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Blühendes Löwenmäulchen

Löwenmäulchen sind wegen ihrer farbenfrohen Blüten beliebte Garten- und Balkonblumen. Hier erfährst du, was du bei Pflanzung und Pflege der Blütenwunder beachten kannst.

Woher kommt das Löwenmäulchen?

Die Gattung der Löwenmäuler (Antirrhinum) gehört heute zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Früher zählten sie zur Familie der Braunwurzen (Scrophulariaceae). Eine der bekanntesten Arten ist das Große Löwenmäulchen (Antirrhinum majus).

Seine Heimat sind die trockenen Zonen der Mittelmeerregion. Dort kommt es in der Natur in Felsspalten und auf Mauern vor. Hierzulande ist das Löwenmäulchen seit dem 15. Jahrhundert als Garten- und Schnittblume bekannt und wird als einjährige Sommerblume kultiviert.

Je nach Region wird der Sommerblüher auch Hundskopf, Kalbsmaul oder Froschgoscherl genannt.

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Wie sieht das Löwenmäulchen aus?

Das Löwenmäulchen wächst krautig und wird abhängig von der Sorte zwischen 20 cm und 100 cm hoch. Die Blätter sind eiförmig bis länglich-elliptisch. Charakteristisch ist ihre zugespitzte Form. Sie wachsen gegenständig.

Die Blüten öffnen sich zwischen Juni und September. Sie bestehen aus vielen einzelnen Blüten und stehen eng an kurzen Stielen. Zusammen sehen sie aus wie eine Ähre oder Rispe. Drückst du von rechts und links leicht auf eine Blüte, öffnet sie sich wie ein Maul.

Löwenmäulchen gibt es in den Farben Weiß, Gelb, Orange, Rosa und Rot. Auch Pastelltöne und zweifarbige Sorten gibt es mittlerweile. Auf der unteren Lippe der Blüte befindet sich ein gelber Fleck.

Löwenmäulchen im Garten in verschiedenen Farben: Helles gelb, kräftiges orange, leichtes rosa.

Löwenmäulchen gibt es in vielen verschiedenen Farben. So wird dein Garten wunderbar bunt.

Der richtige Standort

Löwenmäulchen bevorzugen einen warmen Standort. Dieser sollte jedoch nicht zu trocken sein, der Boden reich an Nährstoffen sowie kalkarm. Einen halbschattigen Platz toleriert die Pflanze auch. Damit das Laub nach einem Regenguss schnell abtrocknet, empfiehlt sich ein luftiger Standort.

Der Boden ist vorzugsweise leicht sauer. Sowohl für die Kultivierung als Kübelpflanze, als auch im Beet ist Rhododendronerde ein gutes Substrat. Kübelpflanzenerde vertragen Löwenmäulchen auch.

Löwenmäulchen säen und pflanzen

Löwenmäulchen sind einjährig, weswegen du sie jedes Jahr aufs Neue aussäst. Beginnst du damit zwischen Januar und März, fangen sie bereits ab Juni an zu blühen. Nutze dafür Anzuchtschalen.

Da die Sommerblume ein Lichtkeimer ist, drückst du die Samen nur leicht in die Anzuchterde und hältst sie anschließend feucht. Als Kaltkeimer gehören die Samen mit dem Anzuchttopf zunächst für einige Wochen in den Kühlschrank.

Um zu keimen, benötigen die Samen anschließend einen hellen Ort mit einer Temperatur um die 20 °C. Die Keimlinge lässt du nach zwei bis drei Wochen bei geringerer Temperatur weiterwachsen, etwa 15 °C sind geeignet. Das härtet die Jungpflanzen ab, sodass du sie ab Mitte April ins Beet setzen kannst.

Ist das Löwenmäulchen gut angewachsen, machen ihm auch leichte Nachtfröste nichts aus. Bei starken Spätfrösten hilft ein Vlies gegen die Kälte.

Alternativ säst du Löwenmäulchen Ende Mai direkt ins Beet. Dadurch verschiebt sich die Blüte entsprechend. Bereits vorgezogene Jungpflanzen pflanzt du direkt ins Beet. Halte je nach Wuchshöhe einen Pflanzabstand von 10 cm bis 50 cm ein.

