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Zwei ganze und ein aufgeschnittener Hokkaido-Kürbis in einem Korb.

Der Hokkaido ist ein beliebter Speisekürbis. Hier erfährst du, wie du den Kürbis zubereiten kannst und was du dabei beachten solltest. Zudem liest du hier mehr über die Pflanzung und Pflege sowie über die Ernte und die anschließende Lagerung des Hokkaidos.

Hokkaido – der beliebte Speisekürbis

Hände ernten einen Kürbis

Der Hokkaidokürbis gehört in unseren Breiten zu den beliebtesten Kürbissorten und das aus gutem Grund: Er verfügt über viele gesunde Inhaltsstoffe und besitzt ein leckeres, nussiges Aroma. Er lässt sich einfach und vielseitig zum Beispiel zu Kürbissuppe, Auflauf oder Püree verarbeiten. Die Früchte besitzen eine handliche Größe, sodass sie ohne Reste verbraucht werden können. Der Kürbis lässt sich außerdem leicht im Garten anbauen, er ist pflegeleicht und ertragreich. Weiterhin kannst du Hokkaidos auch gut lagern.

Der Hokkaidokürbis stammt ursprünglich aus Japan, von der gleichnamigen japanischen Insel. In Japan heißt dieser Speisekürbis Uchiki Kuri. Da das Klima auf der japanischen Insel Hokkaido mit dem bei uns vergleichbar ist, gedeiht der Uchiki Kuri auch in Mitteleuropa bestens.

Der Hokkaido gehört zur Art der Riesenkürbisse. Dennoch ist der orangefarbene Gartenkürbis mit einem Gewicht von rund 0,5 kg bis 3 kg eher mittelgroß. Er ist wie alle Kürbisgewächse eine einjährige, rankende Pflanze. Die Pflanze bildet weibliche und männliche Blüten aus, was die Befruchtung vereinfacht. Im Sommer bilden sich Früchte, die du dann zwischen August und November ernten kannst.

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Hokkaido pflanzen

Jemand steckt Kürbissamen in die Erde.

Damit dein Kürbisgewächs gut gedeiht, kannst du die Samen des Kürbisses ab Ende März auf der Fensterbank vorziehen. Dafür pflanzt du sie in Anzuchterde und hältst sie dauerhaft leicht feucht, aber nicht nass. Wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, kannst du die Hokkaido-Jungpflanzen dann in deinen Garten umsiedeln. Setze die Jungpflanzen nicht früher nach draußen, da sie sehr frostempfindlich sind.

Du kannst die Samen jedoch auch direkt ins Beet pflanzen, sofern sich die Wetterlage stabilisiert und keine Fröste mehr zu befürchten sind. Warte dafür mit dem Säen bis Ende April oder Anfang Mai.

Wähle für deinen Hokkaido einen sonnigen und windgeschützten Standort. Sandigen Böden kannst du etwas Lehm, Hornspäne und Kompost beigeben. Halte genügend Abstand zu anderen Pflanzen ein, denn der Hokkaido ist stark rankend und bildet große Blätter aus. In einer Mischkultur mit Mais, Bohnen oder Sonnenblumen wachsen die Gartenkürbisse besonders gut.

Mehr über den Anbau von Kürbissen erfährst du hier.

Hokkaidokürbis pflegen

Wichtig ist es, den Boden gut feucht zu halten. An heißen Sommertagen müssen die Pflanzen großzügig gegossen werden, am besten morgens und abends.

Das Kürbisgewächs ist stark rankend. Um das Wachstum etwas einzudämmen, kannst du die Ranken regelmäßig beschneiden. Verwende dazu am besten eine scharfe Gartenschere. Hat die Pflanze bereits genügend Fruchtansätze ausgebildet, kannst du außerdem neue Blüten entfernen. So konzentriert sich die Pflanze allein auf die bestehenden Früchte und bildet schöne große Kürbisse aus.

Krankheiten und Schädlinge

Häufig entstehen Schäden am Gartenkürbis durch Wettereinflüsse, wie zum Beispiel durch Hagel. Problematisch kann außerdem Staunässe sein, da diese das Faulen der Wurzeln begünstigen.

Auch Schnecken lieben Kürbisfrüchte, daher solltest du deine Pflanzen bei Anbau mit einem geeigneten Schneckenschutz vor Schneckenfraß schützen.

Pilze können ebenso eine Gefahr für Kürbisgewächse darstellen. Der Echte Mehltau zum Beispiel macht sich durch einen mehligen weißen Belag auf den Blättern bemerkbar. Bei sehr heißem Wetter kann außerdem der Schlauchpilz Didymella auftreten. Er verursacht die Gummistängelkrankheit, die die Stiele gummiartig aufweichen. Weitere Symptome für einen Befall mit diesem Pilz sind Nekrosen am Kürbis sowie Blattflecken.

Hilfreich ist es, die Kürbispflanzen an einem möglichst luftigen Platz anzubauen und sie ab und zu auszudünnen. So können die Blätter besser abtrocknen, was einem Pilzbefall vorbeugt. Mit geeigneten Fungiziden behandelst du deine Kürbispflanzen erfolgreich bei einem akuten Pilzbefall.

Hokkaido ernten und lagern

Kürbis in einem Beet.

Klingen deine Hokkaidokürbisse hohl, wenn du leicht gegen sie klopfst, und ist die Schale so fest, dass du sie nicht mit dem Fingernagel einritzen kannst, beginnt die Erntezeit. Der beste Zeitpunkt für die Ernte liegt zwischen August und November. Sorge dafür, dass deine Kürbisse keinen Frost abbekommen, und ernte sie frühzeitig. Schneide den Hokkaidokürbis am besten mit Stiel mithilfe eines scharfen Messers ab und achte darauf, ihn nicht zu verletzen. So kannst du den Gartenkürbis besser lagern.

