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Kopfsalat wird von einer Peson gepflückt

Kopfsalat lässt sich im Freiland oder geschützt im Gewächshaus beziehungsweise unter Folie anbauen. Entweder du säst ihn selbst aus oder verwendest Jungpflanzen. Wir zeigen dir, wie du diesen Gartensalat anbaust und pflegst.

Woher stammt Kopfsalat?

Kopfsalat gehört zur Familie der Korbblütler (Compositae oder Asteraceae) und zählt zu den Gartensalaten (Lactuca sativa). Genau genommen handelt es sich um die Gruppe der Butterhead (Lactuca sativa var. capitata). Davon leitet sich auch der andere Name ab: Buttersalat.

Ursprünglich stammt der Kopfsalat wohl aus Vorderasien. Inzwischen wird er weltweit angebaut. Denn der Blattsalat ist genügsam und wächst in fast jedem Klima.

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So wächst Kopfsalat

Die einjährige Pflanze hat eine lange Pfahlwurzel und bildet eine grundständige Blattrosette. Durch die gestauchte Sprossachse stehen die Blätter dicht beieinander und bilden den namensgebenden geschlossenen Kopf.

Die Blätter sind weich, zart und in der Regel glatt, bei manchen Sorten aber auch kraus. Kopfsalat gibt es mit grünen bis roten Blättern.

Der richtige Standort und Boden

Setze Kopfsalat in tiefgründigen, humosen Boden. Achte außerdem auf den pH-Wert. Kopfsalat reagiert empfindlich auf zu saure Böden. Unter 5,5 sollte der pH-Wert nicht fallen.

Tipp: In gesunden Böden lockern Regenwürmer und andere Bodenlebewesen das Erdreich auf. Sehr feste Erde lässt sich mit einer Grabegabel oder einem Kultivator auflockern. Bei der Gelegenheit empfiehlt es sich, frischen Kompost in den Boden einzubringen.

Kopfsalat bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Vor allem wenn du die Jungpflanzen im Frühjahr oder Herbst einsetzt, sind sie auf ausreichend Sonneneinstrahlung für das Wachstum angewiesen. Die Sonne hat aber noch einen Vorteil: Der Nitratgehalt im Salat bleibt gering.

Die passende Mischkultur

Gute Beetnachbarn für den Kopfsalat sind Erdbeeren. In Mischkultur mit Möhren, Radieschen, Spinat, Zwiebeln und Kohlgemüse fühlt sich der Salat ebenfalls wohl. Für eine Mischkultur ungeeignet sind Petersilie und Sellerie.

Kopfsalat aussäen

Eine Person bei der Anzucht von Kopfsalat-Jungpflanzen

Fürs Frühbeet ziehst du Kopfsalat schon Ende Januar vor. Ab April lässt sich Kopfsalat auch direkt im Freiland aussäen.

Beginne bereits Ende Januar damit, den Kopfsalat vorzuziehen, wenn du früh im Jahr ernten möchtest. Jungpflanzen für das Freiland ziehst du ansonsten ab Ende Februar heran.

Eine mäßig hohe Temperatur von etwa 15 °C lässt den Salat am besten keimen. Bei über 20 °C sinkt die Keimfähigkeit.

Säe den Kopfsalat in Saatschalen oder Topfplatten mit Anzuchterde aus. Bei der Methode mit Saatschalen pikierst du die Keimlinge jeweils in Topfplatten. Wir empfehlen, direkt zwei Samenkörner in Topfplatten zu legen.

Vereinzelne die Sämlinge nach dem Keimen und setze jede Jungpflanze in einen 5 cm großen Topf.

Ab Anfang April ist es möglich, den Salat direkt im Freiland ohne Vorzucht zu säen. In rauen Regionen deckst du ihn mit einem Vlies oder einer Folie ab. Sobald die Temperaturen draußen steigen, bietet eine Vorkultur für Jungpflanzen keinen Erntevorteil gegenüber der Direktsaat. Um die ganze Saison lang zu ernten, säst du stattdessen von Juli bis Oktober alle zwei bis drei Wochen nach.

