
Hecke düngen
Ob deine Hecke zusätzliche Nährstoffe durch die Zufuhr von Dünger benötigt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Welche das sind und wie du den Dünger richtig einsetzet, erfährst du hier.
Heckenpflanzen düngen – ja oder nein?
Deine Hecke gedeiht optimal und bleibt gesund, wenn der Standort den Bedürfnissen der Pflanze entspricht und sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Die optimalen Standortbedingungen unterscheiden sich allerdings je nach Heckenpflanze teils deutlich voneinander.
Während anspruchslose, robuste Arten mit wenig Nährstoffen auskommen und klimatisch viel aushalten, zeigen sich andere Pflanzen empfindlich gegenüber Wetter und Bodenqualität. Daher gilt: Bevor du dich ans Düngen machst, solltest du zunächst den Bedarf deiner Pflanze bestimmen. Gleiche dafür die Ansprüche der Heckenpflanze und ihrer Wurzeln mit der Bodenqualität ab.
Allgemein gilt, dass gepflegte, kultivierte Gärten häufig einen Nährstoffmangel aufweisen. Du kannst die Bodenqualität langfristig durch organische Dünger wie Kompost verbessern, ohne ein Überdüngen zu riskieren. Einen Nährstoffmangel deiner Pflanze erkennst du an Symptomen wie kümmerliches Wachstum oder verfärbte Blätter. Mit schnell wirkendem Mineraldünger hilfst du deiner Hecke und ihren Wurzeln im Garten, schnell zu gesunden.
Wann ist der richtige Zeitpunkt die Hecke zu düngen?

Dünge deine Hecke am besten nur in der aktiven Vegetationsperiode, also von März bis Anfang August. In der Regel ist dabei eine Düngung im Frühjahr, also im März oder April am effektivsten für deine Hecke. Von einer Düngung im Herbst ist abzuraten, da deine Heckenpflanze ansonsten weiter wächst und austreibt, wodurch es schnell zu Frostschäden im Winter kommen kann.
NPK – die drei wichtigsten Nährstoffe für deine Hecke
Die Abkürzung NPK steht für Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) – die drei wichtigsten Hauptnährstoffe für Pflanzen. Wenn du einen NPK-Dünger kaufst, werden diese drei Nährstoffe auf dem Dünger ausgewiesen. Die Zahlenangaben auf der Verpackung (zum Beispiel 2 %, 2-2-2 oder 2/2/2) stehen dabei für den jeweiligen prozentualen Anteil des Nährstoffes an der Gesamtmenge des Düngers. Wenn weitere wichtige Nährstoffe enthalten sind, werden diese ebenfalls auf der Verpackung ausgewiesen, zum Beispiel durch 2/2/2 + 3. Sind nur bestimmte Nährstoffe enthalten wie beispielsweise Stickstoff, handelt es sich um einen Einzelnährstoffdünger. Dann steht beispielsweise N statt NPK auf der Verpackung.
Tipp: Neben den Hauptnährstoffen sind die sogenannten mineralischen Spurennährstoffe (zum Beispiel Bor, Cobalt, Eisen) ebenfalls ein wichtiger Bestandteil für ein gesundes Wachstum deiner Heckenpflanze.
| Stickstoff (N) | |
|---|---|
| Aufgabe |
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| Zustand bei optimaler Versorgung |
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| Symptome bei Überschuss |
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| Symptome bei Mangel |
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| Phosphor (P) | |
| Aufgabe |
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| Zustand bei optimaler Versorgung |
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| Symptome bei Überschuss |
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| Symptome bei Mangel |
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| Kalium (K) | |
| Aufgabe |
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| Zustand bei optimaler Versorgung |
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| Symptome bei Überschuss |
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| Symptome bei Mangel |
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| Aufgabe | Zustand bei optimaler Versorgung | Symptome bei Überschuss | Symptome bei Mangel | |
|---|---|---|---|---|
| Stickstoff (N) |
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| Phosphor (P) |
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| Kalium (K) |
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Welcher Dünger eignet sich für welche Hecke?

