Hauptinhalt
Bärlauch an einem Hang

Bärlauch ist eine beliebte Würz- und Heilpflanze. Wir zeigen dir, wie du das Gewächs in deinem Garten pflanzt und richtig pflegst.

Was ist Bärlauch?

Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Zwiebelgewächsen. Das Lauchgemüse erreicht eine Größe von 20 cm bis 50 cm. Aus der Zwiebel wachsen zwei bis vier Blätter. Diese sind gestielt und dunkelgrün. Nach einiger Zeit folgt ein aufrechter Stiel. An diesem wächst der weiße Blütenstand. Bei guten Bedingungen sät sich Bärlauch selbst aus.

online-retail

Produkte im Shop finden

Finde eine große Auswahl an Küchenkräutern im OBI Onlineshop.

Blätter des Bärlauchs

Die Blätter haben die Form eines Schwertes. Sie sind bis zu 5 cm lang und duften. Ihre Unterseite ist dunkelgrün. Die Oberseite glänzt. Nach zwei bis drei Monaten vergilbt das Laub.

Im Sommer zieht Bärlauch sein Laub ein. Im neuen Jahr treibt es wieder aus. Ernte die Blätter vor der Blüte, wenn du sie zum Kochen verwenden möchtest. Der Geruch ist intensiver, je älter die Blätter sind. Einen schärferen Geschmack bekommen sie, wenn der Bärlauch an einem trockenen Standort wächst.

Sei vorsichtig, wenn du Bärlauch in der freien Natur pflückst. Seine Blätter erinnern an die von Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Deren Laub ist giftig. Bärlauchblätter erkennst du an ihrem intensiven Knoblauchgeruch.

Neu gesetzte Pflanzen im Garten erntest du in den ersten drei bis vier Jahren nur mäßig. Auch in der Natur solltest du darauf achten, die Bestände nicht zu stark zu beanspruchen. Pro Pflanze erntest du nur ein Blatt. Dies empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Dadurch hat das Gewächs genug Energie für einen Neuaustrieb.

Blüten des Bärlauchs

Blühender Bärlauch

Bärlauch blüht vom April an bis in den Juni hinein. Die Blüten kannst du essen.

Zwischen April und Juni blüht Bärlauch. Seine Blüten sind weiß. Sie wachsen an kurzen Stielen und erscheinen in Dolden. Jeweils eine besteht aus bis zu 20 Einzelblüten. Die sternförmigen Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 20 mm und sind essbar.

Früchte des Bärlauchs

Aus den Blüten bilden sich grüne Samen. Die Kapselfrüchte kannst du ebenfalls essen. Sie schmecken leicht pfeffrig. Oberirdisch stirbt Bärlauch nach der Blüte ab. Im nächsten Jahr treibt er wieder aus.

Bärlauch: Standort und Boden

Pflanze Bärlauch an einem warmen, halbschattigen bis absonnigen Standort. Setze ihn beispielsweise unter Bäume oder Sträucher. Er wächst auch am Gehölzrand. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung.

Beim Boden achtest du auf einen humus- und nährstoffreichen Untergrund. Dieser darf auch feucht sein. In diesem Fall muss er aber gut durchlässig sein. Bei zu sandigen oder zu trockenen Böden wächst Bärlauch nicht richtig. Lege eine Mulchschicht aus Herbstlaub oder reifem Kompost aus. Saure Böden kalkst du von Zeit zu Zeit.

Bärlauch pflanzen

Ein Frau pflanzt Bärlauch

Pflanze Bärlauch in ein Beet mit einer Wurzelsperre. Sonst breitet sich das Gewächs unkontrolliert aus.

Bärlauch lässt sich auch in deinem Garten pflanzen. Verwende dabei aber ein abgestecktes Beet mit Wurzelsperre. Ansonsten breitet er sich stark aus.

Bärlauch kannst du aussäen. Die Samen haben allerdings eine sehr lange Keimdauer. Alternativ kaufst du Bärlauch-Pflanzen und setzt sie in dein Beet.

Pflanze das Zwiebelgewächs im Frühjahr in die Erde. Halte dabei eine Pflanztiefe von rund 10 cm ein. Der Abstand zwischen den einzelnen Gewächsen liegt zwischen 15 cm und 20 cm. Pro Quadratmeter setzt du etwa 25 Pflanzen.

Im Herbst kannst du Bärlauch-Zwiebeln pflanzen. Dafür brauchst du frische Zwiebeln. An der Luft trocknen sie schnell aus. Setze sie rund 10 cm tief in die Erde.

Hinweis: Achte darauf, Bärlauch nicht in die Nähe von Maiglöckchen und Herbstzeitlose zu pflanzen.

Bärlauch lässt sich auch im Topf kultivieren. Pflanze das Gewächs in einem Gefäß, in dem bereits mehrjährige Pflanzen wachsen. Unterpflanze mit Bärlauch zum Beispiel kleine Obstbäume.

