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Obstkorb mit heimischen Früchten auf Tischplatte

Ob Äpfel, Birnen oder Kirschen – viele Obstarten kennen wir beim Namen. Schwieriger ist meist die Sortenauswahl. „Topaz“ oder „Roter Boskoop“ – welcher Apfel passt besser in den Garten? Gut schmecken soll die Sorte und robust sein soll sie auch. In diesem Ratgeber stellen wir neue und alte Obstsorten für den Anbau im Garten vor.

Welche Obstsorten kann ich in den Garten pflanzen?

Ob Kernobst, Steinobst, Schalenobst oder Beerenobst – in allen Obstkategorien gibt es Pflanzen, die auch in unseren Breiten gut gedeihen. Besonders beliebt sind Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche und Quitte, Sträucher wie Heidelbeere und Stachelbeere sowie Früchte wie Erdbeeren. Selbst exotische Früchte lassen sich anbauen, sofern du über eine Möglichkeit zur Überwinterung verfügst.

Wenn du ein paar hilfreiche Hinweise und Tipps berücksichtigst, kannst du schon bald deine Lieblingssorten im Garten anbauen und von einer reichen Ernte profitieren.

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Kernobst

Die Arten von Kernobstgewächsen (Pyrinae), die als Obst Verwendung finden, werden als Kernobst bezeichnet. Sie alle gehören der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) an. Charakteristisch für Kernobst ist das Kerngehäuse im Inneren, in dem sich die Samen befinden.

Zu den bekanntesten Kernobst-Arten gehört der Apfel. Die Früchte des Apfelbaums, aber auch alle anderen Früchte von Kernobst werden als Apfelfrüchte bezeichnet, etwa von Birnen und Quitten. Diese Obstbäume gedeihen hierzulande in vielen Gärten. Wichtig ist, dass du den richtigen Standort wählst. So sollte der Boden weder zu nass noch zu verdichtet sein. Idealerweise steht der Baum sonnig und geschützt. Je sonniger, desto süßer können die Früchte später werden.

Der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen ist im Herbst. Dann wachsen die Obstbäume am besten an und ihre Wurzeln schlagen bis zum Frühjahr gut aus. Reichere den Boden im Bereich des Pflanzlochs mit etwas Humuserde oder Kompost aus dem Komposter als Starthilfe an. Vor dem Einpflanzen entfernst du alle beschädigten Wurzeln am Wurzelballen der Pflanze mit einer Gartenschere, setzt den Ballen in das ausreichend große Pflanzloch und bedeckst alles anschließend mit Erde. Durch leichtes Rütteln lässt sich das Erdreich im Wurzelbereich verdichten. So nehmen die Wurzeln gut Kontakt zum Erdreich auf und du vermeidest, dass sich Lufteinschlüsse bilden.

Neben dem Stamm eines jungen Apfel-, Birnen- oder Quittenbaums schlägst du nach dem Pflanzen einen Pfahl in den Boden. Befestige den frisch gepflanzten Baum mit einem Strick aus Naturfasern daran, damit er genug Halt bekommt und gerade wächst. Angießen nicht vergessen!

Apfel

Äpfel am Apfelbaum

Viele von uns verbinden Äpfel (Malus) mit dem Herbst. Es gibt aber auch Apfelbäume, deren Früchte bereits im Sommer erntereif sind, und solche, die zwar im Herbst geerntet, aber erst im Winter verzehrt werden. Denn einige Äpfel müssen nach dem Pflücken erst noch Tage oder Wochen reifen, bis sie ihr volles Aroma entfaltet haben. Entscheidend für Erntezeitpunkt und Genussreife ist vor allem die Obstsorte.

Sommeräpfel reifen bis zum Hochsommer heran und schmecken erfrischend säuerlich. Sie sind kaum lagerfähig und daher selten im Supermarkt zu finden. Am ehesten kommst du mit einem eigenen Apfelbaum in den Genuss. Beliebte Apfelsorten sind zum Beispiel Klarapfel, Retina und Gravensteiner.

Von September bis Anfang November ist Erntezeit für Herbstäpfel. Sie sind nach dem Ernten sofort verzehrfähig. Grundsätzlich lassen sich Herbstapfelsorten wie Elstar, Alkmene und Renette aber auch gut einlagern.

