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Fetthenne im Park

Die Fetthenne ist relativ genügsam und daher vielseitig bei der Gartengestaltung einsetzbar. Wir zeigen dir, wie du die attraktiven Gewächse pflanzt und pflegst.

Woher kommt die Fetthenne?

Die Fetthenne (Sedum) ist ein Teil der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Den Namen „Fetthenne“ tragen meist die horstig wachsenden Arten dieser Pflanzen. Teppichbildende Gewächse nennt man auch „Mauerpfeffer“.

Rund 400 Arten gibt es. Sie wachsen hauptsächlich auf der Nordhalbkugel und dort in den gemäßigten und subtropischen Zonen.

Auch in Zentralafrika und Südamerika gibt es einzelne Arten. Die größte Vielfalt an Fetthennen findet man allerdings in Nordamerika und in Asien.

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Wie sieht die Fetthenne aus?

Fetthennen wachsen bis zu 70 cm hoch. Die Blätter der Pflanze sind wechselständig, gegenständig oder wirtelig. Sie wachsen fleischig und rundlich bis spatelförmig. In den Blättern speichert die Pflanze Wasser. Dadurch kann sie auch längere Trockenphasen überstehen. In der Natur ist sie deshalb oft auf Dünen, steinigen oder sandigen Böden und in Steppen anzutreffen.

Die Fetthenne blüht je nach Art und Sorte ab Juli und dann oft bis in den Herbst hinein. Im Winter sind die mit Schnee überzogenen Samenstände ein attraktiver Blickfang.

Die Blüten der hohen Sorten sind silbrig-weiß über rosa bis hin zu dunkelrot. Sie ziehen Schmetterlinge stark an. Die Polsterfetthenne „Immergrünchen“ ist vor allem für Bienen und andere Insekten attraktiv.

Die teppichbildenden Arten blühen ab Juni bis in den August hinein in Weiß oder Gelb. „Fuldaglut“ blüht karminrot.

Viele der kleinwüchsigen Fetthennen sind wintergrün. Sie färben im Herbst das Laub zum Beispiel von Grün nach Korallenrot.

Rosa Blüten an der Fetthenne

Die Blüten der Fetthenne sind weiß, silber, manchmal auch rosafarben. Schmetterlinge sieht man oft an der Pflanze.

Der richtige Standort

Fetthennen gedeihen gut in der vollen Sonne, einige Arten auch im Halbschatten. Die horstig wachsenden Arten brauchen einen Standort mit einer guten Drainage. Ist der Boden zu feucht oder zu stark gedüngt, leidet die Standfestigkeit der Fetthenne.

Fetthenne verwenden

Mit teppichbildenden Arten begrünst du das Dach, Trockenmauern oder Steingärten. Für die Begrünung von Kiesflächen oder Pflasterfugen ist der gelb blühende Scharfe Mauerpfeffer ein Klassiker. Das Gleiche gilt für den Milden Mauerpfeffer sowie Sand-Thymian.

Auch auf Gräbern machen sich Fetthennen gut. Sie sind sehr genügsam und gedeihen auch in Pflanztrögen und -schalen.

Willst du Bienen und anderen Insekten Nahrung liefern, ist das Felsen-Fettblatt eine gute Wahl. Ganz besonders anspruchslos ist die Spatelblättrige Fetthenne.

Die höherwüchsigen Sorten der Fetthenne kannst du oft in Beetstauden in Bauerngärten und Präriegärten entdecken. Im Frühling treiben sie sehr attraktiv aus. Im Spätherbst sehen die Samenstände ansprechend aus.

Setze die Fetthenne zusammen mit Astern, Sonnenhut (Echinacea) und Rutenhirse (Panicum virgatum) oder Reitgras (Calamagrostis acutiflora). Stauden mit länglichen Blütenständen bieten einen guten Kontrast zu den tellerförmigen Blüten der Fetthenne.

Hohe Sorten der Fetthenne setzt du in Kübel oder nutzt sie als Schnittblumen. Zusammen mit Hortensien (Hydrangea), Clematis oder Hagebutten bindest du die Fetthenne in herbstliche Kränze ein. Getrocknet halten sie sehr lange.

Fetthenne schneiden

Schneide hohe Fetthennen erst im Frühling zurück. Ihre Samenstände sind den Winter über noch sehr attraktiv. Die teppichbildenden Arten schneidest du nicht.

Fetthenne schneiden

Im Frühling schneidest du die Fetthenne. Schneide sie etwa eine Handbreit über dem Boden ab.

Fetthenne teilen

Fetthennen sind langlebige Pflanzen. Teile sie nur, wenn die Teppiche oder Horste zu groß werden. Kümmere dich dann im zeitigen Frühjahr darum.

Fetthenne pflegen

Halte die Fetthenne kurz. Dann sieht sie am besten aus. Gib daher weder regelmäßig Dünger noch Kompost. Gieße die Pflanzen außerdem auch bei Trockenheit nicht zu viel.

Fetthenne vermehren

Fetthennen lassen sich recht unkompliziert vermehren. Stich bei allen Arten der Pflanze im Frühjahr ein Stück vom Horst oder Teppich ab. An der gewünschten Stelle setzt du es wieder ein.

Für die Dachbegrünung streust du ein paar Sprossen vom Scharfen Mauerpfeffer auf das Dachsubstrat. Wässere die Fläche danach ausgiebig.

In einer Blumenvase bilden die Blütenstiele meist schon nach etwa sieben Tagen Wurzeln. Außerdem säen sich einige Arten selbst im Garten aus.

Krankheiten und Schädlinge

Die Welkekrankheit befällt hier und da die teppichbildenden Arten der Fetthenne. Man nennt sie auch „Verticillium“. Ist deine Fetthenne betroffen, entfernst du alle abgestorbenen Teile der Pflanze großzügig. Vor dem Nachpflanzen tauschst du die Erde vollständig aus.

Die höheren Arten der Fetthenne leiden hin und wieder unter Grauschimmel. Vor allem an zu feuchten Standorten kommt die Krankheit vor. Echter Mehltau ist auch möglich.

Der Dickmaulrüssler ist ein besonders häufiger Schädling an der Fetthenne. Er frisst buchtenartige Vertiefungen in die Ränder der Blätter.

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