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Feuerdorn

Zuletzt aktualisiert: 10.11.20205 MinutenVon: OBI Redaktion
Aufnahme der Baumkrone eines Feuerdorns.

Der Feuerdorn gehört mit seinem farbenfrohen Fruchtschmuck zu den schönsten Ziergehölzen im Garten. Wie du ihn pflanzt, pflegst und schneidest, erfährst du hier.

Woher kommt der Feuerdorn?

Weltweit gibt es etwa zehn Arten des Feuerdorns, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehören. Alle Gartenformen des Feuerdorns (Pyracantha coccinea) sind jedoch Hybride der Wildarten Pyracantha coccinea, Pyracantha crenatoserrata, Pyracantha koidzumii und Pyracantha rogersiana.

Es gibt viele verschiedene Varianten dieser Züchtungen, die sich durch die Farbe ihrer Beeren unterscheiden. Der Mittelmeer-Feuerdorn (Pyracantha coccinea) kommt aus Südosteuropa, wohingegen die übrigen Arten aus China und Taiwan kommen.

Wie sieht der Feuerdorn aus?

Die Gartenformen des Feuerdorns wachsen je nach Sorte aufrecht bis zu einer Höhe von 1,5 m bis 4 m. Der Strauch bildet eine dichte, sparrig verzweigte Krone. Seine Rinde ist dunkelbraun, die Äste und Zweige besitzen spitze Dornen. Je älter die Hauptäste werden, desto mehr zeigt ihre Rinde einen leicht glänzenden, grau-oliven Farbton.

Das dunkelgrüne, glänzende Blattwerk des Feuerdorns wächst wechselständig. Die 3 cm bis 4 cm langen Blätter haben einen fein gebuchteten Rand sowie eine eiförmige bis lanzettliche Form. Oft haben sie eine abgerundete Spitze und sind auf der Unterseite hellgrün.

Der Feuerdorn bildet an seinen vorjährigen Trieben im Mai und Juni kleine weiße bis cremeweiße Blüten. Sie wachsen zwittrig in dichten Schirmrispen. Der Aufbau der einzelnen Blüte folgt dem für Rosazeen typischen Aufbau mit fünf Blütenblättern rund um die zentral gelegenen Frucht- und Staubblätter.

Ende August gedeihen die erbsengroßen Steinfrüchte des Feuerdorns. Je nach Sorte sind sie leuchtend gelb bis kräftig rot und bleiben bis weit in den Winter mit ihren kräftigen Farben am Baum. Die Früchte des Feuerdorns sind – anders als oft behauptet – nicht giftig, sondern nur so sauer, dass selbst Vögel sie nicht anrühren.

Nahaufnahme der Blüten eines Feuerdorns.

Besonders üppig blüht der Feuerdorn, wenn du ihn nicht zurückschneidest.

Der richtige Standort

Der Feuerdorn ist hitzeresistent und kommt deshalb auch mit dem Klima in Innenstädten zurecht. Am besten steht er deshalb auch an einem Standort mit viel Sonne. Im Schatten ist sein Blüten- und Fruchtschmuck nur schwach ausgeprägt.

Als immergrüner Strauch ist der Feuerdorn an exponierten Standorten anfällig für Frostschäden. Blätter, die durch die Kälte absterben, wirft er im Frühjahr ab und ersetzt sie durch neue.

Der Feuerdorn gedeiht auf jedem durchlässigen, trockenen bis frischen Boden mit einem pH-Wert von basisch bis sauer. Am besten wächst er an einem nährstoffreichen Standort. Auf sehr sandigen und nährstoffarmen Böden solltest du dem Strauch jeden Frühling eine Ladung reifen Kompost geben, den du als Mulch auf der Oberfläche der Baumscheibe verteilst.

Feuerdorn pflanzen

Den Feuerdorn kannst du als Containerpflanze kaufen. Diese kannst du das ganze Frühjahr und den Sommer über pflanzen, die beste Pflanzzeit ist jedoch von März bis August.

Bei der Pflanzung musst du nur wenig beachten. Lediglich die Wurzelballen solltest du nicht zu tief eingraben: Die Oberkante sollte etwa auf dem Niveau des Bodens liegen. Wenn du Feuerdorn als Hecke pflanzt, benötigst du pro Meter Hecke drei Pflanzen. Sind diese schon größer, reichen auch zwei Sträucher je laufendem Meter.

Selbst in trockenen Sommern musst du den Feuerdorn nicht regelmäßig gießen.