Winteräpfel sind im Herbst erntereif, aber erst ab Dezember genussreif. Zu den beliebtesten Winteräpfeln zählen neben Jonagold und Topaz auch ein paar alte Apfelsorten wie Cox Orange, Boskoop und Kaiser Wilhelm. Informiere dich bei alten Obstsorten am besten vorab genau über die jeweiligen Ansprüche und die richtige Pflege.

Entdecke Apfelsorten, die bereits im Sommer erntereif sind

Birne

Birnen am Birnenbaum

Wie bei Äpfeln unterscheidet man auch bei Birnen (Pyrus) zwischen Sommer-, Herbst- und Wintersorten. Die wohl bekannteste Sommerbirne hört auf den Namen Williams Christ. Der Klassiker Conference ist eine vielfach angebaute Herbstsorte. Außerdem häufig in Gärten zu finden ist die Sorte Alexander Lucas. Genau wie bei der Vereinsdechantsbirne handelt es sich um eine späte Herbst- beziehungsweise Winterbirne. Regional sind zudem diese Herbstbirnen beliebt: Concorde, Köstliche von Charneux, Clapps Liebling, Gute Luise und Boscs Flaschenbirne.

Tipp: Alte Birnensorten und Mostbirnen findest du häufig zusammen mit anderen Obstarten wie Apfel und Zwetschge auf heimischen Streuobstwiesen.

Bei der Wahl der Obstsorten spielt neben geschmacklichen Vorlieben und Pflegeaufwand vor allem die Wuchsform eine Rolle. Säulenbirnen oder eher kompakt wachsende Sorten wie Concorde bieten sich für kleinere Gärten an. Dabei lohnt es sich, auch einen Blick auf die zur Veredelung verwendete Unterlage zu werfen. Ein Birnenbaum lässt sich auf einer arteigenen Birnen-Unterlage veredeln, wurzelt dann vergleichsweise tief und ist so gut vor Trockenheit geschützt. Verwendest du hingegen Quitte als Unterlage zum Veredeln, wird der Baum eher flache Wurzeln ausbilden.

Hinweis: Eine Quittenunterlage begünstigt oft aromatische Früchte, sorgt aber auch dafür, dass der Baum frostempfindlicher ist und bei anhaltender Trockenheit gegossen werden sollte.

Wie du einen Birnenbaum richtig pflanzt und pflegst

Quitte

Gläser mit Quittengelee und Früchte vom Quittenbaum

Quitten (Cydonia oblonga) sind vielerorts zur Seltenheit geworden und spielen im Obstbau eine eher ungeordnete Rolle. Wer aber Quittengelee und -marmelade mag, schafft mit einem Quittenbaum im eigenen Garten die idealen Voraussetzungen für Genuss.

Wie andere Obstbäume verträgt auch die Quitte keine Staunässe. Quitten bevorzugen einen vergleichsweise trockenen, warmen Standort. Aufgrund der späteren Blüte ist die Quitte weniger frostempfindlich als beispielsweise Apfel und Birne.

So den beliebtesten Sorten zählen hierzulande Vranja, Konstantinopler, Rondo und Portugieser.

Wie du Quitten zu Gelee verarbeiten kannst und mehr

Elsbeere

Elsbeeren am Baum

Der seltene Laubbaum erinnert mit seinen Blättern ein wenig an Ahorn und eignet sich als Hausbaum für den Garten. Die Früchte der Elsbeere (Sorbus torminalis) sind in Herbst und Winter eine wichtige Futterquelle für heimische Vögel.

Sofern danach noch Früchte am Baum sind, eignen sie sich überreif auch für den menschlichen Verzehr. In der Regel werden die Apfelfrüchte jedoch nicht roh gegessen, sondern vorzugsweise zu Schnaps gebrannt. Elsbeerenbrand zeichnet sich durch seinen fruchtigen Mandelgeschmack aus.

Steinobst

Im Gegensatz zu Kernobst beherbergt Steinobst kein Kerngehäuse mit mehreren Samen, sondern lediglich eine Steinfrucht im Inneren. Dabei handelt es sich meist um nur einen Samen, der von einem harten, verholzten Kern umgeben ist. Beispiele hierfür sind etwa Pfirsich, Kirsche, Aprikose und Pflaume.

