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Eine Person platziert verschiedene Primeln nebeneinander

Schon ab Februar bildet die Primel ihre farbenfrohen Blüten aus. Wie du die Blume pflanzt, pflegst und langfristig zum Blühen bringst, erfährst du hier.

Wo kommt die Primel her?

Bereits im düsteren Winter erblüht die bunte Primel (Primula). Die Blume gehört zu den ersten Pflanzen, die im neuen Jahr blühen. Daher hat sie auch ihren Namen. „Primel“ beziehungsweise „Primula“ bedeutet „die Erste“.

Das Gewächs ist auf der ganzen Nordhalbkugel heimisch. Die Primel ist eine Wild- und Gartenstaude. Zur Gattung Primula gehören weltweit mehr als 400 Arten. Dabei ist die Aurikel (Primula aurikula) besonders beliebt.

Die meisten der Pflanzen werden mehrere Jahre alt. Dafür bildet die sommergrüne Blume ein unterirdisches Rhizomgeflecht.

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Das Aussehen der Primel

Ein Beet mit Primeln, die in unterschiedlichen Farben blühen

Die Primel blüht in vielen Farben und verschönert damit den Garten. Sie ist widerstandsfähig und pflegeleicht.

Die bunte Blütenpracht der Primel zeigt sich von Februar bis Mai. Dabei bildet sie Blütenstände, die an Dolden, Rispen oder Trauben erinnern. Farblich sind der Blume kaum Grenzen gesetzt. Sie blüht gelb, weiß, rosa, rot oder auch violett. In der Mitte leuchten die Blüten fast immer gelb.

Die Blüten wachsen an behaarten Stängeln. Diese erreichen eine Höhe von bis zu 25 cm. Die Primel ist auch als Schlüsselblume (Primula veris) bekannt. Der Name kommt daher, dass die Blüten einiger Arten ähnlich einem Schlüsselbund angeordnet sind. Die Primel ist nicht anspruchsvoll und recht widerstandsfähig.

Primel-Sorten

In heimischen Gärten sind vor allem Kissenprimeln (Primula Vulgaris-Hybriden) beliebt. Aber auch die Becher-Primel (Primula obconica), die Braut- oder Flieder-Primel (Primula malacoides), die Kugelprimel (Primula denticulata) und die Rosenprimel (Primula rosea) sind bekannte Vertreter.

Magst du Blumen etwas ausgefallener, ist die Etagenprimel (Primula bulleyana und Primula Bullesiana-Hybriden) eine gute Wahl für dich. Ihre Blüten wachsen quirlartig am Stängel. Im Gegensatz zu den meisten Arten blüht diese recht spät. Erst zwischen Juni und Juli zeigt sie ihre Blüten, in manchen Fällen auch erst im August. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 50 cm.

Primeln pflanzen und pflegen

Pinkfarbene Primel wird in Erde gepflanzt

Pflanze deine Primel im Frühjahr oder Herbst. Die Erde mischst du dafür mit Kompost. So hat die Primel alle Nährstoffe, die sie braucht.

Die Primel ist eine mehrjährige Pflanze. Im Frühjahr oder Herbst ist die Zeit gekommen, den Frühblüher auszupflanzen.

Der ideale Standort für die meisten Arten der Blume ist sonnig bis halbschattig. Sie gedeiht am besten in nährstoffreichen Böden. Mische die Erde daher mit etwas Kompost, bevor du die Primel pflanzt.

Primeln sind flexibel und wachsen im Beet wie im Topf. Sie eignen sich sogar, um einen Teichrand zu bepflanzen. Auf sehr feuchte Böden setzt du am besten die Rosen-Primel. Diese Art kommt gut mit nassen Wurzeln zurecht.

Die Blumen breiten sich schnell aus, wenn sie genügend Platz haben. Viel Pflege braucht die Primel dafür nicht. Entferne lediglich regelmäßig Abgeblühtes. Gleiches gilt für beschädigte Teile der Pflanze.

Den Boden hältst du feucht, aber nicht nass. Achte beim Pflanzen darauf, dass das Gewächs keine pralle Sonne abbekommt und nicht austrocknet, das setzt der Blume zu.

