
Milchsterne – Eigenschaften im Überblick
Milchsterne sind mit ihren weißen, sternförmigen Blüten und silber-grünen Blättern äußerst dekorativ in Beeten und Töpfen. Wie du die Blume pflanzt, pflegst und überwinterst, erfährst du hier.
Woher kommen Milchsterne?
Der Milchstern (Ornithogalum) ist Teil der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Der botanische Name Ornithogalum stammt von den griechischen Worten „ornis“ für Vogel und „gala“ für Milch. Daher kommt auch sein Zweitname Vogelmilch. Heimisch ist der Milchstern in Europa und in den gemäßigten, subtropischen und tropischen Regionen Asiens und Afrikas.
Früher war der Milchstern auch unter den Namen „Gärtnerschreck“ oder „Gärtnertod“ bekannt. Der Grund dafür ist die weiße Milch, die beim Schneiden austritt. Sie kann auf der Haut und auf Schleimhäuten einen Ausschlag hervorrufen. Zudem enthalten die Zwiebeln das Steroid Cardenolid, das bei Verzehr Herzrhythmusstörungen auslösen kann.
Wie sehen Milchsterne aus?
Der Milchstern wächst krautig und ausdauernd. Aus der Zwiebel treiben grundständige Blätter. Aus ihnen wachsen die Blütenstängel, an deren Ende die meist weißen Blüten in Stern- oder Kelchform sitzen. Der Ornithogalum dubium blüht als einzige Art in Orange. Nach der Blüte entstehen Kapselfrüchte, in denen sich Samen befinden. Die Zwiebel ist das Speicherorgan der Milchsterne. Mit ihr kann sie kalte und trockene Zeiten überstehen.

Der richtige Standort
Ein guter Standort für Milchsterne ist ein sonniger Platz, der aber nicht zu heiß ist. Der Boden sollte durchlässig und locker sein. Im Topf bietet sich eine Mischung aus Blumenerde, Bimskies und Sand an. Eine Alternative ist auch Kakteenerde.
Kultivierst du Milchsterne im Haus, benötigen sie einen hellen Platz bei Temperaturen um die 20 °C, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung. Während des Sommers kannst du sie an einen geschützten Platz im Freien stellen.
Milchsterne pflanzen
Nicht winterharte Milchstern-Arten pflanzt du im Frühjahr. Auch für das Umtopfen in einen Außentopf ist das Frühjahr ideal. Machst du dies jährlich, kannst du dir regelmäßiges Düngen sparen.
Die frostresistenten Arten setzt du bereits im Herbst in den Garten. Achte dabei auf einen Pflanzabstand von gut 20 cm zwischen den Zwiebeln und ein etwa 10 cm tiefes Pflanzloch.
Hinweis: Im Gegensatz zu anderen Pflanzen darfst du die Zwiebel nach dem Einpflanzen oder Umtopfen nicht angießen. Warte damit, bis ein Austrieb zu sehen ist.
Milchsterne richtig pflegen
Während der Wachstums- und Blühzeit im Herbst wässerst du den Milchstern regelmäßig und ausgiebig. Staunässe gilt es zu vermeiden. Mit der Zeit werden die Horste sehr dicht und müssen geteilt werden: Dafür gräbst du die Pflanze nach der Blüte aus und teilst sie mit einem scharfen Spaten in mehrere Teile. Das Laub schneidest du im Herbst mit einer Gartenschere zurück. Meist sind die Blätter aber sowieso schon eingezogen.

Milchsterne überwintern
Winterharte Milchsterne können den Winter im Beet verbringen. Sie sollten jedoch so trocken wie möglich bleiben. Ein zu feuchter Standort kann Fäulnis auslösen.
Nicht winterharte Milchstern-Arten bleiben während des Winters im Haus. Die Zwiebel gräbst du aus und lagerst sie trocken und dunkel bei etwa 10 °C.
Milchsterne im Garten oder Kübel
Milchsterne pflanzt du entweder ins Beet oder in einen Topf. Die Kübelhaltung ist vor allem für nicht winterharte Sorten ratsam. Im Beet sind sie gute Pflanzpartner für andere Zwiebelblumen und frühblühende Stauden. Auch als Unterpflanzung machen sie sich gut. Winterharte Arten eignen sich für Steingärten, andere werden als Schnittblumen kultiviert.
Sorten-Tipps
Ornithogalum montanum ist ein frostharter Milchstern. Er wird gut 20 cm hoch und bringt viele Blüten hervor.
Ornithogalum umbellatum heißt auch „Stern von Bethlehem“ oder „Dolden-Milchstern“. Er ist mit seinen grünen Blättern mit weißem Längsstreifen die wohl bekannteste Milchstern-Art. Die Blüten sind weiß mit grünen Streifen. Sie öffnen sich bei Sonne in den Monaten April und Mai.
Der Nickende Milchstern (Ornithogalum nutans) ist hierzulande selten in Gärten zu finden. Er fällt durch seine weiß-silbrige Sternblüte auf, die mit ihrem langen, blattlosen Stiel an eine Lilie erinnert.
Der Arabische Milchstern (Ornithogalum arabicum) besitzt duftende, sternförmige Blüten und einen blauvioletten Fruchtknoten.
Ornithogalum dubium blüht orange, wohingegen die weißen Chincherinchee (Ornithogalum thyrsoides) und Riesen-Chincherinchee (Ornithogalum saundersiae) oft als Schnittblumen kultiviert werden. Ihre großen Blüten sitzen auf Stielen, die bis zu 1 m lang werden können.

Milchsterne vermehren
Der Milchstern vermehrt sich selbstständig über Tochterzwiebeln und Selbstaussaat. Willst du eine neue Pflanze aus einer alten ziehen, teilst du den Horst. Auch eine Aussaat ist möglich. Dafür sammelst du die reifen Samen und säst sie im Frühjahr oder Herbst direkt ins Beet.
Krankheiten und Schädlinge
Milchsterne sind Krankheiten und Schädlingen gegenüber sehr widerstandsfähig. Ist der Standort zu nass, fault die Zwiebel der Milchsterne. Dann solltest du einen anderen Platz finden.








