
Pastinaken
Die Pastinake zählt zu den sogenannten alten Gemüsesorten. Lange verkannt, hält sie nun wieder Einzug in unsere Küchen. Pastinaken sind voller Nährstoffe, aromatisch und vielseitig. Sie schmecken in Suppe oder Auflauf, roh oder als Püree. Wir zeigen dir, wie du sie in deinem Garten anpflanzt und richtig pflegst. Auch erfährst du, wie du die Pastinake verarbeiten kannst.
Was sind Pastinaken?
Pastinaken (Pastinaca sativa) gehören zu den Doldenblütlern. Sie sind verwandt mit Möhren, Petersilie und Fenchel. Gemüse-Pastinaken stammen von den wilden Wiesen-Pastinaken ab, die am Rand von Feldwegen wachsen.
Pastinaken besitzen eine kegelförmige, weiße bis cremefarbene Pfahlwurzel, die im Durchschnitt 20 cm bis 30 cm lang sind. Die Blätter der Pastinake haben Ähnlichkeit denen des Selleries.
Pastinaken enthalten viel Vitamin C und Kalium. Außerdem sind sie reich an Mineralstoffen wie Eisen und Zink sowie B-Vitamine und Kohlehydraten. Pastinaken können auf vielfältige Arten zubereitet werden. Aufgrund ihres milden Geschmacks, dem niedrigen Nitratgehalt und der guten Verträglichkeit werden sie hin und wieder auch als Baby- und Kleinkindernahrung verwendet.
Hinweis: Bei einzelnen Personen können Pastinaken allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten auslösen.
Pastinaken eignen sich gut zum Anbau im eigenen Gemüsegarten. Sie sind pflegeleicht und resistent gegen Schädlinge und Krankheiten.
Woher kommen Pastinaken?
Die Pastinake stammt ursprünglich aus Süd- und Mitteleuropa. Etwa zur Römerzeit gelang sie nach Deutschland. Die Pastinake ist bei uns auch als Wildform verbreitet.
Bis ins 18. Jahrhundert gehörte das Wurzelgemüse in Deutschland und Österreich zu den Grundnahrungsmitteln. Pastinaken wurden dann aber von Kartoffeln und Möhren verdrängt. Erst mit dem zunehmenden Interesse an ökologisch angebautem Gemüse fand die Wurzel wieder Beachtung. Darüber hinaus gelten sie in vielen Ländern wie in Großbritannien oder in den USA als Delikatesse.
Wie ist der Geschmack von Pastinaken?
Werden Pastinaken vor dem Frost geerntet, schmecken sie nach einer Mischung aus Möhren und Kartoffeln. Erntest du die Wurzeln erst nach dem Frost, entwickeln sie ein leicht süßliches und intensiv würziges Aroma. Dieses Aroma erinnert an den Geschmack von Sellerie und Liebstöckel.
Verwendung von Pastinaken

