
Nelken pflanzen und pflegen – Tipps & Tricks
Nelken gibt es in tausenden Sorten und den unterschiedlichsten Varianten. Die Blume gibt sowohl im Beet als auch im Topf ein schönes Bild ab. Damit die Nelke auch in deinem Garten zur Geltung kommt, zeigen wir dir, wie du die Blühpflanze richtig pflanzt und pflegst.
Wo kommen Nelken her?
Die rund 600 Nelken-Arten (Dianthus) mit ihren 27.000 registrierten Sorten sind eine eigenständige Pflanzengattung in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Der Name Nelke kommt vom mittelhochdeutschen Negelkin (Nägelchen), also der nagelförmigen Blütenform. Weitere Namen sind je nach Region: Nägele, Flädden, Filette, Negelke, aber auch Steinröschen.
Heimisch sind Nelken in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel, dort vor allem in Eurasien. Sie wachsen bevorzugt auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden oder aber an feuchten bis staunassen Gewässerrändern. Das sind meist Standorte, an denen sich die meisten anderen Pflanzenarten nicht ansiedeln.
Unsere Gartennelke (Dianthus caryophyllus) kommt aus dem Mittelmeerraum. Schon in der Antike wurde sie dort als Zierpflanze kultiviert. Auch Bartnelken (Dianthus barbatus), Feder-Nelken (Dianthus plumarius) und Heidenelken (Dianthus deltoides) sind weit verbreitet.
Nelken sind sehr symbolträchtige Blumen: So gelten weiße Nelken seit dem 15. Jahrhundert als Zeichen der Liebe. Rote Nelken waren im 20. Jahrhundert das Erkennungszeichen der sozialistischen Arbeiterbewegung in der DDR.
Aussehen der Nelken

Nelken blühen in vielen Farben. Rosa ist nur eine davon. Auch gemusterte Blüten sind bei Nelken möglich.
Nelken wachsen in aufrechten Horsten oder bilden – je nach Art – flache Polster. Sie haben mal kantige, mal runde Stängel, aber immer gegenständige, einfache Blätter. Diese sind in der Form lanzettlich bis eiförmig.
Sie bilden einzelne Blüten oder einen dichten Flor. Die fünf Kelchblätter der Blüten sind grün bis rötlich und an der Basis röhrig verwachsen. Die Blütenblätter sind meist gekerbt, gezähnt oder zerschlitzt. Nelken blühen von Weiß über Rosa und Rot bis Purpurn. Daneben gibt es noch gemusterte und mehrfarbige Varianten.
Der richtige Standort für Nelken
Nelken bevorzugen einen sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und nicht allzu nährstoffarm sein. Was Nelken gar nicht mögen, das ist Nässe.
Mit diesen Ansprüchen eignen sie sich bestens für die Haltung in Töpfen, Kästen und Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse.
Nelken pflanzen

Im Frühling ist die beste Zeit, um Nelken zu pflanzen. Lasse zwischen den Blumen jeweils 20 cm bis 30 cm Platz.
Nelken pflanzt du am besten im Frühling, da die meisten Sorten ihre Blüten ab Ende Mai oder Juni zeigen, dann aber den gesamten Sommer hindurch. Die einjährigen Sommer-Nelken (Dianthus chinensis) blühen dagegen auch im Herbst noch üppig. Allerdings überleben sie den Winter nicht. Je nach Art und Sorte solltest du im Freiland 20 cm bis 30 cm Platz zwischen den Pflanzen lassen. So kommen auf 1 m² zwischen 10 und 18 Pflanzen.
Tipps zur Pflege von Nelken
Nelken müssen nicht viel gegossen werden. Denn durch ihre grasartigen Blätter verdunstet nur wenig Feuchtigkeit. Auch Dünger benötigen die Pflanzen kaum. Ab und an ein Dünger-Stick für Sommerblumen genügt. Allerdings solltest du verwelkte Blütenstiele regelmäßig entfernen. So schaffst du Platz für einen neuen Flor.
Auch wenn du Nelken im Topf pflanzt, brauchen sie kaum Pflege. Wichtig ist lediglich, die Pflanze in durchlässige Erde zu setzen. Am besten eignet sich ein Gemisch aus Gartenerde und bis zu einem Drittel grobem Sand.
Du kannst Nelken im Topf auch draußen überwintern. Wähle dafür für das Pflanzgefäß einen regen- und windgeschützten Standort.
Bei starkem Frost leiden Nelken im Steingarten bisweilen unter Kahlfrösten, wenn sie keine schützende Schneedecke über sich haben. Ein Winter-Vlies schafft hier schnelle Hilfe.
Nelken im Garten

Nelken sind als Schnittblume beliebt. Sie machen sich aber auch im Beet oder in Pflanzkästen sehr gut.
Nelken sind beliebte Schnittblumen. Die Bart-Nelke findet sich zudem seit jeher in Bauerngärten. Sie ist meist zweijährig, sät sich an guten Standorten aber selbst aus.
Am besten duften Pfingst-Nelken (Dianthus gratianopolitanus) und die von ihnen abstammenden Englischen Garten-Nelken (Dianthus-Hybriden). Sie fühlen sich sowohl im Blumenkasten auf dem Balkon als auch an vollsonnigen Plätzen im Beet oder Steingarten wohl. Duft-Nelken nennen Gärtner auch „Kanten-Nelke“, weil sie sich gut für die Einfassung von Beeten oder Steingärten eignen.
Die Stein-Nelke ist an steinigen Böschungen zu Hause. Sie sorgt ebenso wie die Sorten der Sommer-Nelken, auch Chinesernelke genannt, zwischen Steinen und Kies für Farbe.
Um die Blüten von Nelken noch besser wirken zu lassen, kannst du sie mit Kräutern zusammensetzen. Sie mögen ebenfalls sonnige und trockene Plätze. Besonders hübsch sind Kombinationen aus einer Nelken-Art und ein oder zwei Kräutern wie etwa Minze, Rosmarin, Salbei oder Lavendel.
Nelken vermehren
Stecklinge sind die einfachste Art, Nelken zu vermehren. Du schneidest sie im Frühsommer ab und setzt sie in sandige Anzuchterde. Die Triebe sollten möglichst blütenlos sein.
Kurzlebige Arten wie Heide- oder Bart-Nelken lassen sich auch aussäen.
Nelken-Krankheiten

Nelkenrost ist eine Pilzkrankheit. Sie zeigt sich deutlich an den Blättern der Nelke.
Blattläuse und Schnecken lieben Nelken sehr, daher sind diese Tiere besonders häufig an den Pflanzen zu entdecken. Steht die Pflanze im Garten an einem zu feuchten oder zu schattigen Standort, werden die Sonnenanbeter außerdem für Pilzerkrankungen wie zum Beispiel Nelkenrost anfällig.







