
Pflegeleichte Gartenpflanzen
Einen Garten zu pflegen, bedeutet nicht zwingend, auch viel Arbeit mit ihm zu haben. Wir zeigen dir pflegeleichte Gartenpflanzen, die keine großen Ansprüche haben und trotzdem attraktiv aussehen.
Pflegeleichte Stauden
Stauden sind genau das Richtige, wenn du deinen Garten ohne viel Aufwand und Pflege verschönern möchtest. Diese mehrjährigen pflegeleichten Gartenpflanzen blühen jedes Jahr aufs Neue, ohne dass du viel dafür tun musst.
Wir stellen sechs besonders pflegeleichte Stauden vor, die mit wenig Aufwand zuverlässig wachsen und blühen. Sie neigen weder zum Wuchern noch zum Überaltern und benötigen keinen regelmäßigen Standortwechsel. Stattdessen schenken sie dir Jahr für Jahr eine üppige Blütenpracht. Diese Stauden kommen mit nahezu jedem Gartenboden zurecht. Ob sonnig oder halbschattig, sie wachsen an vielen Standorten – solange der Boden nicht dauerhaft zu nass ist.
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Storchschnabel (Geranium-Arten)

Der ausdauernde Storchschnabel gehört zu den wenigen Stauden, die von Mai bis Oktober fast durchgehend blühen.
Besonders langlebig ist der Storchschnabel. Die pflegeleichte Gartenblume bekommst du in rund 400 Varianten. Sie ist sehr robust und wird nur selten von Schädlingen und Krankheiten befallen. Du kannst die wildblumenhafte Staude sowohl in Steingärten, Kübel oder als Bodendecker einsetzen. Für trockene, schattige Plätze eignet sich der Balkanstorchschnabel. An sonnige Standorte setzt du zum Beispiel den Kaukasus-Storchschnabel.
Taglilie (Hemerocallis-Hybriden)

Die Blüten der Taglilie halten sich nur einen Tag lang. Es entwickeln sich jedoch laufend neue, sodass die Staude durchgehend blüht.
Wenig anspruchsvoll und anpassungsfähig sind Taglilien. Die Blüten gehen nach einem Tag ein. Dafür blühen die Stauden durchgehend.
Der ideale Platz für die pflegeleichte Pflanze ist in der Sonne auf einem frischen Boden. Selbst im Halbschatten wächst die Taglilie. Auch längere Trockenphasen im Sommer machen ihr nichts aus. Sie sieht sowohl in Gruppen als auch in Einzelstellung gut aus. Taglilien brauchen einmal im Jahr ausreichend Dünger. Das Frühjahr ist die ideale Zeit dafür. Mehr Aufwand hast du mit ihnen nicht.
Schafgarbe (Achillea millefolium)
Die Schafgarbe ist ein echter Insektenmagnet und kommt mit fast allen Bedingungen zurecht.
Mit ihrer Robustheit und den filigranen Blüten ist die Schafgarbe eine Bereicherung für jeden Garten. Die Schafgarbe ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und wird zwischen 50 und 100 cm hoch. Von Mai bis August erscheinen zahlreiche kleine Blüten, die je nach Art verschiedene Farben haben. Diese Staude ist pflegeleicht, äußerst anspruchslos und widerstandsfähig gegenüber Dürre, Hitze und Kälte und benötigt wenig Aufmerksamkeit. Sie verträgt längere Trockenphasen und kommt auch mit mageren Böden zurecht. Du kannst sie in Staudenbeeten, Naturgärten und als Schnittblume einsetzen. Sie zieht zahlreiche Insekten an und fördert somit die Biodiversität im Garten.
Steppensalbei (Salvia nemorosa)
Besonders pflegeleicht ist Steppensalbei. Die ausdauernde Pflanze hat auffällige Blüten. Setze den Steppensalbei in einen sonnigen Garten. Er benötigt nicht viel Wasser und wächst auch auf trockenen Sandböden. Steppensalbei verträgt vor allem im Winter keine Nässe. Bei einem durchlässigen Boden übersteht er Frost bis etwa -20 °C aber problemlos.
Fetthenne (Sedum)

Schöne Farbakzente im Herbst setzt die immergrüne Fetthenne.
Die Fetthenne ist eine immergrüne Sukkulente, sehr genügsam und vielseitig im Garten, Vorgarten oder auf dem Balkon einsetzbar. In ihren dickfleischigen Blättern speichert sie Wasser und ist daher besonders trockenheitsresistent. Die Fetthenne wird bis zu 70 cm hoch. Ihre kräftigen, meist rosa bis rötlichen Blüten setzen schöne Farbakzente im Spätsommer und Herbst. Außerdem ist sie ein Magnet für Bienen und winterhart. Es reicht, wenn du sie im im Frühjahr oder Herbst düngst.
Elfenblume (Epimedium)

