
Harlekinweide: Wissenswertes und Tipps
Mit ihrem auffälligen Blattwerk ist die Harlekinweide ein echter Blickfang in deinem Garten. Erfahre hier, wie du sie pflanzt und richtig pflegst.
Woher kommt die Harlekinweide?
Die Heimat der Harlekinweide (Salix integra) liegt in Ostasien. Seit den 1980er-Jahren ist das Ziergehölz auch in europäischen Gärten beliebt. Die Harlekinweide ist auch unter anderen Namen bekannt, zum Beispiel als Buntblättrige Weide, Flamingobaum oder Japanische Zierweide.
Wie groß wird die Harlekinweide?
Harlekinweide gibt es in zwei Wuchsformen: Du findest sie entweder als Strauch oder als Hochstämmchen. Anders als die Bezeichnungen vermuten lassen, erreicht die Strauchform eine größere Wuchshöhe, dafür wächst das Hochstämmchen stärker in die Breite.
Der Strauch wächst im Vergleich zu anderen Weidenarten langsam. Lediglich 30 cm pro Jahr legt das Gehölz zu, bis es eine Höhe von etwa 3 m und eine Breite von etwa 1,5 m erreicht. Nach 10 bis 20 Jahren setzt bei der Harlekinweide die Vergreisung ein.
Aussehen der Harlekinweide
Die augenfällige Besonderheit der Harlekinweide ist ihr Blattwerk. Das Laub ist weiß und mittelgrün gemustert. Wenn sie austreiben, laufen die Blätter ins Rosarote über. Optisch erweckt der Strauch den Anschein, zu blühen, obwohl er keine Blüten bildet.
Die Blattfärbung intensivierst du, indem du die Pflanze an einen sonnigen Standort stellst. Erst nach einiger Zeit nimmt das Blatt seine grüne Farbe an. Im Winter fällt das Laub dann zu Boden. Dank seiner gelblichen oder rötlichen Zweige bleibt die Harlekinweide aber auch im kahlen Zustand ein ansprechender Blickfang.
Normalerweise bildet das Ziergehölz zwischen Mai und April gelbe Blütenkätzchen. Du kannst die Harlekinweide jedoch auch im Frühjahr zurückschneiden, um den Blattaustrieb zu stärken.

Die Zweige der Harlekinweide sind gelblich oder rot. Sie bilden einen hübschen Kontrast zu den grünen Blättern.
Der richtige Standort für die Harlekinweide
Der ideale Standort für die Harlekinweide ist sonnig, aber mittags nicht zu heiß. Die Pflanze wächst auch an halbschattigen Plätzen. Dort bildet sie aber nicht so leuchtstarkes Laub.
Der Strauch bevorzugt frische bis feuchte und zudem lockere Böden. Vermeide beim Gießen Staunässe, da die Pflanze flach wurzelt. Setzt du sie in einen Pflanztopf, verwendest du am besten hochwertige Kübelpflanzenerde.
Harlekinweide pflanzen
Die Harlekinweide pflanzt du entweder im Frühjahr oder im Herbst. Hast du sie als Containerpflanze gekauft, kannst du sie das ganze Jahr über pflanzen. Gieße sie auf jeden Fall reichlich an. An heißen Sommertagen brauchen frisch gepflanzte Sträucher generell etwas mehr Wasser.
Nach mehreren Jahren besteht die Möglichkeit, den Strauch zu verpflanzen. Er wächst am neuen Ort wieder schnell an. Ein passender Zeitpunkt dafür ist vor allem der Herbst. Das Ziergehölz wurzelt sich dann bis zum nächsten Frühjahr ein.
Harlekinweide pflegen
Viel Pflege benötigt die Harlekinweide nicht. Gieße sie bei Trockenheit regelmäßig, da sich sonst ihre Blätter einrollen. Verwende zum Gießen Regenwasser, das du leicht aus der eigenen Regentonne gewinnst, oder gut abgestandenes Leitungswasser. Verteile Mulch am Stamm, um die Verdunstung zu verringern. Als Dünger genügt ein wenig Kompost, wenn du die Weide pflanzt.
Wächst deine Harlekinweide in einem Kübel, braucht sie regelmäßig Wasser. Dünge sie zusätzlich mit Volldünger, damit die Blätter schöner austreiben. Ab September braucht die Pflanze dann keinen Dünger mehr.
Der richtige Schnitt für die Harlekinweide