Zählten Pastinaken einst zu den Grundnahrungsmitteln, gerieten sie für lange Zeit in Vergessenheit. Heute erfreuen sie sich heute wieder zunehmender Beliebtheit. Pastinaken sind vielseitig verwendbar und es gibt unzählige Rezepte für die Zubereitung köstlicher Speisen mit dem schmackhaften Wurzelgemüse.
Du kannst die Wurzel ähnlich wie Karotten mit einem Sparschäler schälen und in Scheiben oder Stifte schneiden. Pastinaken eignen sich zudem sehr gut zur Zubereitung feiner Suppen oder Aufläufe. Sie schmecken ebenfalls gedünstet mit etwas Butter oder Öl oder knusprig gebacken als Ofengemüse. Oder verwende geraspelte Pastinaken als Rohkost im Salat. Zusammen mit Kartoffeln lassen sich die Wurzeln zu einem Püree verarbeiten. Ohne Salz, dafür aber mit einem kleinen Schuss Rapsöl kochst du aus Pastinaken schnell einen gesunden Babybrei.
In der Naturheilkunde werden die Wurzeln, Früchte sowie die getrockneten Blätter zur Linderung von Magenbeschwerden oder Fieber zum Beispiel eingesetzt.
Hinweis: Bei einzelnen Personen können Pastinaken allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten auslösen.
Sind Pastinaken und Petersilienwurzel das Gleiche?
Pastinaken und Petersilienwurzel (Petroselini radix), auch Wurzelpetersilie genannt, sind nicht das Gleiche. Sie sehen sich aber sehr ähnlich. Dennoch gibt es einige Merkmale, anhand derer du sie gut unterscheiden kannst.
Pastinaken besitzen oben einen eingesunkenen Blattansatz und ein dickeres Kopfteil als Petersilienwurzeln. Der obere Teil der Wurzelpetersilie ist schmaler als bei Pastinaken. Außerdem wölbt sich der Blattansatz bei der Petersilienwurzel nach oben heraus.
Außerdem kannst du Pastinaken und Petersilienwurzeln am Geruch unterscheiden: Wurzelpetersilie duftet nach Petersilie, Pastinaken riechen wie Möhren.
Pastinaken pflanzen

Baue Pastinaken ab Mitte März im Freiland an. Wähle dafür einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Beet aus. Der Boden sollte tiefgründig und locker sein. Lockere den Boden vor dem Säen, am besten mit einer Gartenhacke auf, damit die Rüben gut wachsen können.
Um den Wurzeln ausreichend Platz zu bieten, solltest du ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen einhalten. Achte auf eine gleichmäßige Befeuchtung, vor allem im Hoch- und Spätsommer.
Erntezeit von Pastinaken ist ab Oktober. Für besonders guten Geschmack, ernte die Wurzeln erst nach dem ersten Frost.
Pastinaken pflegen
Schütze die Pflänzchen bei kühlem Frühjahrswetter mit einem Vlies. Halte das Beet außerdem unkrautfrei. So können die zarten Pastinakenpflanzen besser wachsen. Hast du in der bereits bei der Vorbereitung deines Beetes genügend Kompost aufgebracht, brauchst du während des Jahres nicht noch einmal zu düngen.
Pastinaken im Garten

Kombiniere Thymian in deinem Garten mit anderen Kräutern. Rosmarin ist beispielsweise ein guter Pflanzpartner.
Als Vorkultur für Pastinaken eignet sich eine Gründüngung. Damit lockerst du den Boden tiefgründig. Gut geeignet sind beispielsweise Lupinen. Alternativ bieten sich auch Starkzehrer wie Kohl oder Tomate als Vorkultur an.
Vermeide den Anbau von Pastinaken direkt nach anderen Doldengewächsen wie Karotten, Petersilie, Fenchel oder Dill. Sonst sind Krankheiten oder ein Schädlingsbefall möglich. Optimal ist eine Wartezeit von vier Jahren zwischen dem Anbau von Doldenblütlern aller Art.
Ideale Pastinaken-Sorten für den Anbau im Garten sind zum Beispiel die „Halblange Weiße“ oder die „Aromata“. Die Halblange Weiße ist eine altbewährte Sorte. Sie bildet halblange 20 cm bis 30 cm große Wurzeln aus. Die Aromata ist eine neuere Pastinaken-Art. Die Wurzel besitzt einen besonders süßen und nussigen Geschmack, enthält aber weniger Stärke.
Krankheiten und Schädlinge
Pastinaken sind sehr robust und werden kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen.
Die Larven der Möhrenfliegen verursachen in seltenen Fällen Fraßschäden an den Pastinaken. Die Pflanzen reagieren darauf mit vergilbten und welken Blättern. Damit die Schädlinge nicht auf andere Pastinaken übergreifen, solltest du die betroffenen Pflanzen aus dem Beet nehmen.








