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Bodendecker im Garten

Bodendecker sind ein gutes Mittel gegen Unkraut im Garten. Welche Bodendecker es gibt und wie du sie in deinem Garten pflanzt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Bodendecker als hilfreiches Mittel gegen Unkraut

Wie ihr Name schon verrät, bedecken Bodendecker den Boden, auf dem sie wachsen. Auf diese Weise hindern sie Unkraut am Aufkeimen.

In Beeten sind die Pflanzen oft nicht notwendig, da das Unkraut in der Regel mit Fleißarbeit im Zaum gehalten werden kann. An schwer erreichbaren Stellen im Garten mit Hängen und Böschungen ist es umständlicher, das Unkraut auf diese Weise einzudämmen.

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Wie wachsen Bodendecker?

Bodendecker breiten sich mit unterschiedlichen Strategien aus, um große Flächen zu bedecken. Thymian (Thymus vulgaris) nimmt zum Beispiel über seine Wurzeln eine große Fläche ein.

Manche Pflanzen bilden hingegen oberirdische Ausläufer. Dazu gehört der Teppich-Knöterich (Persicaria affinis). Es gibt auch Arten, die sich durch kriechende Rhizome ausbreiten.

Der weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis) wächst sehr ausladend und breitbuschig. Dadurch deckt die Staude schnell den Boden zu.

Halte beim Setzen der Bodendecker die passenden Pflanzabstände ein. Große Bodenflächen bedeckst du auch mit Gräsern wie Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri) oder Japan-Gras (Hakonechloa macra).

Eine Elfenblume bedeckt den Boden mit ihren Blättern.

Vorteile von Bodendeckern

Die Auswahl an Bodendeckern ist groß. Du bekommst sie als Stauden, Sträucher oder Kletterpflanzen. Alle bilden einen dichten Pflanzenteppich. Dieser lässt kein Licht mehr zum Boden durch und verhindert, dass sich Unkraut ausbreitet.

Außerdem schützen Bodendecker die Erde vor Austrocknung durch die Sonne. Bei Regen schützen sie vor Erosion. Daher eignen sich pflegeleichte Exemplare auch für Böschungen und andere schwer zugängliche Stellen im Garten.

Gegen Unkraut helfen am besten Bodendecker, die dicht blühen. Dafür bieten sich beispielsweise Elfenblume (Epimedium), Golderdbeere (Waldsteinia fragarioides) und Ysander (Pachysandra) an. Pflanze sie aber nicht in der prallen Sonne. Für sonnige Standorte und nicht allzu trockene Untergründe eignet sich das immergrüne Teppich-Sedum (Sedum floriferum). Auch Bodendeckerrosen wachsen hier und blühen.

Die immergrünen Bodendecker bilden sogar im Winter einen Bodenteppich. Es gibt auch einige Arten, die im Herbst die Farbe ihrer Blätter ändern. Besonders auffällig sind dabei zum Beispiel Bergenien (Bergenia) und Elfenblumen.

Pflanzt du Bodendecker unter Gehölzen, helfen sie dabei, das Laub zu zersetzen. Du musst dann im Herbst die abgefallenen Blätter nicht zusammenrechen. Lasse sie liegen, sie dienen den Bodendeckern dann als Dünger.

Sorten-Tipps für Bodendecker gegen Unkraut

Bodendecker wachsen gleichförmig. Das kannst du dir zunutze machen, indem du schwer erreichbare Plätze in deinem Garten mit ihnen bepflanzt. Die Bodendecker blockieren dann das Wachstum von Unkraut mit ihrer dicht geschlossenen Pflanzendecke.

Du bist nicht auf eine einzige Art beschränkt, sondern kannst zwei, drei unterschiedliche Bodendecker miteinander kombinieren. Dabei solltest du lediglich beachten, dass die Pflanzen alle die gleichen Ansprüche an den Standort sowie eine vergleichbare Konkurrenzkraft haben.

Gute Bodendecker gegen Unkraut sind zum Beispiel:

  • Teppich-Knöterich (Persicaria affinis)

  • Wollziest (Stachys byzantina)

  • Purpurglöckchen (Heuchera)

  • Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

  • Elfenblume (Epimedium)

  • Ysander (Pachysandra)

Golderdbeere bedecken den Boden mit ihrem dichten Wuchs.

Golderdbeere wächst besonders dicht und schützt so vor Unkraut.

So pflanzt du Bodendecker gegen Unkraut

Bevor du Bodendecker pflanzt, entfernst du alle Wurzelstückchen aus der Erde. Das ist wichtig, denn sie bilden einen guten Boden für Unkräuter. Selbst aus den kleinsten Resten sprießen beispielsweise Quecke (Elymus) oder Giersch (Aegopodium podagraria). Beide sind sogenannte Wurzelunkräuter.

Siebe die Erde deshalb zunächst mit einer Grabegabel durch. Danach streust du das Beet fingerdick mit reifem Kompost. Warte nun, bis die Unkrautsamen im Kompost keimen. Gehe dann mit dem Grubber durch das Beet. Erst jetzt pflanzt du die Bodendecker.

Setze die Pflanzen so dicht, wie du magst. Bedenke aber, dass die Gewächse bei größeren Pflanzabständen mehr Zeit brauchen, um einen dichten Teppich zu bilden.

Setzt du die Pflanzen dagegen dichter zusammen, ist der Boden schon nach kurzer Zeit vollständig bedeckt. Pflanze aber nicht zu viele Stauden oder Gräser. Ansonsten machen sich die Pflanzen Konkurrenz und der Teppich wächst langsamer. Informiere dich vorher, wie viele Gewächse du pro Quadratmeter setzen kannst. Dies ist von Art zu Art unterschiedlich.

Junge Bodendecker-Pflanzen im Topf stehen auf der Erde.

Bedenke beim Setzen der Pflanzen, dass die Gewächse bei größeren Pflanzabständen mehr Zeit brauchen, um einen dichten Teppich zu bilden.

Wann solltest du Bodendecker pflanzen?

Es gibt für Bodendecker einen idealen Pflanzzeitpunkt. Dieser ist im Herbst. Bis zum Anfang des Winters haben sie dann ausreichend Wurzeln gebildet. Damit haben sie einen Vorsprung im Frühling gegenüber dem Unkraut. Sie beginnen dann direkt damit, den Boden in deinem Garten zu bedecken.

Pflanzt du sie erst im Frühjahr, brauchen sie eine lange Zeit, um richtig anzuwachsen. Es dauert dann, bis sie den Boden vollständig bedeckt haben. Während dieser Zeit können sich Unkräuter in deinem Garten wieder anzusiedeln und auszubreiten.

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