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Sommeräpfel hängen an einem Baum.

Bereits Ende Juli sind die ersten Sommeräpfel erntereif. Ein Klassiker unter den frühreifen Apfelsorten ist der Klarapfel. Welche anderen Apfelsorten du ebenfalls im Sommer ernten kannst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Frühe Apfelsorten: Klarapfel als Klassiker unter den Sommeräpfeln

Die bekannteste Sommerapfel-Sorte ist der Weiße Klarapfel. Erstmals Mitte des 19. Jahrhundert in der lettische Baumschule Wagner gezüchtet, ist die Apfelsorte inzwischen ein Klassiker unter den frühen Apfelsorten.

Der Klarapfel besitzt viele lokal verbreitete Zweitnamen. Am bekanntesten ist die Bezeichnung Augustapfel. Die Frühsorte ist aber auch als Korn-, Hafer- oder Jakobiapfel geläufig.

Der Weiße Klarapfel reift oft schon Ende Juli. Sobald sich die grasgrüne Schale aufhellt, schmeckt er saftig und frisch. Warte nicht zu lange mit der Ernte des Klarapfels. Färbt sich die Schale der Äpfel strohgelb, werden sie mehlig. Die werden Früchte schnell weich und trocken. Zudem sind die Bäume sehr anfällig für Apfelschorf und Echten Mehltau. Daher hat die frühe Apfelsorte heute meist nur noch Liebhaberwert.

Tipp: Stellst du an deinem Apfelbaum Pilzbefall fest, behandle diesen je nach Erkrankung mit einem Mittel gegen Mehltau oder einem Mittel gegen Apfelschorf.

Früh- und Sommeräpfel: Alternativen zum Klarapfel

Äpfel der Sorte James Grieve am Baum.

Äpfel der Sorte James Grieve besitzen – ähnlich wie der Weiße Klarapfel – ein kurzes Zeitfenster für die Ernte.

Wenn du einen früh tragenden Apfelbaum pflanzen möchtest, gibt es einige Alternativen zum bekannten Klarapfel. Bei der Auswahl einer Sommerapfel-Sorte kommt es vor allem auf den Geschmack und die Widerstandsfähigkeit gegen Schorf- und Mehltaupilze an. Behalte bei der Auswahl deines Apfelbaumes im Hinterkopf, dass traditionelle Apfelsorten wie James Grieve oft nur während eines sehr kurzen Zeitraums geerntet werden können.

Eine weitere frühreifende Apfelsorte ist der Geneva Early. Ernten kannst du die saftigen, säuerlich-süßen Früchte ab Mitte Juli. Besonders beliebt sind die Früchte zum Backen oder zur Weiterverarbeitung zu Apfelsaft.

Der gleichzeitig mit dem Klarapfel reifende Sommerapfel Julka besitzt einen süßlichen Geschmack und bleibt selbst am Baum drei Wochen lang bissfest. Er trägt kleine bis mittelgroße runde Äpfel, ist schorfresistent und widerstandsfähig gegen Mehltau und Feuerbrand.

Eine weitere Sommerapfel-Sorte namens Retina kommt aus dem sächsischen Pillnitz bei Dresden und ist seit den 90er Jahren verbreitet. Die Apfelsorte entstand durch eine Kreuzung des Japanischen Wildapfels (Malus floribunda) mit heimischen Kultursorten. So entstand eine Apfelsorte mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Apfelschorf und andere Pilzkrankheiten. Retina ist Ende August erntereif und bleibt bis Anfang Oktober frisch und knackig. Die Apfelsorte zeichnet sich durch festes Fruchtfleisch und ein süß-säuerliches Aroma aus.

Paradis Katka ist ein Sommerapfel mit erfrischender Säure. Die Erntezeit ist von Ende Juli bis Mitte August. Die Sorte Piros trägt leuchtend rote und sehr aromatische Früchte. Diese hat sich vor allem im Bio-Anbau bewährt und ist widerstandsfähig gegen Schorf- und Mehltaupilze. Sie lässt sich auch in höheren Lagen gut anbauen.

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Äpfel der Sorte Retina liegen aufeinander.

Die Apfelsorte Retina ist gegen Ende August reif für die Ernte.

Galmac: die frühe Apfelsorte aus der Schweiz

Die Apfelsorte Galmac kommt aus der Schweiz und ist pünktlich zum dortigen Nationalfeiertag am 1. August erntereif. Meist kannst du sie aber schon Ende Juli ernten.

Die Apfelsorte hat festes Fruchtfleisch und schmeckt aromatisch süß mit leichter Säure. Der Galmac ist widerstandsfähig gegen Mehltau und nur mäßig anfällig für Apfelschorf. Pflückst du die Früchte dieser Sorte frühzeitig, halten sie bis zu vier Wochen, ohne an Geschmack und Bissfestigkeit zu verlieren. Lässt du sie jedoch zu lange am Baum, schmecken sie wie parfümiert.

Gravensteiner: die Sorte für Sommerapfel-Kenner

Äpfel der Sorte Gravensteiner hängen am Baum.

Der Gravensteiner gehört zu den Sommerapfel-Sorten, die erst spät reifen: Ende August ist er bereit für die Ernte.

Der Gravensteiner ist ein Apfel, von dem Kenner schwärmen. Unter seiner karminroten Schale besitzt er ein feinwürziges Fruchtfleisch. Duft und Aroma sind besonders intensiv,

Dafür nehmen Sommerapfel-Liebhaber die etwas aufwendigere Pflege des vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammenden, stark wachsenden Tafelapfels gerne in Kauf. Der Gravensteiner reift zudem erst Ende August und zählt damit fast schon zu den Herbstäpfeln.

Tipp: Alle Sommeräpfel musst du bei Trockenheit großzügig wässern. Sonst werfen sie einen Teil ihrer Früchte ab.

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Wann sind die frühen Apfelsorten erntereif?

Apfelsorten: Viele Äpfel liegen in Holzkisten.

Lagere die Äpfel kühl, luftig und trocken, damit sie nicht verderben.

Bei frühen Apfelsorten ist es nicht ganz einfach, den richtigen Erntezeitpunkt zu bestimmen. Willst du die Früchte noch lagern, pflückst du sie besser früher als zu spät. Wenn du sie allerdings frisch essen oder verarbeiten willst, lässt du sie vollständig ausreifen. Um die Ernte zu erleichtern, kannst du verschiedene Erntehilfsmittel, wie Teleskopstiel-Obstpflücker oder Erntekörbe, nutzen.

Während du dich bei Herbst- und Winteräpfeln auf dunkelbraune Kerne als Kriterium für die Reife verlassen kannst, helfen dir diese bei Sommeräpfeln nicht weiter. Besonders beim Weißen Klarapfel sind die Samen selbst bei Überreife noch hellgelb oder goldbraun.

Einen zuverlässigen Reifetest liefert eine Schnittprobe: Wenn du einen Probeapfel mit einem Messer halbierst, sollten an der Schnittstelle kleine Saftperlen austreten. Je nach Apfelsorte sollte das Fruchtfleisch zudem eine schnee- bis rahmweiße Färbung besitzen. Schimmert es grünlich, ist die Frucht noch nicht reif. Natürlich kannst du den Apfel auch einfach probieren, um festzustellen, ob dieser das gewünschte Aroma besitzt.

Eine Frau erntet Äpfel.

Hast du mehrere Apfelsorten im Garten, kannst du zu fast jeder Jahreszeit leckere Äpfel ernten.

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