
Fundament erstellen – Schritt für Schritt
Ein Fundament setzt du im Gartenbau ein, wenn du den passenden Untergrund für ein Haus oder eine Mauer schaffen möchtest. Wir zeigen dir, welche Fundamentarten es gibt, worin deren Unterschiede bestehen und wie du diese erstellst.
Welches Fundament passt zum Projekt?
Ein Fundament dient als massiver Träger für Baukonstruktionen. Dabei hat das Fundament die Aufgabe, dem darauf liegenden Bauwerk Stabilität zu geben und dafür zu sorgen, dass dieses sicher steht und nicht in den Boden absackt. Das Fundament gibt das Gebäudegewicht an den Untergrund ab, ohne ihn zu überlasten. Im Gartenbau kommt ein Fundament vor allem bei Mauern, Gartenhäusern, Gewächshäusern und Terrassen zum Einsatz. Dabei gibt es verschiedene Fundamentarten.
Nicht jede Fundamentart eignet sich für jeden Boden. Daher ist es wichtig, das richtige Fundament je nach Tragfähigkeit des Bodens und Bauprojekt auszuwählen. Im Folgenden findest du eine Übersicht über die einzelnen Fundamentarten. Im Video erfährst du außerdem mehr zu den Fundamentarten, wie sie sich unterscheiden und wie du diese anlegst.
Verschiedene Fundamentarten im Vergleich
Punktfundament
Punktfundamente bestehen aus mehreren Platten beziehungsweise Einzelfundamenten. Diese sind in der Regel zwischen 30 cm × 30 cm und 50 cm × 50 cm groß. Punktfundamente eignen sich vor allem für kleinere Bauwerke, bei denen die Konstruktion auf mehreren Trägern ruht.
Ein Punktfundament setzt du beispielsweise ein, wenn du einen Carport, Zaun oder eine Unterkonstruktion für die Holzterrasse baust. Einzelne Pfosten kannst du mithilfe von Pfostenträgern direkt im Fundament verankern. Der Vorteil beim Punktfundament liegt darin, dass du weniger Beton benötigst und weniger Fläche versiegelt wird.
Da das Gewicht des Bauwerkes sich nur auf wenige tragende Punkte verteilt, eignet sich das Punktfundament nur für Böden mit hoher Tragfähigkeit wie Ton- oder Schluffböden. Andernfalls kann das Fundament absacken.
Streifenfundament
Bei einem Streifenfundament werden ein oder mehrere Fundamentstreifen gegossen, auf denen die tragenden Wände des Bauwerkes stehen. Streifenfundamente bieten sich deshalb vor allem für Konstruktionen mit Mauern oder Wänden an. Zum Einsatz kommen Streifenfundamente, wenn du Gartenmauern, kleine Gartenhäuser oder Gewächshäuser baust.
Der Vorteil eines Streifenfundamentes liegt darin, dass es größerem Gewicht standhalten kann als ein Punktfundament. Der Boden für ein Streifenfundament sollte mindestens eine mittlere Tragfähigkeit aufweisen.
Fundamentplatte
Bei der Fundamentplatte – auch Betonfundament genannt – wird eine größere Fläche mit Beton ausgegossen, um einen ebenen und tragfähigen Untergrund, zum Beispiel für ein Gartenhaus, herzustellen. Außerdem erweist sie sich als zusätzlicher Schutz vor Grundwasseranstieg. Unter einer Fundamentplatte muss eine etwa 15 cm hohe Kies- oder Schotterschicht als zusätzlicher Frostschutz sowie eine Bauplane verlegt werden.
Hinweis: Der Umgang mit Beton erfordert eine gewisse Erfahrung und Anleitung. Hol dir gegebenenfalls fachkundige Hilfe, wenn du dir die Arbeit mit Beton nicht zutraust. Weitere Tipps zur Fundamentplatte findest du im Video.
Eine Fundamentplatte eignet sich auch für nicht tragfähige Untergründe sowie schwere Bauten. Wenn du beispielsweise eine Garage oder ein Gartenhaus aufstellst, kannst du die Fundamentplatte mit Bewehrungseisen noch stabiler machen.
Eine Sonderform der Fundamentplatte ist das Plattenfundament. Hierbei wird auch die gesamte Grundfläche als Fundament genutzt, allerdings wird dieses nicht aus Beton gegossen. Um ein Plattenfundament anzulegen, bringst du Schotter als tragendes Element auf und verlegst Gehwegplatten darauf. Der Vorteil besteht darin, dass kein Beton nötig ist und du außerdem nicht viel Erdreich abtragen muss, weil der Schotter als Frostschicht dient. Das Plattenfundament verwendest du für Metall-Gerätehäuser, Gewächshäuser oder als Terrasse.
Fundament erstellen
7 Schritte
1Untergrund ausheben

Auf einen Blick
Punktfundament – 80 cm tiefes Loch ausheben
Streifenfundament – über 80 cm tiefen Graben ausheben
Plattenfundament – 30 cm tiefe Fläche ausheben
2Verschalung erstellen

Auf einen Blick
Punktfundament – meist nicht notwendig
Schalbretter oder Platten an Innenwänden oder um den Graben aufstellen
Mit Richtschnur und Wasserwaage ausrichten
3Gießen der Betonplatte vorbereiten

Auf einen Blick
Kiesschicht einfüllen und verdichten
Baufolie verlegen
Bewehrung einbringen
4Beton mischen

Auf einen Blick
Zeitpunkt wetterabhängig auswählen
Beton anmischen
Mischverhältnisse beachten
5Beton gießen

Auf einen Blick
Beton gleichmäßig einfüllen
Hohlräume verschließen
6Beton verdichten

Auf einen Blick
Betonfundament mit Spaten verdichten
Luftbläschen entweichen lassen
7Fundament aushärten lassen

Auf einen Blick
Beton ein bis zwei Tage aushärten lassen
Mit Plane vor Regen schützen
Bei starker Hitze alle zwei Tage wässern








