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Person trägt Holzkiste mit verschiedenen Kürbissen.

Es gibt zahlreiche Kürbissorten – einige von Ihnen sind schmackhaft und gesund, andere machen lediglich optisch etwas her. Welche Kürbisse du bedenkenlos essen kannst und welche du lediglich als Dekoration nutzen solltest, erfährst du in unserem Überblick über Kürbissorten.

Welche Kürbissorten gibt es?

Weltweit gibt es mehr als 850 Kürbissorten. Etwa 200 Kürbissorten sind essbar, die restlichen sind ungenießbare Zierkürbisse. Der Kürbis (Cucurbita) ist aus botanischer Sicht übrigens kein Gemüse, sondern er gehört wie Gurken und Melonen zu den Beerenfrüchten. Kürbis stammt ursprünglich aus Lateinamerika, wird heute aber in der ganzen Welt angebaut.

Gartenkürbisse (Cucurbita pepo) gibt es in vielen verschiedenen Farben, Formen und Geschmacksvariationen. Für Speisekürbisse bieten sich unzählige Zubereitungsmöglichkeiten. Als Suppe, als Gemüsebeilage oder im Salat, eingelegt, frittiert oder gebacken, als Püree oder Marmelade, in Brot oder Kuchen: Kürbis ist vielseitig und dabei noch sehr gesund. Das Fruchtfleisch und die Kerne enthalten viele wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Dazu ist Kürbis überaus kalorienarm.

Zierkürbisse (Cucurbita pepo ovifera) sind meistens ungenießbar, dafür sehen sie ansehnlich aus und eignen sich für herbstliche Dekorationen in deinem Zuhause. Zierkürbisse sind meist kleiner als Speisekürbisse. Sie besitzen weniger Fruchtfleisch und ihr Geschmack ist unangenehm bitter. Grund dafür ist der Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser ist giftig und kann bei Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden führen.

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Aufgeschnittene Butternusskürbisse auf Backblech mit Rosmarin.
Gebackener, halbierter Spaghettikürbis mit durch eine Gabel aufgelockertem Fruchtfleisch.
Geviertelter Hokkaido-Kürbis
In Streifen geschnittener, gerösteter Hokkaidokürbis mit Kräutern.

Speisekürbissorten

Speisekürbis kann in Sommerkürbis und Winterkürbis unterschieden werden. Sommerkürbisse lassen sich in der Regel nicht sehr gut lagern und sollten baldmöglichst verzehrt werden. Der bekannteste der Sommerkürbisse ist wohl die Zucchini. Weitere Sommerkürbissorten sind der Patisson, der Spaghetti-Kürbis und der Ölkürbis, aus dem auch das wertvolle Kürbiskernöl gewonnen wird.

Typische Merkmale eines Winterkürbisses sind seine harte Schale und sein runder Stiel. Solch ein Gartenkürbis kann an einem dunklen und kühlen Ort für mehrere Monate gelagert werden. Zu den Winterkürbissen gehören unter anderem der Hokkaido, der Riesenkürbis, der Muskatkürbis und der Butternut.

Im Folgenden erhältst du einen kleinen Überblick über die bekanntesten Kürbissorten:

Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Speisekürbissen. Dieser Gartenkürbis zeichnet sich durch seinen feinen, nussigen Geschmack und vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten aus. Gerne wird der Hokkaido zum Beispiel für Kürbissuppen oder für Püree verwendet. Der orangene Kürbis zählt mit seinen 0,5 kg bis 3 kg zu den kleineren Kürbissorten. Da bei diesem Kürbis auch die Schale essbar ist, brauchst du ihn nicht zu schälen, was die Zubereitung vereinfacht.

Riesenkürbis

Beim Riesenkürbis gibt es zwei Sorten: Der Gelbe und der Rote Zentner. Der Gelbe Zentner besitzt eine gelbliche Schale und wird etwa 30 kg bis 40 kg schwer. Der Rote Zentner wiegt im Durchschnitt etwa 5 kg bis 10 kg, kann aber auch schon mal bis zu 20 kg erreichen. Beide Gartenkürbisse eignen sich ideal für Suppen, für Ofengemüse, Pürees oder Chutneys.

Butternut-Kürbis

Der Butternut-Kürbis ist ein beigefarbener Stangenkürbis mit einem Gewicht von rund 1 kg bis 3 kg. Das Fruchtfleisch ist fest und schmeckt leicht süßlich, nussig und buttrig. Der Butternut-Kürbis eignet sich für viele Gerichte und kann beispielsweise für Suppen, Ofengemüse oder als Nudelsoße verarbeitet werden.

Spaghetti-Kürbis

Das Fruchtfleisch vom Spaghettikürbis sieht nach dem Kochen wie Spaghetti aus und ist daher namensgebend. Der Sommerkürbis ist circa 3 kg schwer und erinnert mit seiner hellgelben Schale an eine blasse Honigmelone. Das Fruchtfleisch besitzt einen milden, nussigen Geschmack und kann vielseitig verwendet werden. Der Spaghettikürbis kann zum Beispiel wie Nudeln mit Soße serviert werden und ist somit eine glutenfreie Variante zur klassischen Pasta.

