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Aubergine mit Blüte und Frucht

Wir zeigen dir, wie du Auberginen richtig anpflanzt und pflegst. Außerdem geben wir Tipps zum optimalen Standort und liefern Ideen, wie du Auberginen nach der Ernte verarbeiten kannst.

Woher stammt die Aubergine?

In Asien kennt man die Aubergine (Solanum melongena) wohl schon seit Jahrtausenden. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in unterschiedlichen Farben und Formen erhältlich.

Nach Europa ist die Aubergine jedoch erst im Mittelalter gelangt. Über die arabische Halbinsel fand sie ihren Weg nach Spanien, Italien und Griechenland. Bis heute ist das Gemüse fester Bestandteil der mediterranen Küche und auch hierzulande werden Auberginen angebaut und genossen.

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Aussehen und Wuchs der Aubergine

Lila blühende Aubergine

Die großen Blätter der Aubergine sind behaart. Der Blütenkelch ist glockenförmig und die Blüte strahlt in kräftigem Lila.

Die Aubergine hat große, längliche Blätter, die samtig behaart sind. Typisch für die einjährige Pflanze ist der glockenförmige Kelch, an dem zunächst die fünfzipflige Blüte und später die Frucht sitzt.

Auberginen blühen in kräftigem Lila und besitzen gelbe Staubgefäße. Aufgrund der ovalen Früchte, die bis zu 30 cm lang werden, sagt man auch Eierbaum, Eierpflanze oder Eierfrucht zur Aubergine.

Die Pflanze gilt als Ziergemüse und erreicht eine Höhe von 60 cm bis 120 cm. Das Wachstum ist buschig.

Aubergine pflanzen: Standort und Boden

Auberginen fühlen sich an sonnigen Standorten wohl und bevorzugen lockeren, humusreichen Boden. Optimal ist ein warmer, windgeschützter Platz im Garten. Deshalb bietet es sich an, die Pflanze an der Südseite des Hauses nahe der Hauswand einzusetzen. Reichere den Untergrund großflächig mit reifem Kompost an.

Um den jungen Pflanzen ausreichend Wärme von etwa 25 °C zu bieten, eignet sich die Anzucht im Gewächshaus oder Folienhaus. So vermeidest du Wachstumsstockungen, die bereits bei 15 °C auftreten können.

Achte darauf, regelmäßig zu lüften, um zu hoher Luftfeuchtigkeit vorzubeugen.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die Aubergine ist selbstunverträglich und sollte deshalb nicht direkt neben anderen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tomaten und Paprika stehen.

Baue Auberginen nur alle vier Jahre am selben Standort an. Bohnen und andere Hülsenfrüchte sind gute Vorfrüchte.

Auberginen aussäen

Anzuchttöpfe unter Anzuchthaube auf der Fensterbank

Ein heller Platz auf der Fensterbank ist ideal für die ausgesäten Auberginen, damit sich schon bald die ersten Jungpflanzen zeigen.

Ab Ende Januar kannst du aus Samen auf der Fensterbank Setzlinge für Auberginen ziehen. Beim Aussäen gehst du so vor wie bei der Tomate. Pro Topf genügt ein Samen, da die Aubergine sehr zuverlässig keimt. Die Samen bedeckst du dünn mit Anzuchterde.

Achte darauf, dass die Anzuchttöpfe warm und hell stehen. Decke das Gefäß mit einer Folie oder Anzuchthaube ab. Nach zwei bis vier Wochen beginnen die Samen zu keimen.

Halte die Temperatur zwischen 22 °C und 24 °C. Gib den Samen ausreichend Zeit und kompostiere den Inhalt des Anzuchttopfes nicht zu schnell, wenn du noch keine Keimlinge siehst.

Aubergine pflanzen

Die Jungpflanzen der Aubergine pflanzt du Anfang Mai. Setze sie in die Grundbeete deines Gewächshauses oder Folienhauses. Halte einen Pflanzabstand von mindestens 60 cm x 60 cm ein. So haben die Pflanzen ausreichend Platz für ihre Triebe und großen Blätter.

Setze gleich beim Pflanzen einen Rankstab in die Erde, um die Auberginenpflanzen zu unterstützen. So verhinderst du, dass die Triebe später unter dem Gewicht der Früchte abknicken.

Eine Person setzt eine Auberginenpflanze ins Beet.

Ist die Jungpflanze stark genug, setzt du sie in das Gewächshaus. Ab Anfang Mai ist die richtige Zeit dafür.

Die richtige Pflege

Die Aubergine düngst du das ganze Jahr über mehrmals. Die erste Düngergabe bekommen die Sämlinge, wenn sie vier richtige Blätter entwickelt haben. Verwende dafür einen geeigneten flüssigen Bio-Gemüsedünger.

