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Korkenzieherweide an einem Fluss

Die Korkenzieherweide kennzeichnet eine besondere Silhouette. Wir zeigen dir im Ratgeber, was die Weide ausmacht und wie du den Strauch in deinem Garten pflanzt und pflegst.

Woher kommt die Korkenzieherweide?

Die Korkenzieherweide Tortuosa ist eine Kulturform der Chinesischen Weide (Salix matsudana). Sie gehört zur Gattung der Weiden (Salix). Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Ostasien.

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So wächst die Korkenzieherweide

Ihre Größe von etwa 8 m bis 12 m erreicht die Korkenzieherweide recht schnell: Im Schnitt legt der Strauch 50 cm bis 80 cm im Jahr zu.

Die Äste wachsen aufstrebend. Dabei verdrehen sich die Zweige spiralförmig. Die Weide wächst schnell, vergreist deshalb aber schon nach zehn bis 15 Jahren. Älter als 80 Jahre werden sie nicht.

Über die Jahre verliert die Krone ihre geschlossene Form, die Äste werden brüchig. Dem wirkst du entgegen, indem du die Korkenzieherweide regelmäßig mit einer Astschere zurückschneidest.

Blätter, Blüten und Früchte

Die Blätter der Korkenzieherweide sind schmal und spitz. Wenn sie austreiben, drehen sie sich um sich selbst. Sie werden zwischen 5 cm und 10 cm lang. Die Blattoberseite ist grün. Die Unterseite hingegen ist bläulich bis weißlich. Im Herbst färbt sich das Laub fahlgelb.

Im März und April blüht die Korkenzieherweide. Die Blüten sind weißgraue Kätzchen. Sie sind 2,5 cm lang. Aus ihnen entwickeln sich braune Früchte.

Weißgraue, aufrecht wachsende Kätzchen an einer Korkenzieherweide.

Im März und April zeigen sich an der Korkenzieherweide die Blüten als weißgraue Kätzchen.

Standort und Boden

Pflanze Korkenzieherweiden nur an sonnigen Standorten. Sie wachsen auf fast allen Böden. Nur dauerhaft trocken dürfen sie nicht sein. Die Wurzeln bilden ein weitreichendes Netz und filtern so alle notwendigen Nährstoffe sowie Wasser aus der Erde. Die Sträucher wachsen sowohl auf sauren wie alkalischen Böden.

Korkenzieherweide pflanzen

Du bekommst die Korkenzieherweide oft im Topf und kannst sie das ganze Jahr über pflanzen. Wichtig ist, dass es nicht friert. Ein guter Zeitpunkt ist im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen mild und die Böden feucht sind.

Mit Spaten und Schaufel hebst du ein Pflanzloch aus, das doppelt so groß ist wie das Topfvolumen. Lockere den Untergrund auf, damit die Wurzeln besser anwachsen. Mische unter den Aushub ein Drittel Kompost und eine Handvoll Hornspäne. Setze die Weide nur so tief in die Erde, wie sie zuvor im Topf stand.

Nach dem Einfüllen trittst du die Erde fest. Wässere den Strauch gut an. Setze auch einen Stützpfahl, da die flachen Wurzeln zu Beginn nur wenig Halt finden. Schlage den Pfahl vor dem Pflanzen ein.

Die richtige Pflege

Ist die Korkenzieherweide angewachsen, braucht sie nur wenig Pflege. Gieße sie großzügig, wenn es längere Zeit trocken ist. Einmal im Jahr düngst du den Strauch mit Kompost oder Hornspänen.

Kultivierst du die Weide im Kübel, gießt und düngst du sie regelmäßig. Lege um die Korkenzieherweide im Garten eine Schicht aus Mulch. Dadurch bleibt der Boden im Sommer länger feucht. Im Winter schützt die Schicht die Wurzeln vor der Kälte. Bevor du den Rindenmulch ausbringst, verteilst du Hornspäne. Beim Zersetzen entzieht Mulch dem Boden nämlich Stickstoff.

