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Mann mit Schürze öffnet Garraum von Smoker

Bevor du das erste Mal rauchig-aromatisches Fleisch und Grillgut auf deinem Smoker zubereitest, solltest du ihn unbedingt richtig einbrennen. Warum das wichtig ist, wie es funktioniert und wie du mit deinem Smoker Fleisch richtig smoken, räuchern und grillen kannst, erklären wir dir in diesem Ratgeber.

Wie lässt sich ein Smoker einbrennen?

Dies sind die wichtigsten Schritte im Überblick:

  • Entferne alle Feuerroste aus dem Innenraum des Grills.

  • Bedecke den Boden der Feuerbox mit Holzkohle.

  • Lass die Kohle zwei Stunden bei Temperaturen von maximal 140 °C durchglühen.

  • Lass den Smoker abkühlen.

  • Bestreiche ihn innen und außen mit hitzebeständigem Öl.

  • Befeuere den Smoker für eine weitere Stunde.

Wie ein Smoker funktioniert und warum das Einbrennen wichtig ist, erfährst du im Folgenden.

Wie funktioniert ein Smoker?

Illustration Smoker Grill Funktionsweise

Bildquelle: Jamestown

Ein Smoker-Grill besteht in der Regel aus folgenden Teilen:

  • Brennkammer bzw. Feuerbox für Holz und Kohle

  • Garraum für Fleisch und anderes Grillgut

  • Schornstein, der den Rauch und die Hitze durch den Kamineffekt von der Feuerbox durch die Garkammer zieht und austreten lässt

Beim Smoken wird das Fleisch über Stunden in der Hitze des heißen Rauchs und bei schonenden Temperaturen gegart, sodass das Fleisch saftig bleibt und der Rauch ihm zudem einen würzigen und aromatischen Räuchergeschmack verleiht. Auch für weitere Zubereitungsarten eignet sich ein Smoker: So kannst du ihn auch zum Kalt- oder Heißräuchern, für ein klassisches BBQ und zum indirekten Grillen nutzen.

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Smoker einbrennen – so geht`s

Mann legt Holz in Feuerbox von Smoker an See nach, während Freunde im Hintergrund warten

Smoker "Aldon" von Jamestown – Bildquelle: Jamestown

Das Einbrennen ist nicht nur notwendig, um Produktionsreste zu verbrennen, sondern auch, um die Beschichtung des Grills dauerhaft zu schützen: Bei der Produktion von Smokern wird offenporiger Stahl verwendet, der anschließend beschichtet wird. Beim langsamen Einbrennen verbindet sich der Stahl mit dem Lack und bildet eine Schutzschicht. Wenn du den Smoker beim ersten Mal unter zu hohen Temperaturen verwendest, kann es dazu kommen, dass sich die Stahl-Lackierung löst.

Daher ist das richtige Vorgehen beim Einbrennen des Smokers sehr wichtig und wie das genau funktioniert, erfährst du jetzt.

Smoker befeuern

Glühende Holzkohle

Entferne vor dem Einbrennen zunächst alle Feuer- und Grillroste aus dem Innenraum des Grills, sowohl aus der Brenn- als auch aus der Garkammer und bedecke anschließend den Boden der Feuerbox vollständig mit Holzkohle. Ein Anzündkamin kann beim Anfeuern die Arbeit erleichtern.

Tipp: Alternativ zur Holzkohle kannst du auch Briketts zum Anfeuern nutzen.

Die richtige Temperatur

Temperaturanzeige Smoker

Beim ersten von zwei Durchgängen sollte die Kohle mindestens zwei Stunden durchglühen und die Temperatur im Smoker zwischen 120 °C und 140 °C liegen. Wichtig ist, dass die Temperatur diesen Grenzwert während des Einbrennens nicht überschreitet. Da die meisten Smoker über integrierte Thermometer verfügen, lässt sich die Hitzeentwicklung problemlos überwachen.

Halte den Deckel des Smokers während des Einbrennens stets geschlossen. Droht die Temperatur im Grill zu hoch zu werden, kannst du den Deckel kurz öffnen oder du schließt die Lüftungsklappe an der Feuerbox des Smokers und unterbindest so die Luftzufuhr – die Temperatur sollte sich einpendeln.

