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Eine Frau pflückt Früchte an einem Maulbeerbaum.

Der Maulbeerbaum begeistert viele Menschen mit seinem charaktervollen Wuchs und den aromatischen Früchten. Wir zeigen dir, wie du das Gehölz richtig pflanzt und pflegst.

Woher kommt der Maulbeerbaum?

Maulbeerbäume sind Teil der Pflanzengattung Morus. Diese wiederum gehören zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Es gibt zwischen 12 und 15 Arten.

Maulbeerbäume kommen aus den gemäßigten und subtropischen Gegenden in Asien und Amerika. Nach Europa kam das Gehölz mit den Römern und Griechen. Daher sind Maulbeerbäume mittlerweile in fast allen warmen Regionen Europas zu finden. Am weitesten verbreitet sind die Weiße Maulbeere und die Schwarze Maulbeere.

Während die Weiße Maulbeere ursprünglich aus China kommt und für die Zucht von Seidenraupen genutzt wurde, stammt die Schwarze Maulbeere aus Südwestasien. Dort ist sie wegen ihrer schmackhaften Früchte sehr beliebt. Immer häufiger trifft man auf die Rote Maulbeere. Sie ist in Nordamerika zu Hause und sehr resistent gegen Trockenheit.

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So sieht der Maulbeerbaum aus

Der Maulbeerbaum ist sommergrün. Er bildet einen oder mehrere Triebe bei einer Gesamthöhe von bis zu 15 m. Seine Krone wird bis zu 5 m breit.

Die Rinde ist faserig und weich. Besonders bei älteren Gehölzen zeigen sich charakteristische Längsstreifen. In Asien wird sie genutzt, um das bekannte Japanpapier herzustellen.

Die Blätter des Maulbeerbaums sind Spätentwickler. Sie sind ei- oder herzförmig, können zweifach oder dreifach gelappt sein. Der Rand ist grob gezähnt. Im Herbst färbt sich das Laub gelb.

Zwischen Mai und Juni blüht der Maulbeerbaum. Die Blütenstände sehen aus wie Kätzchen und hängen in Ähren herab. Einige der Blütenstände sind weiblich, andere männlich. Das macht die meisten Sorten selbstfruchtbar. Die Pollen überträgt der Wind.

Die Früchte des Maulbeerbaums ähneln Brombeeren, sind aber länglicher. Ihre Farbe zeigt die Reife an: von Weiß über Rot bis zu Schwarz. Die Früchte des Schwarzen und Roten Maulbeerbaums sind schmackhafter als die des Weißen.

Zwischen Juli und September reifen die Früchte. In dieser Zeit kannst du ständig ernten. Aber auch Tiere wie Insekten, Vögel und Eichhörnchen nutzen die Maulbeeren als Nahrungsquelle.

Maulbeeren am Maulbeerbaum

Zwischen Juli und September sind die Früchte am Maulbeerbaum reif.

Der richtige Standort

Maulbeerbäume sind wärmeliebend und nicht besonders frosthart. Daher gedeihen sie am besten in Regionen mit einem milden Klima. Sie bevorzugen einen sonnigen und windgeschützten Standort.

Haben sie sich dort gut eingewurzelt, darf der Winter auch einmal kälter werden. Vor allem die Weiße Maulbeere gilt als toleranter gegenüber Frost. Dafür kommt sie mit anhaltenden Trockenperioden nicht so gut zurecht.

Maulbeeren bevorzugen einen lockeren, tiefgründigen Boden. Die Erde sollte nährstoffreich und darf auch kalkhaltig sein. Die Rote Maulbeere gedeiht sehr gut auf feuchteren Böden.

Alle Maulbeerbaum-Arten eignen sich als Stadtbäume. Außerdem wird der Maulbeerbaum gern als Hausbaum genutzt.

Maulbeerbaum pflanzen

Maulbeerbäume pflanzt du im Frühjahr. So kann sich das Gehölz bis zum Winter gut einwurzeln.

Lockere den Boden vor dem Pflanzen gut auf, sodass Wasser abziehen kann. Schwere Böden stattest du mit einer Drainageschicht aus.

