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Eingelegte Gurken

Nicht nur im Spreewald werden Gurken eingelegt: Du kannst frisch geerntete Gurken auch selbst mit wenigen Mitteln haltbar machen und ihnen einen herzhaften Geschmack verleihen. Wir zeigen dir, worauf du bei Ernte und Sorte achten solltest und stellen dir vier Rezepte vor.

Gurken einlegen und haltbar machen

Viele denken bei eingelegten Gurken sicherlich an die Spreewälder Gurken. Dabei sind Dill-, Essig- und Salzgurken in verschiedensten Variationen weltweit verbreitet. Und das nicht erst seit Kurzem: Schon vor 4.500 Jahren machten die Bewohner Mesopotamiens Gurken in Salzlake haltbar. Die Gurken-Spezialitäten aus dem Spreewald etwa sind auch in Osteuropa eine beliebte Beilage.

Inzwischen gehen auch viele Hobby-Gärtner dazu über, das eigene Gemüse zu konservieren. Denn Gurkenpflanzen tragen viele Früchte, vor allem, wenn sie oft geerntet werden. Einlegen ist da eine ideale Methode zum Haltbarmachen.

Welche Sorten sind zum Einlegen geeignet?

Gurken werden meist in zwei Sorten eingeteilt, die jedoch beide zur selben Art Cucumis sativus gehören.

  1. Salatgurken
    Salatgurken werden normalerweise frisch geerntet verwendet. Sie gelangen also direkt aus dem Gewächshaus auf unsere Teller oder werden zu Salaten weiterverarbeitet.
  2. Einlegegurken
    Diese Gurken kultivierst du, um sie zu konservieren. Sie haben eine rauere Oberfläche, weniger Eigengeschmack und bleiben kleiner als klassische Salatgurken. Zudem wachsen Einlegegurken etwas anders: Sie gedeihen im Gegensatz zu Salatgurken auch auf dem Boden liegend und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Durch die kürzere Vegetationszeit benötigen sie nicht unbedingt ein Gewächshaus, sondern wachsen auch im Freiland. Daher kommt auch die Bezeichnung Freilandgurken. In einem Gewächshaus ist der Ertrag allerdings deutlich höher.

Gurken richtig ernten

Gurke an einer Ranke

Ernte die Gurke, indem du sie mit einem scharfen Messer von der Ranke schneidest.

Gurken sind ab August erntereif. Für die Ernte benötigst du ein scharfes Messer oder eine Schere. Damit trennst du sorgfältig den Stiel durch, der die Gurke mit der Ranke verbindet.

Ob die Gurke reif ist, siehst du an der Schale. Sie sollte gleichmäßig grün sein. Hellere Stellen zeigen, dass die Gurke überreif ist. Generell gilt: lieber früher als später ernten.

Die frühe Ernte hat einen Vorteil: Kleinere Früchte haben einen intensiveren Geschmack. Zudem wirkt die Ernte auf die Gurkenpflanze anregend. Je mehr du erntest, desto höher wird der Ertrag. Als Faustregel gilt: Alle zwei bis drei Tage kannst du frische Früchte abtrennen. Mini- oder Snackgurken kannst du sogar täglich ernten.

Wie lange sind die Gurken haltbar?

Mit dem Einlegen in Salz machst du Gurken etwa ein Jahr lang haltbar. Dafür werden die Gurken nicht ganz so sauer. Für eine intensivere Säure kannst du die Gurken auch in Essig einlegen. Essiggurken sind länger haltbar als in Salz eingelegte Gurken.

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Salzgurken (vier 1-l-Gläser)

Gurken einlegen in Salzlake

Auch Salzgurken kannst du selbst machen. Dill und Knoblauch sorgen hier für den besonderen Geschmack.

  • 2 kg Gurken
  • 4 Stiele Dill
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4 Weinblätter oder 12 Sauerkirschblätter
  • 2 l Wasser
  • 110 g Salz

Zunächst reinigst du die Gläser gründlich mit kochendem Wasser. Dann wäschst du die Gurken und gibst sie in die Gläser. Dazu gibst du pro Glas je einen Stiel Dill, eine Knoblauchzehe sowie ein Weinblatt oder drei Sauerkirschblätter.

