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Riesen-Mammutbäume im Wald

Den Riesen-Mammutbaum zeichnet neben seiner imposanten Größe seine rötliche Rinde aus. Kleinere Sorten des extravaganten Nadelbaums kannst du auch im Garten anpflanzen. Wir erklären, worauf es bei der Pflege ankommt.

Woher kommt der Riesen-Mammutbaum?

Der Riesen-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) ist in Kalifornien beheimatet, genauer in den westlichen Berghängen in Sierra Nevada. Er wächst in Höhenlagen von bis zu 2.500 m und ist der einzige noch lebende Vertreter der Gattung Sequoiadendron aus der Familie der Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae). In Mitteleuropa ist er seit dem 19. Jahrhundert wieder heimisch. Zuletzt war er das vor der letzten Eiszeit.

Der Riesen-Mammutbaum ist in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Er steht unter Naturschutz.

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Wuchs und Aussehen

Der größte Riesen-Mammutbaum ist 84 m hoch und steht im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien. Der „General Sherman Tree" erreicht einen Stammdurchmesser von über acht Metern. Mammutbäume gelten bezogen auf ihre Pflanzenmasse als die größte Pflanze der Welt.

Auch bei uns ist der Mammutbaum winterhart. Er wächst in Europa jedoch nur selten auf seine Endhöhe heran. Seine Krone ist schmal-kegelförmig. Der gerade Stamm bleibt meist bis in große Höhen astlos. Die rotbraune Rinde hat ihm seinen englischen Namen Redwood, zu Deutsch Rotholz, eingebracht.

Bis zu 3.000 Jahre alt werden die Mammutbäume. Sie sind sogenannte Pyrophyten. Das heißt, sie haben eine faserige, dicke, harzfreie Rinde, welche die Bäume sogar vor Waldbränden schützt. Nach wenigen Jahren erholen sie sich von Brandverletzungen.

Die Wurzeln des Mammutbaums sind flach. Sie wachsen in einem Radius von 30 m.

Mehrere große Exemplare des Mammutbaums.

Die Mammutbäume werden bis zu 3.000 Jahre alt. Vor Waldbränden schützt sie ihre spezielle Rinde.

Blätter und Blüten des Riesen-Mammutbaums

Der Riesen-Mammutbaum trägt schuppenartige Nadeln als Blätter. Sie wachsen in drei Reihen. Dabei winden sie sich spiralförmig um den Zweig. Sie sind zu Beginn blaugrün, später färben sie sich dunkelgrün. Vorn laufen sie spitz zu. Die schmalen Nadeln werden rund 1,5 cm lang. Alle drei bis vier Jahre erneuern sie sich.

Im Hinblick auf sein Höchstalter wird der Mammutbaum sehr früh fruchtbar: Nach zehn Jahren erreicht er dieses Stadium. Das Gehölz besitzt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Letztere sind gelb gefärbt, zapfenförmig und stellen sich während der Blüte auf. Die männlichen Blüten sind grün und eher unscheinbar. Ihre Bestäubung übernimmt der Wind.

Früchte des Mammutbaums

Aus den Blüten bilden sich ein Jahr nach der Befruchtung Früchte. Dabei handelt es sich um Zapfen. Sie sind rund 8 cm lang, eiförmig und enthalten 3 mm bis 6 mm große Samen.

Junge Zapfen sind grün und stehen aufrecht. Sind sie reif, hängen sie nach unten.

Auch die Zapfen überstehen regelmäßig Trockenzeiten und Waldbrände. Erst durch einen Hitzereiz öffnen sich die Zapfen, was die Samen freisetzt. Auf der verbrannten Erde wachsen sie gut, da sie mit keinen anderen Pflanzen in Konkurrenz stehen. Dadurch haben sie genügend Zeit und Ressourcen, um sich zu entwickeln.

Zapfen am Riesen-Mammutbaum

Der Riesen-Mammutbaum bildet Zapfen. In ihnen wachsen die Samen der Pflanze.