Da jede Pflanze durch ihren individuellen Standort – also die Boden-, Wasser- und Lichtverhältnisse – bestimmte Ansprüche hat, gibt es nicht den einen Dünger für deine Pflanze. Vielmehr solltest du die Auswahl des Düngers auf den herrschenden Nährstoffmangel abstimmen. Ansonsten läufst du Gefahr, deine Hecke zu überdüngen. Dann können die Wurzeln möglicherweise absterben. Lediglich bei organischem Dünger besteht nur eine geringe Gefahr der Überdüngung.
Einen Nährstoffmangel deiner Pflanze erkennst du an optischen Anzeichen wie kümmerliches Wachstum oder verfärbte Blätter. Um diese Mangelsymptome richtig deuten zu können, ist es wichtig zu wissen, dass sich Nährstoffmängel und -überschüsse gegenseitig beeinflussen. So geht beispielsweise ein Kaliumüberschuss mit einem Calcium- und Magnesiummangel einher. Nicht immer sind die Symptome jedoch auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen: Krankheiten, Schädlinge an Blättern oder der Wurzel oder aber auch die ausbleibende Pflege können Auslöser für eine geschädigte Hecke sein.
| Buche | |
|---|---|
| Düngezeitraum | Anfang März |
| Düngemittel | Kompost mit Hornspänen |
| Anmerkungen | Keine weitere Düngung im Spätsommer |
| Eibe | |
| Düngezeitraum | Zwischen April und Mai |
| Düngemittel | Koniferen-Langzeitdünger |
| Anmerkungen | Bei sandigem Standort im Frühjahr |
| Forsythie | |
| Düngezeitraum | – |
| Düngemittel | – |
| Anmerkungen | Keine Düngung notwendig |
| Kirschlorbeer | |
| Düngezeitraum | Anfang März |
| Düngemittel | Kompost mit Hornspänen |
| Anmerkungen | Keine weitere Düngung im Spätsommer |
| Liguster | |
| Düngezeitraum | Frühjahr |
| Düngemittel | Geringe Mengen Kompost |
| Anmerkungen | – |
| Thuja/Lebensbaum | |
| Düngezeitraum | Zwischen April und Mai |
| Düngemittel | Koniferen-Langzeitdünger |
| Anmerkungen | Bei sandigem Standort im Frühjahr außerdem Kompost leicht in den Boden einarbeiten |
| Düngezeitraum | Düngemittel | Anmerkungen | |
|---|---|---|---|
| Buche | Anfang März | Kompost mit Hornspänen | Keine weitere Düngung im Spätsommer |
| Eibe | Zwischen April und Mai | Koniferen-Langzeitdünger | Bei sandigem Standort im Frühjahr |
| Forsythie | – | – | Keine Düngung notwendig |
| Kirschlorbeer | Anfang März | Kompost mit Hornspänen | Keine weitere Düngung im Spätsommer |
| Liguster | Frühjahr | Geringe Mengen Kompost | – |
| Thuja/Lebensbaum | Zwischen April und Mai | Koniferen-Langzeitdünger | Bei sandigem Standort im Frühjahr außerdem Kompost leicht in den Boden einarbeiten |
Verschiedene Dünger und ihre Besonderheiten

Es gibt drei Arten von Düngern: Organische Dünger mit einem natürlichen Ausgangsmaterial, mineralische Dünger mit industriell gefertigten Komponenten und eine Kombination aus beiden Düngerarten (Organisch-mineralische Dünger) mit natürlichen und industriellen Bestandteilen.
Organische Dünger
Organische Dünger bestehen in der Regel aus tierischen oder pflanzlichen Abfallstoffen aus der Landwirtschaft. Damit daraus die Nährstoffe für deine Hecke verfügbar werden, müssen sie erst durch Bodenorganismen in einem Prozess der Mineralisierung verarbeitet werden. Organische Dünger wie zum Beispiel Hornspäne verbessern die Bodenfruchtbarkeit und fördern die Humusbildung. Außerdem steigern sie das Wasserhaltevermögen des Bodens und führen kaum zu Überdüngung. Allerdings zeigen sie kaum bis keine Sofortwirkung bei akuten Mangelerscheinungen deiner Pflanze. Die Menge und der Zeitpunkt der Nährstofffreisetzung sind zudem abhängig von der Bodenwärme.
