
Zierahorn – Wissenswertes im Überblick
Der Zierahorn leuchtet im Herbst prächtig wie kaum eine andere Pflanze. Viele Sorten sind aber auch im Frühjahr und Sommer ein Blickfang. Die attraktivsten Zierahorne zeigen wir dir hier im Detail.
Was ist Zierahorn?
Zierahorn ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Ahornsorten. Dazu gehören der Fächerahorn (Acer palmatum) und seine Sorten, der Japan-Ahorn (Acer japonicum) mit seinen Sorten und der Goldahorn (Acer shirasawanum „Aureum“).
Botanisch gesehen sind diese Sorten eng miteinander verwandt. Sie stammen außerdem alle aus Ostasien.
Die Blüten sind eher unscheinbar. Dennoch zählen Zierahorne zu den besonders beliebten Gartenpflanzen, da sie auch gut in kleine Gärten passen. Im Alter entwickeln sie zudem eine besonders attraktive Krone.
Die feinen Blätter sind variabel im Hinblick auf die Farbe und Form. Im Herbst verfärben sie sich und leuchten dann in Gelborange bis Karminrot. Auch im Frühling zeigen sie beim Austrieb besondere Farben an den Blättern.
Der Fächerahorn

Der Fächerahorn wächst eher kompakt. So findet er auch in kleineren Gärten seinen Platz.
Der Fächerahorn ist besonders vielseitig. Er hat mehrere Gartenformen. Die Sorten zeigen verschiedene Farbtöne und haben einen kompakten Wuchs.
„Orange Dream“ wächst aufrecht und erreicht über eine Dauer von zehn Jahren eine Höhe von etwa 2 m. Die Blätter sind beim Austrieb grüngelb mit karminroten Rändern. Im Sommer färben sie sich hellgrün, im Herbst orangerot.
„Shaina“ ist eine recht neue, geschützte Zwergsorte. Der Wuchs ist dicht und buschig. Nach zehn Jahren ist die Pflanze etwa 1,5 m groß. Die Blätter sind tief geschlitzt. Beim Austrieb und im Herbst sind sie karminrot. Diese Sorte kannst du auch im Kübel pflanzen.
„Shirazz“ heißt wie eine australische Rebsorte. Dieser Zierahorn ist recht neu und stammt aus Neuseeland. Die Blätter sind auch hier tief geschlitzt. Das Farbenspiel ist spektakulär: Die jungen Blätter sind grün mit blassrosafarbenen bis weinroten Rändern. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot. Nach zehn Jahren ist diese Sorte etwa 2 m hoch. Die Krone verzweigt sich stark.
„Wilson’s Pink Dwarf“ treibt im Frühjahr in Flamingorosa aus. Nach zehn Jahren ist diese Sorte etwa 1,4 m hoch. Sie ist dicht verzweigt und hat filigranes Laub. Im Herbst färben sich die Blätter gelborange bis rot. Auch diese Sorte kannst du im Kübel pflanzen.
Der Schlitzahorn

Der Schlitzahorn ist ebenfalls ein Zierahorn. Es gibt ihn je nach Sorte mit grünem oder rotem Laub.
Der Schlitzahorn ist eine Zuchtform des Fächerahorns. Diese Sorte gibt es mit grünen Blättern (Acer palmatum „Dissectum“) und mit dunkelrotem Laub (Dissectum Garnet). Das Laub ist fein zerteilt. Diese Sorten wachsen deutlich langsamer als jene mit gelappten Blättern.
Die Triebe hängen bogenartig über. Deshalb werden auch ältere Pflanzen kaum größer als 2 m. In der Breite erreichen sie dabei allerdings fast das doppelte Maß.
Setze den Schlitzahorn im Garten an einen prominenten Ort. Sonst wird er übersehen. Pflanze ihn in die Nähe der Terrasse oder eines Sitzplatzes. So kannst du die feinen Blätter auch von Nahem genießen.
Der Japan-Ahorn

Der Japan-Ahorn „Aconitifolium" hat besonders geformte Blätter: Das Laub ist tief geschlitzt und wirkt so besonders filigran.
Die Gartenformen des Japan-Ahorns sind robuster und wüchsiger als die Fächerahorne. Diese Pflanze stammt aus den Bergwäldern der japanischen Inseln. Die Kronen sind ausladend und können bei alten Pflanzen 5 m bis 6 m hoch und breit werden. Hierzulande bekommst du vor allem „Aconitifolium“. Seltener ist „Vitifolium“ verfügbar.
Der Eisenhutblättrige Japan-Ahorn (Aconitifolium) hat eine andere Blattform als die Wildart. Sie erinnert stark an die des Eisenhuts. Das Laub ist bis zur Blattbasis geschlitzt. Es verfärbt sich kurz vor dem Abfallen weinrot. Diese Färbung gilt als eine der schönsten, die bei Zierahornen zu finden sind.
Die Blätter des Weinblättrigen Japan-Ahorns (Vitifolium) ähneln denen des Weinlaubs. Sie sind nicht geschlitzt und haben acht bis elf kurze Spitzen. Die Blätter verfärben sich im Herbst auch sehr attraktiv.
Früher galt auch der gelbblättrige Goldahorn als Sorte des Japan-Ahorns. Er wächst deutlich schwächer und gedrungener. Im Herbst färbt er seine Blätter leuchtend gelb. Inzwischen ist diese Sorte botanisch gesehen eine eigene Art.
Zierahorn im Garten verwenden

In Gärten oder Parks sorgt Zierahorn für farbliche Abwechslung. So kann er die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich in der Anlage lenken.
Zierahorn kannst du im Garten auf vielerlei Weise verwenden. Er sieht längst nicht nur in asiatisch gestalteten Gärten gut aus.
Starkwüchsige Sorten des Fächerahorns werden im Alter 4 m bis 5 m hoch. Ihre Krone entwickelt sich nach und nach schirmartig. Deshalb ist eine Einzelstellung an einem prominenten Platz gut für den Zierahorn geeignet. Alte Vertreter des Japan-Ahorns kannst du auch als Schattenspender an einem Sitzplatz nutzen.
Pflanze Zierahorn zusammen mit Bambus (Bambusoideae), Funkien (Hosta), Azaleen (Rhododendron simsii) und anderen Gartenpflanzen aus Asien. Auch mit anderen Laubbäumen wirkt die Pflanze sehr attraktiv im Garten. Ein besonders schönes Bild ergibt sich, wenn sich die Blätter dieser Laubbäume im Herbst ebenfalls intensiv verfärben.
Setze den Zierahorn alternativ zusammen mit Winter-Schneeball (Viburnum x bodnantense „Dawn“) oder mit Blumen-Hartriegel (Cornus kousa var. chinensis).
Den Zierahorn kannst du wegen der lichtdurchlässigen Krone gut mit nicht zu hohen Stauden oder Gräsern unterpflanzen. Diese sollten im Halbschatten gedeihen können. Das Wurzelwerk des Zierahorns ist locker verzweigt und hat nur einen geringen Feinwurzelanteil. Den unterpflanzten Gewächsen bleibt deshalb genug Wasser und Nährstoffe.