Jedoch gehören nicht nur Steinobstgewächse aus der Gattung der Prunoideae zum Steinobst. Daneben gibt es Sammelsteinfrüchte wie Brombeeren und Himbeeren als Sonderform, die traditionell eher dem Beerenobst zugerechnet werden. Auch Feige und Jackfrucht zählen als Steinfruchtverband botanisch gesehen zum Steinobst.

Sauerkirsche

Reife Sauerkirschen am Baum

Im Hochsommer beginnt die Erntezeit für Sauerkirschen (Prunus cerasus). Von Süßkirschen unterscheiden sie sich vor allem geschmacklich. Sie besitzen einen höheren Anteil an Fruchtsäure und meist auch weicheres Fruchtfleisch. In der Küche bieten sie sich für Gelees, Sirup und zum Einkochen an.

Wie stark ein Kirschbaum wächst, hängt vor allem von der Veredelungsunterlage ab. Stark wachsende Hochstämmchen lassen sich beispielsweise mit der Vogelkirsche (Prunus avium) oder der Steinweichsel (Prunus mahaleb) heranziehen. Mit der Unterlage Piku 1 wird der Kirschbaum mittelstark wachsen. Soll der Obstbaum klein und leicht zu beernten sein, wählst du am besten eine schwach wachsende Unterlage wie Gisela 5, die auch im Obstbau eingesetzt wird.

Alles zu Pflanzung und Pflege von Sauerkirschen

Pflaume

Reife Pflaumen am Baum

Die Pflaume (Prunus domestica) bevorzugt genau wie die Kirsche einen sonnigen Standort. So ist ein Plätzchen im Garten in Südlage gut geeignet. Der optimale Pflanzzeitpunkt ist im Herbst.

Die Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica) ist eine Unterart der Pflaume. Das Gleiche gilt für die Mirabelle (Prunus domestica subsp. syriaca) und die Reneklode (Prunus domestica subsp. italica).

Je nach Sorte sind die Früchte typischerweise bläulich bis braunviolett, sie können aber auch gelb wie die Gelbe Eierpflaume oder hellrot wie die Formosapflaume sein.

Erfahre mehr über Renekloden

Aprikose

Aprikosen am Baum

Die Aprikose (Prunus armeniaca) benötigt es ein wenig wärmer und geschützter als Pflaume und Kirsche. Ein guter Standort ist daher in der Nähe einer südlichen Hauswand, die Wärme abgibt und vor Wind und Wetter Schutz bietet.

Indem du den Boden mit Kompost und Sand vorbereitest, schützt du die empfindlichen Wurzeln der Aprikose. So kann der Boden Feuchtigkeit besser speichern und überschüssiges Wasser schneller ableiten. Es gibt frühe, mittelfrühe und spät fruchtende Aprikosen.

Tipp: Wenn du eine spätere Sorte wie Bergeron oder Kioto auswählst, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Blüten Anfang des Frühjahrs durch Nachtfrost beschädigt werden.

Wie du einen Aprikosenbaum richtig schneidest

Pfirsich

Reife Pfirsiche am Baum

An einem vollsonnigen Standort, etwa an einer warmen Südwand, gedeiht ein Pfirsichbaum (Prunus persica) optimal. Ab Ende Juli sind die Früchte erntereif. Das erkennst du an der goldgelben bis rötlichen Färbung. Pflückst du unreife Früchte vom Baum, kannst du diese an einem warmen Ort nachreifen lassen.

Der Obstbaum bevorzugt nährstoffreiche, humöse Böden. Leichte Sandböden verbesserst du vor dem Pflanzen, indem du reifen Humus in die Erde einbringst.

Tipp: Achte bei der Auswahl auf vergleichsweise widerstandsfähige Obstsorten wie Bero, Fruteria und Revita, um Pilzerkrankungen wie der Kräuselkrankheit vorzubeugen.

Pfirsichbaum richtig schneiden für eine reiche Ernte

Beerenobst

Weiche, kleine, rundliche Früchte – das spricht für Beerenobst. Ganz trennscharf ist der Begriff „Beerenobst“ jedoch nicht. Botanisch gesehen ist auch eine Tomate eine Beere, da die Pflanze aber einjährig ist, zählt sie zum Gemüse – zum Fruchtgemüse, um genau zu sein.