Mineralische Dünger
Mineralische Dünger bestehen aus mineralischen Nährsalzen, die industriell hergestellt werden. Die im Dünger enthaltenen Nährstoffe sind sofort für deine Hecke verfügbar, außerdem kannst du ihn bei Mangelanzeichen gezielt dosieren. Mineralische Dünger sind zudem lange haltbar. Allerdings besteht bei diesem Dünger die Gefahr, dass du deine Hecke überdüngst. Das kann eine Auswaschung in Boden und Grundwasser zur Folge haben und zu einer Nitratbelastung deines Bodens führen.
Organisch-mineralische Dünger
Organisch-mineralische Dünger bestehen sowohl aus organischen (tierischen oder pflanzlichen), als auch künstlichen Bestandteilen. Sie kombinieren die Sofort- mit einer Langzeitwirkung für deine Hecke. Außerdem haben sie eine geringfügig verbessernde Wirkung für deinen Boden und fördern die Bildung von Humus. Auch bei einem organisch-mineralischen Dünger besteht die Gefahr einer Überdüngung deiner Pflanze.
Organische und mineralische Dünger im Überblick
| Rinder- und Pferdedung | |
|---|---|
| Düngerart | organischer Dünger |
| Merkmale | granulierte, geruchsarme Pellets |
| Zusammensetzung |
|
| Verwendung | Bodenaufbereiter und -verbesserer |
| Besonderheiten |
|
| Hornmehl und Hornspähne | |
| Düngerart | organischer Dünger |
| Merkmale | besteht aus Hufen und Hörnern von Schlachttieren |
| Zusammensetzung |
|
| Verwendung | Bodenaufbereiter und - verbesserer |
| Besonderheiten |
|
| Kompost: Hochbeeterde, Gärtnerkompost | |
| Düngerart | organischer Dünger |
| Merkmale | entsteht bei der Zersetzung organischer Rohstoffe durch Bodenlebewesen, idealerweise selbst hergestellt |
| Zusammensetzung |
|
| Verwendung | Sehr guter Bodenverbesserer |
| Besonderheiten |
|
| Blaukorn | |
| Düngerart | mineralischer Dünger |
| Merkmale | Mehrnährstoffdünger bzw. Volldünger |
| Zusammensetzung |
|
| Verwendung | Kügelchen können in den Boden eingearbeitet oder in Wasser gelöst werden |
| Besonderheiten |
|
| Bittersalz | |
| Düngerart | mineralischer Dünger |
| Merkmale | Magnesiumdünger |
| Zusammensetzung |
|
| Verwendung | kann gestreut, gegossen oder gespritzt werden |
| Besonderheiten |
|
| Düngerart | Merkmale | Zusammensetzung | Verwendung | Besonderheiten | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rinder- und Pferdedung | organischer Dünger | granulierte, geruchsarme Pellets |
| Bodenaufbereiter und -verbesserer |
|
| Hornmehl und Hornspähne | organischer Dünger | besteht aus Hufen und Hörnern von Schlachttieren |
| Bodenaufbereiter und - verbesserer |
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| Kompost: Hochbeeterde, Gärtnerkompost | organischer Dünger | entsteht bei der Zersetzung organischer Rohstoffe durch Bodenlebewesen, idealerweise selbst hergestellt |
| Sehr guter Bodenverbesserer |
|
| Blaukorn | mineralischer Dünger | Mehrnährstoffdünger bzw. Volldünger |
| Kügelchen können in den Boden eingearbeitet oder in Wasser gelöst werden |
|
| Bittersalz | mineralischer Dünger | Magnesiumdünger |
| kann gestreut, gegossen oder gespritzt werden |
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