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Frühlingszwiebel im Beet

Winterharte Frühlingszwiebeln kannst du rund ums Jahr in deinem Garten oder Gewächshaus anbauen. Mit den auch Lauchzwiebeln genannten Pflanzen verfeinerst du unter anderem Suppen, Quark und viele Eintöpfe. Wir geben dir einen Überblick zum Pflanzen und Pflegen.

Welche Namen trägt die Frühlingszwiebel?

Die Frühlingszwiebel (Allium fistulosum) nennt man auch Lauchzwiebel, Winterzwiebel, Schlottenzwiebel, Stängelzwiebel oder Winterheckenzwiebel. Sie gehört zu den Amaryllisgewächsen (Amaryllidaceae).

Im Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung „Frühlingszwiebel“ durchgesetzt. Die im Supermarkt angebotenen Gewächse sind aber nicht immer wirklich Frühlingszwiebeln. Besonders im zeitigen Frühjahr werden dort auch junge Speisezwiebeln (Allium cepa) als Frühlingszwiebeln verkauft.

Der Name „Winterheckenzwiebel“ kommt wahrscheinlich daher, dass das Gewächs mehrjährig angebaut wird. In milden Regionen bildet es auch im Winter eine niedrige, grüne Hecke.

Eine Variante der Frühlingszwiebel ist die Etagenzwiebel. Sie ist aus einer Kreuzung von Frühlingszwiebel und Speisezwiebel entstanden. Sie entwickelt keine Blüten, sondern kleine Brutzwiebeln.

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Woher kommt die Frühlingszwiebel?

Die Frühlingszwiebel kommt aus Asien. In China, Korea und Japan sind die in feine Ringe geschnittenen Röhrenblätter in vielen Gerichten zu finden. Dort wird die Lauchzwiebel einjährig kultiviert. In unseren Breiten ist sie oft mehrjährig.

Wie sieht die Frühlingszwiebel aus?

Blühende Frühlingszwiebel

Frühlingszwiebeln zeigen recht attraktive Kugelblüten.

Die Frühlingszwiebel bildet Horste. Sie wird etwa 30 cm bis 80 cm hoch. Die Zwiebeln sind mit den üblichen Speisezwiebeln nicht zu vergleichen. Sie sind nicht klar vom Laub abgesetzt. Frühlingszwiebeln haben stattdessen eine weiße Verdickung am Ende.

In der Küche nutzt man das runde Laub. Man spricht auch von „Schlotten“. Es besteht aus dünnen, dunkelgrünen Röhren. Du kannst das Laub so gut wie das ganze Jahr über verwenden.

Im Juli zeigen sich auf dicken, in der Mitte hohlen Stängeln große Kugelblüten. Sie bestehen aus vielen weißen Einzelblüten.

Der richtige Standort für Frühlingszwiebeln

Wähle für deine Lauchzwiebeln einen sonnigen und geschützten Standort. Achte auf einen tiefgründigen, lockeren und humosen Boden.

Setze Gemüse wie Salat, Möhren und Gurken neben die Lauchzwiebeln. Bohnenarten eignen sich nicht für eine Mischkultur.

Frühlingszwiebeln säen

Bereite das Beet für die Aussaat der Lauchzwiebeln vor. Harke dafür 3 l bis 5 l gesiebten, reifen Kompost unter. Von März bis zum Mai säst du die Samen aus. Sie sollten etwa 1 cm tief in der Erde liegen. Achte auf einen Reihenabstand von 20 cm.

Haben die Samen gekeimt, vereinzelst du sie. 5 cm bis 8 cm Abstand sollten zwischen den Pflanzen liegen. Um Folgesaaten kümmerst du dich bis Mitte August. So hast du immer frische Frühlingszwiebeln im Garten.

Frühlingszwiebeln pflegen

Viel Pflege brauchen Frühlingszwiebeln nicht. Gib den Zwiebeln regelmäßig Wasser und versorge sie außerdem mit organischem Dünger.

Wachsen die Horste zu dicht, verlieren sie oft ihre Wuchskraft. Grabe die mehrjährigen Pflanzen dann zur Verjüngung alle zwei bis vier Jahre aus und teile sie. An einem neuen Ort setzt du sie wieder in die Erde.

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Lauchzwiebeln verwenden

Jemand erntet Frühlingszwiebeln im Beet.

Bei der Ernte schneidest du die Röhrenblätter ab. Alternativ ziehst du die ganze Pflanze aus dem Beet.

Die Röhrenblätter der Lauchzwiebeln erntest du das ganze Jahr über. Schneide sie wie Schnittlauch. Sie treiben dann wieder nach. Alternativ ziehst du die ganze Pflanze aus dem Beet.

Die Blätter der Lauchzwiebel welken schnell. Ernte sie deshalb nach Bedarf. Schneide sie in kleine Röllchen und verwende sie zum Würzen von Suppen, Salaten oder Quark. Je schneller du sie nach der Ernte verwendest, umso aromatischer sind sie.

Sortentipps

Wähle aus den vielen Sorten der Frühlingszwiebel die für dich passende aus:

  • „Elody“ ist besonders kältefest. Sie hat weiße, sehr milde Zwiebeln. Du säst sie im Frühling oder im Spätsommer aus.

  • „Baja Verde“ entwickelt keine Zwiebeln. Sie wächst sehr rasch. Die grün-weißen Schäfte der Pflanze schmecken besonders gut in asiatischen Gerichten.

  • „Pal“ wächst ebenfalls schnell. Die Schäfte sind weiß und aromatisch mit grünem Laub.

Es gibt auch Sorten der Frühlingszwiebel mit weißem und rotem Schaft:

  • „Lange Weiße Milda“ und „White Lisbon“ haben einen weißen Schaft.

  • „Red Beard“ und „Red Toga“ zeigen einen roten.

Frühlingszwiebeln vermehren

Getrocknete Keime der Frühlingszwiebel auf einem Teller mit Schere

Frühlingszwiebeln vermehrst du durch Aussaat oder Teilung. Sammle für das Aussäen die schwarzen Samen ein. Die Pflanze verliert sie im Sommer.

Vermehre Frühlingszwiebeln über Aussaat oder durch Teilung. Sammle die schwarzen Samen ein, die im Sommer ausfallen. Lasse sie nachtrocknen. Dann sind sie bis zu zwei Jahre lang keimfähig.

Für die Teilung gräbst du den Wurzelballen einer alten Pflanze aus. Du teilst ihn in zwei bis drei Teilstücke und pflanzt diese dann an einem neuen Standort ein.

Krankheiten und Schädlinge

Lauchzwiebeln sind sehr robust und daher nicht sehr anfällig für Krankheiten. Hin und wieder sind Lauchmotten und Thripse an der Pflanze zu bemerken. Auch Falscher Mehltau tritt manchmal auf.

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