Mann rührt mit Schaufel Beton für Fundament in Schubkarre an

Fundament erstellen – Schritt für Schritt

Es gibt verschiedene Arten von Fundamenten. Welches das richtige ist, ist abhängig davon, was darauf stehen soll. Diese Anleitung erläutert die Unterschiede zwischen Punktfundament, Streifenfundament sowie Plattenfundament und zeigt, wie diese gebaut werden können.

Welches Fundament passt zum Projekt?

Ein Fundament dient als massiver Träger für Baukonstruktionen. Ein Betonfundament benötigen Sie beispielsweise beim Bau eines Gartenhauses, einer Terrasse oder einer Mauer. Je nach Bauobjekt bieten sich unterschiedliche Bauweisen an. Die folgenden drei Fundamenttypen eignen sich für Projekte rund um Haus und Garten:

Punktfundament

Punktfundamente bestehen aus mehreren Einzelfundamenten. Diese sind in der Regel zwischen 30 x 30 cm und 50 x 50 cm groß. Punktfundamente eignen sich für alle Bauwerke, bei denen die Konstruktion auf mehreren Trägern ruht (Carports, Terrassenüberdachungen). Auch einzelne Pfosten können Sie mit einem Punktfundament fest im Boden einbetonieren.

Beim Betonieren mehrerer Punktfundamente ist es wichtig, dass der Baugrund an allen Stellen gleich beschaffen ist. Da die Last der Konstruktion nur auf wenigen Punkten ruht, kann das Bauwerk andernfalls später einsinken.

Streifenfundament

Streifenfundamente sind die beste Wahl für Konstruktionen mit Mauern oder Wänden. Deshalb kommen diese Fundamente beim Bau von Gartenmauern, GartenhäusernGaragen oder auch beim Bau von großen Häusern zum Einsatz. Bei diesen verlaufen die Fundamente unter den tragenden Wänden. Der Rest des Grundrisses wird mit einer Betonplatte mit Stahlbewehrung gegossen.

Plattenfundament

Beim Plattenfundament wird eine größere Fläche mit Beton ausgegossen, um einen ebenen und tragfähigen Untergrund, zum Beispiel für ein Gartenhaus, herzustellen. Außerdem erweist es sich als zusätzlicher Schutz gegen Grundwasseranstieg. Unter einem Plattenfundament muss eine etwa 30 cm hohe Kies- oder Schotterschicht als zusätzlicher Frostschutz sowie eine Bauplane verlegt werden.

Hinweis: Der Umgang mit Beton erfordert eine gewisse Erfahrung. Wenn Sie selbst nicht mit Beton umgehen können, holen Sie sich am besten fachkundige Hilfe.

Drei Teilbilder. 1. Bild: Heimwerker steht vor Punktfundament. 2. Bild: Heimwerker gießt Streifenfundament. 3. Bild: Heimwerker steht vor einem Plattenfundament.
Punktfundament / Streifenfundament / Plattenfundament
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Das richtige Fundament erstellen

7 Number of steps

1
Untergrund ausheben
Auf einen Blick
  • Punktfundament – 80 cm tiefes Loch ausheben
  • Streifenfundament – über 80 cm tiefen Graben ausheben
  • Plattenfundament – 110 cm tiefe Fläche ausheben
So wird es gemacht

Punktfundament

Heben Sie mit einem Spaten ein 80 cm tiefes Loch in der Größe des geplanten Punktfundamentes aus. Breite und Länge des Lochs sind abhängig von der Konstruktion sowie den Trägern.

Streifenfundament

Beim Streifenfundament heben Sie mit dem Spaten einen etwas mehr als 80 cm tiefen Graben in der Breite der geplanten Mauer aus.

Plattenfundament

Das Plattenfundament muss ebenfalls frostsicher in mindestens 80 cm Tiefe gegründet werden. Allerdings kommt bei diesem Fundament noch eine Schicht von etwa 30 cm Kies hinzu. Der Aushub muss also insgesamt mindestens 110 cm Tiefe erreichen. Breite und Länge entsprechen der Fläche der Bodenplatte plus Raum für die Schalung.

