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So finden Sie die richtige Hecke

Zuletzt aktualisiert: 13.08.20193 Minuten
Foto einer Hecke, die aus verschiedenen Sorten von Heckenpflanzen besteht.

Ob zur Grundstückseinfriedung oder als dekoratives Element im Garten – die Wahl der passenden Hecke fällt nicht immer leicht. Dieser Ratgeber verschafft Ihnen einen Überblick über einige der beliebtesten Heckenpflanzen.

Worin unterscheiden sich Laub-, Nadel- und Blühhecken?

Bei Hecken wird üblicherweise zwischen Laub-, Nadel- und Blühhecken unterschieden. Während Laubhecken sich durch große Blattflächen auszeichnen, sind Nadelhecken aufgrund ihrer ausgeprägten Blickdichte beliebt. Laubhecken sind weniger dicht und aus diesem Grund nicht als Wind- oder Lärmschutz geeignet. Sie werden im Herbst gesetzt und benötigen je nach Art ein bis zwei Schnitte pro Jahr. Nadelhecken sind in der Regel immergrün und schnell wachsend. Zu Wind- und Lärmschutzzwecken sind sie im Vergleich zu Laub- und Blühhecken am besten geeignet. Ein besonderer Hingucker sind sommergrüne Blühhecken. Sie sind ungeeignet für starke Formschnitte, bieten jedoch Lebensraum für Kleintiere und Insekten.

Hecken – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Laubhecken

  • Große Blattflächen
  • Ansprechende Optik
  • Ein bis zwei Schnitte pro Jahr

Kirschlorbeer

Kirschlorbeerpflanzen sind an den glänzend-grünen Blättern zu erkennen, die auch im Winter ihre Farbe nicht verlieren. Durch ihren starken Wuchs ist ein Schnitt mindestens ein- bis zweimal im Jahr nötig. Dazu eignet sich eine mechanische Heckenschere am besten, da sie die Blattstruktur nicht beschädigt. Setzen Sie zwei bis drei Pflanzen pro Meter in sandigen oder lehmigen Boden, wenn Sie sich eine blickdichte Hecke wünschen.

Foto einer Kirschlorbeerhecke im Garten mit Rasen und Haus im Hintergrund.

Glanzmispel

Die Glanzmispel zählt wie der Kirschlorbeer zu den Rosengewächsen. Sie bevorzugt mäßig trockenen Boden, wächst auch in hohen Regionen und verträgt kühles Klima. Ihre roten Triebe sind ein Hingucker und geben der beliebten Art „Red Robin“ ihren Namen. Im Frühsommer schmücken leicht duftende, weiße Blüten die Hecke. Im Herbst folgen rote Früchte.

Foto einer Glanzmispelhecke mit roten Blüten.

Liguster

Der Liguster bietet aufgrund seines dichten Wuchses gute Nistplätze für Vögel. Die Pflanzen lassen sich leicht vermehren und wachsen mit einer Kompostdüngung im Frühjahr besonders schnell. Ligusterpflanzen stellen keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Lediglich kalkhaltig soll die Erde sein. Für eine dichte Hecke pflanzen Sie idealerweise vier bis fünf Sträucher pro Meter.

Foto einer Gärtnerin beim Schnitt einer Ligusterhecke mit einer Heckenschere.

Nadelhecken

  • Immergrün
  • Schnell wachsend
  • Dicht (am besten geeignet für Wind- und Lärmschutz)

Thuja

Die Thuja wächst dicht und ist daher eine äußerst beliebte Heckenpflanze. Sie verträgt weder Trockenheit noch Staunässe und gedeiht auf wasserdurchlässigem Boden. Ihre Nadeln sind schuppenartig und zart, was den Schnitt angenehm gestaltet. Dieser sollte zweimal jährlich stattfinden. Achten Sie dabei auf die natürliche Wuchsform: Thujapflanzen wachsen für optimalen Lichteinfall unten breiter und oben spitz zulaufend. Zwei bis drei Pflanzen pro Meter genügen für ein dichtes Ergebnis.

Foto einer Thujahecke hinter einer Terrasse.

Zypresse

Die meisten Zypressengewächse sind aufgrund ihrer mediterranen Optik beliebt. Im Vergleich zur Scheinzypresse ist die Echte Zypresse in Europa heimisch, was sie weitestgehend frostunempfindlich macht. Wenn Sie die Zypresse im Frühjahr pflanzen, geben Sie ihr ausreichend Zeit zum Anwurzeln. Dann ist sie bei leicht feuchtem Boden und einem möglichst sonnigen Standort pflegeleicht. Lediglich nach den Wintermonaten sollten Sie erfrorene Triebe entfernen.

Foto einer grünen Zypressenhecke.

Eibe

Eibengewächse sind schattenverträglich und wachsen gut in luftfeuchten Lagen. An den Boden stellen sie keine hohen Ansprüche. Lediglich Moorböden eignen sich zur Anpflanzung einer Eibenhecke nicht. Ein Schnitt pro Jahr genügt und kann je nach Bedarf auch groß ausfallen – die Eibe treibt immer wieder aus.

Foto einer Eibenhecke und einer Frau an Mülltonne.

Blühhecken

  • Ästhetische Blüten
  • Bieten Lebensraum für Kleintiere und Insekten

Rhododendron

Der Rhododendron benötigt kaum Sonne und ist sehr pflegeleicht. Er wächst generell langsamer als andere Heckenpflanzen und benötigt selten einen Schnitt. Für eine gesunde Rhododendron-Hecke ist die Erde idealerweise kalkfrei, locker und humusreich. Zum Gießen sollte Regenwasser dem oftmals stark kalziumhaltigen Leitungswasser vorgezogen werden.

Foto der Blüten einer Rhododendronhecke.

Azalee

Die Azalee wächst niedrig und verfügt über ausladende, buschige Kronen. Ihre Blüten decken meist das gesamte Laub ab. Die Pflanzen bevorzugen sauren Boden, sind weitestgehend robust und können im Winter bei Bedarf mit einem Vlies geschützt werden. Auch als dekoratives Gartenelement eignet sich die Blühhecke. Ob Weiß, Gelb, Rosa oder Rot – mit der Azalee steht Ihnen bei der Gartengestaltung eine große Farbenvielfalt zur Verfügung.

Foto der Blüten einer Azaleenhecke.

Berberitze

Berberitzen bilden sehr dichte Kronen mit eiförmigen Blüten. Ihre Triebe sind mit Dornen besetzt, weshalb sich die Pflanzen besonders gut zur Grundstückseinfriedung eignen. So schützen sie unter Umständen vor Einbruch und halten streunende Katzen fern. Berberitzen bevorzugen sonnige Standorte mit sandigem Boden und tragen im Spätsommer kleine essbare Beeren.

Foto der Blätter einer Berberitze.

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