Maulbeerbaum pflegen

Der Maulbeerbaum ist ein sogenannter Herzwurzler. Das heißt, er dringt mit seinen Wurzeln bis in tiefe Bodenschichten vor. Dadurch kann er sich selbst gut mit Wasser versorgen.

Im Frühjahr verteilst du etwas Kompost auf der Baumscheibe und harkst ihn ein.

In den ersten Jahren schützt du den Maulbeerbaum im Winter mit einer dicken Mulchschicht aus Laub und Reisig vor Frost. Zudem wickelst du Jute oder eine Rohrmatte um die Rinde. So vermeidest du Frostrisse.

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Maulbeerbaum schneiden

Jemand schneidet einen Maulbeerbaum mit einer Astschere.

Der Maulbeerbaum ist sehr schnittverträglich. Schneide ihn im Frühjahr zurück.

Der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt ist das zeitige Frühjahr. An den Schnittstellen tritt weißer Milchsaft aus, der wie ein Pflaster wirkt und die Wunde verschließt.

Generell sind Maulbeerbäume sehr schnittverträglich. Du kannst sie auch als Hecke oder Spalier erziehen. Nutze hierzu eine passende Astschere.

Maulbeerbaum im Garten

Maulbeerbäume sind vielseitig verwendbar. Sie sind zum Beispiel als schattenspendender Hausbaum geeignet. Aber auch in einer Hecke wirken sie sehr dekorativ. Als Obstgehölz oder Spalier machen sie ebenfalls eine gute Figur.

Sortentipps

Weiße Maulbeere

  • „Pendula“ ist eine Hängeform. Ihre Zweige sind dicht beblättert und hängen bis zum Boden herab.

  • „Pyramidalis“ dagegen wächst streng in die Höhe. Ihr Wuchs ist säulenförmig. Die Sorte wird bis zu 16 m hoch. Ihre Früchte sind weiß.

  • „Nana“ wächst eher langsam und kugelförmig.

  • „Lacinaiata“ besitzt interessante, zickzackförmige Zweige. Ihre Blätter sind tief gelappt.

  • „Geraldi Dwarf“ bleibt eher klein im Wuchs. Maximal 2 m erreicht das Gehölz. Damit eignet es sich sogar für den Kübel. Ein weiterer Vorteil: Die Sorte bildet viele Früchte.

  • „Illinois Everbearing“ ist gut frosthart und bildet schmackhafte Früchte. Der Baum wird etwa 5 m hoch.

  • „Collier“ ist eine französische Sorte mit großen schwarzen und aromatischen Früchten.

Weiße Maulbeeren

Es gibt verschiedene Sorten weißer Maulbeeren. Wähle für deinen Garten eine passende Variante.

Schwarze Maulbeere

  • „Mathildes Traum“ ist ein Abkömmling von Deutschlands ältestem Maulbeerbaum. Die Sorte wächst kräftig und hat sehr saftige Früchte.

  • „Chelsea“ stammt aus England. Sie entstand bereits Anfang des 17. Jahrhunderts.

  • „Kaester“ wurde in Kalifornien gezüchtet. Charakteristisch sind die sehr großen und süßen Früchte.

Maulbeerbaum vermehren

Am ehesten lässt sich der Maulbeerbaum im Sommer mit Stecklingen oder im Herbst mit Steckhölzern vermehren.

Auch Absenker kannst du im Herbst ziehen. Willst du Maulbeeren aussäen, musst du die Samen eine zeitlang der Kälte aussetzen. Zudem erfordert die Aussaat einiges an Geduld, bis sich die ersten Früchte bilden.

Fruchtsorten lassen sich auch auf eine Morus-alba-Unterlage pfropfen und auf diese Weise vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Raupen und Schnecken haben es auf junge Maulbeerbäume abgesehen. Achte besonders in den ersten drei Jahren auf die Schädlinge und halte sie früh auf Abstand. Sind die Gehölze erst einmal eingewachsen, werden sie widerstandsfähiger.

Ist es sehr feucht, kann es zu einem Befall mit Mehltau kommen. Dieser hinterlässt in der Regel aber keine bleibenden Schäden.

Erfahre im Ratgeber, wie du Schnecken wirkungsvoll bekämpfen kannst.

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