Das Wasser kochst du mit dem Salz auf. Noch kochend gießt du es über die Gurken in die Gläser, sodass sie komplett bedeckt sind.

Sofort danach verschließt du die Gläser und stellst sie für mindestens sieben bis zehn Tage in die Vorratskammer oder den Keller. Danach sind die Gurken fertig. Öffne die Gläser am besten erst kurz vor dem Verzehr.

Rezept für Dillgurken (sechs 1-l-Gläser)

Gurken im Einmachglas

Nutze Einmachgläser, um deine Gurken einzulegen. Koche die Gläser vor der Verwendung gründlich aus.

  • 3,5 kg Gurken
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 6 TL Senfkörner
  • 1 Bund Dillkraut mit Blüten
  • Weißweinessig (1 Teil)
  • Wasser (2 Teile)
  • Salz (pro Liter Wasser 2 EL)

Im ersten Schritt kochst du die Gläser gründlich aus. Dann wäschst du die Gurken und schneidest die Zwiebeln in Ringe. Zusammen mit den Senfkörnern und dem Dillkraut samt Blüten füllst du Zwiebeln und Gurken in die Gläser.

Koche den Weißweinessig mit Wasser und Salz auf. Wenn Schaum entsteht, nimmst du ihn mit einem Löffel ab. Die noch heiße Flüssigkeit gießt du ins Glas über die Gurken. Du kannst stattdessen auch fertigen Gurkenessig nehmen.

Jetzt verschließt du jedes Glas luftdicht und kochst die Gurken 30 Minuten lang bei 90 °C ein.

Schnelle Gurken, Schüttelgurken (zwei bis drei Portionen)

  • 2 Salatgurken
  • 6 EL Essig
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Rohrzucker oder einige Spritzer flüssiger Süßstoff
  • 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 TL Senfkörner
  • 2-3 EL frischer Dill
  • 2 kleine Schalotten

Als Erstes schälst du die Gurken und entkernst sie. Schneide sie in mundgerechte Stücke.

Alle weiteren Zutaten vermischst du und füllst sie in ein Einmachglas. Nun gibst du die Gurken hinzu. Anschließend verschließt du das Glas und schüttelst den Inhalt gut durch.

Nun stellst du das Glas für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank. Dort ziehen alle Zutaten gut durch. Wichtig: Zwischendurch schüttelst du das Einmachglas immer mal wieder durch.

Gewürzgurken (fünf 1-l-Gläser)

Eingelegte Gurken und Dill im Einmachglas

Gurken einzulegen ist unkompliziert. Lege dir einen kleinen Vorrat an.

  • 2 kg Gurken
  • 800 ml heller Essig (weißer Balsamico oder Gewürzessig)
  • 1,2 l Wasser
  • 400 g Zucker
  • 3 EL Salz
  • 4 TL gelbe Senfkörner
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Piment
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 1 große Zwiebel
  • 5 Lorbeerblätter
  • 2 TL getrockneter Dill

Im ersten Schritt bürstest und wäschst du die Gurken gründlich. Dann legst du sie über Nacht in Salzwasser ein.

Am folgenden Tag zerstößt du Pfeffer, Senf, Piment und Wacholder leicht im Mörser. Es sollen nur die Schalen aufgehen. Die Zwiebeln schneidest du in Ringe. Dann kochst du Essig, Zucker, Salz und Wasser auf. Dabei lässt du die Gurken zwei Minuten lang mitkochen.

Zwiebeln und Gurken schichtest du abwechselnd ins Einmachglas. Pro Glas kommen ein Lorbeerblatt, ein Teelöffel zerstoßene Gewürze und ein viertel Teelöffel Dill dazu. Nun verteilst du den kochenden Sud auf die Gläser. Verschließe sie sofort und stelle sie vorübergehend auf den Kopf. Anschließend lässt du die Gurken zwei bis drei Wochen an einem dunklen Ort ziehen.

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