Für den Anbau im Frühjahr und Sommer ist unterschiedliches Saatgut erhältlich. Ziehst du im Sommer eine Frühjahrssorte, neigt der Kopfsalat zum Schießen. Es gibt aber auch Sorten, die sich für die ganzjährige Aussaat eignen.

Wintersalate überstehen selbst Temperaturen bis zu -20 °C. Diese frostharten Sorten säst du Mitte September an geschützten Stellen ins Freiland, wo sie überwintern. Im Frühling wachsen sie heran und im April lassen sie sich ernten.

Kopfsalat pflanzen

Wenn die Setzlinge vier bis fünf Blätter haben, kommen sie ab Anfang März bis Anfang April ins Frühbeet oder du pflanzt sie im Freiland unter Folie. Halte zwischen den Salatpflanzen einen Abstand von 30 cm x 30 cm ein.

Tipp: Wenn du Salat auf dem Balkon anbauen möchtest, eignet sich hierfür ein tiefer Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser. Setze den Kopfsalat in lockere Blumenerde und achte auf gute Durchlässigkeit. Wir empfehlen eine Drainage aus Kies oder Blähton.

Setze die Jungpflanzen möglichst hoch ein. Bedecke den Wurzelhals nicht mit Erde und streue auch nach dem Einsetzen nur eine dünne Schicht Erde um die Pflanze. Dadurch wachsen die Setzlinge besser an und du vermeidest Fäulnis. Zum Schluss gießt du den Salat gut an. Halte den Boden danach stets feucht, aber vermeide Staunässe.

Eine Person pflanzt Kopfsalat.

Von Anfang März bis Anfang April pflanzt du Setzlinge vom Kopfsalat ins Beet. Decke sie mit einer Folie ab.

Kopfsalat pflegen

In der Saison hackst du zwei- bis dreimal zwischen den Beetreihen. Mit Rindenmulch beugst du Unkraut vor. Dadurch hältst du auch die Erde feucht.

Wässere bei anhaltender Trockenheit und großer Hitze rechtzeitig. Ein gleichmäßig feuchter Boden ist vor allem im Sommer wichtig. Gieße die Pflanzen durchdringend und möglichst direkt auf der Erdoberfläche, um die Blätter nicht zu sehr zu beschweren.

Indem du regelmäßig Kompost ausbringst, erhält der Salat ausreichend Nährstoffe. Humusreiche, lockere Böden sind ideal für Kopfsalat und müssen kaum gedüngt werden. Vor der Aussaat oder Pflanzung genügt ein geeigneter Bio-Gemüsedünger.

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Ernten und verwerten

Nach der Aussaat braucht der Kopfsalat je nach Sorte acht bis zehn Wochen, bis er erntereif ist. Zum Ernten schneidest du den Salatkopf kurz über dem Boden ab, damit er nicht auseinanderfällt. Spüle die Schnittstelle mit Wasser ab. Dadurch bleibt sie hell.

Kopfsalat lässt sich nur wenige Tage im Kühlschrank lagern. Verarbeite ihn deshalb am besten frisch vom Feld.

Krankheiten und Schädlinge

Kopfsalat ist vergleichsweise widerstandsfähig. Jedoch gehört der Kopfsalat zur Lieblingsspeise von Schnecken. Vor allem junge Pflanzen sind durch Schneckenfraß gefährdet. Als Schutz empfiehlt sich ein Schneckenzaun um dein Salatbeet.

Welken die Salatköpfe trotz guter Wasserversorgung, liegt das in der Regel an einem Drahtwürmer-Befall der Wurzel. Manchmal befallen auch Blattläuse die Salatpflanzen, wogegen du umweltfreundlich mit Brennnesselsud vorgehen kannst.

Alternativ pflanzt du rote Sorten, diese werden seltener von Schnecken und Läusen befallen.

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