Muskatkürbis

Der Muskatkürbis ist ein dunkelgrüner Kürbis, manchmal auch bräunlich. Er ist mit bis zu 20 kg Gewicht ein recht großer Kürbis. Das Fruchtfleisch ist gelb bis orange-rot und es besitzt einen feinen würzigen Duft. Sein Aroma ist fruchtig und leicht säuerlich mit einer leichten Muskatnote. Der Muskatkürbis besitzt eine lange Lagerfähigkeit und er eignet sich für vielfältige Gerichte zum Beispiel auch aus dem Ofen. Ideal geeignet ist er unter anderem für Süßspeisen.

Ghost Rider

Der Ghost Rider ist ein geeigneter Halloween-Kürbis. Er besitzt die typische Kürbisform und ist orange. Seine Schale ist relativ weich und lässt sich daher gut zum Kürbisschnitzen verwenden. Das Fruchtfleisch des Ghost Riders hat ein mildes, süßliches Aroma und eignet sich daher ideal für süße Speisen.

Erfahre hier mehr über das Pflanzen und Ernten von Kürbissen.
Halloween-Kürbis geschnitzt, beleuchtet mit Kerze

Kürbissorten, die nicht essbar sind

Neben den Speisekürbissen finden sich auch viele nicht essbare Kürbissorten. Die sogenannten Zierkürbisse (Cucurbita pepo ovifera) sind einjährige Kletterpflanzen, die zum Teil sehr außergewöhnliche Früchte in verschiedenen Farben ausbilden. Die Früchte sind meist relativ klein und enthalten vergleichsweise wenig Fruchtfleisch.

Zierkürbisse dürfen nicht zum Essen verwendet werden, da sie den Bitterstoff Cucurbitacin enthalten. Cucurbitacin ist giftig und kann beim Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden führen. Cucurbitacin ist hitzebeständig, das heißt, dieser Bitterstoff verschwindet auch beim Kochen nicht.

Giftige Zierkürbisse eignen sich daher allein als Herbstschmuck, mit dem du Haus und Garten verschönerst. Zu den bekanntesten Zierkürbissorten gehören Autumn Wing, Pear Bicolor, Kronenkürbis, Bischofsmütze oder Schwanenhals.

Mehr über Zierkürbisse erfährst du hier.
Zierkürbisse in einem Korb.

Grüne Kürbissorten

Kürbisse (Cucurbita) gibt es in vielen verschiedenen Farbausprägungen. Neben den typischen orangefarbenen Gartenkürbissen finden sich zum Beispiel auch grüne Kürbisse. Der Muskatkürbis zum Beispiel ist dunkelgrün, verfärbt sich aber bei der Reifung zunehmend hellbraun-orange.

Ein weiterer grüner Kürbis ist der Grüne Hokkaido. Außen besitzt er eine grüne Schale, im Inneren leuchtet er jedoch in gewohntem Orange. Wie auch beim klassischen Hokkaido ist ebenso bei der grünen Variante die Schale essbar.

Der Blue Ballet ist ein weiterer Kürbis, der durch sein besonderes Aussehen glänzt. Seine Schale besitzt ein blau-grünliches Aussehen. Auch bei dieser Sorte ist das Fruchtfleisch orange. Der Blue Ballet überzeugt durch seinen aromatischen Geschmack und er kann für viele verschiedene Speisen verwendet werden.

Gelbe Kürbissorten

Suchst du für deine Kürbisgerichte nach gelbem Kürbis, so kannst du zum Beispiel einen Patisson-Kürbis wählen, der aufgrund seiner Form auch "Ufo-Kürbis" genannt wird. Patisson-Gartenkürbisse schmecken besonders gut, wenn sie noch nicht komplett ausgereift sind. Du kannst sie für Salate verwenden, für Risotto oder Aufläufe sowie als Gemüsebeilage zum Beispiel. Patisson-Kürbisse gibt es auch mit weißer oder schwarz-grüner Schale.

Ein weiterer gelber Gartenkürbis ist der sogenannte Gold Summer Crook Neck. Dieses Kürbisgewächs bildet kleine, circa 20 cm große, goldgelbe, gebogene Früchte aus. Sie besitzen einen nussigen und süßlichen Geschmack. Du kannst Gold Summer Crook Neck Kürbisse zum Beispiel roh verzehren, im Ofen backen, sie gedünstet oder gegrillt servieren.

Kleine Kürbisse

Zunehmend beliebter bei Gartenkürbissen sind Mini-Kürbisse, die sich durch eine familiengerechte Portionsgröße auszeichnen. Viele der kleinen Kürbissorten kannst du problemlos auf dem Balkon zum Beispiel in einem Pflanzkübel anbauen. Dabei findet sich Saatgut auch für die klassischen Kürbissorten wie Hokkaido oder Butternut im Miniformat.

Eine weitere kleine Kürbissorte ist der Jack be Little. Die Früchte von diesem Speisekürbis werden circa 150 g bis 300 g schwer. Im Handel werden die kleinen hübschen Früchte auch als essbare Zierkürbisse angeboten. Jack be Little lässt sich in vielen Gerichten verarbeiten und kann sogar roh verzehrt werden. Sein Aroma erinnert an den Geschmack von Esskastanien.

Der Sweet Dumpling Kürbis wird etwa 300 g bis 600 g schwer und besitzt einen süßlichen Geschmack. Nach dem Garen bleibt das Fruchtfleisch knackig-fest. Auch die Schale kann bei diesem Gartenkürbis verzehrt werden. Er lässt sich roh, gekocht oder gebraten verarbeiten. Auch der Sweet Dumpling besitzt einen Geschmack, der an Esskastanien erinnert.

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