
Kürbis lagern
Kürbis ist ein köstliches und sehr gesundes Gemüse aus dem Garten. Unser Ratgeber zeigt dir, wie du Kürbis aufbewahren kannst, welche Sorten sich zum Lagern eignen und was du bei der Lagerung beachten solltest.
Wie und wie lange kann man einen Kürbis lagern?
Kürbisse gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Grob unterschieden wird dabei zwischen Sommerkürbis und Winterkürbis. Zur Lagerung eignen sich dabei vor allem die Winterkürbisse. Richtig gelagert an einem kühlen und dunklen Ort sind Winterkürbisse mehrere Monate haltbar.
Der sogenannte Sommerkürbis ist feiner und zarter. Sommerkürbis solltest du möglichst frisch verarbeiten. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist er etwa ein bis zwei Wochen haltbar. Länger lagern sollten Sommerkürbisse besser nicht. Möchtest du Sommerkürbisse trotzdem aufbewahren, kannst du sie einfrieren.
Vorbereitungen zur Aufbewahrung von Kürbissen
Um Winterkürbisse aus eigener Ernte zu lagern, solltest du diese zuerst vorlagern. Dazu sollten die Gartenkürbisse direkt nach der Ernte für etwa zwei Wochen an einem relativ warmen, luftigen und trockenen Ort nachreifen und aushärten. Ein idealer Ort zum Vorlagern und Nachreifen von Speisekürbissen ist zum Beispiel das Gewächshaus, das den Früchten optimale Bedingungen bietet. Unreife Kürbisse sollten nicht eingelagert werden, da sie leicht faulen.
Zum Lagern von Kürbis kontrollierst du zuerst, ob die Schale fest und unbeschädigt ist. Sie sollte keine Druckstellen aufweisen. Außerdem solltest du die Schale nach der Ernte nicht waschen. Den Stiel entfernst du nicht vollständig, sondern kürzt ihn mit einem scharfen Messer auf circa 1 cm herunter. Wenn die Schale ganz hart und der Stiel verholzt ist, siedelst du deine Kürbisse ins Winterquartier um. Mach zur Sicherheit eine Klopfprobe: Der Kürbis sollte hohl klingen, dann weißt du, dass er reif und lagerfähig ist.
Tipp: Speisekürbisse aus dem Supermarkt müssen übrigens in der Regel nicht nachreifen und können direkt ins Winterlager wandern, da diese bereits ausgereift sind.

Der ideale Standort für die Lagerung von Kürbis
Für die Lagerung von Winterkürbissen wählst du einen kühlen, dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort. Die ideale Lagertemperatur von Kürbissen beträgt etwa 10 °C bis 14 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht höher als 60 % sein, damit sich kein Kondenswasser auf der Schale bildet.
Bewahre Speisekürbis nicht in einem geschlossenen Schrank auf, besser geeignet ist ein Holzregal. Alternativ kannst du Kürbisse auch in einem Netz aufhängen oder in einer offenen Holzkiste lagern. Das sorgt für eine gute Belüftung. Bei der Lagerung auf einem Regal legst du die Kürbisse mit etwas Abstand nebeneinander, am besten auf Zeitungspapier oder ein wenig Pappe. Staple die Kürbisse möglichst nicht übereinander. So verhinderst du die Bildung von Druckstellen.
Hokkaido-Kürbis und andere Speisekürbisse lagern

Im Gegensatz zu Sommerkürbissen, die zeitnah nach der Ernte verbraucht werden sollten, sind richtig gelagerte Winterkürbisse mehrere Monate haltbar.
Der Hokkaido-Kürbis zum Beispiel ist etwa 8 Monate haltbar. Gleiches gilt für den Spaghetti-Kürbis. Der Muskatkürbis besitzt eine Haltbarkeit von rund einem halben Jahr und den Butternut-Kürbis solltest du nach etwa drei Monaten verbrauchen.
Angeschnittenen Kürbis lagern

Ist der Kürbis bereits angeschnitten, solltest du ihn schnellstmöglich verbrauchen, da er sich im Kühlschrank nur ein paar Tage hält. Wenn du das Fruchtfleisch dann weiterverarbeiten möchtest, entfernst du vor der Zubereitung die eingetrocknete Schnittfläche.
Um die Haltbarkeit von angeschnittenem Sommerkürbis oder Winterkürbis zu verlängern, kannst du ihn in Form von Kürbisstücken einfrieren. Kürbissorten, deren Schale nicht essbar ist, solltest du vor dem Einfrieren schälen. Schneide den Speisekürbis in Stücke und blanchiere ihn. Gib das Fruchtfleisch dazu für einige Minuten in kochendes Wasser und schrecke die Kürbisstücke anschließend in eiskaltem Wasser ab. So vorbereitet kannst du das Fruchtgemüse einfrieren, es bei Bedarf aus dem Gefrierfach nehmen und die Kürbisstücke direkt zubereiten. Im Gefrierschrank halten sich Sommerkürbisse oder Winterkürbisse etwa vier bis fünf Monate.
Oder koche das Fruchtfleisch zum Beispiel in Essigwasser ein. Aufbewahrt in sauberen Einmachgläsern hält es sich in einem dunklen, kühlen Raum mindestens ein Jahr.
Kann man Kürbis im Keller lagern?
Kürbisse benötigen einen Lagerplatz, der nicht kälter ist als 10 °C. Außerdem sollte der Ort nicht zu feucht sein. Temperaturen unter 10 °C machen die Früchte anfällig für Lagerfäule. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann bei der Lagerung zu einer Schimmelbildung führen.
Ein Keller ist daher für die Aufbewahrung von Kürbis nur bedingt geeignet. Viele Kellerräume, vor allem ältere sowie nicht isolierte Keller, sind häufig zu kalt oder zu feucht.
Tipp: Ob sich dein Keller zur Lagerung von Kürbis und anderem Gemüse eignet, kannst du ganz einfach mit einem Thermometer und einem Hygrometer herausfinden.
Wie lange hält sich ein Kürbis bei Zimmertemperatur?
Hast du keinen geeigneten Lagerraum oder Vorratsraum für deine Kürbisse, kannst du sie auch bei Zimmertemperatur lagern. So ergänzen Kürbisse wunderbar die herbstliche Dekoration in deiner Wohnung. Bei Zimmertemperatur sind Kürbisse wie der Hokkaido oder der Butternut-Kürbis etwa ein bis zwei Monate haltbar. Die Haltbarkeit variiert je nach Kürbissorte.
Wie erkennt man, dass ein Kürbis schlecht ist?

Haben sich schimmelige Stellen auf der Schale gebildet, solltest du den Kürbis nicht mehr verwenden und ihn schnellstmöglich entsorgen. Es genügt nicht, einfach die schimmeligen Stellen herauszuschneiden, da sich der giftige Pilz meist schnell in der gesamten Frucht verbreitet.
Auch faulige oder matschige Stellen sind ein Zeichen dafür, dass der Kürbis nicht mehr genießbar ist. Du erkennst verdorbenen Kürbis auch am muffigen Geruch sowie am fauligen oder bitteren Geschmack.
Hinweis: Bittere Kürbisse sind giftig und sollten keinesfalls verzehrt werden. Bitterer Geschmack bei Kürbisgewächsen ist ein Hinweis darauf, dass sich der Stoff Curcubitacin gebildet hat. Dieser baut sich beim Kochen nicht ab und kann bei Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden führen.