Feuerdorn schneiden

Eine bunte Hecke aus Feuerdornpflanzen.

Schneide deine Feuerdorn-Hecken regelmäßig zurück.

Wenn du Feuerdorn als Formgehölz oder Hecke ziehst, kannst du ihn sofort nach der Blüte mit einer Heckenschere in Form bringen. Entferne nach strengen Wintern und Spätfrösten die erfrorenen Triebe.

Falls erforderlich, kannst du den Strauch auch bis in das alte Holz zurückschneiden. Der Feuerdorn regeneriert sich sehr schnell. Trage bei Schnittarbeiten unbedingt dicke Handschuhe, um dich vor den spitzen Dornen zu schützen.

Wenn du möchtest, dass dein Feuerdorn möglichst üppig blüht, lass ihn frei wachsen. In Form geschnittene Feuerdorn-Gewächse bilden weniger Blüten und Früchte aus.

Feuerdorn im Garten

Weil er so robust und pflegeleicht ist, wird der Feuerdorn oft in öffentlichen Grünanlagen gepflanzt. Er eignet sich aber vor allem dort, wo der Boden für viele andere Pflanzen zu trocken ist.

Wenn du neben dem Feuerdorn andere Gehölze pflanzt, die im Herbst ihr Laub intensiv verfärben – etwa verschiedene Ahorn-Arten, Hartriegel oder das Pfaffenhütchen – leuchtet das Herbstlaub im Kontrast zu den immergrünen Blättern des Feuerdorns.

Vor dem Feuerdorn lassen sich gut klassische Herbstgräser wie Chinaschilf (Miscanthus) oder Rutenhirse (Panicum virgatum) pflanzen.

Feuerdorn-Arten für den Garten

Für den Garten empfehlen sich besonders folgende Züchtungen des Feuerdorns:

  • „Red Column“ wächst straff aufrecht, trägt karminrote Früchte, ist schorfresistent und wurde bei der Gehölzsichtung mit „gut“ bewertet.
  • „Soleil d’Or“ ist eine kleinwüchsige Sorte. Sie hat leuchtend gelbe Früchte, ist sehr frosthart, schorfresistent und wurde mit „sehr gut“ bewertet.
  • „Teton“ ist ein kompakt, aufrecht und dichtbuschig wachsender, schorfresistenter Feuerdorn, der gelb-orangefarbene Früchte trägt. Er ist eine der am besten für geschnittene Hecken geeigneten Sorten.

Nahaufnahme der Früchte eines Feuerdorns.

Die Früchte am Feuerdorn sind nur etwa erbsengroß. Welche Farbe sie haben, hängt von der Sorte ab.

Feuerdorn vermehren

Feuerdorn kann man auf zwei Arten vermehren: mit Stecklingen oder mit Steckholzen. Um die Pflanze aus Stecklingen zu ziehen, werden im Frühsommer die neuen, schwach verholzten Triebe abgeschnitten.

Bei der Vermehrung durch Steckholz reißt du im Herbst den neuen Austrieb an der Ansatzstelle der Triebe am Haupttrieb ab. Dann beseitigst du die Rindenzunge sowie alle Blätter und kürzt den Trieb auf die Länge eines Bleistifts. Anschließend steckst du ihn in ein schattiges, humusreiches Beet, das du gleichmäßig feucht hältst. Über den Winter bildet der Steckling dann Wurzeln und treibt aus.

Feuerdorne lassen sich zwar auch durch Aussaat vermehren, ihre Nachkommen sind dann allerdings nicht sortenecht.

Krankheiten

Ein Dickmaulrüssler frisst das Blatt eines Feuerdorns.

Der Dickmaulrüssler macht sich an den Blättern des Feuerdorns zu schaffen. Seine Larven schädigen die Wurzeln der Pflanze.

Der Feuerdorn ist sehr widerstandsfähig. Die meisten der neueren Sorten werden auch von Schorf nicht heimgesucht, einer im Apfelanbau häufig anzutreffenden Pilzkrankheit.

Lediglich gegen Feuerbrand sind Feuerdorne wie viele andere Rosengewächse anfällig. Feuerbrand ist eine unheilbare und meldepflichtige Pflanzenkrankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird.

Feuerdorn wird auch des Öfteren vom Dickmaulrüssler befallen. Seine Larven leben im Boden und fressen die Wurzeln des Strauchs. An den Blättern verursachen sie den typischen Buchtenfraß.

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