Die Harlekinweide verträgt Schnitte sehr gut. Ab dem dritten Standjahr kannst du sie regelmäßig in Form bringen.
Die Harlekinweide ist besonders schnittverträglich und für unterschiedliche Formschnitte geeignet. Mit einer passenden Garten- oder Heckenschere bist du für den Schnitt bestens ausgerüstet. Schneide die Harlekinweide ab dem dritten Standjahr regelmäßig auf die gewünschte Größe zurecht. Dabei ist es kein Problem, wenn du bis zu zwei Drittel der Trieblänge entfernst: Die Harlekinweide verträgt sogar einen noch radikaleren Rückschnitt.
Entferne abgestorbene und störende Äste direkt am Stamm. Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt ist ein frostfreier Tag im Spätwinter. Im Sommer schneidest du ein- bis zweimal nach. Dadurch wächst die Krone dicht und kompakt.
Die Strauchvariante der Harlekinweide lässt sich bei Bedarf sogar auf zwei Handbreit über dem Boden zurückschneiden. Aber Vorsicht: Bei Hochstämmchen ist dieser radikale Rückschritt nicht sinnvoll.
Harlekinweide überwintern
Im Winter braucht die Harlekinweide in deinem Garten keinen besonderen Winterschutz. Decke lediglich den Wurzelbereich von Jungpflanzen mit Laub und Reisig ab. Ihre Stämme schattierst du, damit sich keine Frostrisse bilden.
Topfpflanzen packst du in der kalten Jahreszeit mit einem Vlies ein, da der Topfballen sonst durchfriert. Stelle das Gewächs zudem nah ans Haus. So übersteht es auch den Winter im Freien.
Harlekinweide im Garten verwenden

In Einzelstellung kommt die Harlekinweide besonders zur Geltung.
Besonders eindrucksvoll wirkt die Harlekinweide, wenn du sie in Einzelstellung pflanzt. Sie passt auch in den Vorgarten, da sie nicht besonders groß wird und nur wenig Platz benötigt. Kombiniere den Strauch mit anderen Gehölzen, um eine helle und luftige Wirkung zu erzielen.
Als Unterpflanzung für deine Harlekinweide bieten sich Hornveilchen, Lavendel, Schaumblüte, Storchschnabel und Vergissmeinnicht an.
Harlekinweide vermehren
Die Strauchform der Harlekinweide vermehrst du durch Stecklinge. Dafür schneidest du im Sommer 15 cm lange Stecklinge ab. Stelle diese in ein undurchsichtiges Gefäß mit Wasser. Sobald die Stecklinge Wurzeln bilden, setzt du sie in Töpfe mit einem Gemisch aus Erde und Sand. Ins Beet pflanzt du die Stecklinge im Frühjahr. Es lohnt sich aber, die Jungpflanzen zuvor einige Jahre in einem Kübel zu kultivieren.
Willst du Hochstämmchen vermehren, erledigst du dies im Winter. Dafür benötigst du zunächst eine lange, gerade Korbweide-Rute. Diese steckst du in feuchte, humusreiche Erde. Nach einem Jahr ist das Stämmchen angewachsen. Im darauffolgenden Januar scheidest du es auf der gewünschten Kronenhöhe ab. Anschließend veredelst du das Stämmchen mit einem Edelreis der Harlekinweide.
Als passende Veredelungsmethoden kommen das Geißfußpfropfen oder das Pfropfen in den Spalt infrage. Im nächsten Schritt fixierst du das Reis mit Bast. Streiche die Wunde und die Oberseite des Stämmchens mit Baumwachs ein. Damit das Edelreis nicht austrocknet, stülpst du einen Gefrierbeutel darüber. Sobald die Knospen austreiben, entfernst du den Beutel wieder.

Die Harlekinweide vermehrst du entweder über Stecklinge oder durch Veredelung.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge bei der Harlekinweide
Von Mai bis Juni besteht die Gefahr, dass Pilze wie Rost, Weidenschorf oder Weiden-Anthraknose die Harlekinweide befallen. Das ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn das Frühjahr feucht war. Du erkennst einen Pilzbefall an schnell welkenden Blättern und schorfigen, schwarzen Triebspitzen sowie Rindenflecken.
In der Folge verfärben sich die Zweige braun und verdorren. Schneide den Strauch bei einem Befall komplett zurück. Das Schnittgut wirfst du in den Hausmüll. Damit deine Harlekinweide sich im nächsten Jahr nicht wieder infiziert, beugst du nach dem Blattaustrieb mit Fungizid vor.
Eine Schädlingsart, die das Ziergehölz allerdings nur selten heimsucht, ist der Weidenblattkäfer. Behandle die Harlekinweide bei Befall mit einem Mittel gegen Schädlinge an Pflanzen.