Achte für die Lagerung deiner Hokkaidokürbisse darauf, dass sie vollständig ausgereift, die Schalen hart und die Stiele holzig sind. Ist es draußen sehr kalt und nass, kann es notwendig sein, ihn vor der vollständigen Reife zu ernten. In diesem Fall solltest du die Kürbisse an einem warmen, trockenen Ort noch etwas nachreifen lassen.

Ein geeigneter Lagerort für deine Kürbisse sollte nicht zu feucht sein und eine Temperatur von etwa 10 °C bis 15 ºC haben. Ein entsprechender Kellerraum oder eine Vorratskammer bietet ideale Lagerbedingungen für deinen Kürbis. Lege die Kürbisse am besten in einem Regal luftig nebeneinander oder bewahre die Früchte in einem Netz oder in einer offenen Holzkiste auf. So halten sich die Hokkaidokürbisse ungefähr acht Monate.

Angeschnittenen Kürbis solltest du baldmöglichst verbrauchen, da er sich im Kühlschrank nur einige Tage hält. Um die Lagerdauer zu verlängern, kannst du ihn auch geschnitten in den Gefrierschrank geben, dort hält er sich ungefähr vier bis fünf Monate.

Erfahre mehr über die Lagerung von Kürbis im OBI Ratgeber.

Sorten des Hokkaidokürbisses

Bei den Hokkaidokürbissen finden sich viele verschiedene Sorten. Während in Mitteleuropa vorwiegend die orangenen Hokkaidokürbissorten bekannt sind, sind zum Beispiel im Herkunftsland Japan auch grüne und graue Sorten sehr beliebt.

Die grünen und grauen Hokkaidos überzeugen durch ihren besonders süßlichen Geschmack. Grüne Hokkaido-Sorten sind zum Beispiel Sweet Mama, Nutty Delicia oder Meruhen. Sie haben ein gelbes Fruchtfleisch. Der Kuri Kabocha besitzt eine grüne Schale und orangenes Fruchtfleisch. Er behält auch nach dem Garen seine feste Konsistenz und ist sehr schmackhaft. Zu den grau-grünen Varianten gehören Snow Delite, Blue Kuri oder Yukigeshou, die ein ockerfarbenes bis braunes Fruchtfleisch besitzen.

Hokkaidokürbis genießen

Kürbissuppe aus Hokkaido in einem ausgehöhlten Kürbis.

Der Hokkaidokürbis kann vielseitig zubereitet werden. Du kannst die Früchte roh, gekocht oder aus dem Ofen genießen. Ein großer Vorteil: Die Schale kann mitgegessen werden, so brauchst du den Kürbis nicht zu schälen. Das erleichtert dir die Zubereitung. Du brauchst nur die Schale gründlich abzuwaschen, den Hokkaido aufschneiden und die Fasern und Kerne herausnehmen.

Für Hokkaidokürbis gibt es unzählige Rezepte. Du kannst ihn zum Beispiel in Würfel schneiden und diese zusammen mit Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen in Gemüsebrühe weichkochen. Anschließend pürierst du alles mit einem Stabmixer, verfeinerst es mit etwas Crème fraîche und fertig ist eine leckere Kürbissuppe.

Oder du schneidest den Kürbis in schmale Spalten und verrührst diese mit etwas Olivenöl, Kräutern und Salz. Dann gibst du alles auf ein Backblech und garst den Kürbis im Ofen, bis er weich ist. So bekommst du ein köstliches Ofengemüse.

Aus Hokkaidos kannst du auch ein Püree zubereiten. Die Früchte finden zudem in Aufläufen oder als Nudelsoße Verwendung, können zu Kürbisbrot verarbeitet werden oder als Dessert ein feines Menü abrunden.

Sogar die Kerne des Hokkaido kannst du verwenden. Wasche die Kürbiskerne dazu gründlich ab, trockne sie und röste sie anschließend in der Pfanne oder im Ofen. Mit Salz, Gewürzen oder Kräutern kannst du sie zu einem gesunden Knabbersnack verfeinern oder deine Kürbissuppe damit aufpeppen.

Nährwerte des Hokkaidos

Der Hokkaido gehört zu den nährstoffreichsten Kürbissorten. Er steckt voller Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, Vitamin B2 und B6, die sich positiv aufs Immunsystem auswirken. Außerdem enthält der Kürbis wertvolles Betacarotin. Betacarotin wirkt entzündungshemmend und sorgt für einen Schutz der Körperzellen. Dazu wandelt sich Betacarotin in unserem Körper zu Vitamin A um. Vitamin A wirkt sich positiv auf unsere Sehkraft aus und ist wichtig für Haut und Haar.

Der Hokkaido enthält besonders viele Ballaststoffe. Das ist gut für den Darm und macht lange satt. Dank seines geringen Zucker- und Säuregehalts ist er sehr bekömmlich. Die Früchte eignen sich auch für Menschen mit sensiblem Magen oder Darm. Weiterhin enthält der Kürbis viel Kalium, das sich positiv auf den Blutdruck und das Herz auswirkt und zusätzlich die Blasen- und Nierenfunktion unterstützt.

Im Vergleich zu anderen Speisekürbissen enthält der Hokkaido zwar etwas mehr Kalorien, er eignet sich aber dennoch perfekt zum Abnehmen. Mit seinem geringen Anteil an Kohlenhydraten ist er auch für Low Carb Fans das ideale Gemüse.

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