Bevor du die Setzlinge auspflanzt, reicherst du das Beet im Gewächshaus mit rund 3 l reifem Kompost pro Quadratmeter an. Im Anschluss streust du ein wenig Hornmehl um die Pflanze herum. Es eignet sich dafür auch eine Mischung aus Algenkalk und Gesteinsmehl. Reche den Dünger flach in den Oberboden ein.

Bis Ende August kannst du die Pflanzen hin und wieder ein wenig düngen. Hierzu eignet sich beispielsweise Brennnesseljauche oder Beinwelljauche. Diese natürlichen Düngemittel fördern den Geschmack der Früchte.

Gieße Auberginen regelmäßig, denn über die großen Blätter geben sie viel Flüssigkeit ab. Vermeide Trockenstress, da die Pflanzen andernfalls teilweise ihre Blüten abwerfen und kleinere Früchte ausbilden.

Um die Verdunstung des Bodens zu verringern, empfiehlt es sich, eine dünne Schicht Rasenschnitt um den Wurzelbereich der Aubergine zu verteilen. Zu lang gewachsene Seitentriebe lassen sich mit einer Gartenschere hinter einem Blatt abschneiden. Um zu verhindern, dass sich die Aubergine zu sehr im Beet ausbreitet, bindest du die Triebe alternativ an einem weiteren Rankstab hoch.

Tipp: In manchen Fällen entwickeln sich die Früchte besser, wenn du einen Teil der Fruchtansätze entfernst, sodass die Pflanze ihre Kraft in die verbleibenden Früchte steckt. Ziehe hierzu pro Pflanze nur drei Triebe mit je zwei Fruchtansätzen heran. Dies funktioniert aber nicht immer. Probiere es deshalb zunächst bei einer Pflanze aus.

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Ernten und verarbeiten

Eine Person erntet eine reife Aubergine

Wenn die Aubergine schwarzviolett glänzt, ist sie reif. Ernte und verarbeite sie dann möglichst bald.

Die Erntezeit für Auberginen ist von Ende Juli bis in den September hinein. Ernte die Früchte erst, wenn sie richtig reif sind. Den vollständigen Reifegrad erkennst du an der glänzenden dunklen Färbung der Schale. Wenn du eine Frucht anhebst, sollte sie auch unten schwarzviolett sein. Ernte die Früchte dann beizeiten ab, da sie andernfalls schnell an Geschmack und Konsistenz verlieren.

Bei reifen Früchten sind die Kelchblätter hellgrün und unverbräunt. Die Auberginen wirken prall und die Schale gibt auf Druck nur wenig nach. Fühlt sich die Frucht jedoch weich an und lässt sich die Schale leicht eindrücken, ist sie überreif. Das gilt auch für glanzlose Früchte mit dunklen Flecken.

Nach der Ernte wickelst du die Auberginen in Folie ein. Bewahre sie bei 8 °C auf. Bis zu einer Woche lässt sie sich so lagern.

Achte darauf, Auberginen nicht gemeinsam mit Tomaten oder Äpfeln zu lagern, da diese Früchte ein Reifegas abgeben, dass die Auberginen schneller verderben lässt.

Zum Einfrieren sind Auberginen eher ungeeignet. Es gibt aber viele Zubereitungsmöglichkeiten von Backen über Kochen bis Braten. Du kannst Auberginen auch grillen.

Tipp: Auberginen besitzen selbst kaum Eigengeschmack und nehmen die Aromen von Gewürzen gut an. Mariniere Auberginenscheiben daher zum Beispiel mit pikantem Öl, bevor du sie auf den Grill legst.

Vier gegrillte Auberginen-Scheiben mit Öl und Petersilie garniert.

Auberginen vom Grill bieten sich im Sommer als Alternative zu Fleisch an.

Krankheiten und Schädlinge

Auberginen sind vergleichsweise widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten. Mitunter breiten sich Blattläuse auf den Pflanzen aus. Diese lassen sich im Frühstadium mit der Gartenbrause abspritzen.

Ziehst du das Gemüse in einem Gewächshaus, gehört die Weiße Fliege zu den häufigsten Schädlingen. Entdeckst du einen Befall, stellst du Gelbtafeln zwischen den Pflanzen auf. Zudem helfen Nützlinge wie die Schlupfwespe gegen die Weiße Fliege.

Die häufigste Pilzkrankheit bei Auberginen ist Grauschimmel. Dem lässt sich aber durch regelmäßiges Lüften beim Anbau im Gewächshaus vorbeugen. Achte zudem beim Wässern darauf, die Pflanzen eher von unten zu gießen. So vermeidest du, dass das Wasser auf den Blättern stehen bleibt.

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