StartGartenHecke

Hecke richtig düngen

Zuletzt aktualisiert: 09.08.20194 Minuten
Nahaufnahme von Blättern einer grünen, gesunden Hecke.

Ob Ihre Hecke zusätzliche Nährstoffe durch die Zufuhr von Dünger benötigt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Welche das sind und wie Sie den Dünger richtig einsetzen, erfahren Sie hier.

Heckenpflanzen düngen – ja oder nein?

Ihre Hecke gedeiht optimal und bleibt gesund, wenn der Standort den Bedürfnissen der Pflanze entspricht und sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Die optimalen Standortbedingungen unterscheiden sich allerdings je nach Heckensorte teils deutlich voneinander.

Während anspruchslose, robuste Arten mit wenig Nährstoffen auskommen und klimatisch viel aushalten, zeigen sich andere Pflanzen empfindlich gegenüber Wetter und Bodenqualität. Daher gilt: Bevor Sie sich ans Düngen machen, sollten Sie zunächst den Bedarf Ihrer Heckensorte bestimmen. Gleichen Sie dafür die Ansprüche der Pflanze mit der Bodenqualität ab.

Allgemein gilt, dass gepflegte, kultivierte Gärten häufig einen Nährstoffmangel aufweisen. Sie können die Bodenqualität langfristig durch organische Dünger wie Kompost verbessern, ohne ein Überdüngen zu riskieren. Einen Nährstoffmangel Ihrer Hecke erkennen Sie an Symptomen wie kümmerliches Wachstum oder verfärbte Blätter. Mit schnell wirkendem Mineraldünger helfen Sie Ihrer Hecke, schnell zu gesunden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen der Hecke?

Hecke mit blühendem Mohn im Hintergrund

Düngen Sie Ihre Hecke am besten nur in der aktiven Vegetationsperiode, also von März bis Anfang August. In der Regel ist dabei eine Düngung im Frühjahr, also im März oder April am effektivsten für Ihre Hecke. Von einer Düngung im Herbst ist abzuraten, da Ihre Hecke ansonsten weiter wächst und austreibt, wodurch es schnell zu Frostschäden im Winter kommen kann.

NPK – die drei wichtigsten Nährstoffe für Ihre Hecke

NPK steht für Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die drei wichtigsten Hauptnährstoffe für Pflanzen. Wenn Sie einen Volldünger kaufen, werden diese drei Nährstoffe auf dem Dünger ausgewiesen. Die Zahlenangaben auf der Verpackung (z.B. 2%, 2-2-2 oder 2/2/2) stehen dabei für den jeweiligen prozentualen Anteil des Nährstoffes an der Gesamtmenge des Düngers. Wenn weitere wichtige Nährstoffe enthalten sind, werden diese ebenfalls auf der Verpackung ausgewiesen, z.B. durch 2/2/2 + 3. Sind nur bestimmte Nährstoffe enthalten, handelt es sich um einen Einzel- oder Zweinährstoffdünger. Dann steht beispielsweise NP statt NPK auf der Verpackung.

Tipp: Neben den Hauptnährstoffen sind die so genannten mineralischen Spurennährstoffe (z.B. Bor, Cobalt, Eisen etc.) ebenfalls ein wichtiger Bestandteil für ein gesundes Wachstum Ihrer Hecke.

Welcher Dünger eignet sich für welche Hecke?

Hecke aus verschiedenen Heckensorten mit verschiedenen Ansprüchen an Dünger an Straße

Da jede Hecke durch ihren individuellen Standort, also die Boden-, Wasser- und Lichtverhältnisse, bestimmte Ansprüche an einen Dünger stellt, gibt es nicht den einen Dünger für Ihre Hecke. Vielmehr sollten Sie die Auswahl des Düngers auf den herrschenden Nährstoffmangel abstimmen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, Ihre Hecke zu überdüngen und sie kann möglicherweise absterben. Lediglich bei organischem Dünger besteht nur eine geringe Gefahr der Überdüngung.

Einen Nährstoffmangel Ihrer Hecke erkennen Sie an optischen Anzeichen wie kümmerliches Wachstum oder verfärbte Blätter. Um diese Mangelsymptome richtig deuten zu können, ist es wichtig zu wissen, dass sich Nährstoffmängel und -überschüsse gegenseitig beeinflussen. So geht beispielsweise ein Kaliumüberschuss mit einem Calcium- und Magnesiummangel einher. Nicht immer sind die Symptome jedoch auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen: Krankheiten, Schädlinge oder die ausbleibende Pflege Ihrer Hecke (z.B. fehlendes Wässern) können Auslöser für eine geschädigte Hecke sein.

Verschiedene Dünger und ihre Besonderheiten

Gärtner verteilt Dünger für Hecke aus Eimer.

Es gibt drei Arten von Düngern: Organische Dünger mit einem natürlichen Ausgangsmaterial, mineralische Dünger mit einem industriell gefertigtem Komponenten und eine Kombination aus beiden Düngerarten (Organisch-mineralische Düngermit natürlichen und industriellen Bestandteilen.

Organische Dünger
Organische Dünger bestehen in der Regel aus tierischen oder pflanzlichen Abfallstoffen aus der Landwirtschaft. Damit daraus die Nährstoffe für Ihre Hecke verfügbar werden, müssen sie erst durch Bodenorganismen in einem Prozess der Mineralisierung verarbeitet werden. Organische Dünger verbessern die Bodenfruchtbarkeit und fördern die Humusbildung. Außerdem steigern sie das Wasserhaltevermögen des Bodens und führen kaum zu Überdüngung. Allerdings zeigen sie kaum bis keine Sofortwirkung bei akuten Mangelerscheinungen. Die Menge und der Zeitpunkt der Nährstofffreisetzung sind zudem abhängig von der Bodenwärme.

Mineralische Dünger
Mineralische Dünger bestehen aus mineralischen Nährsalzen, die industriell hergestellt werden. Die im Dünger enthaltenen Nährstoffe sind sofort für Ihre Hecke verfügbar, außerdem können Sie ihn bei Mangelanzeichen gezielt dosieren. Mineralische Dünger sind zudem lange haltbar. Allerdings besteht bei diesem Dünger die Gefahr, dass Sie Ihre Hecke überdüngen. Das kann eine Auswaschung in Boden und Grundwasser zur Folge haben und zu einer Nitratbelastung Ihres Bodens führen.

Organisch-mineralische Dünger
Organisch-mineralische Dünger bestehen sowohl aus organischen (tierischen oder pflanzlichen), als auch künstlichen Bestandteilen. Sie kombinieren die Sofort- mit einer Langzeitwirkung für Ihre Hecke. Außerdem haben sie eine geringfügig verbessernde Wirkung für Ihren Boden und fördern die Bildung von Humus. Auch bei einem organisch-mineralischen Dünger besteht die Gefahr einer Überdünung Ihrer Hecke.

Organische und mineralische Dünger im Überblick

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.