Die Elfenblume behauptet sich ohne Probleme gegen andere Pflanzen. Ihre Blüten sind außergewöhnlich geformt.
Elfenblumen sind zwar wüchsig, aber geraten nicht außer Kontrolle. Das ist ein großer Vorteil der pflegeleichten Gartenpflanze. Darüber hinaus geht sie gut mit Wurzeldruck anderer Pflanzen sowie Trockenheit um. Die Elfenblume eignet sich deshalb gut als Unterpflanzung für Gehölze. Sie fängt mit ihrem dichten Blattwerk das Laub der anderen Pflanzen auf. Schwächer wächst die asiatische Art „Epimedium grandiflorum“.
Robuste Gehölze und Sträucher
Bei den meisten Gehölzen und Sträuchern reicht es aus, sie einmal jährlich zu schneiden oder zu formen. Sie sind ideal, wenn du wenig Aufwand betreiben möchtest, aber trotzdem das ganze Jahr über etwas Schönes im Garten haben willst. Gehölze benötigen kaum Pflege, wenig Wasser und haben keine besonderen Ansprüche an den Boden. Wir zeigen dir sechs pflegeleichte, winterharte Gehölze, die auf allen gängigen Untergründen wachsen und recht unempfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten sind.
Pflegeleichte Gehölze und Sträucher im OBI Online-Shop
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Absolut anspruchslos an Boden und Pflege ist die Kupfer-Felsenbirne.
Bis zu 6 m wird die Kupfer-Felsenbirne groß. Es gibt sie als Großstrauch oder Kleinbaum. Wie der Boden beschaffen ist, spielt keine große Rolle. Die Kupfer-Felsenbirne wächst auf feuchten sowie kalkhaltigen Untergründen.
Von April bis Mai blüht die Felsenbirne weiß. Im Juli versorgt sie dich mit ihren essbaren Früchten. Das Gehölz überaltert nicht. Auslichtungsschnitte nimmst du nur vor, wenn du mit dem Wuchs nicht zufrieden bist.
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Der Schwarze Holunder ist vielseitig und anpassungsfähig. Du kannst die weißen Dolden und die schwarzen Beeren außerdem in der Küche verarbeiten.
Anspruchslos und robust ist der schnellwüchsige Schwarze Holunder. Er ist winterhart, schattenverträglich und sehr anpassungsfähig. Dadurch gedeiht er in jedem Boden. Die weißen Dolden blühen meist im Juni und die Holunderbeeren bilden sich zwischen August und September. Der schwarze Holunder bietet außerdem vielen Tieren und Insekten Nahrung und wertvollen Lebensraum. Er kann als Strauch bis zu 3 m oder als kleiner Baum Höhen bis zu 7 m erreichen. Du kannst ihn auch als Heckenpflanze einsetzen. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist direkt nach der Ernte oder im März nach dem Ende starker Fröste.
Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii)

Von Juni bis Oktober zieht der Schmetterlingsstrauch Falter an. Seine Blüten haben eine besonders kräftige Farbe.
Für karge Böden an stark sonnigen Standorten eignet sich der Schmetterlingsstrauch, auch bekannt als Schmetterlingsflieder. Die pflegeleichte Gartenpflanze wird 2 m bis 3 m hoch. Je nach Sorte blüht das Gehölz von Juni bis Oktober. Wie der Name schon verrät, zieht der Schmetterlingsstrauch zahlreiche Falter an. Im zeitigen Frühjahr kürzt du den Strauch ein. Lasse von den vorjährigen Trieben zwei bis vier Knospen stehen.
Liguster (Ligustrum vulgare)

Liguster kommt mit Sonne und Schatten gut zurecht. Auch an den Boden hat er kaum Ansprüche.
Den immergrünen Liguster pflanzt du entweder an sonnigen oder schattigen Plätzen. Der Boden spielt dabei kaum eine Rolle. Der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 4 m. Staunässe schadet dem Liguster nicht. Setze ihn entweder in Einzelstellung oder als Hecke.
Kornelkirsche (Cornus mas)

Die Kornelkirsche gehört zu den Hartriegelgewächsen und gilt seit der Antike als Heil- und Nutzpflanze.
Weder Hitze noch Trockenheit, Schatten oder Wind machen der Kornelkirsche etwas aus. Die pflegeleichte Gartenpflanze ist äußerst robust. Sie wird bis zu 8 m hoch und ist mehrstämmig. Die Blütezeit der Kornelkirsche ist im Februar. Ihre Früchte kannst du essen. Vermeide Staunässe. Dies ist der einzige Punkt, den du bei der Standortwahl beachten musst.
Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Der Wollige Schneeball ist eine heimische Pflanze und vor allem bei Vögeln sehr beliebt.
Sehr anpassungsfähig und pflegeleicht ist der Wollige Schneeball. Er wächst in der Sonne sowie im Halbschatten. Der Strauch gedeiht auf sandig-steinigen und lehmigen Böden. Dabei erreicht er eine Höhe von bis zu 4 m. Achte auf eine nährstoffreiche und trockene bis frische Erde. Einen regelmäßigen Schnitt braucht die Pflanze nicht. Schneide sie nur nach Bedarf.








