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Frau gießt Kübelpflanze im Garten

Oleander, Zitrusgewächse und Jasmin tanken schon bald wieder Sonne auf der Terrasse oder dem Balkon. Im zeitigen Frühling holst du Kübelpflanzen langsam aus dem Winterquartier, damit sie rechtzeitig Blüten bilden. Wir geben Tipps, wie du Kübelpflanzen auf den Saisonstart vorbereitest.

Wann dürfen Kübelpflanzen ins Freie?

Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um Kübelpflanzen aus dem Winterquartier zu holen. Je früher du die Kübelpflanzen rausstellst, desto eher beginnen sie zu blühen. Vergleichsweise robuste Pflanzen wie Fuchsien und Pelargonien dürfen bereits im April auf die Terrasse oder den Balkon. Stelle sie an einen hellen, warmen Standort, behalte aber den Wetterbericht noch mindestens bis zu den Eisheiligen im Blick. Droht Frost, deckst du die Kübelpflanzen zum Saisonstart mit einem Vlies ab. Alternativ bringst du die Pflanzen nochmal zurück ins Haus, um Frostschäden an den Knospen und Blüten zu verhindern.

Um einen regelrechten Schock zu vermeiden, solltest du kühl überwinterte Kübelpflanzen vorsichtig an die neuen Bedingungen draußen gewöhnen. Setze sie deshalb keiner prallen Sonne aus, sondern wähle beispielsweise einen bewölkten Tag für den Saisonstart aus. Für die Eingewöhnung bietet sich außerdem ein halbschattiger bis schattiger Standort im Freien an. Dunkel überwinterte Kübelpflanzen legen am besten einen Zwischenstopp im Wintergarten oder in der hellen Diele ein. Sobald die Blätter nach einigen Tagen ein stärkeres Abschlussgewebe gebildet haben, kannst du die Kübelpflanzen an ihren endgültigen Standort bringen.

Tipp: Stelle Pflanzen in großen, schweren Kübeln auf Pflanzenroller, um sie leichter transportieren zu können. Musst du vom Winterquartier ins Freie Treppen überwinden, empfiehlt sich eine Sackkarre für den Transport. Indem du den Luftdruck in den Reifen leicht absenkst, lassen sich die Reifen leichter über Hindernisse hinwegrollen.

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Kübelpflanze auf einem Pflanzenroller

Mit einem Pflanzenroller lassen sich Kübelpflanzen leichter transportieren.

So testest du, ob Kübelpflanzen noch leben

Ob die Kübelpflanzen den Winterschlaf gut überstanden haben, lässt sich auf den ersten Blick kaum erkennen. Ohne Blätter wirken sie kahl und geradezu tot. Lediglich zarte neue Triebe und Knospen verraten: In der Pflanze steckt noch Leben. Manchmal lassen die Kübelpflanzen mit dem Austreiben aber auf sich warten und du kannst keine neuen Triebe entdecken.

Um dann herauszufinden, ob die Pflanze noch lebt, kannst du zum Saisonstart den Knacktest machen. Dafür biegst du einen Zweig um. Hörst du ein Knacken, ist der Zweig vertrocknet. Dies gilt dann meist auch für den ganzen Ast. Um sicherzugehen, wiederholst du diesen Test an mehreren Stellen. Knackt es überall, ist die gesamte Pflanze tot. Lassen sich die Zweige allerdings weit biegen und knackt es nur leise, lebt die Kübelpflanze noch.

Tipp: Bevor du die Kübelpflanze nach draußen bringst, entfernst du vertrocknete, sich kreuzende Zweige mit der Garten- oder Baumschere. Nach innen wachsende Zweige und Geiltriebe entfernst du ebenfalls zum Saisonstart.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?

Frau beim Umtopfen von Kübelpflanzen

Ist der Pflanzenballen komplett durchwurzelt, benötigt die Pflanze einen größeren Kübel.

Zu den Vorbereitungen für den Saisonstart gehört, dass du den Gesamtzustand der Pflanze überprüfst. Bei Bedarf füllst du den Kübel mit frischer Erde auf. Ist der Pflanzenballen vollständig durchwurzelt, wird es Zeit, die Kübelpflanze umzutopfen. Ob du ein größeres Pflanzgefäß benötigst, erkennst du daran, dass die Wurzeln bereits durch die Bodenlöcher des Kübels wachsen.

Wenn du die Pflanze im Vorjahr selbst bei bewölktem Wetter alle zwei Tage gießen musstest, ist das ein weiterer Hinweis darauf, dass sie einen größeren Topf benötigt. Kübelpflanzen in zu kleinen Gefäßen neigen außerdem dazu, schneller umzufallen. Der Grund: Durch die starke Durchwurzelung speichern die Pflanzen weniger Wasser und auch die Erde wird verdrängt. In der Folge verlieren die Kübel an Gewicht und fallen bei Wind leichter um.

Tipp: Willst du den alten Topf weiterverwenden, gibt es einen Trick: Schneide zwei „Kuchenstücke“, die sich gegenüberliegen, aus dem Wurzelballen. Verwende dafür ein langes Messer. Danach stellst du die Pflanze wieder in den Topf und füllst frische Erde ein.

Richtig düngen

Person beim Düngen von Kübelpflanzen zum Saisonstart

Zum Saisonstart versorgst du Kübelpflanzen mit Dünger, um ihnen neue Nährstoffe zuzuführen.

Nach der Zeit im Winterquartier benötigen die Kübelpflanzen frische Nährstoffe, um kräftige Triebe und prächtige Blüten zu bilden. Hast du die Pflanzen gerade erst umgetopft, ziehen sie vier bis sechs Wochen lang ausreichend Nährstoffe aus der neuen Erde. Danach solltest du düngen.

Verwende dafür entweder einen Langzeitdünger oder verabreiche regelmäßig flüssigen Volldünger mit dem Gießwasser.

Bleiben die Kübelpflanzen im selben Gefäß, stichst du mit einem Messer mehrmals in die Erde, um das Substrat etwas aufzulockern. In die Erdlöcher füllst du dann den Langzeitdünger.

Zubehör gegen Staunässe und Schädlinge

Neben Pflanzenrollern gibt es noch mehr praktisches Zubehör für Pflanztöpfe. Dazu zählen beispielsweise Topf-Füße. Deine Kübelpflanzen auf Topf-Füße zu stellen, hat gleich mehrere Vorteile: Einerseits schützt du sie damit vor Staunässe und belüftest die Erde besser. Andererseits verhinderst du, dass Ameisen in den Wurzelballen eindringen. Die Tiere gelangen meist durch die Abflusslöcher in die Töpfe, wenn diese direkt auf dem Boden stehen.

Obwohl Ameisen deinen Pflanzen nicht direkt schaden, können sie langfristig den Wuchs beeinträchtigen. So schaffen Ameisen mit der Zeit Hohlräume, sodass die Wurzeln weniger Halt finden. Außerdem züchten Ameisen Blattläuse, um sich von den süßen Ausscheidungen, dem Honigtau, zu ernähren.

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