2
Verschalung erstellen
Auf einen Blick
  • Punktfundament – meist nicht notwendig
  • Schalbretter oder Platten an Innenwänden aufstellen
  • Mit Richtschnur und Wasserwaage ausrichten
So wird es gemacht

Damit kein Erdreich wegrutscht, erstellen Sie eine Verschalung. Bei Punktfundamenten füllen Sie die Löcher direkt mit Zement, da eine zusätzliche Schalung oft nicht notwendig ist. Bei Streifen- und Plattenfundamenten erstellen Sie mit Schalbrettern oder Platten an den Innenwänden des Aushubs die Schalung. Die Schalbretter oder Platten richten Sie mit Richtschnur und Wasserwaage waagerecht aus und fixieren diese.

3
Gießen der Betonplatte vorbereiten
Auf einen Blick
  • Kiesschicht einfüllen und verdichten
  • Dämmung und Plane verlegen
  • Bewehrung einbringen
So wird es gemacht

Für das Plattenfundament füllen Sie nun die Kies- oder Schotterschicht ein. Anschließend verdichten Sie die Oberfläche mit einer Rüttelplatte und bringen eine Dämmung ein. Darauf verlegen Sie dann die Plane und bewehren die Oberfläche bei Bedarf mit einer Stahlmatte.

Hinweis: Diese Schritte sind besonders für das Gießen des Plattenfundaments wichtig, da das Fundament größeren Belastungen standhalten muss.

4
Beton mischen
Auf einen Blick
  • Wetterbericht einbeziehen
  • Beton anmischen
  • Mischverhältnisse beachten
So wird es gemacht

Bevor Sie den Beton anmischen, sehen Sie sich den Wetterbericht für die nächsten Tage an. Für das Gießen und Aushärten des Betons sollte das Wetter mehrere Tage lang trocken und frostfrei sein.

Den Beton mischen Sie je nach Menge in einem Mörteleimer, einer Schubkarre oder einem Betonmischer an. Wichtig: Mischungsverhältnis zwischen Zement und Wasser nach Angaben des Herstellers beachten.

5
Beton gießen
Auf einen Blick
  • Beton gleichmäßig einfüllen
  • Auf Hohlräume achten
So wird es gemacht

Nun füllen Sie den Beton mithilfe einer Schubkarre bis zum Bodenniveau gleichmäßig in die Grube, die Löcher oder die Fundamentfläche. Achten Sie darauf, dass alle Hohlräume ausgefüllt sind.

6
Beton verdichten
Auf einen Blick
  • Fundament mit Spaten verdichten
  • Luftbläschen entweichen lassen
So wird es gemacht

Durch leichtes Klopfen mit dem Spaten auf die Bdetonmasse verdichtet sich das Fundament. Bei diesem Vorgang entweichen kleinste Luftbläschen aus dem Beton. Das Fundament wird fester und langlebiger.

7
Fundament aushärten lassen
Auf einen Blick
  • Beton ein bis zwei Tage aushärten lassen
  • Mit Plane vor Regen schützen
  • Bei starker Hitze alle zwei Tage wässern
So wird es gemacht

Nach dem Verdichten braucht der Beton etwa ein bis zwei Tage zum Aushärten. Nach zwei bis drei Wochen kann er voll belastet werden. Bitte beachten Sie die Angaben des Herstellers zur genauen Trocknungszeit. Decken Sie das frisch gegossene Fundament mit einer Plane ab, um es vor Regen zu schützen. Ist es sehr heiß, wässern Sie den Beton alle zwei Tage etwas nach, damit sich bei der Trocknung keine Risse im Beton bilden.

Sobald das Fundament komplett ausgehärtet und belastbar ist, können Sie Ihr weiteres Bauvorhaben angehen.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Zement
  • Schalbretter
  • Kies
  • Plane
  • Bewehrung
  • Wasserwaage
  • Spaten
  • Schubkarre
  • Mörteleimer
  • Betonmischer
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