Einige Obstsorten, deren Früchte wir als „Beeren“ bezeichnen, sind – zumindest botanisch gesehen – gar keine. So ist beispielsweise die Erdbeere eine Sammelnussfrucht oder die Brombeere eine Sammelsteinfrucht. Zu den echten Beeren zählen beispielsweise Heidelbeeren, Rote, Weiße und Schwarze Johannisbeeren sowie Stachelbeeren.

Rote Johannisbeere

Person erntet reife Rote Johannisbeeren vom Strauch.

Der säuerliche Geschmack mit nur leichter Süße ist typisch für Rote Johannisbeeren (Ribes rubrum). Die alte Sorte Johnkheer van Tets bietet sich an, wenn du den charakteristischen Geschmack von Roten Johannisbeeren magst. Die mittelgroßen Beeren sind ab Ende Juni erntereif und eignen sich besonders für Saft und Marmeladen. Ähnliches gilt für die Sorte Telake, die vergleichsweise widerstandsfähig gegen Krankheiten ist. Eine weitere im Garten beliebte Sorte ist Rovada. Ab Mitte Juli kannst du die aromatischen Früchte, die in langen Trauben vom Strauch hängen, pflücken.

Tipp: Mit einem regelmäßigen Rückschnitt hältst du den Beerenstrauch in Form.

Entdecke die besten Johannisbeer-Sorten für den Garten

Heidelbeere

Heidelbeerstrauch mit Früchten

Heidelbeeren bevorzugen humusreiche, kalkfreie und vergleichsweise feuchte Böden. Die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) gedeiht auch auf schwach sauren Böden. Mit Rhododendronerde schaffst du gute Wachstumsbedingungen für die meisten Blaubeersorten, denn sowohl die Heidelbeere als auch Rhododendron gehören zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae). Die meisten hierzulande erhältlichen Sorten sind der Kulturheidelbeere zuzuordnen, die von der Amerikanischen Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) abstammt.

Um über Monate hinweg Heidelbeeren ernten zu können, kombinierst du am besten mehrere Sorten im Garten. Die Früchte der frühreifen Sorte Earlyblue sind ab Ende Juni erntereif. Ab Mitte Juli beginnt die Erntezeit für die Sorten Bluecrop und Duke. Bei der Sorte Elizabeth kannst du dich ab Mitte August bis in den September hinein über Heidelbeeren freuen.

Tipp: Heidelbeeren lassen sich direkt ins Freie pflanzen, wenn die Bodenverhältnisse stimmen. Alternativ kultivierst du den Zwergstrauch als Kübelpflanze im Topf. Dann sind schwachwüchsige Sorten wie Poppins und Patriot eine gute Wahl.

Alles zu Pflanzung und Pflege von Heidelbeeren

Erdbeere

Reife Erdbeeren auf Stroh

Aufgrund des Namens und der Verwendung müssten Erdbeeren (Fragaria) ganz klar zum Beerenobst zählen. Botanisch handelt es sich aber um Sammelnussfrüchte und keine echten Beeren. Die kleinen gelbgrünen Nüsse auf der Außenseite bilden die Samen. Das rote Fruchtfleisch ist nur ein Nebenprodukt und die Erdbeere damit eine Scheinfrucht. Traditionell und umgangssprachlich bleibt es aber dabei: Die Erdbeere gilt als Beerenobst.

Im Garten, aber auch auf dem Balkon in Töpfen sind Erdbeeren beliebte Pflanzen, die zum Naschen einladen. Die Sortenvielfalt hält für unterschiedlichste Standorte die passende Pflanze bereit. Für ein sonniges Plätzchen im Freien bieten sich Gartenerdbeeren wie Polka, Thuriga, Symphony und Königin Louise an.

Im Schattenbeet gedeihen hingegen Walderdbeeren wie Waldkönigin, Blanc Amélioré oder Rosa Perle besser.

