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Smoker einbrennen und richtig smoken

Zuletzt aktualisiert: 23.04.20205 MinutenVon: Jacqueline Sauer
Mann mit Schürze öffnet Garraum von Smoker

Bevor du deinen Smoker zum ersten Mal verwendest, solltest du ihn unbedingt einbrennen. Warum dies wichtig ist, wie es funktioniert – und wie du mit dem Smoker Lebensmittel smoken, warm und kalt räuchern oder indirekt grillen kannst, erläutert dieser Ratgeber.

Wie lässt sich ein Smoker einbrennen?

Dies sind die wichtigsten Schritte im Überblick:

  • Entferne alle Feuerroste aus dem Innenraum des Grills
  • Bedecke den Boden der Feuerbox mit Holzkohle
  • Lass die Kohle zwei Stunden bei Temperaturen von maximal 140° C durchglühen
  • Lass den Smoker abkühlen
  • Bestreiche ihn innen und außen mit hitzebeständigem Öl
  • Befeuere den Smoker für eine weitere Stunde

Wie ein Smoker funktioniert und warum das Einbrennen wichtig ist, liest du im Folgenden.

Grafik erklärt Funktionsweise eines Smokers

(Bildquelle: Jamestown)

Wie funktioniert ein Smoker?

Ein Smoker besteht in der Regel aus folgenden Teilen:

  • Brennkammer bzw. Feuerbox für Holz und Kohle
  • Garraum für das Grillgut
  • Schornstein, der den Rauch und die Hitze durch den Kamineffekt von der Feuerbox durch die Garkammer zieht und austreten lässt

Beim Smoken wird das Fleisch über Stunden in der Hitze des heißen Rauchs und bei schonenden Temperaturen gegart, sodass das Fleisch saftig bleibt und der Rauch ihm zudem einen würzigen Räuchergeschmack verleiht. Auch für weitere Zubereitungsarten eignet sich ein Smoker: So kannst du ihn auch zum Kalt- oder Heißräuchern, für ein klassisches Barbecue und zum indirekten Grillen nutzen.

Ohne Einbrennen geht es nicht

Mann legt Holz in Feuerbox von Smoker an See nach, während Freunde im Hintergrund warten

Smoker "Aldon" von Jamestown – alle Jamestown-Grills im OBI Online-Shop. (Bildquelle: Jamestown)

Das Einbrennen ist nicht nur notwendig, um Produktionsreste zu verbrennen, sondern auch, um die Beschichtung dauerhaft zu schützen: Bei der Produktion von Smokern wird offenporiger Stahl verwendet, der anschließend beschichtet wird. Beim langsamen Einbrennen verbindet sich der Stahl mit dem Lack und bildet eine Schutzschicht. Wenn du den Smoker beim ersten Mal unter zu hohen Temperaturen verwendest, kann es dazu kommen, dass sich die Stahl-Lackierung löst.

Wie du deinen Smoker richtig einbrennst, liest du detailliert im Folgenden.

Smoker befeuern

Angezündete Kohle in Smoker

Entferne vor dem Einbrennen zunächst alle Feuerroste aus dem Innenraum des Grills und bedecke den Boden der Feuerbox vollständig mit Holzkohle. Ein Anzündkamin kann beim Anfeuern die Arbeit erleichtern.

Die richtige Temperatur

Thermometer in Deckel von Smoker zum Überwachen der Innentemperatur

Beim ersten von zwei Durchgängen sollte die Kohle mindestens zwei Stunden durchglühen und die Temperatur im Smoker zwischen 120 °C und 140 °C liegen. Wichtig ist, dass die Temperatur diese Grad-Werte während des Einbrennens nicht überschreitet. Da die meisten Smoker über integrierte Thermometer verfügen, lässt sich die Hitzeentwicklung problemlos überwachen. 

Anschließend lässt du den Smoker vollständig abkühlen und bestreichst ihn innen und außen gänzlich mit einem hitzeresistenten Speiseöl. Zum Verteilen des Öls eignet sich ein Pinsel oder ein Tuch. Nachdem du den Smoker mit Öl bestrichen hast, befeuerst du ihn nochmal für etwa eine Stunde bei ca. 140 °C. Nach der Behandlung mit dem Öl und der erneuten Brennzeit ist dein Smoker einsatzbereit.

Statt Holzkohle – Einbrennen mit Holz

Mann befeuert Feuerbox von Smoker mit offener Klappe

Wenn du keine Holzkohle zur Hand hast, kannst du zum Einbrennen auch Scheitholz verwenden. Am besten eignet sich hierfür Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche. Während Holzkohle über mehrere Stunden gleichmäßig Hitze abgibt, entstehen beim Verbrennen von Holz allerdings höhere Temperaturen, welche die Innentemperatur des Smokers stärker ansteigen lässt, was eine genauere Überwachung nötig macht.

Smoken, räuchern, indirekt grillen

Hände halten Räucherchips für Smoker

Beim Smoken umströmt heißer Rauch das Fleisch bei Temperaturen zwischen 90 und 130 °C und gart es so schonend. Neben Kohle oder Scheitholz können auch Räucherchips in die Feuerbox gegeben werden, die dem Grillgut ein besonderes Aroma verleihen. Die Temperatur überwachst du am besten über die gesamte Garzeit hinweg – diese beträgt in der Regel zwischen zwei und vier Stunden. Das Smoken eignet sich ideal für die Zubereitung von Spare Ribs, Brisket, Flank Steak oder Lammrücken. Erste Versuche lassen sich auch sehr gut mit einem Braten machen.

Kalträuchern und Heißräuchern mit dem Smoker

Beim Kalträuchern bereitest du die Lebensmittel bei Temperaturen zwischen 20 und 26 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit teils über mehrere Wochen zu. Auf diese Weise werden zum Beispiel Schinken, Speck oder Fisch geräuchert, ohne dabei gegart zu werden.

Heißräuchern hingegen ähnelt stark dem Smoken – mit dem Unterschied, dass die Temperaturen niedriger sind. 100 °C sollte das Thermometer nicht überschreiten, während die Lebensmittel durch den umströmenden Rauch gegart werden. Im Gegensatz zum Kalträuchern, das die geräucherten Lebensmittel länger haltbar macht, sind sie nach dem Heißräuchern nur wenige Tage haltbar und somit für den baldigen Verzehr gedacht.

Indirektes Grillen mit dem Smoker

Wird Holzkohle in den unteren Teil der Garkammer eingelegt, kann diese auch als Grillkammer genutzt werden und eignet sich damit sowohl für die Zubereitung eines klassischen Barbecues als auch für das indirekte Grillen

Beim indirekten Grillen garst du das Fleisch bei niedrigen Temperaturen, anstatt es anzubraten, und verleihst ihm damit besonders viel Aroma. Zusätzlich kannst du auch hier Aromachips in die Feuerbox oder direkt auf den Grillrost geben, die für zusätzlichen Räuchergeschmack sorgen.

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