Im Frühjahr ist es an der Zeit, die Primel zu düngen. Dafür verwendest du Volldünger. Ist der Boden humusreich, ist weiteres Düngen nicht notwendig.

Hinweis: Trage Handschuhe, wenn du die Primel pflanzt. Ansonsten treten unter Umständen Hautreizungen und allergische Reaktionen auf. Die meisten Arten tragen das Kontaktallergen Primin in sich. Dieses kann zudem zu Magenschmerzen und Übelkeit führen, wenn man davon zu viel isst. Stelle die Pflanzen deshalb außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.

Primeln im Topf und Garten

Bunte Primeln und Tulpen auf einer Wiese

Pflanzt du die Primel zusammen mit Tulpen, kannst du dich im Frühjahr über ein farbenfrohes Blumenbeet freuen.

Nicht nur im Garten sieht die Primel gut aus. Im Topf macht sie auf Fensterbänken ebenfalls eine gute Figur. Egal ob im Blumenkasten oder im Beet – setze die Blume immer in kleine Gruppen. Kombiniere sie im Frühling zusätzlich mit Tulpen und Narzissen, um die Blütenpracht zu vergrößern.

Im Lauf des Jahres sieht die Primel auch mit Hornveilchen, Ranunkel, Bellis und Frühlings-Margerite gut aus. Aber auch ein weiches Moos-Bett ist ein guter Standort. Einen besonderen Blickfang erreichst du in Kombination mit Weidenkranz, Efeu oder Topfgräsern.

Auffallend ist vor allen die Stängel-Primel (Primula elatior). Ihre Blüten wachsen auf rund 10 cm großen Stielen. Blütenbälle bildet hingegen die Kugelprimel (Primula denticulata).

Seit einigen Jahren ist die Rosen-Primel besonders beliebt bei Gärtnern. Es gibt sie in unterschiedlichen Sorten, die blaue, gelbe, rote, orangefarbene und weiße Blüten bilden. Sie wachsen besonders dicht.

Im Garten eignet sich die Blume als Unterpflanzung von Bäumen, Hecken und Sträuchern. Im Beet kannst du sie mit Farnen, Gräsern oder spätblühenden Stauden kombinieren, da sie sich ab Herbst in den Boden zurückzieht.

Als Schnittblume eignet sich die Primel ebenfalls. Aus ihr bindest du zusammen mit anderen niedrigen Frühblühern einen schönen Frühlingsstrauß.

Überwintern der Primel

Primeln sind in der Regel recht frosthart. Die meisten Arten stammen aus alpinen Regionen. Dies gilt insbesondere für die Kissen-Primel. Die winterharte Staude wächst im Beet jedoch besser als in einem Topf. Trotz ihrer Robustheit, solltest du die Blume bei strengen Nachtfrösten mit einem Vlies abdecken. Wächst sie in einem Topf, stellst du sie über den Winter an einen hellen und kalten Ort.

Primel mit Schnee bedeckt

Wird es sehr kalt, solltest du die Primel schützen, indem du sie abdeckst. Oder du holst sie bei Frost ins Haus und überwinterst sie an einem hellen, kühlen Ort.

Die Primel vermehren

Vermehren lässt sich die Primel recht einfach, da sie unterirdische Rhizome bildet. Teile dieses Rhizom nach der Blüte mit einem Spaten. Die abgetrennten Teile pflanzt du anschließend wieder ein. Das Pflanzloch hat dabei eine Tiefe von mindestens 20 cm.

Eine andere Möglichkeit ist die Aussaat. Dies erledigen einige Arten auch von selbst.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten machen der Primel nicht viel aus. In der Regel ist sie sehr robust. Wenn die Blume allerdings zu nass wird, kann sie von Grauschimmel (Botrytis) oder Wurzel- und Stammfäule befallen werden. Du erkennst die Fäule an einer blassgrünen Verfärbung oder welken Blättern. In diesem Fall pflanzt du die Primel um. Verschimmelte Blumen entsorgst du im Hausmüll.

Von Schädlingen ist die Pflanze nur selten betroffen. Lediglich der Dickmaulrüssler befällt die Primel in manchen Fällen. Blattläuse, Minierfliegen oder Spinnmilben treten oft in Gewächshäusern auf.

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