
Zitruspflanzen umtopfen – Tipps
Damit Zitronenbaum, Kumquat und Mandarine im Kübel gut gedeihen, solltest du die Zitruspflanzen regelmäßig umtopfen. Wir zeigen dir, wann der richtige Zeitpunkt für einen neuen Kübel gekommen ist und wie du beim Umtopfen vorgehst.
Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen
Ein Zitronenbaum benötigt ein ausreichend großes Gefäß für optimales Wachstum. Jedes Jahr musst du Zitruspflanzen aber nicht umtopfen. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, erkennst du am Substrat. Ist die Erde mit einem dichten Wurzelgeflecht durchzogen oder ragen die Wurzeln sogar bereits aus den Abflusslöchern des Topfes, wird es Zeit für einen größeren Pflanztopf.
Ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühjahr.
Tipp: Wenn du den Zitronenbaum und andere Zitruspflanzen aus dem Winterquartier holst, kannst du die Pflanzen umtopfen, bevor sie neu austreiben.
Alternativ wählst du den Frühsommer als Zeitpunkt, um die Zitrone, Limette oder Kumquat in einen größeren Kübel zu setzen. Bis dahin hat sich der erste Jahrestrieb gebildet.
Neu gekaufte Zitruspflanzen umtopfen
Hast du dir einen Zitronenbaum, eine Mandarine oder Orange gerade neu gekauft, kommt auch diesen Pflanzen das Umtopfen zugute. Für den leichteren Transport stehen die Kübelpflanzen oft in zu kleinen Töpfen. Dadurch verdichtet sich auch die Erde sehr stark. Durch das Umtopfen erhalten die Wurzeln wieder ausreichend Platz zum Wachsen.

Zitruspflanzen musst du nicht jährlich umtopfen. Am Wurzelwerk erkennst du, ob die Pflanze mehr Platz benötigt.
Wie häufig solltest du Zitruspflanzen umtopfen?
Junge Pflanzen benötigen etwa alle zwei Jahre ein neues Pflanzgefäß. Ist der Zitronenbaum schon älter, reicht es, wenn er alle drei bis vier Jahre umgetopft wird. Alte, großgewachsene Zitruspflanzen lassen sich kaum noch aus dem Kübel lösen und vertragen auch den Topfwechsel schlechter. Deshalb versorgst du diese Zitruspflanzen nur alle paar Jahre mit frischer Erde.
Trage dazu die oberste Erdschicht mit einer Handschaufel ab. Achte beim Graben darauf, dass du die Wurzeln nicht verletzt. Grabe nur so tief, bis du die ersten dickeren Wurzeln entdeckst. Fülle dann den Kübel genauso hoch wie zuvor mit neuer Zitruserde an.
Tipps zur Pflege: Erde und Dünger
Zitruspflanzen stammen ursprünglich aus topischen bis subtropischen Gebieten. Dort klettern die Temperaturen auf angenehme Werte und wenn es regnet, dann meist ergiebig. Auf die dort vorherrschenden Bedingungen hat sich auch der Zitronenbaum gewöhnt. Deshalb bevorzugen Zitronen und andere Zitruspflanzen durchlässige, lockere Böden, die dennoch für einen längeren Zeitraum Wasser speichern können.
Diese Eigenschaften bringt Zitruserde mit. Sie enthält neben Humus auch reichlich mineralische Bestandteile wie Lavasplitt, Blähton- oder Kalksteinbruch. Wenn du gerade keine Zitruserde zur Hand hast, kannst du dir das Substrat auch selbst mischen. Vermenge dazu Universalerde mit grobem Sand, Kies oder Blähton, um die Blumenerde aufzulockern. So gelangt auch bei feuchter Erde ausreichend Sauerstoff an die Wurzeln.
Hinweis: Zitruspflanzen vertragen keine Staunässe. Deshalb ist es wichtig, dass überschüssiges Wasser ungehindert abfließen kann. Achte bei Pflanzgefäßen darauf, dass Abflusslöcher im Boden vorhanden sind.
Tipp: Um zu vermeiden, dass die Erde mit dem Gießen ausgeschwemmt wird, deckst du die Löcher am besten mit Tonscherben ab, bevor du das Substrat in den Kübel füllst.
Frische Zitruserde enthält bereits ausreichend Nährstoffe für die nächsten Wochen. Danach kannst du den Zitronenbaum zusätzlich mit Dünger versorgen. Hierfür eignet sich flüssiger Zitrusdünger, den du in das Gießwasser mischst. Versorge deine Pflanzen in der Hauptwachstumszeit von April bis September regelmäßig mit Dünger.

Zitruspflanzen gedeihen optimal in durchlässiger, lockerer Zitruserde.
Wie groß sollte der Topf sein?
Der passende Kübel für den Zitronenbaum ist weder zu klein noch zu groß. Ein zu enges Pflanzgefäß hemmt das Pflanzenwachstum, doch auch ein zu üppiges kann der Zitrone schaden. In einem zu großen Kübel fehlt es dem Bäumchen an Stabilität. Die Wurzeln durchziehen zwar die Erde, bilden aber erst am Topfrand Verzweigungen.
Der neue Topf sollte deshalb nur einen ungefähr 5 cm größeren Durchmesser haben als der alte.
Tipp: Ob der neue Kübel die richtige Größe hat, erkennst du auch ohne Maßband oder Zollstock. Stelle die Zitruspflanze mittig in den neuen Topf. Jetzt solltest du zu allen Seiten jeweils noch zwei Fingerbreit Platz haben.
Zitronenbaum richtig umtopfen
Bevor du Zitruspflanzen einpflanzt, lockerst du den Wurzelballen vorsichtig mit den Händen auf. Dabei löst du auch etwas Erde ab.
Als Nächstes überprüfst du die Position im Pflanztopf.
Hinweis: Zitruspflanzen dürfen nicht zu tief gepflanzt werden. Decke die Oberfläche des Ballens keinesfalls zusätzlich mit Erde ab.
Nach dem Umtopfen sollte die Oberseite des Ballens etwa 2 cm unterhalb des Topfrands liegen. Steht die Zitrone oder Mandarine zu tief, nimmst du sie noch einmal heraus, um unten mehr Substrat in den Topf zu füllen.
Tipp: Bevor du die Kübelpflanze endgültig in den neuen Topf pflanzt, füllst du eine Schicht Blähton zur Drainage ein. So vermeidest du später Staunässe.
Setze dann die Pflanze ein, fülle rundherum Substrat in den Kübel und drücke die Erde leicht an.

Im Frühjahr, wenn du die Pflanzen aus dem Winterquartier holst, ist ein geeigneter Zeitpunkt zum Umtopfen.








