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Avocadobaum mit Früchten

Einen Avocadobaum kannst du problemlos im Kübel kultivieren. Was du bei seiner Pflege beachten musst, damit er auch hier bei uns Früchte trägt, erfährst du in diesem Beitrag.

Woher kommt die Avocado?

Der Avocadobaum (Persea americana) gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und bildet gemeinsam mit etwa 150 weiteren Arten die Gattung Persea. Allerdings wird neben der americana nur noch die Art schiedeana landwirtschaftlich genutzt.

Ihren Ursprung hat die Avocado in den Regenwäldern Zentralamerikas und Mexikos. Die Pflanze wird seit tausenden Jahren als Kulturpflanze genutzt.

Die weltweite Verbreitung des Avocadobaums startete etwa im 18. Jahrhundert. Mittlerweile findet man die Pflanze in den subtropischen und tropischen Regionen rund um den Erdball. Dort ist sie zu einer der wirtschaftlich bedeutendsten Kulturpflanzen geworden.

Die Sortenvielfalt ist immens: Mehr als 400 sind bekannt, wobei sich in unseren Supermärkten hauptsächlich zwei Sorten finden: „Hass“ mit runzelig-schwarzbraune Früchten sowie die Sorte „Fuerte“ mit ihren länglicheren, grünen Früchten und der glatten Schale sind hierzulande beliebt.

Avocado am Baum

Ursprünglich kommt der Avocadobaum aus den Regenwäldern in Zentralamerika. Er gedeiht allerdings auch in unseren Breiten.

So sieht der Avocadobaum aus

Der Avocadobaum ist ein mehrstämmiger Strauch oder Baum. Ausgewachsen kann er bis zu 20 m hoch werden. Charakteristisch sind die üppige, ausladende Krone sowie die glatte, graugrüne Rinde.

Avocadopflanzen sind immergrün, außer, wenn es extrem trocken ist. Typisch ist das weiche Holz, das zum Bauen oder für Möbel verwendet.

Das ledrige Laub des Avocadobaums ist elliptisch bis lanzettlich geformt. Die Blätter sind kurz zugespitzt und glänzen in einem satten Dunkelgrün. Auf der Unterseite sind sie dagegen matt graugrün und mit filzigen Haaren versehen. Beim Austrieb haben die Blätter allerdings eine rötliche Farbe.

Abhängig von der Sorte und dem Standort der Pflanze können die Blätter bis zu 40 cm lang und bis zu 15 cm breit werden. Sie haben kurze Stiele und sitzen wechselständig an den Zweigen.

Hinweis: Avocadoblätter sind giftig. Halte Haustiere am besten von den Pflanzen fern.

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Wie sehen die Blüten der Avocadopflanze aus?

Blüte am Avocadobaum

Bevor die Früchte am Avocadobaum wachsen, bilden sich kleine Blüten. Daraus entwickeln sich später die Avocados.

Obwohl der Avocadobaum ein Tropengewächs ist, kann er auch hierzulande durchaus blühen und Früchte tragen. Allerdings gelingt dies nur im Kübel. Sowohl die Pflanzen als auch die Früchte entwickeln sich zudem erheblich kleiner.

Am Avocadobaum bilden sich Blütenrispen, die sich verzweigen und stark duften. Dabei sehen die gelbgrünen Einzelblüten selbst eher unscheinbar aus. Sie bestehen aus je drei Kelch- und Blütenblättern. Allerdings unterscheiden diese sich kaum voneinander, sodass es auf den ersten Blick wie eine Einheit aussehen. Die Blüten des Avocadobaums liefern sowohl Nektar als auch Pollen.

Allerdings sind viele Blüten steril, sodass nicht aus jeder eine Frucht reifen kann. Da in Avocadoblüten Stempel und Staubblätter zudem zeitlich versetzt reifen, kannst du eher Erfolge erzielen, wenn du zwei unterschiedliche Sorten kultivierst.

Wie sehen die Früchte aus?

Avocadofrüchte haben in der Regel die Form einer Birne, manche Sorten sind eher rundlich. Die Schale kann glatt oder runzelig sein. Farblich bewegt sie sich von Grün bis fast Schwarz.

Die Früchte der Avocado sind Beeren, genauer gesagt einsamige Beere. Sämtliche Fruchtschichten sind nicht verholzt, der golfballgroße Kern ist der Samen. Das hellgrüne bis gelbe Fruchtfleisch ist sehr ölhaltig und wird voll gereift cremig. Es schmeckt nussig und enthält viele gesunde Inhaltsstoffe.

