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Wo kommt der Olivenbaum her?

Ein Olivenbaum (Olea europaea) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Daher wird er auch Echter Ölbaum genannt. Das Gehölz wird im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Afrika schon seit Tausenden von Jahren als Nutzpflanze angebaut und gilt als Zeichen des Friedens.

So sieht ein Olivenbaum aus

Grüne und schwarze Oliven hängen an einem Olivenbaum.

Ist der Olivenbaum mindestens sieben Jahre alt, entwickelt er Früchte. Sie besitzen zunächst eine grüne, dann allmählich schwarze Färbung.

Ein Olivenbaum wächst sehr langsam. Dennoch wird er in seiner Heimat am Mittelmeer über mehrere Jahrzehnte hinweg bis zu 20 m hoch. Im Kübel erreicht er allerdings nur eine maximale Höhe von 1,5 m.

Olivenbäume gehören zu den langlebigsten europäischen Gehölzen. In der Natur werden einige Bäume über 1.000 Jahre alt. Als junge Pflanze hat der Olivenbaum eine glatte, silbrig-grüne Rinde. Diese wird mit der Zeit immer mehr zu einer rissigen Borke.

Das Laub des Olivenbaums ist länglich und schmal, auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite silbrig-grau. Es besitzt feine Haare, mit deren Hilfe der Olivenbaum sich vor dem Austrocknen schützt.

Im Mai öffnen sich die gelblich-weißen Blüten der Olivenbäume an 2 cm bis 4 cm langen Rispen. Allerdings blühen nur Bäume, die mindestens vier bis sechs Jahre alt sind.

Die ovalen Früchte entwickeln Olivenbäume erst ab dem siebten Jahr. Sie sind zunächst grün, später bräunlich und im reifen Zustand dann schwarz. In ihrer Mitte steckt ein einziger großer Samen: der Olivenkern.

Ein Olivenbaum trägt nur dann Früchte, wenn in seiner Nähe ein zweiter Baum als Bestäubungspartner wächst. Für den Garten wurden zwar einige selbstfruchtende Sorten gezüchtet, die auch zuverlässig blühen und jedes Jahr Früchte tragen. Allerdings fällt die Ernte bei einer Fremdbestäubung größer aus.

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Jemand hält viele Oliven in den Händen.

Damit der Olivenbaum Früchte trägt, braucht er einen zweiten Olivenbaum als Bestäubungspartner. Es gibt allerdings auch selbstbefruchtende Sorten.

Der richtige Standort

Ein Olivenbaum gedeiht an sonnigen und warmen bis heißen Standorten. Deshalb eignet er sich bestens für Südbalkone oder -terrassen, aber auch Wintergärten. In großen Terrakottatöpfen sieht er besonders schön aus, vor allem in Kombination mit Oleander oder Rosen.

Pflegetipps für den Olivenbaum

Olivenbäume gehören zu den pflegeleichten Kübelpflanzen. Deinen Olivenbaum musst du nur wenig gießen, auf Staunässe reagieren die Pflanzen dagegen sehr empfindlich.

Die Pflanzenerde sollte nährstoffarm sein. Deshalb reicht es, wenn du ihnen ein- bis zweimal im Monat ein wenig Kübelpflanzendünger gibst. Weil er so langsam wächst, musst du einen Olivenbaum nicht umtopfen.

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Olivenbäume im Garten anpflanzen

Ein Olivenbaum steht in einem Beet im Garten.

Nur in warmen Regionen kannst du den Olivenbaum in deinen Garten pflanzen. Denn Temperaturen von weniger als -5 °C verträgt der Olivenbaum nicht.

Ins Freie kannst du einen Olivenbaum nur in wintermilden Regionen pflanzen. Dort fallen die Temperaturen auch im Winter selten unter -5 °C. Dennoch braucht er dort einen windgeschützten, aber sonnigen Ort mit viel Platz für seine Wurzeln.

