
Blutpflaume pflanzen und pflegen
Die Blutpflaume blüht früh im Jahr, besitzt ein beeindruckendes, weinrotes Laub und bildet leckere Früchte. So pflanzt und pflegst du den Baum.
Woher kommt die Blutpflaume?
Die Blutpflaume (Prunus cerasifera „Nigra“) ist ein beliebter Hausbaum aus den USA. Dort wurde sie 1916 als rotblättrige Auslese aus der Kirschpflaume (Prunus cerasifera) selektiert, die wiederum in Vorderasien und Europa beheimatet ist. Dort wird der Baum seit rund 400 Jahren kultiviert. Wilde Exemplare findest du vielerorts in der freien Natur, zum Beispiel in Feldhecken und an Berghängen.
Wie sieht die Blutpflaume aus?
Die Blutpflaume wird bis zu 7 m groß und entwickelt eine rundliche bis kegelförmige Krone. Diese erreicht eine Breite von 3 m bis 6 m. Manchmal entwickelt der Baum auch mehrere Stämme. Mit rund 25 cm jährlich wächst er verhältnismäßig langsam.
Die Rinde der Blutpflaume ist an frischen Trieben braun-rot. Sie färbt sich im Alter schwarz-braun. Oft tragen die Zweige kleinere Dornen. Der Stamm hat eine dünne und nur schwach gekerbte Rinde von grau-schwarzer Farbe, die mit großen Korkzellen besetzt ist.

Die Blätter der Blutpflaume besitzen eine weinrote Färbung.
Ihren weinroten Blättern verdankt die Blutpflaume ihren Namen. Diese wachsen wechselständig, sind eiförmig bis elliptisch und werden etwa 5 cm lang. Auf der Oberfläche glänzen sie leicht metallisch. Über den Sommer färben sie sich allmählich schwarz. Im Schatten werden sie mitunter grün.
Schon vor dem Laubaustrieb, ab Mitte März, bildet die Blutpflaume ihre hübschen Blüten aus. Diese sind etwa 2,5 cm klein und leuchtend rosa. Mit seiner auffälligen Blütenfarbe zieht der Baum zahlreiche Insekten an.
Ab Juli sind die Früchte der Blutpflaume reif. Sie sind etwas größer als Süßkirschen und schmecken bei voller Reife ebenfalls intensiv süß. Die Pflaumen lassen sich hervorragend zu Marmelade oder Kompott verarbeiten. Bei der Wildart sind sie gelb bis hellrot. Die Sorte Nigra (lateinisch für „die Schwarze“) verdankt ihren Namen wiederum der tief dunkelroten Farbe ihrer Pflaumen.
Der richtige Standort für die Blutpflaume
Blutpflaumen gedeihen am besten mit viel Sonnenlicht, vertragen aber auch absonnige Standorte. Je weniger Licht sie bekommen, desto knapper fällt auch die Blüte aus. Trockene Sommer bereiten der Blutpflaume keine großen Schwierigkeiten.
Die Blutpflaume ist zuverlässig frosthart und stellt kaum Ansprüche an den Boden. Am besten geeignet sind für sie allerdings nährstoffreiche, kalkhaltige und lehmige Böden. Sogar mit mageren Sandböden kommt die Blutpflaume zurecht.
Blutpflaumen pflanzen

Im Herbst oder Frühling ist der richtige Zeitpunkt, um die Blutpflaume zu pflanzen.
Blutpflaumen pflanzt du im Herbst oder im Frühling. Containerpflanzen lassen sich sogar das ganze Jahr über einsetzen. Im Sommer gießt du sie nach der Pflanzung reichlich.
Wenn du einen Hochstamm pflanzt, fixierst du diesen auf seiner Westseite an einem Baumpfahl – so kippt er bei Sturm nicht um. Gib beim Einpflanzen außerdem eine Handvoll Hornspäne ins Pflanzloch. Decke den Wurzelbereich nach der Pflanzung mit feinem Rindenmulch ab.
Im Herbst brauchst du junge Blutpflaumen in der Regel nicht anzugießen, denn die Bäume kommen gut mit vorübergehender Trockenheit zurecht. Die dünne Rinde am Stamm einer jungen Blutpflaume reißt bei Frost leicht. Das vermeidest du, indem du ihren Stamm im Winter schattierst. Dazu schlägst du den Stamm in Jutegewebe oder eine Schilfmatte ein.
Die Blutpflaume bildet Wurzelausläufer, die mit der Zeit lästig werden können. Diese solltest du mit einem kräftigen Ruck aus der Erde reißen, bevor sie verholzen. Nimmt die Ausläuferbildung überhand, kannst du sie auch nach der Pflanzung des Baums noch mit einer Wurzelsperre eindämmen.
Der richtige Schnitt für die Blutpflaume
Blutpflaumen brauchen keinen regelmäßigen Rückschnitt. Bei jüngeren Bäumen empfehlen wir einen gelegentlichen Korrekturschnitt. Bei älteren Exemplaren schadet es nicht, ab und zu die Krone auszulichten.
Hinweis: Schnittwunden der Blutpflaume faulen leicht. Schneide deshalb nie in der Nähe des Stammes zurück. Verschließe die Schnittstelle außerdem mit einem Wundverschluss.
Blutpflaumen im Garten

Die Blutpflaume ist als Hausbaum beliebt. Aber auch in Hecken wirkt sie mit ihren roten Blättern dekorativ.
Blutpflaumen sind als Hausbäume in Mitteleuropa überaus beliebt. Sie sind extrem hitzeverträglich und vertragen auch städtisches Klima. Am besten entwickeln sie sich, wenn du sie ungestört wachsen lässt. Deshalb sollte sich ihre Krone in alle Richtungen entfalten können.
Da ihre Wurzeln tief hinab reichen und ihr Laub viel Licht durchlässt, eignen sich halbschattige Stauden und kleine, blühende Sträucher hervorragend zur Unterpflanzung. Auch in Blütenhecken kommt die Blutpflaume schön zur Geltung.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge bei Blutpflaumen
An ungeeigneten Standorten befällt Gummifluss bisweilen die Blutpflaume. Auch Echter Mehltau und die Schrotschusskrankheit treten auf. Allerdings sind sie für das Gehölz nicht lebensbedrohlich.
Zu den Schädlingen, die die Blutpflaume gerne heimsuchen, gehören die Blattlaus und der Kleine Frostspanner. Mit einem geeigneten Mittel gegen Schädlinge an Pflanzen wirst du die Schädlinge los.







