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Endivie im Beet

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Endivie in deinem Garten anbaust und pflegst. Außerdem zeigen wir dir, wie du den Salat vor Krankheiten und Schädlingen schützt.

Woher stammt die Endivie?

Die Endivie (Cichorium endivia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich stammt sie von der gemeinen Wegwarte ab. Die Blätter schmecken zartbitter. Schon unter den Römern und im alten Ägypten war die Endivie als Salatpflanze beliebt.

Es gibt drei Formen der Endivie: kopfartige Rosettenformen, Frisée-Formen und Schnitt-Endivien. Letztere hat keine feste Rosette, dafür aufrechte, locker stehende Blätter. Die Blätter von kopfartigen Rosetten sind glatt, breit und ganzrandig. Sie heißen auch „Escariol“ oder „Breitblättrige Endivie“. Frisée-Formen haben lockere Rosetten mit tief geschlitzten, krausen Blättern.

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So wächst die Endivie

Hierzulande ist die Endivie einjährig. Sie hat eine lange Pfahlwurzel. Die Blattrosetten sind breit ausladend.

Der richtige Standort und Boden

Pflanze Endivien an einem sonnigen, warmen und geschützten Standort. Verwende einen tiefgründigen, humusreichen Boden. Dieser darf nicht vernässen.

Endivien im Salatbeet

Endivien gedeihen am besten an sonnigen, windgeschützten Plätzen im Beet.

Fruchtfolge und Mischkultur

Pflanze Endiviensalat als Nachfrucht für Starkzehrer. Porree (Allium ampeloprasum) und Fenchel (Foeniculum vulgare) sind gute Mischkulturpartner. Halte eine Anbaupause von vier Jahren an Standorten ein, an denen vorher andere Korbblütler und Salate gewachsen sind.

Endivie aussäen

Von Mitte Juni bis Mitte Juli säst du breitblättrige Endivien aus. Ein guter Zeitpunkt ist die erste Julihälfte. Bei Temperaturen unter 16 °C und über 28 °C schießen Endivien.

Auf einem Extrabeet bietet sich eine Anzucht an. Du kannst die Samen auch direkt aussäen. Vereinzele die Pflanzen anschließend auf einen Reihenabstand von rund 35 cm. Schnitt-Endivien ziehst du nicht vor. Du säst sie von Ende März bis Ende Juni direkt ins Beet. Halte dabei einen Reihenabstand von 20 cm ein und ernte den Salat dann fortlaufend.

Endivie pflegen

Säst du den Salat im Sommer aus, wässerst du ihn in der Anfangsphase und in der Hauptwachstumszeit ausreichend. Bringe Komposterde aus, um die Endivie gut mit Humus zu versorgen. Bei guten Böden ist ein zusätzliches Mulchen eine gute Düngung.

Entferne bei Jungpflanzen Unkraut direkt. Sie können auf diese Weise richtig anwachsen. Ein weiterer Vorteil: Der Boden bleibt locker.

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Endivie pflanzen

Haben die Jungpflanzen vier bis sechs Blätter, pflanzt du sie ins Beet. Halte einen Abstand von 30 cm x 30 cm ein. Arbeite rund 100 g/m² organischen Dünger in den Boden ein.

Setze die jungen Pflanzen nicht zu spät um. Die Pfahlwurzeln vertragen es schlecht, verpflanzt zu werden. Die Endivien sollten auch nicht zu tief in die Erde gesetzt werden, da dies unter Umständen zu Fäulnis führt und sich die Blattrosette dann nicht richtig entwickelt.

Tipp: Frisée-Typen kannst du enger als breitblättrige Typen pflanzen. Wenn du den Endiviensalat über einen längeren Zeitpunkt ernten möchtest, baust du ihn in zwei Etappen an. Pflanze ihn Mitte Juli und ernte im Frühherbst. Die zweite Pflanzung nimmst du dann in der ersten und zweiten Augustwoche vor.

Eine Person setzt Endivien in einem Beet ein.

Achte beim Pflanzen der Endivien auf den richtigen Abstand.

Ernten und verwerten

Im August beginnt die Ernte deines Endiviensalats. Du erkennst reife Pflanzen an einer gut ausgebildeten Rosette mit Herzfüllung. Da Endivien leichte Minusgrade vertragen, kannst du sie bis zum November ernten.

Den Friséesalat kannst du in Kisten lagern. Stelle diese in einen kühlen, dunklen Erdkeller. Die Blätter der Endivie enthalten den Stoff Intybin und schmecken deshalb bitter. Helle Blätter enthalten weniger Bitterstoffe als dunkle.

Manche Sorten sind selbstbleichend. Dabei stehen die Blätter so dicht, dass die äußeren Blätter die inneren bleichen. Du hast aber auch die Möglichkeit, Endivienblätter selbst zu bleichen. Binde dafür die Blattrosetten rund zwei Wochen, bevor du sie ernten willst, bei trockenem Wetter vorsichtig zusammen.

Eine Frau erntet Endivien.

Endivien kannst du von August bis in den November ernten.

Sortentipps

Es gibt nicht nur krausblättrige Frisée-Typen. Einige Sorten haben weitgehend glatte Blätter. Sie sind auch als Escariol-Typ bekannt. Sie haben einen ähnlichen Geschmack und sind robuster.

„Bubikopf“ und „Diva“ sind zwei selbstbleichende Sorten der breitblättrigen Endivie. Sie wachsen großkopfig und gefüllt. Eine hohe Haltbarkeit und unempfindlich gegenüber Frost ist die Sorte „Grüner Escariol“.

Eine weitere beliebte Frisée-Sorte ist die „Grüne Große Krause“. Sie ist widerstandsfähig und hält auch Hitze aus. Du kannst sie sogar einfrieren. Ein großer, gekrauster Endiviensalat ist „Wallone“. Er hat ein gefülltes Herz. Ein anderer bewährter Frisée-Typ ist „St. Laurent/Elsa“.

Krankheiten und Schädlinge

In der Regel ist die Endivie eine robuste Salatpflanze. Allerdings sind einige Arten anfällig für Kranzfäule. Dazu zählen insbesondere Escariol-Typen. Einen Befall erkennst du an braunen Stellen sowie braunen Blatträndern. Beuge der Krankheit vor, indem du den Boden gleichmäßig feucht hältst. Dünge ihn außerdem kaum.

Zu den bekannten Schädlingen an Endivien gehören Schnecken und Erdraupen.

Wie du Schnecken bekämpfst, erfährst du hier.

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