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Woher kommt der Granatapfelbaum?

Bereits seit tausenden Jahren wird der Granatapfelbaum als Nutz- und Zierpflanze verwendet. Er gehört zur Familie der Weiderichgewächse. Woher der Baum eigentlich kommt, ist nicht sicher. Er stammt vermutlich aus Südosteuropa und Vorderasien. Bereits in der Antike kultivierten die Menschen im Mittelmeerraum den Granatapfelbaum.

In vielen Kulturen galten seine Früchte als Fruchtbarkeitssymbol. Dies liegt an den Samen und der Farbe der Früchte. Hierzulande war der Granatapfelbaum im 16. Jahrhundert beliebt in Orangerien. Einige von den Pflanzen stehen heute noch in botanischen Schlossgärten.

So sieht der Granatapfelbaum aus

Für deinen Garten gibt es den Granatapfelbaum als Großstrauch oder Kleinbaum. Letzterer hat zu Beginn vier- bis sechskantige Zweige. Diese nehmen später eine rundliche Form an. Seine Rinde ist graubraun. Als Großstrauch wächst er dicht verzweigt. Die Pflanze wird bis zu 3 m hoch, wenn du sie im Kübel kultivierst.

Im Garten erreicht der Granatapfelbaum eine Höhe von bis zu 5 m. Es gibt aber auch Zwerg- und Ziersorten, die nur 1,5 m groß werden. Das Nutz- und Ziergewächs wird über 100 Jahre alt.

Blätter und Blüten des Granatapfelbaums

Blüte am Granatapfelbaum

Die Blüten am Granatapfelbaum leuchten in kräftigem Orange. Sie sind glockenförmig und werden etwa 6 cm groß.

Die Blätter sind elliptisch bis spitz zulaufend. Sie wachsen an kurzen Stielen und werden zwischen 3 cm und 8 cm lang. Sie treiben bronzefarben aus und färben sich später grün. Im Herbst nimmt das Laub eine gelborange Farbe an. Ältere Triebe bilden Blätter nur an ihrem Ende. Daher wirkt der Baum oft etwas schütter.

Die Blüten des Granatapfelbaums sind intensiv orangerot. Sie wachsen glockenförmig und sind rund 6 cm groß. Der Baum blüht von Juni bis September. Die Blüten sind selbstfruchtbar. Insekten übernehmen die Bestäubung. Die Ziersorten des Granatapfelbaums sind oft breiter. Sie gibt es in Cremegelb, Rot oder Weiß.

Früchte des Granatapfelbaums

Granatäpfel haben einen Durchmesser von etwa 10 cm. Sie sind gelbbraun bis rot. Ihre Schale ist fest und ledrig. Die Früchte enthalten viele Kerne, die von rotem Fruchtfleisch umhüllt sind. Ihr Geschmack ist säuerlich-fruchtig. Aus ihnen kannst du Saft, Sirup oder Süßspeisen herstellen. Die Kerne eignen sich aber auch zum Rohverzehr. Granatäpfel enthalten viel Vitamin C und sind bis zu sechs Monate lang haltbar.

Tipp: Die Granatapfelkerne färben stark ab, wenn du sie beim Aufschneiden der Schale beschädigst. Um unschöne Flecken zu vermeiden, kannst du den Granatapfel in einer Schale mit Wasser öffnen und die Kerne entnehmen.

Eine Person öffnet einen Granatapfel

Im Inneren des Granatapfels befinden sich die vielen Kerne. Du kannst sie roh essen oder weiterverarbeiten.

Granatapfelbaum: Standort und Boden

Kultivierst du den Granatapfel im Kübel, stelle ihn an einen vollsonnigen und geschützten Standort. Der Baum eignet sich aber auch für die Pflanzung im Garten. Setze den Baum dann vor eine sonnige Hauswand. Es eignet sich auch eine Trockenmauer. Auf diese Weise ist es warm genug für die Pflanze.

Im Schatten wächst der Granatapfelbaum auch. Allerdings bilden sich dann keine Blüten oder Früchte.

Der Boden ist am besten locker und durchlässig. Achte auf einen hohen Anteil an Mineralien. Dafür eignen sich Blähton, Lavasplitt und Sand.

Granatapfelbaum gießen, düngen und umtopfen

Granatapfelbaum umtopfen

Steht dein Granatapfelbaum im Topf, achte auf die Wurzeln. Ist das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt, topfst du den Granatapfelbaum um.

Kurze Trockenphasen übersteht der Granatapfelbaum sehr gut. Im Sommer braucht er regelmäßig Wasser. Dann hat er seine Hauptwachstumszeit. Halte die Erde gut durchfeuchtet, vermeide aber Staunässe und auch längere Trockenheit. Ansonsten verliert der Baum schnell seine Blätter.