Freistehende Korkenzieherweiden brauchen normalerweise keinen Winterschutz. Stehen sie im Topf, wickelst du ihn in den kalten Monaten mit einem Vlies oder einer Noppenfolie ein.

Verschlungene Äste und Zweige der Korkenzieherweide

Die Korkenzieherweide ist pflegeleicht. Dünge sie einmal im Jahr mit Hornspänen oder Kompost und gieße sie reichlich.

Korkenzieherweide schneiden

Damit deine Korkenzieherweide formschön und lebendig bleibt, lichtest du die Zweige regelmäßig aus. Dies ist vor allem wichtig, wenn sie im Kübel wächst. Schneide den Strauch im zeitigen Frühjahr mit einer scharfen Baumschere.

Alle zwei Jahre schneidest du die ältesten Haupttriebe bodennah ab. Lasse die Hälfte bis zwei Drittel der Triebe stehen. Entferne außerdem kranke, kreuzende und tote Triebe. Die restlichen Triebe kürzt du ein, wenn sie optisch stören.

Einen radikalen Rückschnitt machst du nach 10 bis 15 Jahren. Nach dieser Zeit werden die Äste spröde und brüchig. Nach dem Schnitt treibt die Korkenzieherweide wieder aus.

Verwendung

Pflanze die Weide in einem ausreichend großen Garten: Sie braucht viel Platz und wächst sehr schnell. Ihre flachen Wurzeln gründen trotzdem recht tief. Sie können im schlimmsten Fall Rohre und Fundamente in ihrer Nähe beschädigen.

In einem kleinen Garten setzt du besser eine Korkenzieherhasel.

Die Zweige der Korkenzieherweide kannst du auch als Dekoration in einer Vase verwenden.

Korkenzieherweide im Garten. Das nächste Beet ist mit etwas Abstand zur Weide gepflanzt.

Die Korkenzieherweide braucht ausreichend Platz und ist daher eher für größere Gärten geeignet.

Korkenzieherweide vermehren

Vermehre die Korkenzieherweide mit Steckhölzern. Dies ist die gängigste Methode. Schneide dafür die Stecklinge im Herbst ab. Die Triebe sollten einjährig und rund 20 cm lang sein. Sie tragen drei bis vier Triebknospen.

Merke dir beim Abschneiden, wo oben und unten am Trieb ist. Schneide den Trieb oben gerade an. Unten schneidest du ihn gegenüber einer Knospe schräg ab. Dadurch vermeidest du eine Verwechslung und kannst sie leichter in die Erde stecken.

Die Steckhölzer lagerst du über den Winter ein. Erst im Frühjahr steckst du sie.

Krankheiten und Schädlinge

Die Korkenzieherweide ist recht anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. In feuchten Frühjahren leiden die Sträucher häufig unter Weidenschorf. Unter Umständen treten Marssonina-Pilze auf.

Weidenschorf erkennst du daran, dass sich die Blätter braun färben und vertrocknen. Es kann auch passieren, dass sich die Zweigspitzen schwarz färben. Entdeckst du verdorrte Triebspitzen, ist die Weide von der Marssonina-Pilzkrankheit befallen. Nach einiger Zeit treten 2 cm bis 3 cm lange braun-schwarze Wucherungen auf.

Schneide bei einem Befall schnellstmöglich alle betroffenen Pflanzenteile ab. Entsorge sie anschließend im Hausmüll. Sammle außerdem das Herbstlaub auf und wirf es weg. Der Pilz überwintert in den heruntergefallenen Blättern.

Vom Weidenschorf erholt sich die Weide wieder, wenn du entsprechende Hygienemaßnahmen ergreifst. Ist sie aber schwer von der Marssonina-Pilzkrankheit befallen, hilft nur eine chemische Bekämpfung mit Fungiziden.

Korkenzieherweiden werden anfälliger für Pilzbefall, wenn sie zu viel Stickstoff bekommen.

Die Larven des Weidenbohrers und der Weidenblattkäfer sind die gängigsten Schädlinge an der Korkenzieherweide. Vor allem junge Pflanzen erleiden schwere Schäden bei einem Befall.

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