Monatserdbeeren wie Rügen und Alexandria bieten sich für die Topfkultur auf dem Balkon an, zum Beispiel in einer Hängeampel. Für den platzsparenden Anbau eignen sich außerdem Klettererdbeeren, die du entweder an einer Rankhilfe emporwachsen oder über den Rand eines Hochbeets hängend wachsen lässt. Beliebte Sorten sind zum Beispiel Hummi und Klettertoni.

Wie du Erdbeeren richtig pflanzt und pflegst

Stachelbeere

Reife Stachelbeeren am Strauch

Es gibt sie von grün-gelb über hell schimmernd bis hin zu rötlich: Stachelbeeren (Ribes uva-crispa). Viele kennen die Beeren, die übrigens eng mit der Johannisbeere verwandt sind, aus Omas Hausgarten. Bis heute sind Klassiker wie die Sorten White Lion, Ashton Red, Grüne Kugel und Weiße Triumpf beliebt im Garten. Allerdings sind insbesondere die alten Sorten anfällig für Mehltau.

Wer einen neuen Stachelbeerstrauch pflanzen möchte, sollte daher neuen, widerstandsfähigen Sorten den Vorzug geben. Zu den mehltauresistenten Sorten gehören unter anderem Captivator, Rokula und Invicta.

Tipp: Damit die Ernte schmerzfrei von der Hand geht, kannst du auf dornenlose Züchtungen wie Larell, Pax oder Spinefree setzen.

Stachelbeeren richtig schneiden für eine reiche Ernte

Schalenobst

Zum Schalenobst gehören Nussfrüchte wie die Echte Walnuss, Haselnuss und Esskastanie. Hinzu kommen Baumfrüchte, die zwar die „Nuss“ im Namen tragen, aber botanisch eigentlich zu den Scheinfrüchten oder anderen Fruchttypen gehören. Beispiele hierfür sind etwa Cashewnüsse, Kokosnüsse und Paranüsse. Darüber hinaus zählt man Mandeln und Erdmandeln zum Schalenobst.

Hierzulande findest du vor allem Walnussbäume und Haselnussbüsche in Gärten. Vergleichsweise selten steht ein Mandelbaum oder eine Edelkastanie im Garten. Die Früchte bieten sich als Knabberzeug, aber auch für Salate sowie zum Backen an.

Walnuss

Walnussbaum mit Früchten

Ein Walnussbaum (Juglans regia) wird vergleichsweise selten als Hausbaum gewählt, denn er benötigt mit seiner kräftigen Pfahlwurzel und der ausladenden Baumkrone viel Platz im Garten. Unter guten Bedingungen erreicht die Echte Walnuss eine Wuchshöhe von 25 m und kann dabei bis zu 150 Jahre und älter werden.

Für kleinere Gärten gibt es inzwischen schwachwüchsige Sorten, die aber immer noch Kronenbreiten von 7 m bis 8 m erreichen. So bieten sich beispielsweise die veredelten Sorten Buccaneer und Parisienne für den Hausgarten an. Die Weinsberger Walnuss zählt ebenfalls zu den kleinwüchsigen Sorten.

Wie du einen Walnussbaum richtig pflanzt und pflegst

Haselnuss

Haselnuss am Baum

Die Hasel wächst im Garten meist als Strauch, lässt sich aber auch als Baum erziehen. Die Erntezeit beginnt im September. Reife Früchte fallen durch leichtes Schütteln herab und sollten nach dem Entfernen der Hüllblätter luftig zum Trocknen ausgelegt werden. Nach dem Trocknen kannst du die Haselnüsse weiterverarbeiten oder einlagern. Für Letzteres bieten sich Jutebeutel an. Darin halten sich die Nüsse bis zu einem Jahr.

Die zahlreichen Sorten werden grob in vier Gruppen unterteilt. Bei Lambertsnüssen (Corylus maxima) sitzt die Frucht fest in der Hülle und muss zunächst herausgelöst werden. Bei Zellernüssen (Corylus avellana) löst sich die reife Frucht von selbst aus der Hülle. Von beiden Arten gibt es wiederum Hybride.

Für den Garten eignen sich unter anderem folgende Haselnusssorten: Hallesche Riesen, Weiße Lambertsnuss und Juningia.