Löwenmäulchen-Jungpflanzen werden in ein Beet gesetzt. Dafür gräbt eine Person mit einer kleinen Schaufel ein passendes Loch in die Erde.

Jungpflanzen vom Löwenmäulchen setzt du direkt ins Beet. Zwischen den Pflanzen lässt du einen Abstand von 10 cm bis 50 cm.

Löwenmäulchen pflegen

Jungpflanzen kappst du bei einer Größe von 10 cm. So verzweigt sich das Löwenmäulchen besser. Im Verlauf der Saison putzt du die Pflanzen immer wieder bodennah aus. Auch das sorgt für eine bessere Blütenbildung.

Damit du lange etwas von den vielen Blüten hast, düngst du Löwenmäulchen regelmäßig. Dafür nimmst du entweder Hornspäne oder Kompost. Auch ein flüssiger Dünger für Blühpflanzen alle zwei Wochen ist eine Möglichkeit.

Als Gießwasser eignet sich kalkarmes Regenwasser. Halte das Substrat immer etwas feucht. Allerdings kommt das Löwenmäulchen mit einem zeitweise trockeneren Boden besser zurecht als mit Staunässe.

Hinweis: Hoch wachsende Sorten stützt du mit Stäben oder einem entsprechenden Draht.

Löwenmäulchen im Garten und auf dem Balkon

Im Beet machen sich besonders mittelhohe und hohe Löwenmäulchen gut zusammen mit anderen sommerlichen Blühpflanzen. Das können zum Beispiel Rittersporn (Delphinium), Sommerastern (Callistephus), Chrysanthemen, Glockenblumen (Campanula), Schmuckkörbchen (Cosmos) oder Ballonblumen (Platycodon) sein. Aber auch reine Löwenmäulchen-Beete sehen sehr attraktiv aus.

Niedrige und Zwergformen sind für Steingärten geeignet. Nutze sie zur Beeteinfassung oder kultiviere sie im Kübel oder Balkonkasten.

Löwenmäulchen im bunten Beet mit diversen weiteren Blühpflanzen.

Kombiniere das Löwenmäulchen mit anderen attraktiven Blühern wie Schmuckkörbchen, Chrysanthemen oder Petunien.

Sorten-Tipps

Hohe Sorten des Löwenmäulchens wachsen bis zu 100 cm in die Höhe, Zwergformen werden weniger als 40 cm hoch.

„Rosella“ ist eine hohe Sorte und mit weit geöffneten rosa Blüten. „Twinny Peach“ dagegen zählt zu den Zwergsorten mit knapp 25 cm Höhe. Die Blüten sind aprikosenfarben und gefüllt. „Bronze Dragon“ bleibt ebenfalls klein und blüht rosa und weiß. Ins Auge fällt das fast schwarze Laub.

Für Blumenampeln eignet sich das Hängende Löwenmäulchen (Antirrhinum pendula), das auch im Kasten eine gute Figur macht.

Löwenmäulchen vermehren

Lässt du die aus den abgeblühten Blüten gebildeten Samenstände stehen, sät sich das Löwenmäulchen von selbst aus. Die Samen überwintern im Boden und treiben im Frühjahr aus. Die Jungpflanzen setzt du im nächsten Frühsommer dann an die Stelle, an der du sie haben möchtest. Möchtest du gezielt Pflanzen vermehren, schüttelst du einfach etwa sechs Wochen nach der Blüte die Samen aus den Samenkapseln. Lagere die Samen über den Winter dunkel. Im folgenden Frühjahr kannst du sie aussäen.

Krankheiten und Schädlinge

Löwenmäulchen werden so gut wie nie von Schädlingen befallen. Allerdings sind sie anfällig für Pilzkrankheiten.

Sowohl Echter und Falscher Mehltau, als auch Löwenmäulchen-Rost treten auf, wenn die Blätter dauerhaft feucht sind. Vorbeugend sorgst du für einen luftigen Standort, an dem die Blätter nach einem Regenguss schnell abtrocknen können. Gegen akuten Befall helfen Fungizide mit Schwefel.

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