosphärisch und das Grillgut wird im Geschmack aromatischer. Die Kohle entsteht bei der Verbrennung von Holz. Oft wird hierfür Buchenholz genutzt. Für die Herstellung wird Holz beispielsweise aufgeschichtet und mit Tannenästen und Erde abgedeckt. Diese klassische Konstruktion nennt sich Kohlenmeiler. Um Holzkohle herzustellen, wird der Meiler kontrolliert angezündet und das Holz fängt an zu verkohlen. Was übrig bleibt, ist unter anderem Holzkohle. Die Kohle hat den Vorteil, dass sie als Brennstoff schnell heiß wird und im Schnitt 45 bis 75 Minuten brennt.

Wenn du einen Holzkohlegrill besitzt, kannst du nicht nur Holzkohle als Brennstoff verwenden, sondern auch sogenannte Briketts. Kohlebriketts bestehen aus Kohlestaub, der zusammengepresst wird. Ein Brikett ist im Gegensatz zu Holzkohle schwerer anzuzünden, glüht aufgrund der hohen Dichte aber länger. Deshalb eignen sich Grillbriketts am besten für lange Grillvorgänge von bis zu zwei Stunden oder das indirekte Grillen.

Vorteile von Holzkohle

Holzkohle hat unter anderem den Vorteil, dass sie in großen und kleinen Mengen gekauft werden kann. Außerdem nimmt das Grillgut je nach genutzter Kohle verschiedene Aromen an. Des Weiteren musst du keine Gasflaschen tragen oder den Grill an eine Steckdose anschließen. Somit kannst du relativ frei entscheiden, wo du deinen Grill im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse platzieren möchtest.

Kohlegrills gibt es in diversen Ausführungen wie dem beliebten Kugelgrill. Diese Grills haben den Vorteil, dass du bei vielen Modellen die Höhe des Grillrosts einstellen und so bestimmen kannst, wie nah dein Grillgut der Kohle ist. Ein anderes Modell ist der Smoker, den du für Fleisch mit langen Garzeiten nutzt.

Ein Holzkohlegrill trägt darüber hinaus zur Atmosphäre einer Grillparty bei. Wie bei einem Lagerfeuer knistert und flackert das Feuer. Und ist es später am Abend dunkel und kühler, können sich du und deine Gäste am noch glühenden Grill aufwärmen.

Grillgut liegt auf einem Kohlegrill.

Nachteile von Holzkohle

Obwohl Holzkohlegrills dein Grillgut schnell durchgaren, musst du während des Grillens wachsam sein, da es sich um ein offenes Feuer handelt. Besonders wenn es an deinem Grillabend auch Alkohol gibt, solltet ihr in der Nähe des Grills vorsichtig sein, damit sich keine Stichflamme entwickelt. Zudem kann sich Rauch bilden, der deine Schleimhäute angreift. Sorge deshalb für eine ausreichende Lüftung, stelle den Grill auf eine freie Fläche und beobachte die Windrichtung. So minimierst du die Brand- und Rauchgefahr.

Auch kann deine Kleidung den Rauchgeruch annehmen, wenn der Wind ungünstig steht. Bei fettigem Grillgut tropft häufig das Fett auf die Kohle, da sich das Grillgut direkt über der Grillkohle befindet. Hier besteht die Gefahr einer Stichflamme. Abhilfe schafft zum Beispiel eine Aluschale und das regelmäßige Abtupfen des Grillguts. Ein weiterer Nachteil von Holzkohlegrills: Ein Kohlegrill braucht zum Abkühlen länger als andere Grills.

Mit Holzkohle auf dem Balkon grillen

Das Grillen mit Holzkohle auf dem Balkon oder der Terrasse ist nicht per se untersagt. Vermieter haben aber das Recht, dies in der Hausordnung oder im Mietvertrag zu untersagen. Wenn Grillen generell laut Vertrag verboten ist, darfst du weder mit einem Holzkohle-, Gasgrill oder Elektrogrill auf dem Balkon grillen. Grillst du trotzdem, kann eine Abmahnung oder gar die Kündigung drohen.

Doch auch wenn das Verbot nicht im Mietvertrag oder in der Hausordnung aufgeführt ist, musst du deinen Nachbarn gegenüber rücksichtsvoll sein – egal ob du im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon grillst. Das heißt, dass sie der Rauch deines Grills nicht beeinträchtigen darf. Hier kann es andernfalls zu einer Geldbuße kommen. Zusammenfassend solltest du dich deshalb zuerst über ein Verbot in der Hausordnung sowie im Mietvertrag informieren und gegebenenfalls mit deinen Nachbarn über das Thema sprechen.