Aufgrund der Frostempfindlichkeit solltest du einen Olivenbaum nur ins Freiland setzen, wenn er schon etwas älter ist und an das Klima gewöhnt ist. Importierst du ältere Bäume aus Südeuropa, vertragen die Pflanzen den Temperaturwechsel in der Regel nicht.

Wenn du einen Olivenbaum ins Freie pflanzt, füllst du in sein Pflanzloch zunächst eine Dränschicht aus Kies oder Blähton. Den Wurzelballen deckst du dann komplett mit Erde ab. Ein Haltepfosten stützt die Pflanze vor dem Umkippen.

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Olivenbaum schneiden

Jemand schneidet einen Olivenbaum mit einer Gartenschere.

Je öfter du den Olivenbaum schneidest, umso dichter wächst er. Auch einen stärkeren Rückschnitt verträgt er gut.

Da Olivenbäume eher licht und mit großen Blattabständen wachsen, ziehst du einen Olivenbaum am besten als Hochstamm mit dichter Krone:

1. Jahr: Du kappst den Haupttrieb des Olivenbaums in der gewünschten Höhe und kürzt oder entfernst Seitenzweige.

2. Jahr: Nach wie vor entfernst du direkt am Stamm die am tiefsten stehenden Triebe. Bei den Oberen kappst du die Spitzen während der Saison regelmäßig. So förderst du die Verzweigung.

5. Jahr: Hat sich eine dichte Krone entwickelt, kürzt du nur noch überflüssige Triebe knapp oberhalb eines Blattpaares.

Je häufiger du die Gartenschere ansetzt, desto dichter wird dein Olivenbaum. Selbst einen radikalen Rückschnitt verträgt die Pflanze gut.

Winterschutz für den Olivenbaum

Olivenbäume reagieren auf Minustemperaturen so empfindlich, dass selbst alte Bäume in einem kalten Winter absterben können. Deshalb solltest du einen Olivenbaum in ein helles, 5 °C bis 8 °C warmes Winterquartier holen, sobald die Nachttemperaturen auf 5 °C sinken.

Der Baum lässt sich gut im Hausflur oder einem gut isolierten Gewächshaus oder Wintergarten überwintern. Zur Not kann der Raum auch dunkel sein. Dann entledigt sich das Gehölz jedoch all seiner Blätter und bildet sie im Frühling neu.

Wärmer als 10 °C sollte es im Winterdomizil nicht sein. Gießen solltest du Olivenbäume auch im Winter regelmäßig, aber immer nur so viel, dass ihr Ballen nicht austrocknet. Nach den letzten Frösten kommt der Olivenbaum dann im April oder Mai wieder ins Freie.

Steht ein älterer Baum im Freien, braucht er einen Winterschutz. Sowohl die Krone als auch den Stamm packst du vor dem ersten Frost in mehrere Schichten Vlies ein. Auf die Baumscheibe legst du Laub oder Reisig.

Zwei Personen schützen den Olivenbaum vor dem Winter mit einer Plane.

Im Winter braucht der Olivenbaum einen Schutz vor der Kälte. Ein Vlies hält den Baum in der kalten Jahreszeit warm.

Oliven vermehren

Olivenbäume vermehrst du über Stecklinge. Dazu schneidest du mit einem Messer von einem jungen Trieb ein 10 cm langes Stück ab. Der Trieb sollte noch nicht verholzt und am Steckling sollten bereits Augen angelegt sein.

Die unteren Blätter entfernst du, bevor du den Schaft in Bewurzelungspulver drückst. Anschließend kommt der Steckling in Anzuchterde. Wichtig ist, ihn zu gießen und ihn an einen hellen Ort bei 20 °C zu stellen.

Krankheiten von Olivenbäumen

Im Frühjahr ziehen junge Triebe des Olivenbaums Blattläuse an. Haben die Blätter und Blattstiele braune Hügel, sind Schildläuse meist der Grund. Auch Wollläuse tummeln sich häufig in den Blattachseln und auf der Blattunterseite.

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