Standort und Boden

Der Riesen-Mammutbaum wächst in humidem Klima. Heiße, trockene Sommer braucht er ebenso wie schneereiche Winter. Auch eine stete Versorgung mit Wasser ist wichtig. Staunässe verträgt der Baum nicht. Als Standort eignet sich ein sonniger bis halbschattiger oder absonniger Platz.

Mammutbäume wachsen auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden, die durchlässig und locker sind. Sie dürfen maximal schwach kalkhaltig sein. Bodenverdichtungen schaden ihm.

Riesen-Mammutbaum pflanzen

Willst du einen Riesen-Mammutbaum pflanzen, denke an den Platzbedarf. Er wächst nicht nur in die Höhe, seine Wurzeln benötigen auch in der Breite viel Platz. Hebe ein Pflanzloch in der dreifachen Größe des Wurzelballens aus und lockere den Boden auf. Mit Kies oder Sand verbesserst du schwere Lehmböden.

Den Baum setzt du so tief in die Erde wie er zuvor im Topf stand. Schlämme den Boden nach dem Pflanzen ein. Lege dafür einen Gießrand um die Wurzelscheibe an. Mit einer Schicht aus Mulch verhinderst du, dass Wasser zu schnell verdunstet. Schütze Jungpflanzen im Winter vor Kälte.

Pflege

Viel Pflege braucht der Riesen-Mammutbaum nicht. Achte lediglich auf eine stete Versorgung mit Wasser. Mehr Arbeit hast du mit dem Baum nicht.

Bedenke aber, dass das Gehölz aufgrund seiner Größe sehr viel Wasser braucht. Mit seinem großen Wurzelsystem nimmt er auch Pflanzen in der Umgebung das Wasser weg. Deshalb ist eine dauerhaft gute Bewässerung nötig. Setze außerdem eher unempfindliche Pflanzen in die Nähe des Riesen-Mammutbaums.

Totes Holz entfernst du regelmäßig. Einen besonderen Schnitt braucht der Riesen-Mammutbaum aber nicht.

Mammutbaum im Garten

Riesen-Mammutbaum im Garten

Für einen Riesen-Mammutbaum brauchst du einen wirklich großen Garten. Setze den Baum unbedingt in Einzelstellung.

Der Mammutbaum eignet sich nur für große Gärten. Dort pflanzt du ihn in Einzelstellung. In kleinen Gruppen als Hain eignet sich das Gehölz in weitläufigen Grünanlagen und Parks.

Mammutbaum vermehren

Einen Riesen-Mammutbaum vermehrst du durch Aussaat. Dafür kühlst du die Samen zunächst. Damit sie keimen, brauchen sie allerdings hohe Temperaturen. Dafür verwendest du eine Heizmatte oder ein Mini-Gewächshaus, das du beheizen kannst.

Die Samen schichtest du für rund zwei Wochen in feuchtem Sand im Kühlschrank. Danach quillst du sie in etwas Wasser vor. Säe die Samen anschließend in eine Anzuchtschale und bestreue sie nur leicht mit Erde. Decke die Schale dann mit einer Folie ab und halte die Erde feucht.

Die Schale stellst du an einen warmen, hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die Samen beginnen nach kurzer Zeit zu keimen. Die Keimlinge setzt du dann in Einzeltöpfe. Ist der Baum rund 1 m groß, pflanzt du ihn in den Garten. Dies dauert allerdings einige Jahre.

Krankheiten und Schädlinge

Der Mammutbaum ist resistent gegenüber Krankheiten. Selten befallen Pilze den Baum. Den größten Schaden richten Sturm und Blitzeinschläge an. Im Winter führen große Schneemassen zu Schneebruch. Fällt kein Schnee, leidet das Gehölz unter Frosttrocknis.

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FAQ – Fragen und Antworten zum Riesen-Mammutbaum

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