Woher kommt der Eisbergsalat?
Eisbergsalat (Lactuca sativa var. capitata nidus tenerimma) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika kultiviert. Von dort aus wurde der Salat verschifft. Da es keine anderen Kühlmöglichkeiten gab, wurde er dabei auf Eisblöcken und Eisbergen gelagert, was ihm den Namen Eisbergsalat einbrachte. Der Eisbergsalat stammt aus der Gruppe der Kopfsalate (Lactuca sativa var. capitata) und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Wie sieht Eisbergsalat aus?
Die Blätter des Eisbergsalats liegen eng beieinander. So bildet er einen fast kugelrunden, festen Kopf. Den alternativen Namen „Krachsalat“ verdankt er seinen festen und knackigen Blättern.
Anders als andere Kopfsalate verträgt Eisbergsalat auch höhere Temperaturen recht gut. Das macht ihn zu einem guten Sommersalat. Die Pflanze hat eine Pfahlwurzel und eine grundständige Blattrosette. Später bildet sie einen verzweigten Blütenstand mit vielen gelben Blüten. Je nach Sorte sind die Blätter hellgrün, rotbraun oder rot gerandet.
Der richtige Standort
Pflanze Eisbergsalat in einen lockeren und humosen Boden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.
Eisbergsalat säen und pflanzen

Im Freiland setzt du ab Mai Jungpflanzen. So kannst du den Eisbergsalat früher ernten als beim Aussäen.
Vom Frühjahr bis zum Spätsommer säst oder pflanzt du Eisbergsalat ins Freiland. Jungpflanzen ziehst du ab März auf der Fensterbank in einer Anzuchtschale vor, im Frühbeet unter einer Folie oder im Gewächshaus.
Eisbergsalat ist ein Lichtkeimer. Bedecke die Samen deshalb nur dünn mit Anzuchterde. 10 °C bis 18 °C sind zum Keimen gut geeignet. Pikiere die Sämlinge in kleine Töpfe, sobald sich die ersten Keimblätter zeigen. Ab dem fünften Blatt setzt du die Jungpflanzen mit einem Abstand vom 30 cm x 35 cm ins Beet.
Ab Mai kannst du Eisbergsalat auch direkt ins Freiland säen. Bedenke dabei, dass du früher ernten kannst, wenn du vorgezogene Jungpflanzen setzt. Setze Eisbergsalat nicht zu tief, sonst bilden sich keine Blätter. Bedecke die Pflanzen bis zum Wurzelhals mit Erde. Mische zudem etwas Kompost unter, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Eisbergsalat pflegen
Kurze Trockenheit verträgt Eisbergsalat recht gut. Gieße ihn dennoch regelmäßig, vor allem, wenn die Saat aufgeht und sich der Kopf bildet. Unkraut zupfst du regelmäßig aus. Mulche den Boden, das hält ihn locker. Beschädige bei den Arbeiten nicht die Wurzeln oder Blätter. Etwas Brennnesseljauche tut dem Eisbergsalat während des Wachstums gut.
Eisbergsalat ernten und nutzen
Ungefähr zwölf Wochen nach der Saat kannst du den Eisbergsalat ernten. Die Ernte ist bis Oktober möglich. Die Neuzüchtung Bataviasalat (Lactuca sativa var. longifolia) ist sogar schon acht Wochen nach dem Säen bereit für die Ernte.
Ernte den Salat, sobald die Blätter und der Kopf voll entwickelt sind. Warte damit nicht länger als ein paar Tage. Schneide den Kopf dicht über der Erde ab. Das machst du am besten morgens. Dann sind die Blätter besonders frisch und knackig.
Im Kühlschrank bleibt Eisbergsalat etwa zwei Wochen lang frisch. Entferne vor der Weiterverarbeitung die Hüllblätter.
Fruchtfolge und Mischkultur beim Eisbergsalat

Lege dir ein buntes Salatbeet im Garten an. So kannst du immer frisch ernten.
Sortentipps
Die verschiedenen Sorten des Eisbergsalats unterscheiden sich vor allem in der Farbe und Form der Blätter. Und auch die Anbaudauer ist verschieden.
„Great Lakes“: erster Eisbergsalat mit großem, geschlossenem Kopf, Anbau vom Frühsommer bis zum September
„Maravilla de Verano“: kann lange auf dem Beet stehen, rötlich
„Reine des Glaces“: sehr großer Kopf mit hellgrünen, gezackten Blättern
„Winnetou“ und „Rosa“: rote Salate
„Frillice“: entwickelt grüne Blätter und lockere Köpfe
„Laibacher Eis“: widerstandsfähig gegen Mehltau, hat rötlich gefärbte Blattränder
„Grazer Krauthäuptel“: für den Ganzjahresanbau geeignet
„Gelber Kaiser“ und „Batavia Blonde de Paris“: große Sorten mit gelben Blättern
Krankheiten und Schädlinge
Eisbergsalat ist recht robust. Schnecken befallen allerdings Jungpflanzen recht häufig. Schütze die Salate mit Schneckenzäunen aus Kupfer, mit Salatkragen und Schneckenkorn.
Blattläuse und Drahtwürmer treten außerdem am Eisbergsalat auf. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Regen beugst du Falschem Mehltau vor, indem du den Salat mit Schachtelhalmjauche besprühst.









