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Blühender Klatschmohn

Die Blüten des Klatschmohns sind auffallend und setzen Farbakzente in Beet und Topf. Wir zeigen, worauf du bei der Pflege der Wildpflanze mit den filigranen Blüten achten musst.

Herkunft des Klatschmohns

Klatschmohn (Papaver rhoeas) gehört zur Gattung Mohn und zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).

Ursprünglich kommt die Ackerpflanze aus den gemäßigten Zonen in Nordafrika und Asien. In Europa ist er seit der Jungsteinzeit beheimatet.

Typisch für Klatschmohn sind seine leuchtend roten Blüten mit ihren papierdünnen Blütenblättern. Sie klatschen bei Regen und Wind aneinander, was ihm seinen Trivialnamen einbrachte.

Klatschmohn ist in Getreidefeldern oft gemeinsam mit Kornblumen zu finden. Auch an Wegrändern findet er günstige Standortbedingungen vor. Sein Milchsaft ist schwach giftig. Er enthält Alkaloide.

Verwandt ist der Klatschmohn mit dem Schlafmohn (Papaver somniferum). Anders als Klatschmohn enthält er Morphin und wird als Droge klassifiziert.

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So sieht Klatschmohn aus

Klatschmohn ist einjährig. Die Pflanze wächst krautig und bildet eine tief reichende Pfahlwurzel aus. Sie wächst aufrecht bis zu 50 cm bis 60 cm hoch. Manche Sorten bleiben mit 20 cm bis 30 cm aber auch kleiner. Diese sind auch für die Kultur im Topf geeignet.

Die Blätter des Klatschmohns sind mehrfach gefiedert mit einem gezähnten Rand. Sie wachsen wechselständig an den Stielen und sind borstig behaart. Das gilt auch für die Blütenstiele. Sie sind kräftig und schlank. An ihrem Ende bildet sich eine etwa 12 cm große Blüte, die zwischen Mai und Juni/Juli aufgeht.

Die Wildpflanze blüht mit ihren roten Blüten und der schwarzen Mitte etwa drei Tage lang. Die Blütenblätter sind hauchdünn und erinnern an zerknitterte Seide – daher stammt auch ihr Beiname Seidenmohn. Sehr selten finden sich in der Natur auch rosafarbene und weiße Exemplare.

Nicht nur die Blüten, auch die Fruchtstände sind sehr dekorativ. Die eiförmigen Kapselfrüchte enthalten viele kleine, schwarze Samen. Passt der Standort, sät sich die einjährige Pflanze selbst aus.

Leuchtend rote Blüte des Klatschmohn

In der Mitte der Blüte bildet Klatschmohn kleine, schwarze Samen.

Der richtige Standort

Klatschmohn mag es vollsonnig und warm. Daher sollte der Mohn im Garten auch einen entsprechenden Standort bekommen. Im Schatten wächst er nicht. Wähle einen windgeschützten Ort, da sich die zarten Blütenblätter sonst schon bei etwas Wind von der Pflanze lösen oder beschädigt werden können.

Was den Boden betrifft, ist Klatschmohn nicht sehr anspruchsvoll. Ideal ist ein eher trockener und nur mäßig nährstoffreicher Boden. Er darf auch ruhig kalkhaltig sein. Wichtig ist, dass es locker und durchlässig ist. Das kannst du bei Bedarf durch Untermengen von Sand erreichen.

Klatschmohn säen

Klatschmohn säst du im März und April direkt ins Freiland. Da die feinen Mohnsamen Lichtkeimer sind, drückst du sie nur leicht an und bedeckst sie nicht mit Erde.

Nach dem Keimen dünnst du die kleinen Pflanzen aus und vereinzelst sie. Der ideale Pflanzabstand beträgt 20 cm bis 25 cm.

Klatschmohn pflegen

Im Garten ist Klatschmohn sehr pflegeleicht. An geeigneten Standorten sät er sich selbst aus. Du musst also eher eine großflächige Ausbreitung eindämmen, indem du die Blüten abschneidest, ehe sich Samen bilden.

Bei der Kultur im Topf und Beet entfernst du Verblühtes regelmäßig. Das verlängert die Blühzeit, da es die Bildung von neuen Knospen anregt.

Im Beet gießt du nur bei längeren Trockenphasen, Pflanzen im Topf dagegen täglich.

Klatschmohn im Garten

Rot blühender Klatschmohn im Garten, im Hintergrund sitzt eine Frau und einer Bank.

In wilderen Ecken deines Gartens macht sich Klatschmohn gut. Sehr attraktiv wirkt er zusammen mit andersfarbigen Blühern.

Klatschmohn eignet sich für naturnahe Beete und wilde Ecken. Als Bienenweide erfüllt er zudem nicht nur ästhetische Ansprüche, sondern ist auch eine wertvolle Bereicherung für viele Insekten.

Im Beet passt Klatschmohn gut zu anderen Ackerpflanzen oder Wildpflanzen. Das können beispielsweise Kornrade oder auch Kornblume sein.

Kleinere Sorten eignen sich für die Topfkultur als Balkon- und Terrassenpflanze. Diese Züchtungen gibt es mittlerweile auch in anderen Farben als dem klassischen Rot.

Neben seiner dekorativen Wirkung ist Klatschmohn eine alte Heilpflanze. Sie wurde früher bei Erkältungskrankheiten, Hautausschlägen, Nervosität oder Schlaflosigkeit eingesetzt. Aufgrund der vorhandenen Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden wird Mohn aber heutzutage nur noch selten eingesetzt.

Sortentipps

Klatschmohn der Shirley-Serie mit weißem Fleck in der Mitte.

Einige Sorten des Klatschmohns haben keinen schwarzen Fleck in der Blütenmitte. Er ist stattdessen weiß.

Die verschiedenen Klatschmohnsorten im Handel unterscheiden sich vor allem in der Form der Blüten und in der Blütenfarbe. Es gibt gefüllte und ungefüllte Blüten. Die ungefüllten ähneln der Wildart und sind bienenfreundlicher. Die gefüllten Sorten sind dafür als farbige Blickfänge gut geeignet.

So ist beispielsweise bei der Sorte „Pierrot“ jedes einzelne Blütenblatt mit einem schwarzen Fleck versehen. „Mother of Pearl“ blüht in Altrosa oder hellem Violett. Diese Sorte wird etwa 60 cm hoch. Pastellfarbene Sorten werden immer beliebter.

Klatschmohn ist darüber hinaus in vielen Samenmischungen für Bienenweiden und Wildblumenwiesen enthalten. Reine Klatschmohn-Saatgutmischungen sind etwa „Allgefüllte Prachtmischung“ oder die „Einfachblühende Prachtmischung“.

Eine besondere Züchtung ist die Shirley-Serie. Ihre Varianten haben statt des schwarzen Flecks einen weißen Fleck in der Blütenmitte.

Klatschmohn vermehren

Im Frühjahr säst du Klatschmohn aus. Entweder sammelst du dafür im Sommer die Samenkapseln ab oder kaufst geeignetes Saatgut ein.

Krankheiten und Schädlinge

Klatschmohn wird eigentlich nur dann krank, wenn es der Pflanze zu nass ist. Dann können sowohl Mehltau als auch Mohnbrand auftreten. Auch Blattläuse kommen bisweilen vor.

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