Holzkohlegrill anzünden

Anzündkamin liegt auf Grill.

Einen Holzkohlegrill kannst du entweder mit einem Grillanzünder oder einem Anzündkamin anfeuern. Wenn du dich dafür entscheidest, Grillanzünder zu benutzen, entfernst du zunächst den Grillrost und öffnest die Lüftungsschieber. Dann füllst du die Holzkohle oder Briketts auf den Kohlerost und ordnest sie wie eine Pyramide an. Die Grillanzünder in Würfelform verteilst du unter der Kohle.

Verwendest du ein Anzündgel, verteile dies über der Kohle und lass es eine Zeit lang einwirken. Deinen Grillanzünder zündest du nun mithilfe eines Streichholzes oder eines Feuerzeugs an. Wenn die Glut flimmert, eine weiße Ascheschicht aufweist und der Grillanzünder verbrannt ist, kannst du mit dem Grillen starten.

Alternativ kannst du auch einen Anzündkamin zum Anzünden verwenden, den du mit Holzkohle oder Briketts füllst. Ähnlich wie bei dem Gillanzünder stellst du den Anzündkamin auf den Kohlerost und öffnest die Lüftungsschieber. Die Kohle zündest du zum Beispiel mit Zeitungspapier an, das du unter der Kohle platzierst. Du kannst die Holzkohle aber auch mit einem Grillanzünder anfeuern. Ist die Kohle durchgeglüht, schüttest du sie aus dem Anzündkamin auf den Kohlerost.

Tipp: Verwende für das Grillen immer trockene Holzkohle, um die Rauchbildung so gering wie möglich zu halten. Holzkohle kannst du in der Sonne trocknen lassen. Sind deine Briketts nass, kannst du sie nicht verwenden, da sie zerfallen.

Temperatur regeln

Im Gegensatz zu Gasgrills oder Elektrogrills ist es bei herkömmlichen Holzkohlegrills schwieriger, die genaue Temperatur zu bestimmen. Bei hochwertigen Kugelgrills ist meist ein Thermometer am Deckel montiert, auf dem du die Temperatur ablesen kannst. Alternativ bestimmen manche Grillprofis die Temperatur vorsichtig mit der Hand, indem sie diese ungefähr 13 cm über den Grill halten. Wird es nach etwa zwei bis drei Sekunden schmerzhaft, weist der Grill Temperaturen von ungefähr zwischen 230 °C und 300 °C auf. Doch sei bei dieser Methode vorsichtig, damit du dich nicht verbrennst. Außerdem ist sie natürlich ungenau.

Tipp: Sicherer ist der Einsatz eines Grillthermometers.

Bei welchen Temperaturen dein Grillgut gart, kannst du mit dem Verschieben des Rosts beeinflussen. Auf einer niedrigen Stufe nahe der Grillkohle herrscht mehr Hitze als auf einer Stufe weiter oben. Wird dein Grillgut also außen zu schnell gar, verschiebe den Rost etwas weiter nach oben.

Holzkohlegrill säubern und löschen

Hast du das Grillgut gegrillt und benötigst du den Grill nicht mehr, musst du ihn richtig löschen. Schließe dafür die Lüftungsschieber, die du beim Anfeuern geöffnet hast. Besitzt dein Grill einen Deckel, schließe auch hier die Lüftung. Durch das Schließen gelangt kein Sauerstoff mehr zur Kohle und sie kann nicht weiter brennen. Ist das Feuer erloschen, öffnest du den Deckel, damit die Kohle auskühlt. Abschließend kannst du die Reste der ausgekühlten Grillkohle entfernen und auf dem Kompost entsorgen.

Hinweis: Ausgekühlte Kohlebriketts müssen in den Hausmüll, da diese nicht vollständig aus Holz bestehen.

Wenn du die Reste der Kohle entfernt hast, kannst du mit der Reinigung deines Grills beginnen. Hast du mit Briketts gegrillt, spanne ein glühendes Brikett in deine Grillzange und reibe damit über den Rost, um angebrannte Essensreste zu entfernen. Säubere den Rost mit einer Drahtbürste und bürste den Kessel des Grills mit einem Besen aus. Nach ein paar Grillabenden kannst du den Grill zusätzlich mit heißem Wasser reinigen.

Jemand reinigt den Rost eines Kohlegrills.

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