Alles zu Pflanzung und Pflege von Haselnusssträuchern

Edelkastanie

Edelkastanien

Im Gegensatz zu den Früchten der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) sind die Maronen der Edelkastanie (Castanea sativa) essbar. Die Edelkastanie bevorzugt einen sonnig-warmen Standort und ist vor allem in südeuropäischen Ländern wie Italien häufig in Gärten und Parks zu finden.

Hierzulande gedeiht der Baum am besten in Weinbaugebieten oder an einem geschützten Standort im Garten. Je nach Sorte ist die Edelkastanie mehr oder weniger frostempfindlich. Wähle deshalb am besten eine regionale Sorte. Als vergleichsweise widerstandsfähig und absolut winterhart gilt beispielsweise die Sorte Marigoule.

Mandel

Reife Mandeln am Baum

Ein Mandelbaum (Prunus dulcis) schmückt den Garten im Frühjahr mit rosa Blüten und liefert im Frühherbst die Früchte, aus denen unter anderem Marzipan hergestellt wird. Botanisch handelt es sich bei der Mandel übrigens um den Steinkern einer Steinfrucht. Neben der Süßmandel (Prunus dulcis var. dulcis) gibt es außerdem die Bittermandel (Prunus dulcis var. amara). Bittermandeln dienen als Aromastoff für Likör und kommen auch in Kosmetik zum Einsatz, sind ansonsten aber giftig, da sie Blausäure enthalten.

Hierzulande gedeihen Mandelbäume in Regionen mit mildem Weinbauklima. Dort findest du mitunter die ursprünglich italienischen Sorten Supernova und Fiona. Bekannter sind jedoch Sorten wie die Weiße Krachmandel oder die Dürkheimer Krachmandel. Für kleine Gärten bietet sich die Säulenmandel an.

Tipp: Wer weniger auf die Früchte, sondern vielmehr auf die rosa Blüten im Frühjahr aus ist, kann auch ein Mandelbäumchen (Prunus triloba) als Ziergehölz pflanzen.

Wie du ein Mandelbäumchen richtig pflanzt und pflegst

Obstsorten: Exotische Früchte selbst anbauen

Zu den beliebtesten Exoten im Garten gehören Pflanzen der Gattung Citrus. Damit Zitruspflanzen wie Zitronen, Orangen oder Mandarinen gut gedeihen, benötigen sie vor allem einen sonnigen, windgeschützten Standort.

Die Pflanzen bevorzugen durchlässige Böden, deren pH-Wert im schwach sauren bis neutralen Bereich liegen sollte. Mit einem Bodentest kannst du prüfen, ob der pH-Wert wie gewünscht zwischen 6,5 und 7 liegt. Mit Kalk oder Kompost lässt sich das Substrat verbessern. Außerdem gibt es spezielle Zitruserde.

Da Orangen- und Zitronenbäume keinen Frost vertragen, kultivierst du sie am besten als Kübelpflanzen. Ein Pflanzenroller erleichtert den Transport ins Winterquartier.

Zitrone

Zitronen am Baum

Ob als reine Zierpflanze oder auch um eigene Zitrusfrüchte zu ernten – ein Zitronenbaum wirkt attraktiv im Garten und gedeiht als Kübelpflanze auch auf einem Südbalkon sowie auf einer windgeschützten, sonnigen Terrasse. Die ätherischen Öle des Baums wirken übrigens als natürliches Mittel gegen Mücken.

In Gärten und im Obstbau ist die nahezu dornenlose Sorte Eureka weit verbreitet. Die kleinwüchsige Sorte Meyer eignet sich besonders gut als Kübelpflanze. Aufgrund ihrer panaschierten Blätter bietet sich die Sorte Foliis Variegatis vor allem als Schmuckpflanze an.

Wie du einen Zitronenbaum richtig pflanzt und pflegst

Orange

Orangen am Baum

Der Orangenbaum (Citrus x sinensis) bevorzugt wie alle Zitruspflanzen einen sonnigen, warmen Standort. Idealerweise steht er vor Regen und Wind geschützt nahe am Haus, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Als Winterquartier eignet sich ein frostfreies Gewächshaus, dessen Temperatur nachts nicht unter 5 °C fällt und tagsüber nicht dauerhaft über 12 °C steigt. Ein kühler Wintergarten bietet sich ebenfalls an.