Dünge das Gewächs von März bis August. Dafür gibst du ihm alle zwei Wochen Flüssigdünger. Ab Mitte August braucht der Granatapfelbaum keinen Dünger mehr. Gieße ihn dann auch nach und nach immer weniger.

Wächst dein Baum im Kübel, topfe ihn um, sobald das Gefäß durchwurzelt ist. Dafür eignet sich das zeitige Frühjahr, bevor der Granatapfelbaum neu austreibt. Ersetze dabei die Erde durch neues Substrat. Zum Schluss drückst du den Wurzelballen fest an. Wässere die Pflanze danach gut.

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Granatapfelbaum schneiden

Schneide den Granatapfelbaum, wenn er zu groß geworden ist. Alternativ lichtest du die Krone älterer Bäume aus. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig.

Im Herbst oder Frühjahr kürzt du zu lange Triebe mithilfe einer Baumschere ein. Dadurch wachsen jedoch weniger Blüten im nächsten Jahr. Möchtest du den Baum für die Überwinterung vorbereiten, entfernst du dünne Triebe. Schneide Leittriebverlängerungen auf die Hälfte zurück.

Überwinterung eines Granatapfelbaums

Frost verträgt der Granatapfelbaum bis zu -5 °C. Für kurze Zeit hält er auch -10 °C aus. Für den Winter bietet sich ein unbeheiztes Gewächshaus an. Hast du keinen passenden Platz, lasse den Baum so lange wie möglich draußen. Stelle ihn erst bei drohendem Frost an einen möglichst kühlen Ort.

Dieser sollte dunkel sein und eine Temperatur unter 10 °C vorweisen. Dafür eignen sich die Garage oder der Geräteschuppen. Der Wurzelballen übersteht es, wenn er für kurze Zeit durchfriert. Achte darauf, dass die Topferde im Winter feucht ist.

Granatapfelbaum vermehren

Die beste Vermehrungsmethode für Granatapfelbäume sind Steckhölzer. Schneide im Februar vorjährige Triebe ab. Diese sind unbelaubt und zwischen 10 cm und 15 cm lang. Stecke die Stecklinge in einen Topf mit Anzuchterde. Lasse sie rund 2 cm aus der Erde schauen. Stelle den Topf an einen Ort mit einer Temperatur von knapp über 10 °C. Halte die Erde gleichmäßig feucht.

Mit Samen vermehrst du die Wildform des Granatapfels. Säe sie aus und halte sie feucht. Die Samen keimen bei einer Temperatur von 20 °C. Dies dauert ein bis zwei Wochen. Früchte trägt ein ausgesäter Granatapfelbaum allerdings erst nach mehreren Jahren.

Krankheiten und Schädlinge des Granatapfelbaums

Im Winter besteht so gut wie keine Gefahr durch Schädlinge für den Granatapfelbaum. Der Grund ist, dass er im Herbst sein Laub verliert.

Im Frühling sowie Frühsommer ist die Pflanze jedoch anfällig für Blattläuse. Die Schädlinge greifen die jungen Triebe an den Spitzen an. Behandle den Granatapfelbaum bei einem Befall mit einem geeigneten Mittel gegen Blattläuse.

In heißen und trockenen Sommern können Spinnmilben zum Problem werden. Auch hierfür gibt es spezielle Mittel, die Spinnmilben bekämpfen. Nutze die Schädlingsbekämpfungsmittel stets nach Vorgabe des Herstellers.

Granatapfel mit heilender Wirkung

Granatapfelsaft im Glas vor einem geöffneten Granatapfel und vielen Kernen

Der Saft der Granatäpfel gilt als gesund. In den Früchten steckt unter anderem reichlich Kalium.

Die Kerne und der Saft des Granatapfels werden bereits seit dem Mittelalter gegen Darm-Erkrankungen eingesetzt. Die Früchte enthalten den Stoff Punicalagin. Dieser wirkt entzündungshemmend und hält die Vermehrung von Viren auf.

Als Saft, Tablette oder Kapsel hilft die Frucht gegen Bluthochdruck. Dafür sind die Flavonoide verantwortlich. Sie haben eine positive Wirkung auf die Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System.

Zudem enthalten Granatäpfel Antioxidantien. Sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen. Daher verwenden Hersteller von Cremes und Duschgels die Früchte in ihren Produkten. Granatäpfel liefern außerdem Mineralstoffen wie Kalium, B-Vitamine und Spurenelemente wie Eisen.

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