Smoker richtig einölen

Brennendes Holz im Smoker

Anschließend lässt du den Smoker vollständig abkühlen und bestreichst ihn innen und außen gänzlich mit einem hitzeresistenten Speiseöl, wie etwa Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Das Öl bildet eine zusätzliche Schutzschicht und schützt den Smoker vor Rost. Zum Verteilen des Öls eignet sich ein Pinsel oder ein Tuch.

Bitte beachte: Die Innenseite der Brennkammer darf nicht eingeölt werden, da sonst die Gefahr eines Fettbrandes entsteht!

Nachdem du den Smoker mit Öl bestrichen hast, befeuerst du ihn noch mal für etwa eine Stunde bei ca. 140 °C. Nach der Behandlung mit dem Öl und der erneuten Brennzeit ist dein Smoker fertig eingebrannt und einsatzbereit.

Statt Holzkohle – Einbrennen mit Holz

Man kontrolliert Feuer im Smoker

Wenn du keine Holzkohle oder Briketts zur Hand hast, kannst du zum Einbrennen alternativ auch Scheitholz verwenden. Am besten eignet sich hierfür Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche. Während Holzkohle über mehrere Stunden gleichmäßig Hitze abgibt, entstehen beim Verbrennen von Holz allerdings höhere Temperaturen, was eine genauere Überwachung der Temperatur nötig macht.

Richtig Smoken – smoken, räuchern, indirekt grillen

Hände halten Räucherchips für Smoker

Beim Smoken umströmt heißer Rauch das Fleisch bei Temperaturen zwischen 90 und 130 °C und gart es so schonend. Neben Kohle oder Scheitholz können auch Räucher- und Holzchips in die Feuerbox gegeben werden, die dem Grillgut ein besonderes Raucharoma verleihen. Die Temperatur überwachst du am besten über die gesamte Garzeit hinweg – diese beträgt in der Regel zwischen zwei und vier Stunden. Das Smoken eignet sich ideal für die Zubereitung von Spare Ribs, Brisket, Flank Steak oder Lammrücken. Erste Versuche lassen sich auch sehr gut mit einem Braten machen.

Kalträuchern und Heißräuchern mit dem Smoker

Beim Kalträuchern bereitest du die Lebensmittel bei Temperaturen zwischen 20 und 26 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit teils über mehrere Tage bis Wochen zu. Auf diese Weise werden zum Beispiel Schinken, Speck oder Fisch geräuchert, ohne dabei gegart zu werden.

Tipp: Da eine stetige Rauchkontrolle über diesen Zeitraum nicht möglich ist, werden hier oft elektrische Kaltrauchgeneratoren genutzt. Diese werden in der Regel mit Holzspänen oder Holzchips befüllt, die zum Glimmen gebracht werden. Die Generatoren selbst werden einfach in die Feuerkammer des Smoker-Grills gesetzt und erzeugen dann je nach Modell bis zu neun Stunden lang kontinuierlich Rauch.

Heißräuchern hingegen ähnelt stark dem Smoken – mit dem Unterschied, dass die Temperaturen niedriger sind. 100 °C sollte das Thermometer nicht überschreiten, während die Lebensmittel durch den umströmenden Rauch gegart werden. Im Gegensatz zum Kalträuchern, das die geräucherten Lebensmittel länger haltbar macht, sind sie nach dem Heißräuchern nur wenige Tage haltbar und somit für den baldigen Verzehr gedacht.

Indirektes Grillen mit dem Smoker

Wird Holzkohle in den unteren Teil der Garkammer eingelegt, kann diese auch als Grillkammer genutzt werden und eignet sich damit sowohl für die Zubereitung eines klassischen BBQ als auch für das indirekte Grillen.

Beim indirekten Grillen garst du das Fleisch bei niedrigen Temperaturen, anstatt es anzubraten, und verleihst ihm damit besonders viel Aroma. Zusätzlich kannst du auch hier Räucher- und Holzchips in die Feuerbox oder direkt auf den Grillrost geben, die für zusätzlichen Räuchergeschmack sorgen. Rosts in unterschiedlichen Formen und Größen und weiteres Grillzubehör findest du im OBI Onlineshop.

Richtig grillen – weitere Tipps und Methoden findest du hier.

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FAQ – Fragen und Antworten zu "Smoker einbrennen und richtig smoken"

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