Tipp: Die Calamondinorange (Citrus mitis) ist die einzige Zitruspflanze, die sich dauerhaft als Zimmerpflanze kultivieren lässt.

Wie du einen Orangenbaum richtig pflanzt und pflegst

Kumquat

Reife Kumquats am Baum

Kumquats (Fortunella) gehören zu den Zitruspflanzen, bei denen du, im Gegensatz zu Zitronen oder Orangen, die Schale mitessen kannst. Die auch als Zwergorange bekannte Pflanze bleibt kompakt und wird bis zu 2 m groß. Damit bietet sie sich als Kübelpflanze an. In den Sommermonaten fühlt sich die Kumquat an einem sonnig-warmen Platz im Freien wohl. Zum Überwintern bringst du die Zitruspflanze vor dem ersten Frost ins Gewächshaus oder in den Wintergarten.

Zu den beliebtesten Sorten zählen die Fortunella margarita mit ovalen Früchten, die Fortunella japonica mit runden Früchten sowie die zwergwüchsige Fortunella hindsii mit besonders kleinen Früchten.

Wie du Zitruspflanzen am besten umtopfst

Gemüse- oder Obstsorte? Fruchtgemüse!

Ob gedünstet, gegrillt oder als eingekocht als Chutney – Fruchtgemüse wie Kürbis, Aubergine und Tomate ist vielseitig verwendbar. Tatsächlich bringen diese Gemüsepflanzen Beeren im botanischen Sinne hervor. Dabei handelt es sich um Früchte, die mehrere Samen mit ihrem Fruchtfleisch einhüllen. Auch Melonen, Zucchini, Gurken und Paprika zählen zum Fruchtgemüse, dessen oberirdisch wachsende Früchte essbar sind.

Obstbäume im OBI Onlineshop

Pflegetipps

Gartenwerkzeuge wie Baumschere und Gartenschere sind hilfreich, um Obstbäume und -sträucher in Form zu bringen und gesund zu halten. Ein regelmäßiger Baumschnitt ist entscheidend für ein kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte. Hierfür bietet sich ein frostfreier Tag im Spätwinter an. Mit einer Astsäge lassen sich auch stärkere Triebe kürzen. Viele Geräte sind in Kombination mit einer Teleskopstange erhältlich, so können auch Äste und Zweige in größeren Höhen mühelos gekürzt werden.

Achte beim Kauf von Werkzeug für den Baumschnitt auf Qualität: Nur dauerhaft scharfe Werkzeuge garantieren saubere Schnitte und verletzen die Obstbäume oder andere Pflanzen nicht unnötig stark. Nach der Ernte im Herbst solltest du heruntergefallenes Laub und Fallobst möglichst schnell mit einer Harke zusammenkehren beziehungsweise aufsammeln. So reduzierst du die Gefahr, dass Obstbäume von Pilzen oder Schädlingen befallen werden. Wenn du dann noch auf eine ausreichende Nährstoffversorgung mit einem geeigneten Dünger achtest, sollte erfolgreichen Ernten nichts mehr im Wege stehen.

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Ernte und Verwendung

Person bei der Apfelernte

Ist die Erntezeit endlich gekommen, holst du die reifen Früchte am besten rasch von den Bäumen, Sträuchern und Spalieren, bevor dir Vögel oder andere Tiere zuvorkommen. Mit den richtigen Hilfsmitteln zum Ernten kannst du Zeit und Mühe sparen. Mit einer Gartenschere oder einem Messer lassen sich Früchte schonend von den Zweigen schneiden. Um Früchte zu erreichen, die außerhalb deiner Armlänge hängen, greifst du zur Leiter als Hilfsmittel. Wer Obst in noch größeren Höhen erreichen möchte, kann sich mit einem Obstpflücker ein praktisches Arbeitsgerät zulegen. Das geerntete Obst sammelst du am besten in einem Eimer oder Korb.

Dann geht es ans Verarbeiten. Einige Früchte schaffen es wahrscheinlich gar nicht bis in die Küche, weil sie frisch vom Baum oder Strauch genascht werden. Andere Obstsorten bieten sich zum Einkochen für Gelees, Marmeladen und Säfte an. Vor allem Beeren lassen sich gut einfrieren und später für Kuchen oder Smoothies verwenden.

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