Bärlauch teilen

Nach der Blüte ist der richtige Zeitpunkt, um Bärlauch zu teilen. Achte darauf, dass die Blätter noch grün sind. Stich aus dem Bärlauch-Teppich ein Stück heraus. Dieses setzt du an einer anderen Stelle wieder ein. Gieße die Pflanze anschließend gut an.

Bärlauch vermehren

Bärlauch sät sich in der Regel selbst aus. Dabei kann das Lauchgemüse schnell deinen Garten überwuchern. Willst du ihn selbst aussäen, sammelst du die Samen. Mache dies im Juli. Säe die Samen dann direkt ins Beet. Alternativ teilst du Bärlauch und pflanzt ihn an einer anderen Stelle wieder ein.

Bärlauch pflegen

Bärlauch ist sehr pflegeleicht. Dafür muss er allerdings an einem guten Standort stehen. Halte den Boden um die Pflanze herum ausreichend feucht. Gieße sie ein wenig, wenn es längere Zeit trocken ist. Mulche das Beet im Herbst mit einer dünnen Schicht aus Laubkompost. Dadurch erhöhst du den Humusgehalt im Boden.

care-calendar

Gartenpflege leicht gemacht - mit dem Pflegekalender

Der Pflegekalender von OBI führt dich mit saisonalen Pflegetipps, detaillierten Anleitungen und Erinnerungen für To-dos durch dein Gartenjahr.

Bärlauch im Garten

Eine Frau erntet Bärlauch

Bärlauch kannst du in der Küche als Gewürz nutzen. Ihm wird eine heilende Wirkung nachgesagt.

Pflanze Bärlauch am Gehölzrand. Alternativ unterpflanzt du mit ihm Laubbäume und Sträucher in deinem Naturgarten. Das Gewächs eignet sich auch für einen Waldgarten. Setze dort vor allem die Wildart der Würzpflanze.

Bärlauch ist keine Pflanze, mit der du deinen Garten dekorierst. Dies liegt daran, dass er nur für kurze Zeit oberirdisch sichtbar ist. Bereits ab Juni zieht er sich zurück. Kahle Stellen vermeidest du mit den richtigen Pflanzpartnern. Dafür bieten sich beispielsweise Astilben, Funkien und Schattenstauden wie Farne an. Diese schließen zuverlässig die Lücken.

Heilwirkung des Bärlauchs

Bärlauch ist nicht nur ein Gewürz für die Küche. Dank des enthaltenem Allicins hat er eine heilende Wirkung. Dies steckt auch im Knoblauch. Dabei handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung. Sie verursacht auch den Geruch und den Geschmack. Die Verbindung ist sehr gesund.

Zudem stecken in Bärlauch Vitamin C, Magnesium, Eisen und Kalzium sowie das Spurenelement Mangan. Das Lauchgemüse wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel und Blutdruck aus. Außerdem soll es Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen. Weiter wird dem Bärlauch eine antibiotische und entgiftende Wirkung nachgesagt. Er regt den Appetit an und ist verdauungsfördernd.

Verwechslungsgefahr

Bärlauch und Maiglöckchen

Die Ähnlichkeit des Bärlauchs (links) zum giftigen Maiglöckchen (rechts) ist enorm. Vergewissere dich immer, dass du wirklich Bärlauch in den Händen hältst.

Wie bereits erwähnt, ähnelt Bärlauch einigen giftigen Pflanzen. Dazu gehören Herbstzeitlose und Maiglöckchen. Vor allem letztere Pflanze solltest du auf keinen Fall mit Bärlauch verwechseln. Beide Pflanzen sind im Gegensatz zum Bärlauch sehr giftig. Unterscheiden lassen sie sich an ihrem Geruch. Bärlauch riecht nach Knoblauch. Der Geruch verstärkt sich, wenn du die Blätter zerreibst. Die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlose sind geruchlos.

Außerdem haben die Pflanzen unterschiedliche Blätter. Das Laub von Bärlauch wächst immer einzeln an einem Stiel. Maiglöckchen hat zwei bis drei Blätter. Diese sind in das Hüllblatt des Stängels eingerollt. Im Frühling entwickelt die Blume Rhizome. Sie wachsen nahezu waagrecht. Im Gegensatz zum Bärlauch bildet sie keine Zwiebeln. Sammle nur Blätter, von denen du weißt, dass sie zum Bärlauch gehören.

Hinweis: Auch der Fuchsbandwurm ist beim Bärlauch eine Gefahr. Setze das Gewächs daher lieber in deinem Garten, statt in der freien Natur Blätter zu ernten. Pflückst du doch wilden Bärlauch, wäschst du ihn gründlich, bevor du ihn verwendest. Wird dir nach dem Verzehr übel oder hast du Durchfall, gehe sofort zu einem Arzt.

Krankheiten und Schädlinge

Bärlauch ist sehr robust. Er ist widerstandsfähig gegen die meisten Krankheiten und Schädlinge. Unter Umständen befallen Rostpilze das Gewächs. Wühlmäuse fressen gelegentlich die Zwiebeln.

Beet planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deiner Beete Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Das könnte dich auch interessieren