Von der Blüte bis zur erntereifen Frucht vergehen acht bis zehn Monate. Der Geschmack nachgereifter Avocados übertrifft dabei den der Früchte, die am Baum ausreifen, weswegen die Früchte unreif von der Pflanze gepflückt werden und gelagert werden. Unter 10 °C sollte die Lagertemperatur nicht fallen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft veredelte Pflanzen. Sie blühen und fruchten oft bereits zwei bis drei Jahre nach Veredelung. Deutlich länger dauert es, wenn ein Avocadobaum aus einem Samen gezogen wird.

Ernte am Avocadobaum

Ernte die Avocados unbedingt unreif. Lasse sie dann nachreifen. So entwickeln sie das beste Aroma.

Der richtige Standort für den Avocadobaum

Als echter Tropenbewohner benötigt der Avocadobaum einen warmen und sonnigen Platz. Vor allem im Hochsommer darf es aber auch mal ein leicht schattiger Standort sein. Optimal ist ein beheizter Wintergarten. Im Sommer ist ein geschützter Platz im Freien ausreichend.

Avocadobaum pflegen

Als Kübelpflanze benötigt der Avocadobaum ein nährstoffreiches, gut durchlässiges Substrat. Am besten eignet sich dafür spezielle Blumenerde für Kübelpflanzen.

Wie viel Wasser die Avocado benötigt, ist abhängig vom Standort. Je sonniger und wärmer, desto häufiger solltest du die Pflanze gießen. Regelmäßig und weniger ist dabei die Devise, denn sowohl ausgetrocknete Erde als auch Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden. Wegen des ledrigen Laubs verdunstet weniger Wasser, sodass du seltener als bei anderen Pflanzen zum Gartenschlauch greifen musst.

Zwischen April und September reicherst du das Gießwasser einmal pro Woche mit einem Volldünger für Kübelpflanzen an.

Die Pflanze wächst recht schnell und benötigt von Zeit zu Zeit einen neuen Kübel. Anfangs solltest du die Avocado jedes Jahr umtopfen. Später reicht es, wenn du dies alle zwei bis drei Jahre machst.

Der Avocadobaum wächst von sich aus sehr harmonisch und verzweigt sich schön. Daher ist auch kein regelmäßiger oder spezieller Schnitt notwendig. Geraten einzelne Triebe zu lang, kannst du sie im Frühjahr mit einer sauberen Gartenschere schneiden.

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Avocadobaum überwintern

Da der Avocadobaum zu den immergrünen Pflanzen zählt, benötigt er auch im Winter genug Tageslicht. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt zwischen 7 °C und 15 °C. Sinkt die Temperatur kurzzeitig auf bis zu 3 °C ab, ist das nicht schädlich.

Avocado vermehren

Avocadobaum vermehren

Einen Avocadobaum kannst du über den Kern einer Frucht vermehren. Setze diesen dafür zur Hälfte ins Wasser, bis er Wurzeln bildet.

Avocadobäume lassen sich aus den Samen ziehen. Dafür reinigst du den Kern von Resten des Fruchtfleisches und lässt ihn kurz trocknen.

Dreh du den Kern so, dass das stumpfe Ende nach unten zeigt. Etwa auf Höhe der Mittellinie stichst du rundherum drei bis vier Zahnstocher in den Kern. Setze ihn dann auf ein Glas und fülle es mit Wasser, bis das untere Kernende eingetaucht ist. Stelle das Ganze an einen warmen Standort. Binnen drei bis vier Wochen sollten sich die ersten Wurzeln bilden.

Hat sich der Trieb mit den ersten Keim- und Laubblättern aus dem Samen geschält, ist es Zeit, die Avocado in einen Topf mit Erde umzupflanzen.

Krankheiten

Typisch für Kübelpflanzen mit ledrigen Blättern ist ein Befall mit Schildläusen oder Wollläusen im Winter. Da macht auch der Avocadobaum keine Ausnahme. Beim ersten Anzeichen der Schädlinge sammelst du sie einfach ab. Ist der Befall stärker, helfen Mittel gegen Schildläuse oder Kombimittel.

Ist es dem Avocadobaum zu trocken, lockt das Spinnmilben an. Hier sorgst du für Abhilfe, indem du die Luftfeuchtigkeit mit regelmäßigem Sprühen oder Einnebeln erhöhst.

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